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Sebastianusgilde in Kirmesstimmung

Gelöste und fröhliche Stimmung herrschte vor dem Haus Nummer 17 im Heiligenweg, als Freunde, Nachbarn und Familienmitglieder gemeinsam Hand anlegten, um das Kränzen für das junge Königspaar miteinander zu  einem schönen Ende zu bringen.
Gemeinsam mit seinem Adjutanten und Freund Boris Weber stieg Thomas Berretz sogar selbst auf die Leiter, um die Zweige an ihrem richigen Platz anzubringen. „Das läuft echt locker vom Hocker“, kam aus dem Publikum angesichts von so viel engagierter Handarbeit in Eigenregie. „Dafür macht man das, hier geht das mit allen zusammen“, freute sich der diesjährige Winnekendonker Schützenkönig.
Der 40-jährige Versiegeler und sein zwei Jahre älterer Freund hatten gemeinsam mit ihren beiden Frauen Denise und Sabine zu viert in den Mai reingefeiert und die Idee zum König entwickelt: „Wir haben gesagt, wenn es jemand macht, halten wir uns zurück, aber wenn es keiner will, dann machen wir es“, erzählt Berretz. Gesagt, getan.
So entschlossen war er schon, als er seiner Denise, die er von Kindesbeinen an kennt, im Kirmeszelt (er damals noch in Anwesenheit seiner Freundin) das Versprechen gab: „Du kannst machen, watte willst: ich werde Dich eines Tages heiraten.“ 2009 war es schließlich wirklich soweit. Heute ist Denise Berretz Ehefrau, Mutter – und Königin. „Ich habe den Jackpot gewonnen“, meint der König freudestrahlend dazu.
Starker Zusammenhalt
Das Schützen-Hobby verbindet beide: Als 14-Jähriger schwenkt der frühere Kicker des SV Viktoria die Seb-Fahnen, ehe beides nicht mehr zusammen möglich war. Denise ist schon mit acht Jahren Seb-Mitglied. „Mein Vater ist nach mir eingetreten“, schmunzelt sie. Auch sie schwenkte „mit Leib und Seele“ fünfzehn Jahre lang die Fahnen. „Die ganze Truppe, der Zusammenhalt war cool“, erinnert sich Königin Denise an die Jugendjahre. Schon das Schwenken selbst habe sie fasziniert. Und dann erhielt ihr Leben durch den Partner auch noch eine zusätzliche Note.
Schnelle Freundschaft
Als Berretz mit Mitte 30 mit dem Fußball aufhört, steigt er vor drei Jahren bei den Schützen wieder ein – gemeinsam mit Boris Weber. „Wir kannten uns da gar nicht“, erzählt Weber im Rückblick schmunzelnd.  „Das hat sich rasend schnell in eine Freundschaft verwandelt, weil das bei uns und bei unseren Frauen gleichermaßen passt. Alles, was wir gemeinsam begonnen haben, ist zu Gold geworden.“ So war es kein Wunder, dass die vier auf der gemeinsamen Mai-Party dieses Jahr beschlossen, ein Thron-Team zu bilden – und es tatsächlich wurden.
Deshalb schwenkte sie für „ihren“ König nach dem Vogelschießen gerne noch einmal die Fahne, was den ohnehin emotionalen Moment noch außergewöhnlicher machte. „Das hätte ich auch für Boris getan, das war so abgesprochen“, versichert die 30-Jährige.
Abgerundet wird das diesjährige Königserlebnis dadurch, dass der siebenjährige Sohn Phil als Adjutant des Kinderprinzen mit dabei sein wird.
Mit Blick auf die Kirmes freue man sich auf „viele lustige Stunden mit all denen, mit denen man vertraut ist“, sagt Thomas Berretz. Und was die kommenden zwölf Monate als Königpaar anbetrifft, hoffen beide auf „ein geiles Jahr miteinander.“

