KBV spendet für die „Denkpause“
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens und der 100. gedruckten Ausgabe der Schülerzeitung „Denkpause“ gab’s eine Spende.
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens und der 100. gedruckten Ausgabe der Schülerzeitung „Denkpause“ gab’s eine Spende.
Der KBV-Vorsitzende Helmut Komorowski begrüßte am 19. August 2021 im Vereinslokal „Goldener Löwe“ die zahlreich erschienen Mitglieder zur Jahreshauptversammlung.
Die Kevelaerer Bürgervereinigung erhält für ihre Version zur Umgestaltung des Peter-Plümpe-Platzes nach eigenen Angaben „große Zustimmung“. Die Partei hatte eine von den Siegerentwürfen stark abweichende Ansicht des Platzes veröffentlicht.
Nachdem die FDP jüngst einen „Planungsstopp“ für den Peter-Plümpe-Platz forderte und damit den dortigen Parkraum für Autos zementieren wollte, ist es nun die KBV, die eine alte Idee wieder aufleben lässt.
In einem gemeinsamen Positionspapier und einem gemeinsamen Antrag positionieren sich KBV- und CDU-Ratsfraktion mit Blick auf „aktuelle Bauvorhaben von herausragender Bedeutung“. Einmal geht es dabei um das Areal rund um „Kaufcenter“ – Rewe-Markt – Norma, andererseits um die Entwicklung an der Feldstraße sowie schließlich um den Verkehrsanschluss des Gewerbegebietes „Aent Vorst“.
Roermonder Platz
Zum Projekt in der Kevelaerer Innenstadt heißt es in dem Positionspapier: „Die KBV- und CDU-Fraktion Kevelaer begrüßen und unterstützen das vorliegende, zeitnah geplante Investitionsvorhaben zur Umgestaltung des vorhandenen REWE-Marktes am Roermonder Platz und damit verbunden die Kernsanierung des gesamten Gebäudekomplexes an dieser zentralen Stelle der Kevelaerer Innenstadt. Im Fokus sollen dabei auch ein deutlicher Zugewinn an architektonischer Attraktivität des Gebäudes sowie der Erhalt der jetzt bestehenden Nutzungsmöglichkeiten für die Parkraumflächen stehen.“
Bei der Neugestaltung der Parkplätze sollten auch die städtischen Parkplätze gegenüber Norma einbezogen werden, fordern die Fraktionsvorsitzenden Günther Krüger (KBV) und Mario Maaßen (CDU). Eine direkte Verbindung zur Römerstraße solle gesichert werden.
„Ebenso unterstützen wir die geplante Erweiterung der vorhandenen Verkaufsflächen des Discounters NORMA im Bereich der dortigen Grundstückseinfahrt. Im Rahmen ihrer Investitionsvorhaben ist beabsichtigt, im Obergeschoss zahlreiche Wohnungen herzustellen. Geplant sind sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen. Die KBV- und CDU-Fraktion betrachten diese Bauvorhaben als wichtigen Schritt, um den derzeit angespannten Kevelaerer Wohnungsmarkt zu entlasten“, heißt es in dem Positionspapier weiter. Die Politik habe sich in der Vergangenheit gegen einen Durchstich an der Marktstraße und damit einhergehend gegen eine Führung des Innenstadtverkehrs über die Bury-St.-Edmunds-Straße ausgesprochen, führen die Fraktionsvorsitzenden weiter aus. „Dieser Auffassung folgen KBV- und CDU-Fraktion auch gegenwärtig.“
Privatinvestor
„Der Verwaltung liegen nun Planungen eines Privatinvestors vor, mit denen die in Rede stehenden Flurstücke an der Marktstraße neu entwickelt werden könnten – vorgesehen sind hier ca. 700 Quadratmeter Geschäftsräume im Erdgeschoss und die Schaffung von Wohnraum in den Obergeschossen.“
