Beiträge

Kostenloses Kursangebot soll Umgang mit Medien erleichtern

Gemeinsam digital lernen im Klostergarten

Die letzten Monate haben gezeigt, dass Smartphone und Internet mit all ihren Möglichkeiten immer wichtiger werden.

Schnelltests auch am Wochenende möglich

Corona-Testzentrum im Klostergarten öffnet wieder

Kevelaer verfügt wieder über ein weiteres Corona-Testzentrum: Im Hotel Klostergarten sind künftig wieder kostenlose Schnelltests möglich – und das auch am Wochenende.

Am Wochenende fanden Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Wohnquartiers Klostergarten statt

Das Miteinander steht im Mittelpunkt

Das schönste Kompliment zum Jubiläum des Wohnquartiers Klostergarten zitierte wohl Stephan von Salm-Hoogstraeten, Vorstand des Caritasverbands Geldern-Kevelaer, in seiner Festansprache…

Die Sänger*innen trafen sich unter 3-G-Bedingungen im Hotel Klostergarten

Der Theaterchor probt wieder

Der Theaterchor Niederrhein kann endlich wieder proben: Das Hotel Klostergarten hatte dem Chor seine Räumlichkeiten für die Proben angeboten.

Stefan Rouenhoff (MdB) besucht das Quartier in Kevelaer

Besuch im Klostergarten: „Wir haben viel vor“

Der Kreis Klever CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff, der Vorsitzende der CDA im Kreis Kleve Matthias Wirth und mehrere Vertreter*innen der CDU Kevelaer und der CDA besuchten jetzt das Quartier Klostergarten in Kevelaer.

Neben dem Testzentrum am Peter-Plümpe-Platz hat nun auch das Testzentrum im Klostergarten geschlossen

Rund 15.000 Personen getestet

Seit Mitte März gab es im Hotel Klostergarten ein Corona-Testzentrum. Dieses wurde auf Bitten der Stadt von der Caritas eröffnet. Nur examiniertes Pflegepersonal war für die Tests zuständig.

„Nyby“ startet mit der Caritas im Klostergarten ein Pilotprojekt

App soll Ehrenamt stärken

Ob zum Chatten, für die neuesten Rezepte oder zur Partnersuche – viele von uns nutzen sie in Fülle: Apps. Mit wenigen Klicks auf dem Smartphone haben wir heutzutage die Wahl zwischen Millionen von Anwendungen.

Gemeinsam gegen den Notstand

Im Christopherussaal des Hotel Klostergarten waren 20 CDU-Politiker aus Bund, Land und den Kreiskommunen auf Einladung der CDA Kreis Kleve und der Caritas Geldern-Kevelaer zusammengekommen, um über das große Thema Pflege und die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum zu sprechen.

Das Ziel der Veranstaltung sei, „Politik und Praxis zusammenzubringen“, eröffnete Matthias Wirth für die Kreis-CDA die Veranstaltung. Anschließend sprach der neue sozialpolitische Vorstand der Caritas Geldern-Kevelaer, Stephan von Salm-Hoogstraeten, von der Bedeutung des Themas auf globaler, ländlicher und regionaler Ebene und warb für den integrativen Ansatz des Klostergartens.

In ihrem kurzen Impulsreferat verwies die Leiterin des Uedemer Laurentius-Hauses, Susanne Heinrichs, für die Caritas auf die komplexere Pflegesituation und den existierenden Pflegefachkräftemangel. Der soll durch das 2017 verabschiedete und 2020 in Kraft tretende Pflegereformgesetz mit einem Studium für Kinderkrankenhilfe, Altenpflege und Krankenhauspflege verringert werden. „Das Ziel ist, den Menschen von klein auf bis zum Sterben zu begleiten.“

Man habe seitens der Caritas im Herbst 2019 dazu extra einen Ausbildungsmentor eingeführt, sagte sie, erwähnte aber auch akute praktische Probleme bei der Umsetzung. Die Rahmenpläne für die Ausbildung seien erst im August 2019 gekommen. Die Finanzierung sei nicht für alle Bereiche geklärt. Und dass erst 400 Stunden Bildung erfolgen, bevor die Bindung an die Einrichtung erfolge, bezeichnete sie als „schwierig“.

Aktuell seien ihre Ausbildungszahlen für 2020 bei der ambulanten und stationären Pflege von 35 prognostizierten Azubis auf zwölf eingebrochen. Sie führte das darauf zurück, dass das Krankenhaus  wohl attraktiver sei, bei dem Generalstudium eine Auswahl erst im letzten Ausbildungsjahr erfolge und statt der Hauptschulabschluss die Mittlere Reife gefordert sei. Corona erwähnte sie nicht.

Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Weiss, sprach im Zusammenhang mit dem Pflegereformgesetz von einem schwarz-roten „Kraftakt“ unter Beteiligung der Politik und der Träger. „Wir wollen nicht nur, wir müssen“, gestand sie den hohen Pflegemangel in Deutschland zu. Das sei bei jedem angekommen. Sie räumte ein, dass die Rahmenpläne spät gekommen seien. „Es wurde aber gewuppt“, meinte sie etwas salopp. Die Prognose für die Ausbildung 2020 sei „vorsichtig optimistisch“.