Gemeinsam für den Karneval

„Dass ich mal für den Achterhoek und für Winnekendonk die Festkette tragen würde, hätte man vor zehn Jahren echt nicht gedacht. Es ist eine Ehre“ , freut sich Johannes Otten gemeinsam mit seiner Ehefrau Tanja auf die bevorstehenden Feierlichkeiten der Winnekendonker Kirmes.
Der in Labbeck geborene Johannes wuchs in der Landwirtschaft auf. Der Vater war Landwirt und führte einen Mischbetrieb. „Ich hatte mehr Pflichten, hatte zwei Schwestern, die Älteste musste da nicht helfen und der Bruder war halt noch nicht so alt“, beschreibt der bald 50-Jährige seine Kindheit.
Nach dem Abschluss der zehnten Klasse in der Hauptschule absolvierte er eine Ausbildung zum Staberschlosser in der Stahlverarbeitung in Neukirchen-Vluyn. „Da hab ich für die Zechen die Riesenteilegemacht.“ Bei „Weber&Wentzel“ in Geldern arbeitete er 17 Jahre lang als Verkaufsfahrer. Heute  ist er Speditionskaufmann in einer Weezer Transportfirma.
Die Liste seiner Hobbys ist lang. 17 Jahre lang Vorstand beim Schützenverein St. Maria Achterhoek, seit 2007 Vorsitzender des Martinskomitees, seit 33 Jahren im Kegelclub, seit mehreren Jahren Betreuer mehrerer Mannschaften von Viktoria Winnekendonk. Dazu kommt noch das Amt als Vorsitzender der Achterhoeker Karnevalsgesellschaft
Die 1975 in Kevelaer geborene Tanja Otten wollte nach dem Hauptschulabschluss Verwaltungsfachangestellte werden. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin in Geldern. Als die beiden sich Mitte November 1994 gegen 6 Uhr im „Prinzenhof“ kennenlernten, jobbte sie nebenbei in der Taxizentrale in Kevelaer. Sie trinkt nach ihrer Nachtschicht in der Zentrale die letzte Cola, er verfolgt Schumachers Weltmeisterfahrt. „Wir sind einfach ins Gespräch gekommen“, erzählt Tanja Otten. Die beiden finden direkt einen Draht zueinander.
Im Februar 1995 kommen sie zusammen, im Juli ziehen sie zusammen, ein Jahr später wird geheiratet. Sie bekommt zwei Jungs und ein Mädchen, arbeitet nebenberuflich im Issumer Getränkemarkt, bei „Plantaria“ und im Hamber Jägerhaus. Heute ist Tanja in Walbeck als Kellnerin tätig. „Wir kellnern auch gerne zusammen, auf Veranstaltungen und Feten und rocken da die Bude“, lacht Johannes Otten. Ihr Sohn Florian bezeichnet die beiden schlicht als „Workaholics. Aber wenn du Hilfe brauchst, dann sind sie da.“
Mit dem gemeinsamen Engagement für den Karneval in Achterhoek fing es im Jahr 2001 an. Tanja Otten und Angelika Langenberg als Leiterin der Krabbelgrupe „Ratz und Rübe“ hörten von den Kindern, dass es mal schön wäre, an einem Karne­valsumzug teilzunehmen „und ob wir einen Wagen bauen.“ Gesagt, getan. So ging es mit zum Umzug nach Kapellen in die Nachbarschaft. Das Ganze verlängerten die lebenslustigen Jecken dann bis zum Jahr 2005. Da kam der Gedanke, in Winnekendonk mitzuziehen.
Die Kinder durften immer die Wagen gestalten und das Motto entscheiden. „Wir haben das auch alles zuliebe der Kinder gemacht. Es bedeutete für uns auch, mehr Zeit mit unseren Kindern zu verbringen“, beschreibt Tanja Otten die Motivation.
„Zur Finanzierung der Wurfmaterialien wollten wir eine Kappensitzung bei uns organisieren. Aus versicherungstechnischen Gründen mussten wir dazu einen Verein gründen“, erzählte Otten von den Anfängen. Sie bauten einen alten Schweinestall um. Und mit 180 Gästen war der Schuppen tatsächlich ausverkauft. „Zugetraut hat uns das keiner“, meint Tanja Otten im Rückblick.
Ein eigenes Prinzenpaar gab es nicht, das Asperdener Prinzenpaar sprang ein. „Die kamen mit 80 Leute im Bus an“, erinnert sich Tanja Otten. „Meine Schwester war mit im Vorstand.“ Die Stimmung war großartig, und bis heute ist die Kappensitzung feststehender Bestandteil des Ortslebens.
Zwei Jahre später fragte man bei den Jecken in Goch nach, auch die Straelener kamen zu dem Fest. „Die standen dann auf der Bühne. Da kam der Ruf: Goch steht auch noch vor der Tür.“
Nach und nach wurde das Event immer größer, bis das Ganze an dem alten Standort nicht mehr zu bewältigen war. 2011 stellte man dafür ein eigenes Zelt auf die Beine. Und mit Angelika I. und DominIk I. fand sich für die Session 2015/16 das erste eigene Prinzenpaar.
Mittlerweile ist das Ganze „ein wichtiger Bestandteil unseres Familienlebens geworden“, unterstreicht Johannes Otten. Zu den vielen früheren „Kindern“, die mithelfen, kommen Helfer und Familien nicht nur aus dem Achterhoek, sondern auch aus Xanten, Sonsbeck und Winnekendonk. „Das hat sich zu einer ortsübergreifenden Angelegenheit entwickelt.“
Schon vor drei Jahren wurde man angesprochen, als festgebender Verein für die  Winnekendonker Kirmes zu fungieren. „Und im Herbst 2016 bei der Versammlung wurde das nochmal angesprochen.“ Da wurde er einfach gefragt, ob er den Festkettenträger machen würde. Johannes stimmte gerne zu.
Bei der Wahl des Adjutanten musste er nicht lange überlegen. „Norbert Langenberg und ich kennen uns schon lange vom Schützenverein. Die Kinder sind zusammen aufgewachsen. Wir haben den Karvenal in Achterhoek von Beginn an gemeinsam durchgezogen. Da war es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass nur er und seine Frau Angelia als Adjutantenpaar in Frage kommen.“
Am Freitag geht‘s mit dem   Fassanstich am Winnekendonker Festzelt los. „Dass das eine schöne Zeit, da sorgen wir für“, gibt Tanja Otten die Richtung für eine ausgelassene Party vor.

