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Konstantin Deev verstärkt das Team im Marienhospital

Zügig formiert sich die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums neu. Mit Konstantin Deev verstärkt ein weiterer erfahrener Oberarzt das Team um den neuen Chefarzt Prof. Dr. Sebastian Gehrmann, der die Leitung der Klinik zum 1. Oktober übernimmt.
Konstantin Deev kehrt damit als leitender Oberarzt und Durchgangsarzt ins Marienhospital zurück. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Zusatzbezeichnung spezielle Unfallchirurgie, war im Marienhospital bereits mehrere Jahre als leitender Oberarzt und Durchgangsarzt tätig. Durchgangsärzte, kurz D-Ärzte genannt, haben eine besondere Zulassung der Gesetzlichen Unfallversicherung und sind für die Behandlung nach Arbeits- und Wegeunfällen zuständig.
Die neue Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin gewinnt damit rasch an Kontur: Mit Dr. Thomas Bertrams und Christian Philipps hatten zwei weitere bewährte Oberärzte bereits ihre Rückkehr zum Katholischen Karl-Leisner-Klinikum angekündigt.
Die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin mit Standorten im St.-Antonius-Hospital Kleve und Marienhospital Kevelaer ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. Sie ist zertifiziertes Endoprothetikzentrum und zertifiziertes regionales Traumazentrum – das einzige im Kreis Kleve.

87-jährige Fußgängerin schwer verletzt

Am Donnerstag, 16. Mai, gegen 14.35 Uhr, fuhr eine 34-jährige Frau aus Kevelaer auf dem Parkplatz eines Geschäftes an der Ladestraße in einem BMW rückwärts aus einer Parkbox. Dabei stieß sie mit einer 87-jährigen Frau aus Kevelaer zusammen, die mit einem Rollator unterwegs war. Die 87-Jährige stürzte und verletzte sich schwer. Sie wurde mit dem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Ausgezeichnete Klinik

Die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums ist erfolgreich als Endoprothetikzentrum rezertifiziert worden. Das Zertifikat gilt für drei Jahre und dokumentiert die besondere Qualität bei der Implantation von Hüft- und Knieprothesen.
„Wir bemühen uns um die bestmögliche Gesundheitsversorgung der Menschen im Kreis Kleve“, betont Bernd Ebbers, Geschäftsführer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Die anspruchsvolle Zertifizierung als Endoprothetikzentrum ist für unsere Patienten ein deutliches Signal, dass sie bei uns gut aufgehoben sind.“
Im Rahmen der Zertifizierung wurden die Anzahl, Technik und Erfolg der Operationen, die Qualifikationen der Operateure, die Einhaltung von Behandlungsstandards sowie sogenannte „Stützprozesse“ wie die Organisation der Klinik, Hygiene, Lagerhaltung und der Umgang mit Medikamenten von einem externen Institut überprüft. „Unsere Klinik hat die Qualitätsanforderungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie und der Arbeitsgemeinschaft für Endoprothetik vollständig erfüllt“, freut sich Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Lars Victor Baron von Engelhardt.
Besonders gelobt wurden die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Patientensicherheit, die präzise Indikationsstellung, bei der auch gelenkerhaltende Maßnahmen stark und kompetent durchgeführt werden, äußerst niedrige Infektionsraten, die Qualität der eingesetzten Implantatsysteme, die professionelle Durchführung der Endoprothetik sowie die deutliche Verkürzung von Wartezeiten.
Bis ins letzte Detail
„Im Rahmen unserer Qualitätskonferenzen besprechen wir anhand der am Computer durchgeführten Prothesenplanung und der Patientenakte jeden Fall bis ins letzte Detail“, erläutert Gaby Küster, die den Behandlungsprozess der Patienten des Endoprothetikzentrums als Case Managerin steuert.
In der Klinik für Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums ist die Implantation von Hüft- und Knieprothese ein Schwerpunkt des Versorgungsspektrums.

Patienten, Besucher und Beschäftigte stimmten mit ein

Der Kevelaerer Männergesangsverein (KMGV) hat die Tradition des “Weihnachtssingens” im Kevelaerer St. Marien-Hospital wieder aufgenommen. Mit mehr als 40 Sängern traf sich der Chor mit seinem Dirigenten Tom Löwenthal in der Kapelle des Krankenhauses.
Mit Schwester Ulrike vom Krankenhaus hatte man abgesprochen, den ersten Teil des Konzerts in der Empfangshalle zu singen. Hier konnte der KMGV auf sein Repertoire des Adventskonzertes zurückgreifen und bekannte Kirchenlieder und andere Weihnachtslieder singen, begleitet von Tom Löwentha am Klavier, das man extra aus dem Vereinslokal herbeigeschafft hatte.

