Beiträge

Kostenloses Angebot des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums

Pflegetraining startet am Krankenbett

Eine*n Angehörige*n zu pflegen, verändert die eigene Lebenssituation. Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum bietet in allen Krankenhäusern daher kostenlose Pflegetrainings für Angehörige an.

KKLE zahlt weitere Corona-Prämien

Der Aufsichtsrat der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE) hat die Auszahlung weiterer Corona-Prämien gebilligt: Mit den 85.000 Euro, die die Mitarbeiter*innen der Service-Gesellschaft 4K Services erhalten, wächst die Gesamtsumme der durch die KKLE ausgezahlten Corona-Prämien auf insgesamt 1,6 Millionen Euro.

„Alle Mitarbeiter*innen der KKLE haben in den zurückliegenden Monaten engagierte und aufopfernde Leistungen zum Wohl unserer Patienten und Bewohner erbracht, die unsere besondere Anerkennung und unseren Dank verdienen“, betont Harald Schmidt, Vorsitzender des Aufsichtsrates der KKLE.

„Als katholischer Träger konnten wir dem überwiegenden Teil unserer Mitarbeiter bereits im Dezember 2020 eine Sondervergütung auszahlen. Nun wollen wir die in unserer Servicegesellschaft beschäftigten Mitarbeiter, die überwiegend Dienstleistungen innerhalb unseres Klinikverbundes erbringen, nicht vergessen und auch ihre Leistung mit einer Sonderprämie würdigen.“

Die Prämien für die mehr als 400 Mitarbeiter*innen der Service-Gesellschaft sind eine freiwillige Sonderzahlung der KKLE. Bis zu 200 Euro erhalten zum Beispiel Reinigungs- und Servicekräfte, Fahrer oder Lageristen noch im Februar. „Die Corona-Prämien für unsere Mitarbeiter*innen sind uns eine Herzensangelegenheit“, so Sascha Sartor, Geschäftsführer der KKLE. „Wir begegnen der Pandemie Tag für Tag als starkes Team: Deshalb verdienen auch die Mitarbeiter*innen unserer Service-Gesellschaft 4K Services jeden Euro dieser Prämien.“

Neben den Sonderzuwendungen des Bundes in Höhe von 600.000 Euro zahlt die KKLE damit zusätzlich rund 1 Mio. Euro als arbeitgeberfinanzierte Einmalzahlungen an ihre Mitarbeiter aus.

Die Corona-Silvesternacht fiel deutlich ruhiger aus

Dass die Silvesternacht in diesem Jahr Corona-bedingt ruhiger ablaufen würde als sonst, war bereits abzusehen: Der Verkauf von Feuerwerk war verboten und auch die Kontaktbeschränkungen waren eng gefasst. Dass allerdings auf den Straßen der Wallfahrtsstadt zeitweise weit und breit kein Mensch zu sehen war, davon war selbst Ordnungsamtschef Ludger Holla überrascht. „Ich habe keinen Menschen gesehen“, habe einer seiner Mitarbeiter nach einer Rundfahrt durch Kevelaer am Silvesterabend berichtet. „Wir haben auch wenig Feuerwerk feststellen können“, ergänzt Holla. Dieses Empfinden einer ruhigen Silvesternacht ohne Zwischenfälle bestätigen auch Polizei, Feuerwehr und das Marienhospital.

Die Zahl der Einsatzkräfte der Polizei seien wie zu Silvester gewöhnlich erhöht worden, berichtet Polizeioberkommissarin Anna Stammen. Zu insgesamt vier Einsätzen mit Silvesterbezug mussten diese in der Zeit vom 31. Dezember 2020, 18 Uhr, bis 1. Januar 2021, 6 Uhr, in Kevelaer ausrücken. „Zu den Einsätzen zählten unter anderem eine Sachbeschädigung durch einen Feuerwerkskörper und eine Alarmauslösung in einem Kiosk“, so Stammen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es acht Einsätze.