Auf der Kirmes zusammengeschlagen

In jedem Jahr versammeln sich viele Kevelaerer Jugendliche während der Kirmes am Fahrgeschäft „Break Dancer“, das unmittelbar vor der Volksbank steht. Auch am Eröffnungstag der diesjährigen Kirmes traf sich hier eine Freundesgruppe von ca. 20 jungen Leute aus Kevelaer, Weeze und Goch, um Spaß zu haben und der angesagten Musik zu lauschen. Nach erstem Fahrspaß plante die lustige Gruppe, was man als nächstes aufsuchen wollte.
Ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen
Zur Gruppe gehörte auch Thomas K. (Name geändert), ein 18-jähriger Weezer, der bereits sein erstes Budget an Kirmesgeld verbraucht hatte. Er wollte noch schnell zur Sparkasse, um frisches Geld zu holen. Er informierte seine Freunde und rannte los, um keine Zeit zu verlieren. Hinter ihm brüllte jemand: „Ey, Du. Bleib ma stehn. Ey, warum hast du meine Mutter beleidigt?“ Thomas K. schildert später, er habe zuerst gar nicht gewusst, dass er gemeint gewesen sei. Plötzlich habe einer von ca. 15 südländisch aussehenden Männern im Alter von ca. 16 bis 21 Jahren vor ihm gestanden und ihm ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen.
Der 18-Jährige erzählt weiter: Er sei so verblüfft gewesen, dass er gar nicht reagieren konnte, als ihn die auf Krawall gebürstete Meute bereits umzingelt hatte. Insgesamt waren es drei junge Männer, die ihn mit Fäusten traktierten. Als er blutend zu Boden stürzte und um Hilfe rief, traten diese noch heftig auf ihn ein. Es hatte sich bereits eine größere Traube an Gaffern versammelt, die zuschauten, ohne ihm zu helfen. Erst als ein Freund aus seiner Gruppe den Tumult wahrnahm und beherzt eingriff, um ihn aus dem Kreis der Schläger herauszuziehen, kamen weitere Personen zu Hilfe.
Der verletzte junge Mann rannte in Richtung Volksbank, um sich in Sicherheit zu bringen. Seine Freunde hatten zwischenzeitlich die Polizei und den Rettungswagen verständigt, die zeitgleich am Tatort eintrafen. Die beiden Polizisten befragten den Verletzten und baten ihn um eine Täterbeschreibung. Die Beamten reagierten sofort und begannen gleich nach den Tätern zu suchen. Noch während der Erstversorgung durch die Rettungssanitäter kamen die Polizeibeamten mit einer verdächtigen Person zum Verletzten zurück. Allerdings war dies keiner der gesuchten Schläger.
Während Thomas K. ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht wurde, machten sich seine Freunde auf eigene Faust auf die Suche nach den Tätern. Die Polizei war bereits abgerückt. Tatsächlich spürten sie die Schlägermeute auf und hielten sich in gebührendem Abstand, während sie die Polizei telefonisch über den Aufenthaltsort informierten. Als die Polizisten eintrafen, waren die Täter bereits weitergezogen, sodass die Beamten unverrichteter Dinge abzogen.
Die Freunde wollten jedoch nicht aufgeben und suchten weiter. Jedes Mal kam die Polizei zu spät. Eine junge Frau aus der Gruppe schildert dem KB, dass die angerufene Polizei mittlerweile genervt gewesen sei und dies durch Bemerkungen kommentiert habe wie: „Was soll der Kinderkram, wir können doch nicht überall sein. Wir sind unterbesetzt.“
Im weiteren Verlauf randalierten die Schläger und warfen mit Fahrrädern nach den jungen Leuten. Es gab auch Drohungen und kleinere Handgreiflichkeiten. Aus der Zuschauermenge hörte man: „Oh je, der hat ein Messer.“
Letztlich hielten sich später vier Polizisten auf der Kirmes auf, da die jungen Leute engagiert dran blieben. „Die anwesenden Beamten unterhielten sich mit uns, aber wirklich energische Maßnahmen gegen die Schlägertruppe gab es nicht“, schildert die junge Frau dem KB weiter, „obwohl die Typen in Sichtweite waren“. Sie könne das nicht verstehen. „Wenn wir in der Dämmerung ohne Licht am Fahrrad unterwegs sind, greifen die sofort zu und wir erhalten eine Strafe.“
Außer einem Gespräch mit ein oder zwei Personen aus der Schlägertruppe sei nichts geschehen. Stattdessen hätten die Freunde von der Polizei den Hinweis bekommen: „Es muss doch jedem klar sein, dass einem so etwas auf einer Kirmes widerfahren kann. Schließlich wäre es doch die beste Vorbeugung gegen derartige Übergriffe, wenn man gleich zu Hause bliebe.“
Keine Erwähnung im Polizeibericht
Das KB recherchierte noch bei einigen anderen Personen, die die Ereignisse so bestätigten. Merkwürdig ist, dass über diesen Vorfall im Polizeibericht nichts erwähnt wurde. Warum schweigt die Polizei den Fall tot?
Der junge Weezer schilderte dem KB, dass die Liste seiner Verletzungen lang ist. Sie umfasst Platz- und Risswunden, Prellungen und Hämatome am gesamten Körper, Schleudertrauma und Gehirnerschütterung. Er selbst hat bei Facebook nach den Tätern gesucht und ist dort auch fündig geworden. Der Polizei hat er das gemeldet und wartet nun auf die Kripo, die den Vorfall weiter untersuchen wird.
Neben den Verletzungen ist für Thomas K. am schlimmsten, dass er mittlerweile Angst hat, sich auf derartigen Veranstaltungen aufzuhalten, und er erschrickt, sobald er hinter sich laute Stimmen hört. Früher fühlte er sich sicher und unbeschwert.
Kommentar