Da der Gesang nicht über die Lautsprecheranlage des Hauses übertragen werden konnte, wurde kurzerhand der zweite Teil des Konzertes im 2. Obergeschoss des Krankenhauses gesungen. Es war schön zu sehen, wie Patienten, Besucher und die im Krankenhaus Beschäftigten von den Liedern angetan waren.
Auch aus den Zimmern, wo man den Gesang nur hören konnte, und von den Patienten, nicht zum Flur kommen konnten, waren später dankbare und anerkennende Kommentare zu hören. Allerdings konnte Pastor Schneider, der Krankenhaus-Seelsorger, der den KMGV eingeladen hatte, nicht dabei sein, weil er gerade in Indien verweilte.

Schwindel sorgfältig und wirksam behandeln

Schwindel ist weit verbreitet: Beim Hausarzt klagt einer von zehn Patienten über Schwindelgefühle – im Alter sind es noch deutlich mehr. Wer bei der Suche nach den Ursachen nicht weiter weiß, ist in der Schwindelsprechstunde der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie des Marienhospitals gut aufgehoben.

Denn: „Mit sorgfältiger Diagnostik und Therapie können wir Schwindel wirksam behandeln“, weiß Chefarzt Dr. Klaus-Dieter Willenborg.

Schwindel äußert sich vielfältig – etwa als Dreh-, Schwank- oder Lagerungsschwindel. Es gibt kurze Schwindelanfälle und chronische Schwindelbeschwerden. „Die geschilderten Beschwerden geben uns oft die wichtigsten Hinweise auf ihre Ursache“, so Willenborg. „Wenn nicht, steht uns eine vielfältige Zusatzdiagnostik zur Verfügung.“

Elektrophysiologische Untersuchungen, bildgebende Verfahren oder die sogenannte AEPUntersuchung, mit der man anhand akustischer Signale die Funktionstüchtigkeit des Gehirns testet, gehören zum modernen Instrumentarium: Sind Hör- und Gleichgewichtsnerven intakt? Auch eine Videoanalyse der Augenbewegungen kann helfen: Bruchteile von Millimetern liefern aussagekräftige Ergebnisse zu den Ursachen der verschiedenen Schwindelbeschwerden.

Sehr verbreitet: Lagerungsschwindel

Sehr verbreitet – vor allem im höheren Alter – ist der gutartige Lagerungsschwindel. Die Drehschwindelanfälle ereignen sich durch Lageänderungen des Kopfes – wenn man sich hinlegt, sich im Bett umdreht oder morgens aufsteht. „Der Lagerungsschwindel lässt sich meist mit einfachen Maßnahmen behandeln oder er vergeht spontan wieder“, beruhigt Willenborg, der seit 2016 im Kevelaerer Marienhospital tätig ist.

Schwindelattacken, die von einer Durchblutungsstörung des Gehirns verursacht werden, dauern wenige Minuten bis mehrere Stunden. Häufig bestehen auch andere Symptome, die auf eine Durchblutungsstörung hinweisen. Dazu zählen Seh- und Koordinationsstörungen, Gangunsicherheit oder Sprachstörungen. „Schwindel aufgrund einer Durchblutungsstörung des Gehirns kann einen Schlaganfall zur Folge haben“, warnt der erfahrene Neurologe. „Deshalb ist in diesem Fall besondere Sorgfalt geboten.“

Phobischer Schwankschwindel: Keine körperlichen Ursachen nachweisbar

Patienten mit einem phobischem Schwankschwindel leiden nicht unter einer körperlich bedingten Störung der Gleichgewichtsregulation. „Auch mit aufwändigen Untersuchungen lässt sich kein Funktionsdefizit nachweisen“, so Willenborg. Schwindelattacken treten oft – jedoch nicht ausschließlich – in Situationen auf, die auch als Auslöser für andere Paniksymptome bekannt sind. Brücken oder große Menschenmengen sind Beispiele.

Therapie meist erfolgreich

Sind die Ursachen der unterschiedlichen Schwindelarten klar, ist die Therapie oft erfolgreich. Sportliche Aktivitäten und Physiotherapie können ein Ansatz sein. In manchen Fällen helfen Medikamente wie Kortison oder durchblutungsfördernde Mittel. Beim phobischen Schwankschwindel hat sich eine kombinierte medikamentös-gesprächstherapeutische Therapie bewährt.