Für die Freiwillige Feuerwehr Kevelaer gestaltete sich die Nacht noch ruhiger. Die Kameraden mussten zu keinem einzigen Einsatz ausrücken. „Das Verkaufsverbot hat sicher dazu geführt, dass im Vergleich zum Vorjahr erheblich weniger Feuerwerk abgebrannt wurde. Das hat jeder wohl festgestellt. Aus Sicht der Sicherheit hat sich aus dem Verkaufsverbot die – im Nachhinein ‚Gott sei Dank‘ unbegründete – Sorge ergeben, wie die Menschen darauf reagieren, ob mit illegalen Bestellungen und zusätzlich gefährlicher Pyrotechnik aus dem Internet, oder mit anderen selbstgebastelten Gerätschaften“, erklärt Wehrleiter Georg Metzelaers. Da die Silvesternacht für die Kevelaerer Feuerwehr auch sonst eher ruhig verläuft – im Vorjahr zum Beispiel gab es lediglich einen silvesterunabhängigen Einsatz – machten sich für die Kameraden die Corona-Beschränkungen nicht wirklich bemerkbar. 

Wieder gemeinsam feiern

Metzelaers dankt den Kevelaerer Bürger*innen für ihr Verhalten: „Silvester 2020 war von der Pandemie und vom Shutdown mit seinen Auswirkungen geprägt. Zunächst danke ich allen Mitbürgern in Kevelaer und auch in allen Ortschaften dafür, dass sie sich weitestgehend an die Auflagen und Empfehlungen aus der Politik und der Wissenschaft gehalten haben. Diese Einschränkungen können wir nur alle gemeinsam durchstehen und dann, wenn es vorbei ist, auch wieder alle gemeinsam feiern und das Leben miteinander gestalten.“

Nicht zuletzt ist es auch für das Kevelaerer Marienhospital stets eine gute Nachricht, wenn nach einem Jahreswechsel keine hohen Fallzahlen der Notaufnahme stehen. Christian Weßels, Sprecher des Karl-Leißner-Klinikums, berichtet, dass es in Kevelaer keine Notfälle mit direktem Bezug zu Silvesterfeierlichkeiten gegeben habe. Generell habe sich an der Versorgungslage von Covid-19-Patient*innen in Kevelaer in den vergangenen Wochen nichts geändert. „Im Marienhospital wird weiterhin kein Covid-19-Patient auf der Intensivstation behandelt. Personell ist das Marienhospital gut aufgestellt, so dass die Versorgung auch über die Feiertage und den Jahreswechsel zu jeder Zeit gewährleistet war.“    

Schnelle Hilfe bei Herzproblemen

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hat die „Chest Pain Unit“ (CPU) des St.-Antonius-Hospitals Kleve erneut für fünf Jahre zertifiziert.

Mit ihrem Qualitätssiegel bestätigt die DGK der Klinik für Kardiologie und Nephrologie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, zu dem auch das Marienhospital in Kevelaer gehört, höchste Qualitätsstandards bei der Versorgung von Herzinfarkten.

Eine „Chest Pain Unit“ (wörtlich „Brustschmerzeinheit“) versorgt Patienten mit akuten Brustschmerzen. „Plötzlich einsetzende Schmerzen im Brustkorb, die länger als fünf bis zehn Minuten anhalten, können Zeichen eines Herzinfarktes sein“, erklärt Dr. Norbert Bayer, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Nephrologie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „In einer Chest Pain Unit kann die Ursache der Schmerzen schnell abgeklärt und behandelt werden.“

Die DGK-Kriterien zur Zertifizierung einer CPU sind streng und reichen von räumlichen und technischen Voraussetzungen bis zur Qualität und Schnelligkeit diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen. Mindestens vier Überwachungsplätze für 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr, sowie eine Verzahnung mit dem Notfall- und Reanimationskonzept des Hauses sind einige der Mindestanforderungen an eine von der DGK zertifizierte CPU. Das offizielle Siegel der DGK soll damit für Patienten und niedergelassene Ärzte ein Zeichen hoher Qualitätsstandards in der Patientenversorgung sein.

Notfallversorgung

„Die Notfallversorgung von Herzinfarkten ist im Kreis Kleve außergewöhnlich gut“, erklärt Sascha Sartor, Geschäftsführer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Die Basis dafür bilden die außergewöhnlich gute Versorgungsqualität unseres Klinikums und die perfekte Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst des Kreises Kleve.“

Die Klinik für Kardiologie und Nephrologie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums betreibt in Kleve und in Kevelaer zwei hochmoderne Herzkatheterlabore, betreut jährlich mehr als 6.000 Patienten. Sie ist damit eine der größten kardiologischen Fachabteilungen in Nordrhein-Westfalen. Das seit 2005 bestehende Herzinfarkt-Netzwerk Niederrhein der Klinik in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst des Kreises Kleve habe dazu geführt, dass die Überlebenschancen von Patienten mit einem Herzinfarkt deutlich besser seien als im Landesdurchschnitt – vom Eintreffen des Notarztes bis zur Öffnung der verschlossenen Herzkranzarterie vergingen in der Regel weniger als eine Stunde.

