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Johannes Rath war mit seiner Drehorgel im Katharinenhaus zu Gast

Uraufführung des Heimatliedes

Die Bewohner*innen des Katharinenhauses in Winnekendonk durften in der Vergangenheit ja bereits des Öfteren in den Genuss musikalischer Darbietungen kommen. Was nun in dieser Woche im Garten des Seniorenheims wartete, fiel aber doch etwas aus der Reihe.

Klangzauber für den Sinnesgarten im Katharinen-Haus

Seit kurzem gibt es mit dem großen Klangspiel ein besonderes Highlight für die Bewohner und Besucher des Katharinen-Hauses (Caritasverband Geldern-Kevelaer) in Winnekendonk. Zu finden ist dieses im Sinnesgarten, der die Wahrnehmung der Besucher in besonderen Maße stärken und inspirieren soll. Angefertigt wurde das Instrument vom Gitarren- und Geigenbauer Jens Towet und seiner Praktikantin Christin Burger.

Es brauchte nicht lange, dass die Betreuungskraft Monika Behrens den Instrumentenbauer, der sonst mit Xylophonen und Glockenspielen eher weniger in Berührung kommt, dafür begeisterte, diese Idee für das Katharinen-Haus umzusetzen. Er entwarf nicht nur das Klangspiel, sondern baute, installierte und stiftete es dem Seniorenhaus. Über 20 Stunden Arbeit stecken im Instrument, das sich aus einem Röhrenglockenspiel und Klangstäben aus Eschenholz zusammensetzt.

„Neugierig haben die ersten Heimbewohner das Klangspiel schon ausprobiert. Es lädt einfach zum Musizieren ein“, freut sich Behrens. „Auch aus einem Rollstuhl heraus ist das Instrument gut erreichbar.“ Markus Kremer, Bereichsleiter Stationäre Pflege des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer: „Uns herzlicher Dank gilt Jens Towet. Denn Bewohner und Mitarbeitenden des Katharinen-Hauses freuen sich sehr über die lebendige und klangvolle Bereicherung des Gartens.“

Harmonische Klänge im Katharinenhaus

An Fronleichnam gab es für die Bewohner des Katharinenhauses in Winnekendonk ein Ständchen der besonderen Art. Denn die Musik, die an diesem Tag durch den Garten des Seniorenheims klang, ist zweifelsohne nichts, was wir täglich im Radio oder aber bei Auftritten der zahlreichen Kevelaerer Musikkapellen hören. Zu Gast war der Mundharmonikaclub Kervenheim. Die Musiker wollten in Corona-Zeiten etwas Gutes tun und spielten daher ehrenamtlich für die Senioren, die sich an diesem sonnigen Nachmittag in Gruppen mit ausreichendem Abstand im Garten der Einrichtung platzierten.

In einer Sache waren sich die Mitglieder des Mundharmonikaclubs einig: Man muss erst wieder reinkommen. Denn Proben hat es in der vergangenen Zeit Corona-bedingt nicht gegeben. Nach längerer Spielpause hatten die Musiker dann in Winnekendonk die Möglichkeit, unter Beweis zu stellen, dass die Talente noch längst nicht eingerostet sind.

„Ganz große Klasse“

Lieder wie „Mary Lou“, „Der Junge mit der Mundharmonika“ und „Morning has broken“ sorgten für wippende Füße, verhaltenes Mitsingen und reichlich Applaus bei den Zuschauern. Auch wenn es für diesen Auftritt keine Gage gab – Zurufe wie „Ganz große Klasse“, „Note 1“ und „Super!“ waren für die leidenschaftlichen Musiker augenscheinlich Lob genug.

Claudia Püschel vom Sozialen Dienst des Katharinenhauses zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Programms und glücklich über das Angebot der Musiker. „Musik macht viel mit den Menschen“, betonte Püschel. Daher war der Fronleichnams-Auftritt auch keine einmalige Sache. Unter anderem mehrere Auftritte des Musikvereins Winnekendonk durften die Bewohner der Einrichtung bereits genießen und kürzlich war sogar die a-cappella-Gruppe „Basta“ zu Besuch.