Konsequenter eingreifen

Der Fall Niklas in Bonn ist doch noch nicht lange her und sollte jedem, auch den Polizisten noch im Gedächtnis sein. Muss erst jemand zu Tode geprügelt werden, bevor es vorbeugende Maßnahmen gibt?
Scheinbar ist der Apell des NRW-Innenministers Ralf Jäger (SPD) nach dem Bonner Fall in Kevelaer noch nicht angekommen, dass man jugendliche Intensivtäter früher identifizieren müsse. Die Gelegenheit wäre in Kevelaer da gewesen.
Warum nicht von allen aus der Gruppe die Personalien aufnehmen und einen sofortigen Platzverweis aussprechen? Auch dann, wenn die unmittelbaren Täter scheinbar nicht mehr auf der Kirmes waren. Diese Brutalitäten Einzelner bilden sich doch meistens erst in Gruppen aus, wenn man sich stark fühlt. Oder haben wir hier demnächst auch „No-Go-Areas“, wo sich die Polizei nicht mehr hineintraut?     Rudolf Beerden

Ein Umzug und eine Feier mit vielen Emotionen

“Das ist ja ein prachtvoller Anblick”, meinte Pichler angesichts der imposanten Aufstellung der Vereine am Alten Rathaus, die sich ein paar Minuten zuvor am Kapellenplatz zum gemeinsamen Marsch versammelt hatte. Gemeinsam mit der Wache der Hubertusgilde wartete er mit der Festkette und der Plakette 2017 mit der Hubertuskapelle als Konterfei auf den zu ehrenden Festkettenträhger Theo Keysers und seinem Adjutanten Georg Bors.
Bei strahlendem Sonnenschein würdigte Pichler die Rolle der festgebenden Hubertusgilde Keylaer als mit 173 Mitgliedern größten Gilde in Kevelaer . “Bei sovielen Leuten muss es jemand Besonderes sein”,  hob er Keysers Verdienste als Vorsitzender der Gilde und bei der Neugestaltung des Hubertushauses hervor. “Die Hubertusgilde hat gut gewählt”, befand er, ehe er dem 58-Jährigen die Festkette anlegte.
Der frisch Geehrte bekannte: “Das ist für mich etwas ganz Besonderes.” Der achte Festkettenträger in der Geschichte der Hubertusgilde zu sein, sei eine “große Ehre” , blickte er schonmal auf die Feiern der nächsten Tage voraus. “Da ich nicht viel Schlaf brauche, werde ich wie ein Pferd im Stehen schlafen”,  verkündete er und sorgte unter den Anwesenden für großes Gelächter.
Geselligkeit und Freude
Nach dem Abschreiten der Formationen ging es für Keysers, Bors und Co. zum Gottesdienst in die Basilika. “Wir feiern Gott, der will, dass wir Geselligkeit und Freude erleben”, grüßte Rolf Lohmann den neuen Festkettenträger mit Adjutant und deren Famiien sowie Bürgermeister Pichler und den Vorstand der Geselligen Vereine.
In seiner Predigt stellte der Pastor den Bezug zu 375 Jahren Kevelaerer Wallfahrt her und plädierte für das entschiedene Bekenntnis zum christlichen Glauben. Später verteilte er unter den Honorationen vor dem Haupteingang noch die 375-Jahre-Anstecker.
Schließlich zog eine große Menschentraube aus Schützen-Majestäten, Reiterinnen, akrobatischen Mädchen , den feiernden KSV-Kreisliga-A-Aufsteigern und vielen Kindern durch die Stadt. Keysers und sein Adjutant durften die Reise mit der Kutsche antreten. “Das sind soviele Emotionen, das ist schwer, das alles zusammenzubekommen”, bekannte der Vorsitzende der Hubertusgilde.
Bei brütender Hitze zog der Tross auch an dem Haus des Adjutanten vorbei, wo die Festketten-Frauen und weitere Damen den Zuggruppen zujubelten. “Wir sind die geilste Nachbarschaft der Welt”, zeigten sich Alex und Georg Lenz, Stefanie und Thomas Janßen und Robert und Renate Helisch stolz, das gestemmt zu haben.
Im Festzelt sorgten die Musikapellen für Stimmung, Kaltgetränke flossen in Strömen, die Reden fielen kurz aus. Der Präsident der Geselligen Vereine, Peter Tenhaef, hob alle Schützenkönige und Gäste von außerhalb hervor, ließ Theo Keysers mit stehenden Ovationen feiern und wünschte “vergnügliche Stunden.” Bürgermeister Dominik Pichler verwandte bewusst keine Vergleiche mit “dem Aufguss in der Sauna”, wiederholte sein Statement vom “richtigen Festkettenträger”.  Und Pastor Rolf Lohmann lobte Keysers und Bors als “verlässliche Leute, die anpacken”  und hob das “starke Vereinsleben in Kevelaer” hervor.
Aus der Reihe scherte da nur der Festkettenträger selbst, als er bedauerte, dass ihr Präses nun Abschied nimmt: „Mit ihnen konnte man feiern, Sie haben auf ein vernünftiges Wort gehört. Sie waren ein toller Pastor.“ Alle erhoben sich nach diesen Worten von Keysers zum langanhaltenden Beifall für Rolf Lohmann.
Keysers versprach, die Kette “mit großer Freude zu tragen”, dankte seiner Gilde , dem Festausschuss,  seiner Frau Beate und seinem “Freund und Adjutanten, der immer einen coolen Spruch drauf hat, ohne Federlesens  handelt und einen klaren Plan hat.”  Und er endete mit dem Satz: “Nun lasst uns feiern – es lebe die Gemeinschaft.”
https://www.kevelaerer-blatt.de/kirmesumzug-2017-in-kevelaer/