Ihre wesentlichen Eckpunkte zur Attraktivierung der ambulanten und stationären Pflege waren einmal, mehr Teilzeitkräfte wieder für Vollzeit zu begeistern. „Das würde insgesamt 100.000 Pflegestellen ausmachen.“ Da seien die Arbeitgeber gefragt, die als Träger bisher oft nur Teilzeit anböten. Da bräuchte es eines flexibleren Einsatzes und eine stärkere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dazu komme die „Konzertierte Aktion Pflege“ mit der Steigerung der Ausbildungs- und Einrichtungszahlen um zehn Prozent bis 2023 mit entsprechender Öffentlichkeitskampagne – und die Schaffung von 5000 Nachbildungsplätzen für PflegehelferInnen bis 2023. „Wir brauchen mehr Vollzeitkräfte und Helferkräfte, damit sich die Vollzeitkräfte mehr auf ihre Aufgaben konzentrieren können.“

Ergänzend dazu sollen Fachkräfte aus dem Ausland herangezogen werden, ging sie ausführlich auf das Beispiel Philippinen ein. Für diesen „hoch motivierten“ und „mit hoher Zuwendung“ ausgestatteten Personenkreis sei Deutschland als Arbeitsplatz „das heilige Land.“ Corona habe da aber „deutlich Lücken gerissen“, weil die Philippinen ihren ganz eigenen Lockdown gehabt hätten. Sie hoffe, dass das wieder in Gang komme.

Alten- und Krankenpflege hätten die gleiche Wertigkeit – Arbeitgeber müssten da attraktive Angebote machen. „Einen gesunden Wettbewerb da finde ich gut“, sagte Weiss. Der gleiche Lohn stehe da nicht an erster Stelle, habe sie festgestellt. Später stellte sie fest, dass auch Lohnanreize wichtig sein können – ein inhaltlicher Widerspruch an diesem Punkt.

Man müsse „anfangen, gut über die Pflege zu reden“ und nicht nur die negativen Fälle hervorheben, sagte die Staatssekretärin. Ihr Bundestagskollege Stefan Rouenhoff pflichtete ihr an dieser Stelle bei. Der „Klostergarten“ sei ein gutes Beispiel, wie man auch ältere Menschen in ein Gemeinschaftsleben mit einbinden könne.

Zuvor hatte Diakon Helmut Leurs von der vielfältigen Einsamkeit alter, bettlägeriger Menschen in Pflegeheimen aufgrund der zu geringen Zeit der Pflegekräfte gesprochen und den aus Weiss‘ Sicht „lobenswerten“ Einsatz der Pflegekräfte in der Coronakrise als „Totschlagargument“ bezeichnet, damit diese Zuwendung nicht auch von den Pflegekräften erfolgt. Das sei „nicht ihre Aufgabe“, so Weiss. Dem widersprach Regina Schüren, Bereichsleiterin der ambulanten Pflege der Caritas. „Als Krankenschwester will ich Menschen ganz kennenlernen.“ Das sei auch ein wichtiger Teil der Attraktivität des Berufes.

Einen spannenden Einwurf zum Versorgungs-Grundsatz „Ambulant vor stationär“ machte Caritas-Chef Karl Döring. Die gedankliche Trennung „ambulant oder stationär“ sei nicht mehr zeitgemäß. „Die Wohnform kann nicht entscheidend sein, wie jemand versorgt wird, das finanziert wird.“

Einigkeit bestand bei den Anwesenden in der Frage der Entlastung pflegender Angehöriger. „Die vergessen wir oft viel zu schnell“, unterstrich die CDU-Landratskandidatin Silke Gorißen, die im vergangenen Jahr erlebte, wie ihre Mutter plötzlich Pflegefall wurde. „Angehörige gehen oft auf dem Zahnfleisch.“ Daher sei es nötig, dafür mehr Kräfte zur Verfügung zu stellen.

Kurz ging die Runde noch auf die Frage der Landarztversorgung ein. Sabine Weiss lobte in dem Kontext die Bemühung der CDU-geführten Landesregierung, die Studienplätze dafür zu erweitern und einen Studienanreiz zur Bevorzugung von Ärzten zu schaffen, die auf das Land gehen wollen. Mit der Aufhebung der Niederlassungsbeschränkung habe man vom Bund aus „Leitplanken“ gesetzt, sagte sie und schlug auch „intelligente Modelle“ wie die der „alten Gemeindeschwester“ vor. Rouenhoff sah in dem Modell der Ärztezentren eine Chance, aus der Region stammende Mediziner nach ihrer Ausbildung wieder zurück in die Region zu holen.