Die Patienten des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums können dabei auch von einem technischen Fortschritt in der Kardiologie profitieren: Die Rotablation – auch „Gefäßfräse“ genannt – ist ein Verfahren, das in der Klinik bei sehr harten und verkalkten Engstellen der Herzkranzarterien angewendet wird. „Wir können nun vor allem älteren Patienten helfen, denen wir keine Bypass-Operation zumuten können“, erklärt Dr. Norbert Bayer. „Die Durchblutung des Herzens wird schlagartig besser, die Lebensqualität kommt zurück.“
Herzkatheterlabor

Neue Katheter-Techniken ermöglichen im St.-Antonius-Hospital Kleve und im Marienhospital Kevelaer die Behandlung chronischer Verschlüsse, hervorgerufen durch zum Teil jahrzehntealte Verkalkungen. „Chronische Verschlüsse sind keine Seltenheit“, weiß Dr. Bayer. „Bisher war in diesen Fällen jedoch nur eine medikamentöse Therapie möglich. Heute können wir die Durchblutung im Herzkatheterlabor normalisieren.“

Dies sind zwei Beispiele für neue Behandlungsmöglichkeiten, von denen Patienten aktuell noch mehr als sonst profitieren sollen. „Covid-19-Patienten versterben bei fatalen Verläufen in der Regel an Herz-Kreislauf-Komplikationen“, heißt es seitens des Klinikums. „Das Aufschieben eines notwendigen Arztbesuches ist deshalb gerade für Covid- Risikopatienten mit kardialen Problemen sehr gefährlich“, warnt Dr. Bayer.

Patienten mit Durchblutungsstörungen der Herzkranzarterien, einer chronischen Herzschwäche, mit Herzklappenerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen seien besonders gefährdet. „Dringend erforderliche Behandlungen sollten deshalb unbedingt vorgenommen und auf keinen Fall verschoben werden“, mahnt der Notfallmediziner.

Bewerbungen sind ab sofort möglich

Arbeiten, wann Sie wollen! Das Versprechen klingt fast zu schön um wahr zu sein“, muss selbst die Pressestelle zugeben. Mit dem neuen „Flex-Pool Pflege“ – einem in der Region bisher einzigartigem Modell – ermögliche das Katholische Karl-Leisner-Klinikum Mitarbeiter*innen in der Pflege ab Januar 2021 aber genau das.

Die Mitarbeiter*innen des „Flex Pools Pflege“ sollen dabei von größtmöglicher Flexibilität profitieren: Sie arbeiten so viel und wann sie möchten. Dabei können sie ihre Dienst- und Urlaubspläne selbst schreiben, wenn sie möchten für ein ganzes Jahr im Voraus.

Mindestens acht Stunden pro Woche müssen es sein, eine Schicht dabei nicht kürzer als vier Stunden. Wer morgens von 8 bis 12 Uhr arbeiten möchte, arbeitet von 8 bis 12 Uhr. Wer keine Nachtschichten machen möchte, macht keine Nachtschichten.

„Wir bieten Mitarbeiter*innen jenseits der statischen Dienstplanmodelle eine nie gekannte Flexibilität“, fasst Sascha Sartor, Geschäftsführer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, zusammen. Der Grund liegt auf der Hand: „Wir bewerben uns als Klinikum bei den Pflegekräften der Region und bieten ihnen dabei für alle Lebensphasen bestmögliche Bedingungen. Die Vereinbarkeit von Beruf, Privatleben und Familie steht dabei im Mittelpunkt.“

Die Zuversicht, mit diesem innovativen Konzept viele neue Fachkräfte, die bei starren Rahmenbedingungen nicht arbeiten könnten, für die Krankenhäuser des Klinikums zu gewinnen, ist entsprechend groß. Bis zu 50 neue Mitarbeiter*innen möchte das Katholische Karl-Leisner-Klinikum in den nächsten Monaten für das St.-Antonius-Hospital Kleve, das Marienhospital Kevelaer und das Wilhelm-Anton-Hospital Goch einstellen.