Ein Abschluss mit Feuerwerk und Verbrennung

Mit einer stimmungsvollen Feier und einer fröhlichen Kirmespopp-Verbrennung endete die Kevelaerer Kirmes. Nach gemütlichem Beisammensein im Festzelt machte sich ein Lindwurm mit den „Swingies“ an der Spitze auf den Weg zum St. Klara-Platz, wohin die Wache der Hubertusgilde die Kermespopp mit dem Konterfei des ehemaligen Festkettenträgers Theo Keysers in einem Blumenwagen transportiere.
Keysers blieb es vorbehalten, quasi sich selbst anzuzünden. Danach fiel er seinem Adjutanten Georg Bors und seiner Wache gerührt in die Arme, tanzte mit allen Honorationen, Bürgern und Gästen ausgelassen zu den Klängen der Swingies und des Musikvereins um das Feuer herum und sang das Hubertuslied. Mit der Kevelaer-Hmyde „Wor hör ek t´hüß“ endete das Spektakel. Danach zog die Kolonne zurück, ehe bei Anbruch der Dunkelheit das Feuerwerk nochmal alle Kirmesbesucher in seinen Bann zog.
Bilanz der Chefs von Kirmes und Polizei
Kirmeschef Heinz-Josef Theunissen zog eine positive Bilanz der fünftägigen Feierlichkeiten: „Aber es war leider etwas zu warm“, gab er die Stimmung auch vieler Schausteller wieder. Das bestätigte auch Bianca Wendhuis: „Die Leute trinken definitiv mehr Wasser.“ Gerade Warmspeisen hatte es schwer. „Das war mit das schlechteste Jahr“, bilanzierte Frank Koken an seinem Stand. „Die Leute liegen bei der Hitze lieber am Wasser, als dass sie auf der Kirmes Mandeln essen.“ Für Fahrgeschäftsbetreiber Arno Heitmann seien das alles „normale Schwankungen.“
Die Bilanz von Polizeichef Thomas Jäger fiel dagegen nicht zufrieden aus. Er sprach von dem Vatertagsbesuch zweier Gruppen aus Emmerich und Geldern, die sich „nicht gut benommen haben“ und wo auch Strafanzeigen wegen Körperverletzung gestellt wurden. “Wir müssen uns kräftemäßig besser aufstellen. Wir waren schon vorbereitet, aber nicht stark genug darauf eingestellt”, lautete für ihn die Konsequenz aus dem Erlebten.