„Die Neurologie hat in den letzten 20 Jahren große Fortschritte gemacht“, fasst Willenborg zusammen. „Unsere Diagnosen sind heute ungemein präzise. Deshalb können wir Patienten mit Schwindelbeschwerden besser helfen als jemals zuvor.“

Großes Interesse an Vortrag

Dass das Thema Arthrose viele Menschen zu interessieren scheint, zeigte sich schon beim Einlass im Bühnenhaus. „Meine Frau hat Schwierigkeiten mit dem Knie – da dachte ich, fahr mal hin und hör zu, vielleicht kommt was dabei raus“, meinte ein 77-jähriger Mann aus Uedem.
Am Ende waren es tatsächlich gut 300 Menschen, die gekommen waren, um dem Vortrag des neuen Chefarztes für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin der Karl-Leisner-Kliniken, Lars Victor Baron von Engelhardt, zuzuhören.
Bereits zu dessen erstem Themen-Vortrag Ende August waren so viele Menschen ins Klever Kolpinghaus gekommen, dass nicht alle Interessierten Einlass gefunde hatten – Anlass genug für die Leisner-Kliniken, eine weitere Veranstaltung zum Thema durchzuführen.
„Ich trau mich gar nicht auf die Bühne, so voll ist es“, scherzte ein gut aufgelegter Baron von Engelhardt zum Auftakt des zweistündigen Vortrages, der von einer kurzen Kaffeepause und der Möglichkeit zum Gedankenaustausch unterbrochen wurde.
Zu Beginn bot der Chirurg einen kurzen Einblick in seine Vita – von seinen diversen Tätigkeiten in Australien und Paris und der Vorstellung seiner Lehrmeister über die Helios-Kliniken Wuppertal bis zur Uni Bonn und dem Johanna-Etienne-Krankenhaus in Neuss. Anschließend widmete er sich in einem wahren Parforceritt dem Thema Arthrose und den vielfältigen Behandlungsarten.
Die Arthrose schlechthin gebe es nicht, machte er deutlich. Es gebe diverse Einflussfaktoren wie Übergewicht, Überbelastung durch Sport, altersbedingte Abnutzung oder Bewegungsmangel. Entsprechend vielfältig seien die Therapieformen und es brauche jeweils ein individuelles Konzept für jede einzelne auftretende Arthrose.
Die Diagnose Arthrose bedeute aber nicht den Verzicht auf Lebensqualität, erklärte er. Prominente Beispiele wie Boris Becker oder Senta Berger zeigten dies. Und eine Prothese sei nicht das Ende des gesunden Lebens – „Sehen Sie es konstruktiv“, so der Arzt.
Die Behandlung mit Schmerztherapiemitteln sieht er nicht als Allheilmittel und zitierte die „1 zu 10“-These. „Es heißt: einer von zehn Patienten bekommt davon eine Magenerosion oder Blutung, einer von zehn muss operiert werden und einer von zehn stirbt.“
Er erwähnte die Möglichkeit der Physiotherapie und der gelenkerhaltenden medizinischen Eingriffe, ging dann auf die diversen Möglichkeiten bei Hüften, der Deformation des Schenkelhalses und den Perspektiven durch eine Arthroskopie ein.
Und er thematisierte Kunstgelenke für die Hüfte, minimalinvasive Eingriffe, die muskelschonend vorgenommen werden können, machte klar, „dass die meisten Hüftprothesen sich an flacheren Hüften ausrichten, was nicht die Situation am Menschen“ widerspiegele.
Nach dem Vortrag meinte er, dass man „nicht jedem eine neue Hüfte reinknallen“ müsse, auch mal Leute wegschicken müsse.
Zum Gelenkersatz stellte der Baron moderne Konzepte wie die Kurzschaftendoprothetik am Hüftgelenk und an der Schulter und den maßgefertigten Oberflächenersatz am Kniegelenk vor, sprach von modernen Knorpel-Matrixverfahren.
Was deutlich wurde: Lars Victor Baron von Engelhardt versteht sehr viel von seinem Fach. Die Menge der Informationen mit Studien und Methoden, die wissenschaftliche Sprache und das Tempo des Vortrages machten es den Zuhörern aber sehr schwer, überhaupt inhaltlich zu folgen.
Und schon in der Pause gab die Xantenerin Marlies Furth den Eindruck wider, mit dem sie sicher an diesem Abend nicht alleine stand. „Das ist sehr medizinisch, er spricht nicht ganz deutlich und schnell. Es ist sehr informativ, aber man kann schwer was für sich rauskriegen. Und es ist etwas verworren.“