Wer von Flexibilität profitiert, muss sie im Dienst auch selbst einbringen: Die Mitarbeiter*innen des „Flex Pools Pflege“ dürfen selbst entscheiden, wann sie arbeiten. Die Klinik legt fest, wo sie dies tun. Und zwar dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden, auf Stationen, die Ausfälle kompensieren müssen.

„Poolmitarbeiter*innen müssen belastbar sein und durch fachliche Kompetenz sowie Einsatzbereitschaft überzeugen“, sagt Georg Lenz, Pflegedienstleiter des St.-Antonius-Hospitals Kleve, der das Konzept für das Klinikum entwickelt hat. „Sie sollten Freude an wechselnden Aufgabengebieten haben, und sich rasch in neue Teams einfinden.“ Ins kalte Wasser geworfen würden sie dabei nicht, verspricht das Klinikum: Eine mehrwöchige Einarbeitung in ganz unterschiedlichen Bereichen gehört zu den Eckpfeilern des Konzeptes, das den Stationen künftig verlässliche Dienstpläne und Besetzungen garantiert.

„Niemand soll mehr kurzfristig einspringen“, sagt Georg Lenz. Und er weiß um den Wert dieses Versprechens: „Viele Pflegekräfte haben nichts dagegen, am Wochenende oder an Feiertagen zu arbeiten. Was sie aber extrem stört ist, dass sie nicht planen können und ihre privaten Termine immer wieder umschmeißen müssen, weil im Team jemand ausfällt und sie einspringen müssen.“

Neben einem „fein ausbalancierten Gleichgewicht von Beruf und Privatleben“ winke den Mitarbeiter*innen des neuen „Flex-Pools Pflege“ auch ein zählbarer Bonus: Bis zu 300 Euro pro Monat zahlt ihnen das Katholische Karl-Leisner-Klinikum zusätzlich. Der Startschuss für den Flex-Pool Pflege erfolgt am 1. Januar 2021, Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Informationen zum Flex-Pool: www.kkle.de/flex-pool-pflege

Auf Wachstumskurs

Die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE) hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. „In einem herausfordernden Umfeld präsentiert sich unser Verbund heute so gesund und stabil wie selten zuvor“, fasst Harald Schmidt, Vorsitzender des Aufsichtsrates der KKLE, zusammen.

Die KKLE ist im Kreis Kleve eine der wichtigsten Säulen der Gesundheitsversorgung. Das Leistungsspektrum reicht von der medizinischen Versorgung im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum über das Katholische Altenhilfe-Netzwerk am Niederrhein (KAN) bis zur Versorgung der Region mit Medizinprodukten, Wirtschafts- und Verbrauchsgütern über ein modernes Logistikzentrum. Mit mehr als 3.000 Mitarbeiter*innen ist die KKLE einer der größten Arbeitgeber der Region, mit einem Jahresumsatz von 220 Millionen Euro ist sie ein wichtiger Standortfaktor.

Die Geschäftsführung der KKLE ist neu formiert und seit dem 1. Juli komplett. Sascha Sartor (47) bildet zusammen mit Holger Hagemann das Team der Geschäftsführung der KKLE und seiner Tochtergesellschaften. Sartor ist Ökonom und verfügt über eine langjährige und breite Erfahrung im Gesundheitswesen, seit 2006 als Klinik-Geschäftsführer. Holger Hagemann (43) ist seit 2018 für die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft tätig, seit September 2019 als Geschäftsführer.

Im vergangenen Jahr haben sich so viele Patienten wie nie zuvor in den vier Krankenhäusern des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums behandeln lassen. Mehr als 184.000 Fälle melden das St.-Antonius-Hospital Kleve, das Wilhelm-Anton-Hospital Goch, das Marienhospital Kevelaer und das St. Nikolaus-Hospital Kalkar zusammen für das Jahr 2019. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von fünf Prozent – sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich.