Marktstraße
Die Verwaltung solle daher beauftragt werden, die Ergebnisse des anstehenden Preisgerichtes zum Peter-Plümpe-Platz mit den vorliegenden Planungsunterlagen dem Gestaltungsbeirat unverzüglich zur ersten Sichtung und Bewertung vorzulegen. „Die KBV- und CDU-Fraktion stehen auch diesem Projekt positiv gegenüber und schlagen deshalb vor, die im Stadtbesitz befindlichen Häuser an der Marktstraße im Nachgang an den Privatinvestor zu veräußern, um dadurch die von ihm angedachte Entwicklung zu fördern.“
Feldstraße
Ebenso einig sind sich die beiden Ratsfraktionen bezüglich der Entwicklungen an der Feldstraße: „Die KBV- und CDU-Fraktion befürworten den Neubau eines EDEKA-Marktes an der Feldstraße auf dem Gelände des benachbarten Gärtnerbetriebes in den vom Investor angedachten Dimensionen. Insbesondere für die Ortschaft Wetten ist ein konkurrenzfähiger Erhalt der Nahversorgung von zentraler Bedeutung. Mit der Umsetzung der Pläne ist die langfristige Bindung des EDEKA-Marktes an dieser Stelle gesichert. Die Vergrößerung des Marktes ist nicht nur im Schatten der Corona-Pandemie sinnvoll, sondern für den Betreiber an dieser Stelle grundsätzlich essenziell. Es ist richtig, dass ein vorliegendes GMA-Gutachten im Falle einer Realisierung des Vorhabens Umsatzverschiebungen innerhalb Kevelaers prognostiziert – diese betreffen jedoch überwiegend den neuen EDEKA-Markt des gleichen Betreibers am Antwerpener Platz. Nachteilige Auswirkungen auf andere Märkte, insbesondere die zentrumsnahe Nahversorgung durch REWE und NORMA sind demnach eher unwahrscheinlich“, heißt es, zumal beide genannten Standorte durch die dortigen, eingangs erwähnten Vorhaben eine „konkurrenzfähige Aufwertung“ erfahren sollten.
„Die KBV- und CDU-Fraktion wollen daher die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen bzw. erhalten, dass im Rahmen einer ganzheitlichen Überplanung des Standortes an der Feldstraße dort auch die Ansiedlung eines weiteren Fachhandels möglich ist, ohne dass diesem Vorgaben zum Warensortiment gemacht werden müssen. Eine Umnutzung des vorhandenen EDEKA-Gebäudes durch Verlagerung bestehenden Einzelhandels erscheint mit Blick auf das Gesamtkonzept „Entwicklung an der Feldstraße“ schlüssig und sinnvoll. Wir setzen uns dafür ein, dass bestehende verwaltungsrechtliche Hürden, die die angedachte Entwicklung des in Rede stehenden Areals verhindern oder verzögern, beseitigt werden. Dazu sollen Investor, Stadtverwaltung und übergeordnete Genehmigungsbehörden möglichst einvernehmlich und zielgerichtet Lösungswege umsetzen.“
„Aent Vorst“
Bezüglich der Erschließung des Gewerbegebietes „Aent Vorst“ über die Feldstraße wollen KBV und CDU „eine ausreichend dimensionierte Grundstücksfläche (…) gesichert wissen.“ Die Zuwegung solle der Straße zum Gewerbering zwischen VW-Sürgers und Mitsubishi Kamps in der „Dimension und ihrem Charakter“ entsprechen. „Unverzüglich“ sollten dazu „sämtliche verwaltungsrechtlichen Schritte“ eingeleitet werden, damit entsprechende Grundstücke erworben und die Zuwegung realisiert werden könne.