Tourismus-Studenten besichtigten das Hotel Klostergarten

Das Hotel Klostergarten in Kevelaer gilt bei Tourismus-Fachleuten in vielerlei Hinsicht als wegweisend. Daher ist das erste komplett barrierefreie Hotel am Niederrhein regelmäßig Ziel von Exkursionen von Tourismus-Studierenden der Hochschule Rhein-Waal. Zuletzt waren über 50 Studierende aus dem Studiengang „Nachhaltiger Tourismus“ gemeinsam mit ihrer Dozentin Monika Agata-Linke zu Gast im Hotel Klostergarten.

In ihrem Studium beschäftigen sich die Studierenden unter anderem mit den Themen Nachhaltigkeit im Tourismus, demografischer Wandel und Inklusion. Daher waren sie nicht nur an den zahlreichen Maßnahmen zur Barrierefreiheit im Hotel interessiert, sondern auch an dem besonderen Konzept des Hauses. Denn als Integrationsbetrieb der Caritas bietet das Hotel insgesamt 18 Mitarbeitenden mit und ohne Behinderung einen gemeinsamen Arbeitsplatz, was nicht nur die Mitarbeitenden selbst als persönliche Bereicherung empfinden, sondern auch viele Gäste.

Neues Zuhause in Kevelaer gefunden

Wer wissen will, wo die netten Ecken in Kevelaer sind, welche Ziele sich wirklich lohnen und warum es in dem kleinen Wallfahrtsort so schön ist, der muss nur Charlotte Bordewisch fragen. Sie ist Kevelaererin mit Herz und Seele. Dabei lebt die 38-Jährige noch gar nicht so lange hier. „Aber ich kenne die Stadt wie meine Westentasche“, sagt sie. Vor sechs Jahren zog Charlotte Bordewisch von Detmold nach Kevelaer und fand am Niederrhein ein neues Zuhause.

Wie schön Kevelaer ist, hört sie zudem jeden Tag. Sie arbeitet im „Klostergarten“, dem barrierefreien Hotel in der Stadt, in dem Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigt sind. Charlotte Bordewisch gehört zum Housekeeping-Team: „Staubsaugen, putzen, wischen, bei Bedarf die Betten beziehen“, zählt sie ihre verschiedenen Aufgaben auf.

29 Zimmer hat das Hotel, „die sind immer gut gebucht“. In der Regel beginnt ihr Dienst um 9 Uhr im Klostergarten, dann liegt die Liste schon bereit, welche Zimmer wie gemacht werden müssen. Für Charlotte Bordewisch und ihre Kolleginnen und Kollegen werden die Gäste in drei Kategorien geteilt: Bleiber, Anreiser und Abreiser. Wer in einem Hotel arbeitet, sollte flexibel sein. „Es sind keine festen Zeiten, sondern man muss arbeiten, wie man gebraucht wird“, sagt Bordewisch – auch an Wochenenden und Feiertagen.

Kein weiter Arbeitsweg

Zum Glück hat Bordewisch es nicht weit zur Arbeit. Ihre kleine Wohnung liegt unmittelbar neben dem Hotel. „Ich kann direkt auf die Zimmer 11, 12 und 14 schauen“, lächelt sie. Bordewisch lebt im sogenannten Ambulant Betreuten Wohnen. Unterstützt wird sie im Alltag von Christine Bielen vom LVR-HPH-Netz Niederrhein.

Bordewisch ist sehr selbstständig und vor allem gut organisiert. Gegen acht Uhr steht sie auf, nach dem Dienst stehen Ausruhen, Duschen und Haarewaschen auf dem Programm, außerdem kocht sie gerne und so gibt es abends immer etwas Leckeres zu essen. Den Fernseher schaltet sie vor allem dann ein, wenn Fantasyabenteuer wie „Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ laufen, aber es darf auch ein guter Horrorfilm laufen.

Mit Freunden geht sie ins Kino, zum Kegeln und zum Reiten. Und sollte noch Zeit bleiben, muss Charlotte Bordewisch nur auf die Liste schauen, die sie sich für ihre Hobbys gemacht hat: Musik, Sudoku, Spielen, Malen, Lesen, Schreiben. Außerdem müssen nicht nur die Hotelzimmer, sondern auch die eigenen vier Wände geputzt werden.

Familie in Geldern

Dass Charlotte Bordewisch vor sechs Jahren von Detmold an den Niederrhein zog, hatte seinen Grund. In Detmold arbeitete sie in einem Café, in dem wie im „Klostergarten“ Menschen mit Behinderung beschäftigt werden. Aber die Bedingungen seien nicht so gut gewesen wie in Kevelaer. Ihr Vater habe ihr geraten, sich etwas Neues zu suchen. Der Niederrhein lag gedanklich nahe, in Geldern lebt Charlottes Schwester mit ihrer Familie. Und dass Tante Charlotte regelmäßig ihren Neffen Jan besucht, versteht sich von selbst.

Wer die ambulanten Wohn- und Unterstützungsleistungen des LVR-HPH-Netz Niederrhein kennenlernen möchte, kann sich bei Anja Booltink mobil unter Tel. 0152-09321919 oder per E-Mail anja.booltink@lvr.de melden.