1,26 Millionen Euro beträgt das Jahresergebnis 2019 der KKLE und ihrer Tochtergesellschaften. Den größten Anteil an Umsatz und Gewinn haben dabei das Katholische Karl-Leisner-Klinikum mit seinen vier Krankenhausstandorten in Kleve, Kevelaer, Goch und Kalkar sowie das Katholische Alten- und Pflegehilfenetzwerk (KAN) mit mehr als 20 Pflegeeinrichtungen und Wohnanlagen für Senioren. „Die positive Entwicklung ist keine Selbstverständlichkeit“, so Sascha Sartor, Sprecher der Geschäftsführung. „In einem herausfordernden Umfeld ist das ein herausragendes Ergebnis.“

Die Verantwortlichen der KKLE erwarten auch für 2020 eine positive Entwicklung und ein positives Jahresergebnis. „Wir möchten den eingeschlagenen Weg weiter fortsetzen“, unterstreicht Sartor. „Schwarze Zahlen sind bei uns aber kein Selbstzweck. Wir investieren in die Versorgung: Jeder Euro, den wir verdienen, kommt direkt unseren Patienten und Bewohnern zugute.“

Die Corona-Pandemie hat auch die Arbeit in den Einrichtungen der KKLE in den vergangenen Monaten maßgeblich geprägt. „Wir haben die Krise bei den Hörnern gepackt und bis zum heutigen Tage nach Kräften bewältigt“, so Geschäftsführer Holger Hagemann. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben großartig mitgezogen.“

Bereits am 29. Februar hatte das Klinikum am St.-Antonius-Hospital die Fieberambulanz eröffnet. Bis zur Schließung am 17. Mai kamen rund 2.500 Patienten zur Corona-Diagnostik. Hagemann: „Unsere Fieberambulanz hat sich vor allem in den Wochen der größten Unsicherheit bewährt: Wir haben als Klinikum für die Menschen der Region eine effektive Diagnostik ermöglicht und durch die räumliche Trennung vom Krankenhaus die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Patienten geschützt.“

Die Einrichtung und der Betrieb der Fieberambulanz haben das Katholische Karl-Leisner-Klinikum einen mittleren sechsstelligen Betrag gekostet. Diese Kosten trägt das Klinikum selbst. Wiederholung nicht ausgeschlossen: Im Bedarfsfall kann die Fieberambulanz binnen Tagesfrist wieder eröffnen.

Zur Behandlung von Covid-19-Patienten hat das Katholische Karl-Leisner-Klinikum die Beatmungskapazitäten in seinen Krankenhäusern verdoppelt. Die Auslastung der Krankenhäuser lag in der Hochphase der Corona-Krise bei etwa 50 Prozent, Tendenz aktuell stark steigend.

„Wir sind sicher noch nicht wieder im Normalbetrieb“, so Hagemann. „Aber auf einem guten Weg dahin. Die Wiederaufnahme des regulären Krankenhausbetriebes ist ein organisatorischer Kraft- und Balanceakt. Wir wollen die Patienten der Region bestmöglich versorgen. Gleichzeitig müssen wir auf die mögliche zweite Welle vorbereitet sein, also ausreichend Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patienten vorhalten. Die aktuell steigenden Infektionszahlen sind ein deutliches Ausrufezeichen.“

Das Katholische Alten- und Pflegehilfenetzwerk am Niederrhein (KAN) – mit 675 Pflegeplätzen einer der größten Anbieter im Kreis Kleve – investiert aktuell mehr als 30 Millionen Euro für Umbau, Neu- und Teilneubau stationärer Pflegeeinrichtungen.

Zu den größten Maßnahmen zählt der Neubau des Hildegardis-Hauses im Park des Gocher Wilhelm-Anton-Hospitals. Umfangreich sind auch die Umbauten rund um das Franziskushaus Kleve und der damit verbundene Neubau einer Pflegeeinrichtung in Kleve-Rindern. Die Bauarbeiten für das stationäre Hospiz in Kleve-Donsbrüggen sind im Frühjahr gestartet. Alle Baumaßnahmen sollen 2021 abgeschlossen werden.

Die in Deutschland bisher getrennten Ausbildungen der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege werden seit 2020 zusammengefasst. Bereits zum 1. März 2020 sind in der unternehmenseigenen Bildungsakademie für Gesundheitsberufe (BAG) die ersten 25 Auszubildenden mit der neuen dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann gestartet.

„Die lang erwartete Reform soll die Pflegeberufe aufwerten, die Ausbildung modernisieren und attraktiver machen“, fasst Sartor zusammen. „Das begrüßen wir sehr.“ 100 Pflegefachfrauen und -männer pro Jahr starten in der BAG künftig ihren Weg in die Pflege.