In ihrer Aufstellungsversammlung hat die Kevelaerer Bürgervereinigung die Kandidaten für die 17 Wahlbezirke und die Reserveliste gewählt. In den Wahlbezirken kandidieren:
Wahlbezirk 1 (Kevelaer Mitte): Günther Krüger, Wahlbezirk 2 (Kevelaer Nord) Hans Maas, Wahlbezirk 3 (Kevelaer Nord): Jan Ehren, Wahlbezirk 4 (Kevelaer West): Helmut Komorowski, Wahlbezirk 5 (Kevelaer West): Gottfried Winkels, Wahlbezirk 6 (Kevelaer Süd): Frank Jakobs, Wahlbezirk 7 (Kevelaer Süd): Carina Daniels; Wahlbezirk 8 (Kevelaer Süd): Paul Verheyen, Wahlbezirk 9 (Kevelaer Ost): Johann Peter van Ballegooy,
Wahlbezirk 10 (Kevelaer Twisteden): Daniel Nowotnick, Wahlbezirk 11 (Kevelaer Twisteden): Horst Kuhrt, Wahlbezirk 12 (Kevelaer Wetten): Hanni Stepholt, Wahlbezirk 13 (Kevelaer Wetten): Inge Steeger, Wahlbezirk 14 (Kevelaer Winnekendonk): Heinz Melzer, Wahlbezirk 15 (Kevelaer Winnekendonk): Walter Roelofs, Wahlbezirk 16 (Kevelaer Winnekendonk): Michael Verhaagh und Wahlbezirk 17 (Kevelaer Kervenheim): Siegfried Pathe.
Foto: privat
Nach der Vorstellung der beiden Bürgermeisterkandidaten Mario Maaßen und Dr. Dominik Pichler hat sich die Kevelaerer Bürgervereinigung e.V. (KBV) nach einer ausführlichen Diskussion mehrheitlich für die Unterstützung des amtierenden Bürgermeisters ausgesprochen. Ausschlaggebend für die Entscheidung der KBV für Pichler war die Bewertung seiner Arbeit in den vergangenen Jahren.
„Seinem Versprechen, ein überparteilicher Bürgermeister zu sein, ist er weitgehend nachgekommen. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren, war die Zusammenarbeit fair und von gegenseitigem Respekt getragen“, heißt es seitens der KBV. Vorschläge und Anträge der anderen Fraktionen hätten früher kaum eine Chance gehabt. Aufgrund der fehlenden eigenen Mehrheit des Bürgermeisters sei dies in den vergangenen Jahren anders gewesen und habe dazu geführt, dass Dominik Pichler alle Fraktionen stärker in die Entscheidungsfindung einbinden musste, so die Bürgervereinigung. „Damit waren einsame Entscheidungen früherer Bürgermeister oder der damaligen Mehrheitspartei nicht mehr möglich. Dies war – und kann auch in den kommenden fünf Jahren – ein deutlicher Gewinn für demokratische Entscheidungen im Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer sein“, so die KBV weiter.
In diesem Zusammenhang dürfe nicht unerwähnt bleiben, dass die CDU lange Zeit keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten habe aufstellen wollen, weil man mit der Arbeit des amtierenden Bürgermeisters durchaus zufrieden gewesen sei. Dies sei erst in der Aufstellungsversammlung Anfang des Jahres geändert worden, was zum Ausscheiden des CDU-Fraktionsvorsitzenden Paul Schaffers aus dem Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer geführt habe, führt die KBV weiter aus.
Die Kevelaerer Bürgervereinigung unterstützt die Tafel Kevelaer und spendete rechtzeitig vor deren Wiedereröffnung FFP2-Schutzmasken.
Ins Leben gerufen wurde die Kevelaerer Tafel im Juni 2005, konnte aber nur als Zweigstelle der Gelderner Tafel ihre Arbeit verrichten. Seit März 2009 ist die Tafel Kevelaer e.V. ein selbständiger eingetragener Verein und Mitglied im Bundesverband Tafel Deutschland e.V.
Die Gruppe der Fahrer und Lebensmitteleinholer besteht aus vielen ehrenamtlichen Helfern.
Die Lebensmittel werden an vier Tage in der Woche bei Discountern, Supermärkten, Bäckereien und Kartoffelbauern in zwei Teams nach einem festen Tourenplan eingeholt. Im Tafelladen hinter der Begegnungsstätte an der Bury-St.Edmunds-Straße wird die Ware auf Haltbarkeit und Frische geprüft, sortiert, portioniert und zur Abgabe vorbereitet. Jede helfende Hand ist willkommen.
Der Leitsatz der Tafel lautet: „Bediene deine Kunden niemals mit Lebensmittel, die du selbst nicht essen würdest.“ Die Räumlichkeiten und hygienischen Bedingungen der Tafel Kevelaer werden regelmäßig durch den Kreis Kleve überprüft.