Ein Fünftel mehr Patienten

„Das Sommerloch fiel weg.“ Auf diese wenigen Worte bringt Dr. med. Rüdiger Kerner, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin am Marienhospital Kevelaer, die Bilanz der Hitzewelle der vergangenen Wochen. „Wir hatten rund 20 Prozent mehr Belegung durch temperaturbedingte Kreislaufstörungen“, erläutert der Mediziner weiter. Zugleich gibt es Entwarnung: „Nur wenn sekundär etwas zu den Hitzeproblemen hinzu kommt, wird es lebensbedrohlich. Normalerweise können wir die Hitzefolgen gut handeln.“
Vor allem ältere Menschen erlitten Kreislaufbeschwerden oder einen Hitzekollaps, medizinisch als Synkope bezeichnet. In der Regel fehlt den betroffenen Patienten Flüssigkeit und Natrium. Eine entsprechende Infusion schafft schnell Besserung. Nachträgliches Trinken alleine genügt oft nicht, da der Körper maximal 800 Milliliter pro Stunde an Flüssigkeit aufnehmen kann. Doch wie kommt es überhaupt zu den Beschwerden infolge der Hitze?
„Die Patienten müssten mehr trinken, aber schaffen es oft nicht“, weiß Kerner. 1,5 bis 2 Liter am Tag braucht ein Erwachsener ohne besondere Anstrengung. „An so heißen Tagen muss man das fast verdoppeln“, rät der Internist. Vor allem über die Haut erfolgt – auch unbemerkt – ein hoher Flüssigkeitsverlust. Tee, Saft oder Wasser mit einer Prise Salz schaffen Abhilfe. „Falsch wäre Limonade“, sagt Kerner, gut hingegen auch Gemüsebrühe – wegen der Mineralstoffe.
„Normalerweise ist natriumhaltiges Wasser nicht gesund“, bestätigt der Mediziner, dass Kochsalz – Natriumchlorid – das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigt. Allerdings bindet Natrium auch Wasser und hält dieses an heißen Tagen in den Blutgefäßen und beugt so Kreislaufproblemen vor.
Neben älteren Menschen sind vor allem auch Kinder unter sechs Jahren durch die Hitze gefährdet. „Kinder haben ein hohes Flüssigkeitsvolumen im Verhältnis zu ihrer Körpergröße. Da kommt es schnell zu einem Defizit“, erklärt Kerner. Kopfschmerzen, Schwindel und auch Fieber seien typische Symptome, letzteres Reaktion des Gehirns auf die Störung des Elektrolythaushaltes. „Die Kinder sollten im Schatten spielen und regelmäßig ans Trinken erinnert werden“, empfiehlt der Arzt allen Eltern. Das scheint zum Glück schon vielen Eltern bewusst zu sein: Unter den Hitzepatienten im Marienhospital befinden sich nur selten Kinder.

Wie ‘ne kleine Sprechstunde

Schlaganfall und Diabetes, zwei der wohl häufigsten Gesundheitsrisiken der modernen Zeit, standen im Mittelpunkt der Beratung am Infomobil der Karl-Leisner-Kliniken.
Sechs Stunden lang standen Fachmediziner am Roermonder Platz zur Verfügung, um alle möglichen Fragen rund um die beiden Themen ausführlich zu beantworten.
„Der Ansatz ist der, die Leute für Gefäßrisiken zu sensibilisieren“, unterstrich der Oberarzt der Klinik für Innere Medizin und Interventioneller Gefäßmedizin, Ralf Kappel, und gab einer Dame den Rat: „Der erste Ansprechpartner ist immer der Hausarzt.“