Sartor will die Attraktivität des KKLE als Arbeitgeber weiter steigern: „Wir werden unsere Anstrengungen in dem Bereich – von flexiblen Arbeitszeitmodellen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie bis zur individuellen Personalentwicklung – massiv verstärken.“

Schreiambulanz hilft Kindern und Eltern

Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) am St.-Antonius-Hospital bietet in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien des Caritasverbandes Kleve ab sofort eine Schreiambulanz für Eltern mit ihren Säuglingen und Kleinkindern an.
„Die Geburt eines Kindes ist ein besonderes Ereignis“, weiß Petra Wundschock, leitende Oberärztin des SPZ. „Alle hoffen, dass das Kind gesund sein wird und sich gut entwickelt.“ Oft ist dies der Fall. Manchmal ist es jedoch eine große Herausforderung, den Bedürfnissen des Kindes gerecht zu werden. „Vor allem dann, wenn es viel schreit, die Eltern unsicher werden, sich überfordert fühlen bis hin zur deutlichen Erschöpfung“, so Petra Wundschock.
Problematische Symptome sind etwa exzessives Schreien des Säuglings, Schlafstörungen, Fütterprobleme, Ruhelosigkeit des Kindes, Verunsicherung und Überlastung der Eltern. Hier bietet das SPZ in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien des Caritasverbandes Kleve Hilfe. Ein Team aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten und Logopäden entwickelt aus einer individuellen Diagnostik eine ebenso individuelle Therapie.
Voraussetzung für die Behandlung im SPZ ist eine gültige Überweisung vom Kinderarzt, Kinder- und Jugendpsychiater oder Neurologen. Weitere Informationen oder Terminvereinbarung unter 02821–4907393 oder spz.ahk@kkle.de.

Krebsanfällige Prostata

Mit mehr als 60.000 Fällen jährlich ist Prostatakrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Männern. „Rechtzeitig erkannt, ist er gut heilbar“, betont Klaus Dieter Fluch, Chefarzt der Klinik für Urologie im St.-Antonius-Hospital Kleve.

Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Blut in der Samenflüssigkeit oder im Urin, aber auch Schmerzen oder Blut bei der Ejakulation können Anzeichen für ein Prostatakarzinom sein.
„Oft ist der Tumor dann schon in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Typischerweise macht ein Prostatakrebs im Frühstadium keine Beschwerden“, sagt Dr. Klaus-Dieter Fluch.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte jeder Mann ab 45 Jahren zur urologischen Vorsorge gehen. Ein bösartiger Tumor in der Prostata des Mannes wächst in der Regel sehr langsam. „Die Chancen, den Krebs durch Früherkennung zu heilen, stehen damit gut“, so Dr. Fluch.

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten eine kostenlose jährliche Vorsorgeuntersuchung für Männer ab dem 45. Lebensjahr an. Sie ist für den Patienten weitgehend schmerzfrei und schließt eine Ultraschall-Untersuchung der gesamten Geschlechts- und Harnorgane ein. Die Tastuntersuchung der Prostata mit dem Finger des untersuchenden Arztes ist eine wichtige Komplettierung dieser Untersuchung.

Eine weitere Untersuchung ist der PSA-Test. Im Labor wird im Blut ein Eiweiß gemessen, das die Prostata produziert. Je höher der Wert ausfällt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für Krebs. Liegt der Befund Prostatakarzinom vor, dann sind die Patienten in der Klinik für Urologie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums gut aufgehoben.

Als eine der größten Fachkliniken im Rheinland bietet sie eine qualitativ hochwertige Behandlung für alle Tumorerkrankungen einschließlich des Prostatakarzinoms an.

„Uns ist es wichtig, moderne potenzschonende OP-Techniken anzuwenden“, so der Chefarzt. „Nach der Entlassung verlieren wir unsere Patienten nicht aus den Augen. Wir betreuen sie auch langfristig im Rahmen der Nachsorge.“

Klinikum erweitert Besuchsmöglichkeiten

Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum erweitert die Besuchsmöglichkeiten. Patienten des St.-Antonius-Hospitals Kleve und des Marienhospitals Kevelaer dürfen ab Freitag, 3.7.2020, einmal täglich von einer festen Kontaktperson besucht werden, die Besuchszeiten sind von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.