Die ständigen Kosten der Tafel Kevelaer sind nicht unerheblich, Kfz-Kosten, Lagermiete, Versicherungen, Strom- und Heizungskosten werden aus Spendengeldern bestritten. Die Tafel erhält für ihre Arbeit keine öffentlichen Zuwendungen.
Auch die kleinste Spende ist daher sehr willkommen und wird von der Tafel Kevelaer gern entgegengenommen. Der Vorsitzende der Kevelaerer Tafel, Rainer Morawietz (links) nahm die Masken dankend von Gottfried Winkels (Stv. KBV-Geschäftsführer -und sachkundiger Bürger) und dem stellvertretenden Vorsitzenden Paul Verheyen (rechts) entgegen.
Foto: privat
Im Februar hatten die Kevelaerer Grünen beantragt, zehn unbegleitete Flüchtlingskinder aus Griechenland in der Wallfahrtsstadt aufzunehmen. CDU und KBV wiesen das damals ab, vor allem mit Verweis auf die Zuständigkeit der Bundesregierung, die dafür nicht die Voraussetzungen geschaffen habe. Jetzt stellen die Grünen erneut einen ähnlichen Antrag – diesmal ohne den expliziten Verweis darauf, diese Kinder über die normalen Quoten hinaus und damit auf Kevelaerer Kosten aufzunehmen. Zudem haben im März die Bundesregierung und weitere EU-Länder die Vereinbarung zur Aufnahme von 1500 Kindern getroffen, davon mindestens 350 in Deutschland. Deshalb könnte diesmal mit einstimmiger Zustimmung zu rechnen sein.
Tatsächlich läuft die Aufnahme in Deutschland bereits. 47 unbegleitete Kinder wurden nach zweiwöchiger Quarantäne in Niedersachsen auf die Bundesländer verteilt – zwei davon auf NRW. Entsprechend verwundert äußert sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Mario Maaßen darüber, „dass der Rat gemäß diesem Antrag etwas beschließen soll, das in der Sache längst geregelt ist.“ Die CDU habe „bereits im März Bundesinnenminister Seehofer angeschrieben und ihm unser Vertrauen in seine Verhandlungstätigkeit ausgesprochen“, und die CDU sei auch über die Aufnahmeverpflichtung hinaus bereit, Flüchtlingskinder aufzunehmen. Es müssten Lösungen für alle minderjährigen Flüchtlinge auf den griechischen Inseln gefunden werden.
Dem von Kritikern der Aufnahme geäußerten Einwand, so manches „Kind“ sei ja praktisch erwachsen, entgegnet Maaßen: „Ich bin sicher, die Verantwortlichen in den Hilfsorganisationen, die mit der Prüfung betraut sind, handeln nicht willkürlich oder fahrlässig. Man wollte zuerst unbegleitete, schwer erkrankte Kinder und insbesondere Mädchen aus der Situation vor Ort befreien, hat aber schnell festgestellt, dass es nur wenige Kinder unter 14 Jahren auf den Inseln gab, auf die diese Kriterien – in welcher Kombination auch immer – zutrafen.“ Für ihn mache es „nicht wirklich einen Unterschied, ob nun ein sechsjähriges Kind oder ein fünfzehnjähriger Jugendlicher Hilfe braucht“.
KBV stimmt für die Aufnahme
Auch Günther Krüger betont als Fraktionsvorsitzender der KBV, dass seine Fraktion zwar gegen den Antrag, aber nicht gegen die Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge gestimmt habe. Für ihn wäre der damalige Antrag nur eine Aufforderung an die Bundesregierung gewesen, tätig zu werden, aber hätte keine tatsächliche Aufnahme zur Folge haben können. Schon damals hatte die KBV erklärt, einer Aufnahme zuzustimmen, sobald die Bundesregierung dafür den Weg frei mache. Da dies nun erfolgt sei, könne seine Fraktion auch einer Aufnahme über die Pflichtzahlen hinaus zustimmen. „Wir werden daher den Bürgermeister bitten, eine entsprechende Beschlussvorlage seitens der Verwaltung für die kommende Ratssitzung vorzulegen, der wir dann entsprechend meiner Stellungnahme in der 37. Ratssitzung zustimmen werden“, versichert Krüger gegenüber dem KB.