Ein Fest des Lebens für Theo Keysers

Der Tag des Abschieds von der Festkette begann für Theo Keyers mit dem Empfang der Vereine auf seinem Grundstück in Keylaer. Gemeinsam mit dem Vorstand der Geselligen Vereine und seinem Adjutanten Georg Bors verweilte Keysers im Wohnzimmer, während draußen die Musikgruppen abwechselnd für Stimmung sorgten.
„Er sagt es nicht, aber die vielen Menschen, die ihn beachten – das tut ihm wohl. Und wenn der Alltag zurück kommt, wird es ihm bewusst werden“, formulierte Keysers Ehefrau Beate, was in ihrem Mann vorging. „Es war ein Fest des Lebens.“
Nach zweistündiger Geselligkeit machte sich der lange Tross auf Richtung Altes Rathaus, wo Bürgermeister Pichler die Beteiligten zur Rückgabe der Festkette in den Alten Sitzungssaal führte. Dort schien es, als wolle sich die Festkette nicht von ihrem Besitzer verabschieden. Es brauchte einige Sekunden, ehe Dr. Pichler die Kette von den Schultern des Hubertusgilden-Vorsitzenden bekam. Als dann noch die Ehrennadel der Stadt mit dem alten Kevelaerer Wappen nicht richtig sitzen wollte, gestand Pichler ein: „Dazu hat man ein gutes Büro“, und ließ sich unterstützen.
Zuvor hatte Pichler beim Empfang im Alten Rathaus von einer “schönen Zeit” der Kirmes gesprochen, den “gelungenen Heimatabend und den Schaustellerabend” hervorgehoben. “Breakdancer fahren bei Nacht” sei schon was Besonderes, plauderte er aus dem Nähkästchen. “Und Samstag war et schon wat lang”, erwähnte er eine “Entführung” des Festkettenträgers durch vier junge Frauen. Pichler bilanzierte: “Eine durch und durch gelungene Kirmes.” An Keyers gerichtet meinte er: “Ich freue mich, dass Sie Festkettenträger geworden sind. Das haben Sie gut hingekriegt.” Danach verehrte er ihm noch eine Glasmalerei von Lucia Jaobs mit dem Alten Rathaus und der Hubertusgilde im Schriftzug.
Ein echtes Leitpferd
“Jeder Herde braucht ein Leitpferd und da lebt er in vorbildlicher Weise vor. Mehr geht nicht”, hob Peter Tenhaef die Rolle von Keysers für die Hubertusgilde hervor. “Theo – kannst du, Theo – hast du schon, heißt es immer – und Theo macht”, charakterisierte er den scheidenden Fetkettenträger als Macher. Er bezeichnete sein Engagement als “spektakuläre Leistung” und bezeichnete ihn als “leicht bekloppt, das kommt von einem, der ähnlich gestrickt ist.” Letztendlich zähle die Leistung. Deshalb habe niemand die Kette so sehr verdient gehabt wie Theo Keysers.
Der Beifall im Zelt habe gezeigt, mit wieviel Sympathie er von der Bevölkerung aufgenommen worden sei. Er und sein Adjutant Georg Bors hätten “außergewöhnlich und leidenschaftlich Kevelaer repräsentiert”, galt der Dank auch den  beiden Ehefrauen Beate und Elke. “Die Gilde hat das nicht nur hingekriegt, sondern die Erwartungen voll und ganz erfüllt”, meinte er mit Blick auf ein Keysers-Zitat im KB.
Wie Theo Keysers später dankte er Rolf Lohmann, dessen Berufung zum Weihbischof für alle “ein Schock” gewesen sei. “Wir lassen sie nur ungern ziehen”, sprach er die “Drohung” aus, dass die Einladungen für Anlässe jedweder Art kommen werden. Lohmann reagierte schlagfertig: “Und ich spreche die Drohung aus, dass ich kommen werde.” Er schenkte dem scheidenden Festkettenträger jeweils eine Plakette mit dem Konterfrei “375 Jahre Wallfahrt Mit Maria” und machte deutlich, dass die eigentliche Festzeit, wo man die Vereine brauche, jetzt erst noch kommt.
Bewegende Reden
“Ich bin kein guter Redner”, dankte ein sichtlich angefasster Theo Keysers mit brüchiger Stimme seinem Festausschuss, der “über sich hinaus gewachsen” sei – und vor allem sehr bewegend und persönlich seiner Frau Beate: “Wir haben vier Elternteile verloren. Ich habe selbst ums Leben gekämpft, immer warst Du da.”
Auf dem Tanzpakett zeigte später auch der scheidende Vize-Vorsitzende der Geselligen Vereine, Heinz Goemans, mit seiner Frau nochmal sein Bewegungstalent, genauso wie der scheidende Platzkommandant Ferdi Ditzhuysen. Der ergriff im Alten Rathaus und später am Kapellenplatz nochmal das Wort: “Es waren für mich wunderbare Jahre, die ich nie vergessen werde. Alles Schöne geht zu Ende”, bat er die Beteiligten: “Bleibt einig – es lebe das Gesellige.” Und er tätigte seinen letzten Ausruf: “Ab marsch in die Quartiere.”
https://www.kevelaerer-blatt.de/fkt-umzug-und-kettenabgabe-2017-in-kevelaer/

Völ Glöcks met de Kermes!