Das St. Nikolaus-Hospital Kalkar ermöglicht nach Absprache individuelle Besuchsregelungen. Ein Besuchsverbot gilt wegen des onkologischen Schwerpunktes weiterhin für das Wilhelm-Anton-Hospital Goch.

Die Besucher der Krankenhäuser werden in einem Besuchsregister vermerkt, damit bei Bedarf Infektionsketten nachvollzogen werden können. Die entsprechenden Formulare, die auch Angaben zum Gesundheitszustand abfragen, müssen vor dem Besuch ausgefüllt und an den Haupteingängen der Krankenhäuser abgegeben werden.

Die Formulare können vor dem Besuch auf der Webseite des Klinikums heruntergeladen werden (www.kkle.de/besuch) und liegen außerdem an den Haupteingängen aus.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, die Einhaltung des Mindestabstandes und eine regelmäßige Händedesinfektion sind während der Patientenbesuche verpflichtend.

Nicht besucht werden können Patienten in den ersten drei Tagen ihres Krankenhausaufenthaltes und Patienten auf Infektionsstationen. Patienten auf der Intensivstation können nur nach vorheriger telefonischer Absprache mit dem behandelnden Arzt besucht werden.

Menschen, die in den letzten sieben Tagen Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen, Atemnot, Durchfall, Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Geschmacks- oder Geruchsverlust und Bauchschmerzen oder Kontakt zu an Covid-19 erkrankten Personen hatten, können zu Patientenbesuchen nicht zugelassen werden.

Weitere Auskünfte erteilen die Telefonzentralen des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums:

· St.-Antonius-Hospital Kleve 02821 490-0

· Marienhospital Kevelaer 02832 10-0

· Wilhelm-Anton-Hospital Goch 02823 891-0

· St. Nikolaus-Hospital Kalkar 02824 17-0

„Es läuft alles in geregelten Bahnen“

Wenn Anne van Meegern von ihrer Arbeit als Ärztin in der aktuellen Corona-Krise berichtet, wirkt sie gefasst. Die Kevelaererin erzählt nicht von katastrophalen Zuständen im Krankenhaus oder einer Situation, die einem „Schlachtfeld“ gleicht, nein. „Ich glaube, dass wir gut vorbereitet sind; dass frühzeitig Maßnahmen ergriffen wurden. Deshalb läuft es so gut“, sagt die Anästhesistin, die aktuell ihre Weiterbildung zur Internistin auf der Intensivstation des Luisenhospitals in Aachen absolviert. Eine große Herausforderung in Bezug auf Covid-19 sei vor allem, „dass die Patienten alle mit sehr unterschiedlichen Symptomen kommen.“ Die meisten Patienten seien lange ansprechbar und es vergingen oft einige Tage, bis schließlich doch eine Beatmungstherapie nötig werde. Dafür könne man dann schon 10 bis 14 Tage rechnen. Doch einige Patienten habe man bereits erfolgreich wieder auf die Normalstation verlegen können.

„Die Influenza-Welle vor zwei Jahren fand ich von der Arbeitsbelastung her extremer“, sagt die 34-jährige Ärztin. Die Stimmung in der aktuellen Situation sei aber einfach eine andere – auch unter dem Fachpersonal. Man wisse nicht, was einen noch erwartet. Die Stimmung sei beinahe „gespenstisch“, die Notaufnahme im Krankenhaus fast leer. Durch abgesagte elektive Eingriffe seien im Arbeitsalltag Kapazitäten geschaffen worden. Chirurgen sind eingearbeitet worden, um im Zweifel auf den internistischen Stationen auszuhelfen. Aber auch, als sieben ihrer Kollegen auf einen Schlag aufgrund einer Infektion ausfielen, sei die Arbeit noch zu stemmen gewesen, sagt van Meegern. Die Kevelaererin musste sich selbst – nicht mit Covid-19 infiziert – für vier Wochen in Quarantäne begeben. Ihre Familie in der Wallfahrtsstadt hat die 34-Jährige seit Februar nicht mehr gesehen. Zu groß ist die Angst, das Virus unbemerkt weiterzutragen, und zu groß die Verantwortung gegenüber den Patienten und Kollegen.