Die Stadtverwaltung schätzt die Kosten je unbegleitetem Flüchtlingskind aus der Erfahrung auf etwa 50.000 Euro pro Jahr. Solange die Aufnahmequote der Stadt nicht erreicht ist, würden diese Kosten durch das Land NRW erstattet. Bei freiwilligen Aufnahmen darüber hinaus müsste Kevelaer die Kosten selbst tragen.
Bürgermeister Dominik Pichler hatte im Februar für den Antrag der Grünen geworben. Dem KB sagte er: „Ich habe die Hoffnung, dass nun – bei veränderter Haltung der Bundesregierung zum Thema – eine Ratsmehrheit dem Antrag folgen kann.“
Gemeinsam mit dem ADFC lud die KBV in der vergangenen Woche zum Stammtisch ein. Eckehard Lüdke vom Allgemein Deutschen Fahrrad-Club stellte das Konzept des Clubs für Kevelaer vor. Ziel sei es, die Wallfahrtsstadt zur „Fahrradhauptstadt am Niederrhein“ zu machen. Dabei sei es dem Verein wichtig, das Fahrradfahren komfortabler zu gestalten, so dass es keine „Strapazen für Körper und Geist“ darstellt. Lüdke wies darauf hin, dass der ADFC die Rezepte „liefere“, die nun von den Politikern und Bürgern Kevelaers „gekocht“ werden sollen.
Der Kreisverband Kleve des ADFC hat sich einige Verbesserungsvorschläge einfallen lassen, um in der Wallfahrtsstadt mehr Sicherheit für Fahrradfahrer zu gewährleisten. Dazu hat der Verband eine Analyse zum Status quo angefertigt und äußert Kritik. So sei zum Beispiel die bauliche Beschaffenheit der Fahrradwege schlecht und mache somit das Fahrradfahren unsicher. Außerdem erläuterte Lüdke das Fahrradparkproblem an Schulen oder am Bahnhof in Kevelaer, dabei sei es gerade da wichtig, das Fahrradfahren zu fördern, weil diese Orte meist von Schülern genutzt würden, die dann keinen Ort zum Abstellen des Fahrrads fänden.
„Was sich sieht, fährt sich nicht um“
„In den jungen Menschen sehen wir die Verkehrsteilnehmer von heute und morgen“, erklärt Lüdke. „Sie sollen wissen, dass das Fahrrad kein Zweit- oder Drittverkehrsmittel ist.“ Des Weiteren sei die Stadtteilverbindung zum Teil mangelhaft und unattraktiv. Dabei betrachtete Lüdke vor allem die Kreuzung von der B9 und der Rheinstraße. In den Verbesserungsvorschlägen orientierte sich der Kreisverband vor allem an der Verkehrslage in Nimwegen. Fahrradfahrer hätten dort mehr Einsicht in den Verkehr und dies vermittle ihnen Sicherheit. „Was sich sieht, fährt sich nicht um“, stellt Eckehard Lüdke fest.
Außerdem fordert der Kreisverband Kleve mehr „Fahrradstraßen“, die Trennung von Fußgängern und Fahrradfahrern auf einem Weg und Fahrradbeauftragte. Diese sollen sich um eine angemessene Finanzausstattung des Fahrradverkehrs kümmern und diesen durch PR Kampagnen fördern. Lüdke wies auch auf die bevorstehende „Fahrradpause“ am 26. April hin. Er möchte sich das Engagement der Stadtverwaltung und der Parteien sichern, um das Fahrradfahren in Kevelaer in Zukunft zu erleichtern.
Anschließend an die Präsentation fand eine offene Diskussionsrunde statt, in der die circa 20 Anwesenden Fragen stellen und Kritik äußern konnten. Ergebnis der Diskussion war der ausdrückliche Wunsch nach einem Generalplan, um Veränderung anzustreben, und der Einsatz von Fahrradbeauftragten. Die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Kevelaer, Dr. Nina Jordan, wies darauf hin, dass das subjektive Fahrgefühl eine große Rolle spiele. Der Anfang des Denkens müsse beim schwächsten Mitglied, wie Senioren und Müttern mit Kinderwagen sein.
Athena Riegel