Ein Herzenswunsch von meiner Mechel und von mir an alle Kevelaerer und ihre Gäste.Und weil hier und da auch der Wunsch „Völ Glöcks en de Kermes“ zu hören ist, schließen wir uns auch dieser Formulierung gerne an.
Glück auf der Kirmes heißt zuerst einmal, ein oder mehrere Lose an einer einschlägigen „Bude“ zu kaufen, um anschließend mit einem Jauchzer festzustellen: „Hauptgewinn – der dicke Teddybär ist meiner!“
Ich erinnere mich noch an die „Monte-Carlo“-Bude, wo man auf Flippergeräten mittels einer Kugel einen möglichst hohen Punkte­stand erzielen musste. Der Gewinn bestand in einer kleinen Schachtel Pralinen oder einer Tafel Schokolade. Und was kostete der Spaß, von dem zum Beispiel meine Tante Grete nicht mehr wegzubringen war? Ich höre heute noch die Ansage des Mannes, der von den langen, den Kunden auffordernd hingestreckten Holzbrettern die Geldstücke einstrich: „Zehn Pfennig ist der kleine Einsatz und jedes Mal wird hier gewonnen!“
Zu den Glücklichen auf der Kirmes gehört alljährlich auch der Festkettenträger. Bis ihm der Bürgermeister die Festkette umlegt, hat er seit seiner Proklamation im Januar diesen Augenblick heiß herbeigesehnt. Nun hat er noch ein paar anstrengende, aber bestimmt auch schöne Tage vor sich.
Ja, und dann gibt es noch die „Glücklichen“ in den Kneipen und im Festzelt…. Wein, Bier und andere geistige Getränke gehören zu einer Kirmes dazu wie Schießbude und Bratwurst. Aber! Das Jugendschutzgesetz hat seine Berechtigung und wird doch oft missachtet. Daran sind weiß Gott nicht die Wirte allein schuld. Vielmehr haben viele Jugendliche in „sportlichem Wettkampf“ des Öfteren ihre Gesundheit, ja sogar ihr Leben aufs Spiel gesetzt.
Und nun können auch Mechel und ich uns zu den Glücklichen zählen: Seit Kurzem gibt es die offizielle Nachricht, dass seit ein paar Jahren immer weniger Jugendliche dem Alkohol noch zusprechen.
Das nennen Mechel und ich „Völ Glöcks en / met de Kermes!“ Un Mechel meenden ok noch: „Dat met die Vögels – dat moj ni so ernst nähme. Ek heb vandag völ met hochdeutse Menße te dun!“
Euer Hendrick

Ab Himmelfahrt geht‘s hoch hinaus

Kevelaer. „Infinity“ heißt übersetzt so viel wie „Unendlichkeit“. Und obwohl das im Falle des gleichnamigen Kirmes-Fahrgeschäfts nicht ganz stimmt, weil die maximale Höhe mit 65 Metern angegeben wird, dürfte man Himmelfahrt und an den darauffolgenden Kirmestagen dem Himmel in der Marienstadt auf einem Fahrgeschäft noch nie so nah gewesen sein. Zum Vergleich: Der höchste mobile „Wolkenkratzer“ des vergangenen Jahres, die durchaus imposante Schleuder „Jekyll & Hyde“, war „nur“ 40 Meter hoch.
Ein wenig scheint Heinz-Josef Theunißen Angst vor der eigenen Courage zu haben: Zwar hat der Kevelaerer Jahrmarkt-Meister dafür gesorgt, dass mit dem „Infinity“ das nach Angaben des Betreibers „höchste mobile Looping-Fahrgeschäft der Welt“ nach Kevelaer kommt – aber er traut sich nicht drauf.  „Das ist nichts für schwache Mägen“, sagt er, während sich Bürgermeister Dominik Pichler die Hände reibt und sich nach dem Absturz der SPD bei der Landtagswahl vom vergangenen Wochenende auf den bevorstehenden persönlichen Höhenflug freut.
Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab, könnte man auch bei anderen Fahrgeschäften denken: „Break­Dancer“ und „Disco-Jet“ werden sich auf der diesjährigen Kirmes zu angesagter Musik drehen, nur beim Autoscooter geht‘s zeitweise geradeaus – wenn auch nicht immer in die gleiche Richtung. Insgesamt  zwölf Fahr- und Laufgeschäfte sollen aufgebaut werden, darunter viele „Kinderkarussells“, aber auch familientaugliche wie das „Aqua-Labyrinth“. „Auch in diesem Jahr gab es wieder über 200 Bewerbungen“, sagt Theunißen, aus denen dann 69 Kirmesbeschicker ausgewählt wurden. „Die Schausteller kommen gerne zu uns, das freut uns und zeigt, dass Kevelaer attraktiv ist.“
Vom 25. Mai (Christi Himmelfahrt) bis 29. Mai läuft die Kirmes auf dem Peter-Plümpe-Platz, entlang der Marktstraße bis auf den Roermonder Platz. Und die Wallfahrtsstadt setzt auch im Jubiläumsjahr nicht nur auf Rummel, sondern auch weiterhin auf Tradition. Das reicht vom Kirmesauftakt am Donnerstag um 10.30 Uhr durch den Umzug der „Swingenden Doppelzentner“ und den folgenden Fassanstich durch den Bürgermeister über das Wecken durch den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr am Samstagmorgen, den Umzug der Geselligen Vereine zum Rathaus zur Festkettenübergabe (Festkettenträger ist in diesem Jahr Theo Keysers von der St. Hubertus Schützengilde, Adjutant Georg Bors), den feierlichen Gottesdienst und den großen Festzug durch die Stadt, die Stadtmeisterschaft der Faustkämpfer am Sonntag bis zur Rückgabe der Festkette am Montag und das Verbrennen der „Kermespopp“.
Ach ja, die Schausteller bringen nicht nur ein neues, riesiges Karussell mit, sie haben auch den Pyrotechniker gewechselt und wollen sich am letzten Kirmestag mit einem prächtigen Höhenfeuerwerk verabschieden.
Infos zum Programm der Kirmes und zu den Zugwegen in der Kirmes-Ausgabe des KB, die am 24. Mai erscheint.