Gut hundertmal im Jahr komme es allein in seiner Klinik zu einer Schlaganfall-Situation und der Notwendigkeit, eine Engstelle wie die Halsschlagader mit einem Stent zu versehen.
„Das ist auch im Vergleich mit anderen Zentren viel“, ordnete er das ein. Das sei aber nicht ausschließlich ein Problem von Menschen ganz hohen Alters. „Da sind auch Patienten dabei, die 50 oder 60 sind und bei denen Risikofaktoren dazukommen“, unterstrich der Mediziner.
„Das ist unser tägliches Brot stationär“, sprach der Chefarzt der Neurologie am Marienhospital, Dr. Klaus-Dieter Willenborg, bei „10.000 Patienten im Jahr. Das sind jeden Tag zwei bis drei Patienten mit unterschiedlichen Facetten und unterschiedlicher Schwere.“
Da gelte es auf solche Sachen wie Blutwerte zu achten, „die Blutfette zu überprüfen, einen ausgeglichenen Lebensstil zu pflegen, nicht zu rauchen und regelmäßig Vorsorge beim Hausarzt zu betreiben“, so seine Empfehlung. Und „wenn das Kribbeln kommt“, man Doppelbilder sehe oder Sprachstörungen auftreten, solle man sofort 112 anrufen.
Auch Willenborg warnte davor, das Ganze lediglich als Phänomen der demoprahischen Entwicklung abzutun, obwohl sie natürlich eine ganz wichtige Rolle spiele.

„Zehn Prozent der Betroffenen sind unter 40 Jahre alt – da spielen oft Stress oder auch schlechte Ernährung mit rein.“ Und er hatte aktuell das Beispiel eines Zeitungsreporters im Sinn, der vor Kurzem noch im Hospital gewesen sei – und kurz zuvor bei der Fußball-WM 2018 in Russland tätig gewesen war.
„Ich habe da eine Verengung, die könnte man mal überprüfen“ begrüsste ein 81-jähriger Essener, der seine Ferien in Winnekendonk verbringt, die Aktion.
Eine 88-Jährige aus Kevelaer, die nach eigener Auskunft „seit sechs Jahren Vorhofflimmern“ hat, erkundigte sich danach, „ob alles richtig ist, was ich so einnehme.“ Solche Beratungen müsse es häufiger geben, fand sie. „Es war wie eine kleine Sprechstunde“, kommentiert auch Willenborg die Aktion.

Ein Selbstversuch

Zum Selbstversuch ging es in den Innenraum des Wagens, in dem Elke Determann, Diätassistentin bei den Karl-Leisner-Kliniken, den Interessierten den Blutzuckerwert maß. Überwiegend hätten „Rentner mit Vorerkrankungen“ den Weg in das Mobil gesucht, berichtete die Fachfrau, bevor sie die Nadel ansetzte, um dem rechten Mittelfinger einen minimalen Stich zuzufügen. „Die meisten hier sagten: ich hatte schon einen Schlaganfall. Das waren Leute, die oral eingestellt werden – und die wenigsten dabei, die selber messen“, tröpfelte sie das Blut aus dem Finger auf den Messstreifen und schob diesen ins Gerät. „Und für viele war es mal etwas anderes, als nur den Nüchtern-Wert zu messen“, sagte sie und konstatierte bei ihrem „Patienten“ einen Wert von 113. „Das ist nach der Mahlzeit absolut normal“, erklärte sie. Aber: im Fall von Symptomen wie „viel Wasser lassen, Müdigkeit und Antriebsarmut, immer Durst“ den Hausarzt aufzusuchen.

Anschließend nahm Ana Gabriella Reinhold das Blutdruckgerät zur Hand. „Mit 110 zu 70 bin ich absolut mit Ihnen zufrieden“, verkündete die Assistenzärztin der Inneren Abteilung. Eine weitere beruhigende Botschaft: „Und 77 Kilo bei 179 Zentimetern ist absolut gut.“