Beatmungs- und Lagerungstherapie

Eine Herausforderung bei der Behandlung der Covid-19-Patienten sei der unberechenbare Krankheitsverlauf, erklärt van Meegern. „Der Verlauf der Patienten – auch bei jungen Patienten – ist schon lang.“ Jedoch gebe es keine Faustregel, nach der man handeln könne. Zum Beispiel gebe es einen jüngeren Patienten auf der Station, „der hat keine Vorerkrankung und trotzdem ist er nicht besser dran als der 80-Jährige mit Vorerkrankung.“ Allgemein sei ein langer Verlauf üblich. „Wenn die zu uns kommen, sind sie noch in einem relativ guten Zustand“, erklärt van Meegern. Um einer respiratorischen Erschöpfung (Lungenschwäche) vorzubeugen, sei es wichtig, frühzeitig zu erkennen, wann man intubieren und den Patienten damit künstlich beatmen muss. Nach der Beatmungstherapie und der Lagerungstherapie sei „man eigentlich auch schon schnell am Limit“, erklärt die Ärztin. Die Lagerung erfolge vor allem auf dem Bauch, um die Lungenareale zu ‚belüften‘. Auffällig sei, dass die Patienten viele Narkosemedikamente, also viel Sedierung, bräuchten.

Auch van Meegern hatte bereits Patienten, die das Virus nicht überstanden haben und verstorben sind. Viele der Verstorbenen jedoch, betont van Meegern, wären wahrscheinlich auch an ihrer vorhandenen Grunderkrankung gestorben und hätten auch eine herkömmliche Influenza nicht überlebt. Der Behandlungsweg, das wird bei den Ausführungen der Ärztin deutlich, müsse bei jedem Patienten individuell abgestimmt werden. Und eine solche Behandlung sei eben aufgrund der guten Vorbereitung und durch das Krisenmanagement aktuell noch gewährleistet.

„Jeder kommt an die Beatmung, der eine Beatmung braucht.“ Von einer Situation wie beispielsweise in Italien sei man im Krankenhaus „noch meilenweit entfernt“, sagt die Kevelaererin, die auf einer Intensivstation mit 22 Betten arbeitet. Ein Gedanke lasse sie bei all der Routine aktuell dennoch nicht los: „Was ist, wenn ich die letzte Person bin, mit der sie gesprochen haben, die sie sehen? Manchmal sieht man die Panik in den Augen. Das ist ganz schlimm.“ So ist es eben nicht die Routine als Ärztin, die einen vor solchen Gedanken schützt.

Auch die Sorgen der Angehörigen anhören

Auch der Umgang mit den Angehörigen – sowohl der Covid-Patienten als auch aller anderen Patienten – sei ein anderer, sagt van Meegern. Das Besuchsverbot mache vielen zu schaffen. So habe zum Beispiel eine Angehörige eines über 80-jährigen Patienten dreimal am Tag angerufen, um sich nach ihrem Familienmitglied zu erkundigen. Da kämen dann einfach Sorgen auf, weil man seine Liebsten über Wochen nicht besuchen darf. „Das ist furchtbar, das finde ich grausam“, fühlt die Ärztin da mit.

Eine ihrer Sorgen ist außerdem, dass in einigen Monaten auf einmal sehr viele Menschen zum gleichen Zeitpunkt kommen werden – und zwar diejenigen, die aktuell bereits aufgrund persönlicher Beschwerden ärztliche Hilfe benötigen, den Gang zum Arzt jedoch aus Angst vermeiden. „Die ganzen Probleme sind ja nicht in Luft aufgelöst“, sagt die Kevelaererin. Man solle sich auch weiterhin trauen, zum Arzt zu gehen, wenn man wirklich Probleme hat, appelliert sie.

Auch wenn die weiteren Entwicklungen ungewiss sind, hofft van Meegern, dass auch nach der aktuellen Krise die Wertschätzung gegenüber den Pflegekräften – und allen anderen Menschen, die das System aufrecht erhalten – bestehen bleibt. Denn zu vermuten ist: „Bald interessiert es niemanden mehr.“ Zu wünschen sei ein Umdenken in der Gesellschaft auf lange Sicht. „Ich hoffe, dass nach der Krise auch Pflegekräfte besser bezahlt werden und dass gesehen wird, dass man die Leute einfach braucht.“ Trotz der Ungewissheit und des hohen Drucks in der aktuellen Situation laufe die medizinische Versorgung hier immer noch in geregelten Bahnen. „Ich bin momentan total froh, dass ich arbeiten kann, dass ich den Job habe. Am Ende des Tages hat man doch eine sinnvolle Arbeit.“