Willi Heuvens trägt in diesem Jahr die Kette

„Das muss ich erstmal sacken lassen“, meinte ein sichtlich bewegter Willi Heuvens, als er mit seinem Adjutanten Dieter van Besel von der Bühne des Knoase-Saales herunterkam. Er reihte sich in die Reihe der Vereinskameraden ein, die anschließend mit Schildern das Motto der Kirmes „Heimspiel“ darstellten. Minuten zuvor war der 58-jährige Tischler vom Vorsitzenden des die Wettener Kirmes ausrichtenden Vereins SV Union Wetten, Manfred Nilkens, zum neuen Festkettenträger für 2017 ausgerufen worden.
Vier Stunden zuvor hatte der Präsident der Geselligen Vereine, Thomas Krahnen, den Heimatabend im ausverkauften Knoase-Saal eröffnet und die Leitung des Abends an Jens Kösters übergeben. „Ich hoffe, dass wir Euch ein kurzweiliges Programm präsentieren können“, verwies Kösters auf das Dorfplatz-Bühnenbild vom Karneval, dass man einfach übernommen hatte. Er machte auf „neue Tänze, einen gespielten Witz und ein kleines Experiment“ neugierig.
Später holte er sich sechs Vorstandsmitglieder nach oben, um aus ihnen mit Bernd Ingenhaag seinen Abend-Assistenten herauszufilten. „Das war natürlich abgesprochen“, löste Kösters die Situation später auf. Vor der Show stand aber noch eine besondere Ehrung. Ortsvorsteherin Beate Clasen ließ es sich nicht nehmen, der Europameisterin im Luftgewehr beim Mannschaftsschießen und Drittplazierten im Einzel, Anna Janshen, und ihrem Trainer Rudi Joosten auf der Bühne zu gratulieren. Beide durten sich ins Goldene Buch Wettens eintragen. „Wir haben noch viele Seiten frei. Wenn Du von Olympia wiederkommst, sehen wir uns wieder“, überreichte Clasen beiden noch ein kleines Präsent. Anschließend erlebten die Zuschauer ein abwechslungsreiches Programm: Die „Stübbi-Hüpfer“ vom SV Union gaben wie beim Karneval noch einmal ihre Tanznummer als männliche Stewardessen mit Bierkasten-Koffer zum Besten. Später gab‘s mit dem Tanz der „Lützigen“ im bunten Hawaii-Kostüm das weibliche Pendant dazu.
Maria Mevissen präsentierte auf „Wettese Platt“ Geschichten über den Sportverein Union Wetten als festgebender Verein 2017. Der Kirchenchor „Cäcilia“ trug einige Lieder vor und ließ das Publikum kräftig mitschmettern. Und beim Heimatquiz rauchten den Gästen kräftig die Köpfe. Jens Kösters sorgte mit verbundenen Augen und einem Mitmach-Spiel mit Chips und Geldscheinen für den Aufgalopp zur Sammlung für die Seniorenfahrt. Die Festkettenträgerin von 2016, Bernarde Vos, bedankte sich mit ihrem Bruder Christoph Steegman reinemd für die schöne Zeit, die sie erleben durfte.
Anschließend würdigte Manfred Nilkens die Verdienste des neuen Festkettenträgers, der in 37 Jahren Mitgliedschaft die Nachbarschafts-Olympiade begründete. 24 Jahre lang war er zweiter Vorsitzender. Und seit zwei Jahren fungiert er als Obmann der Alherren-Abteilung. „Danke, dass die Union und Wetten meinen, ich wäre der Richtige“, zeigte sich Heuvens sichtlich erfreut.
Bei den Bildern von Kirmes-Eröffnungstanz sei er jedoch zusammengezuckt, schilderte er auch die Reaktion seiner Frau: „Meinst du, für mich is dat nen Spaßs“, hatte er die Lacher auf seiner Seite. „Ich habe mir aber einen Adjutanten gewählt, der so gerne tanzt wie ich“, rief er Dieter van Besel nach oben und umarmte ihn herzlich.
Nach der Proklamation stellte sich der festgebende Verein für die Kirmes vor, der nach 1957, 1971, 1985, 1996 und 2007 zum sechsten Mal die Kirmes ausrichtet. Anschließend wurden die Preise für das Heimatquiz vergeben, Moderator Jens Kösters konnte 728,97 Euro für die Seniorenfahrt-Kasse und kurz vor Mitternacht das Ende eines fröhlichen Abends verkünden.
http://www.kevelaerer-blatt.de/heimatabend-wetten-2017/