Neuer Experte für Schulter, Knie und Hüfte

Neuer Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie und Orthopädie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums wird zum 1. Juli Priv.-Doz. Dr. Lars Victor Baron von Engelhardt (44). Er folgt Professor Christof Braun, der in den Ruhestand geht. Die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie und Orthopädie betreut Patienten sowohl im St.-Antonius-Hospital Kleve als auch im Marienhospital Kevelaer.
„Wir sind sehr froh, dass wir mit Dr. von Engelhardt einen so erfahrenen und engagierten Mediziner gewinnen konnten“, sagt Bernd Ebbers, Geschäftsführer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie spezielle orthopädische Chirurgie und spezielle Unfallchirurgie war zuletzt unter Prof. Jörg Jerosch als Oberarzt am Johanna-Etienne-Krankenhaus in Neuss tätig, das in der Unfallchirurgie und Orthopädie eine überregionale Strahlkraft hat. Zuvor hat er an den in Nordamerika und Frankreich führenden Gelenk- und Sportkliniken unter Professor Peter McDonald (Winnipeg) und Professor Phillipe Hardy (Paris) gearbeitet. „Für diese wertvolle Zeit bin ich dankbar“, betont von Engelhardt. „Sie hat mich besonders geprägt.“
Der angehende Chefarzt betont die Patientenorientierung seiner Arbeit: „Jedes Anliegen ist anders. Diagnostik und Therapie müssen für jeden Patienten individuell passen.“ Versorgungsqualität und Perspektiven des Klinikums haben ihn überzeugt: „Die einzelnen Standorte entwickeln sich spezialisiert und dynamisch. Das ist nicht nur fachlich beeindruckend, sondern auch glaubwürdiger als die Strukturen vieler anderer Großkliniken. Wir Mediziner und damit auch unsere Patienten werden davon auch in Zukunft profitieren.“ Dass die Menschlichkeit auch in der Hochleistungsmedizin nicht auf der Strecke bleibt, ist ihm ein besonderes Anliegen. „Die christlichen Werte werden in den Krankenhäusern des Katholischen Karl-Leisner-Klinikum wirklich gelebt“, so seine Feststellung.
Wichtige Schwerpunkte seiner Arbeit sind Operationen an Schulter, Knie und Hüfte. Alleine in den letzten wenigen Jahren kann er in diesen Einzelbereichen auf jeweils weitaus mehr als 1.000 Operationen zurückblicken – hochelektive Operationen und unfallchirurgische Eingriffe. Große Erfahrung hat er auf dem Gebiet der minimalinvasiven und knochensparenden Endoprothetik. „Je schonender wir unsere Patienten versorgen, desto besser“, betont von Engelhardt.
Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind Gelenk-erhaltende Operationen wie Hüft- und Schulterarthroskopien, Beinachsenkorrekturen, komplexe Kniebandverletzungen, Operationen bei Instabilitäten der Kniescheibe sowie stabilisierende Operationen am Schultergelenk.
Dennoch ist von Engelhardt nicht nur im Operationssaal aktiv: Für die Universität Witten/Herdecke arbeitet er mit großem Engagement in Forschung und Lehre. Daher kann er mehr als 65 Monographien sowie weit über 100 klinisch-wissenschaftliche Vorträge alleine in den Bereichen Schulter, Knie und Hüfte vorweisen. Darüber hinaus ist er als Mitautor diverser Fachbücher, Instruktor bei OP-Kursen sowie als Experte bei Entwickler- und Anwendertreffen von Schulter-, Knie- und Hüftersatzsystemen sowie arthroskopischen Operationstechniken aktiv.
Er ist verheiratet und wird im Juni mit seiner Familie von Meerbusch nach Kleve ziehen. Gemeinsam mit seiner Frau Elma-Sophie freut er sich in diesen Tagen über die Geburt seines fünften Kindes. Er hat zwei Brüder, die sich ebenfalls der Medizin widmen. Sein Zwillingsbruder Boris leitet als Chefarzt die Fachklinik für Orthopädie im St. Josefs-Hospital Cloppenburg.

„Ein Wegweiser für die Patienten, ein Meilenstein für das Krankenhaus“

Das Marienhospital ist erfolgreich nach DIN EN ISO 9001 / 2015 zertifiziert worden. „Für die Zukunft des Marienhospitals ist die Zertifizierung ein Meilenstein“, betont Bernd Ebbers, Geschäftsführer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Und für die Patienten ist dies ein wichtiger Wegweiser, der signalisiert: Bei uns sind sie gut aufgehoben.“
„Zertifizierungen stärken vor allem die Patientensicherheit“, erläutert Marlies Hanspach, Leitung Qualitätsmanagement des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Das Krankenhaus hinterfragt Abläufe, ordnet sie, etabliert Standards und macht sie transparent.“ DIN EN ISO 9001 ist eine Managementnorm. Sie legt die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest und betont die Bedeutung eines stetigen Verbesserungsprozesses. Die neue Norm hat die Standards gegenüber der Vorgängerversion dabei deutlich angehoben.
Das Zertifikat des Marienhospitals gilt für drei Jahre. Ein jährliches Audit überprüft den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Krankenhauses. „Im Marienhospital bemühen wir uns laufend um die bestmögliche Behandlungsqualität“, unterstreicht Thomas Peters, Regionaldirektor des Hauses. „Die Zertifizierung ist dafür ein deutliches Ausrufezeichen. Gemeinsam mit den vielen Qualitätsmanagementbeauftragten im ärztlichen und pflegerischen Dienst werden wir auch in Zukunft dafür sorgen, dass wir die hohen Qualitätsansprüche mit Leben füllen und das Marienhospital kontinuierlich weiterentwickeln.“