Musikevent mit Abstand

Einige der Heimbewohner des Katharinenhauses in Winnekendonk standen mit den Rollstühlen auf dem abgesperrten Bereich vor der Pflegeeinrichtung. Diejenigen, die sich wegen Corona nicht trauten oder aus körperlichen Gründen nicht konnten, saßen an den Fenster und verfolgten das, was sich vor ihrer Haustür da abspielte.

Ein Mischpult und zwei Akustik-Boxen wiesen darauf hin, dass sich in der kommenden Stunde etwas Klangtechnisches abspielen würde. Und das Transparent an der Häuserwand war die eindeutige Erklärung: „Basta ist im / vorm Katharinenhaus… Herzlich willkommen.“

Tatsächlich stand das bundesweit seit Jahrzehnten bekannte a-cappella-Quintett – bestehend aus William Wahl, Arndt Schmöle, Werner Adelmann, René Overmann und Mirko Schelske – abseits der Wegfläche auf dem Hausrasen und wartete nur auf den Einstieg.

„Frau Püschel hat es möglich gemacht, die ist im Fanclub, der größte Fan dieser Band“, sagte Steffi Schleicher vom Hospizdienst als eine der begeisterten Zuschauer auf Abstand. „Ich finde das super. Das ist für die Bewohner so eine Aufregung und eine Möglichkeit, was außerhalb dieser ganzen Corona-Geschichte zu erleben. Ein richtiges Event.“

Vor dem ersten Ton ließ es sich die Leiterin des Sozialen Dienstes und bekennender „Basta“-Fan nicht nehmen, die Zuschauer und Künstler zu begrüßen. „Wir haben einige Projekte gemacht zum Thema ‚Basta‘“, bezog sie sich auf einen Film, eine Ausstellung, Konzertbesuche und die beiden Videos zu den Basta-Songs „Reggaeton im Altersheim“ und „Personal Trainer.“

Einige „Schauspieler“ aus dem Haus – darunter auch der „DJ“ und „Trainer“ Heinz Walters – verfolgten das Geschehen. „Und dann kam Corona – und dann war nichts mehr so schön. Aber heute bin ich ganz froh, dass Corona da ist – weil heute ist ‚Basta‘. Und die sollen heute für Spaß sorgen.“

Danach betraten William Wahl und Co. die „Freiluftbühne“. „Das ist ein sehr außergewöhnlicher Auftritt – zum einen, weil wir nicht wie die letzten 20 Jahre ‚Guten Abend‘ sagen dürfen und es Nachmittag ist. Und dazu kommen noch andere Dinge, die besonders sind. Wir freuen uns, hier zu sein.“ Dann stiegen die fünf Sänger mit „New-York-Rio-Gütersloh“ rhythmisch-schwungvoll in das Programm ein. Und Wahl bekannte: „Das ist eine Riesenüberraschung, keine Fehler zu machen. Wir haben uns acht Wochen nicht mehr gesehen, das ist das erste Lied seit Anfang März und es hat alles funktioniert – bis jetzt.“ Danach boten die Fünf ein kurzweilig-unterhaltsames Programm – von „Zu spät“ über das textlich-selbstironische „Laktosetolerant“, wo der Tontechniker während des Songs einmal Batterien wechseln musste.

René Overmann konnte bei der angedeuteten Tanzeinlage bedauerlicherweise sein Gleichgewicht nicht halten – was Band und Publikum mit Gelächter quittierten. Anschließend brillierte er als Hauptstimme bei „Wild thing“, legte zum Anheizen des Publikums eine wilde Laufrunde um die Hecke und entlang des Absperrbandes hin.
Wahl dankte am Ende des „offiziellen Teils“ für den Humor, den die Bewohner an den Tag gelegt hatten, um die Videos zu den beiden Songs zu drehen – deshalb auch der Auftritt, den die Gruppe ohne einen einzigen Cent Gage bestritt.

Mit „Reggaeton im Altersheim“ und den Zeilen „Scheiß auf den Schlaganfall, scheiß auf die Arthritis / Weil das hier so ein endgeiler Beat ist“ bedankten sie sich nochmal musikalisch. Damit war aber noch nicht Schluss, denn der Applaus des Publikums motivierte die Jungs. Mit ihrer Helikopter-Elternhilfe-Version des ABBA-Klassikers „Chiquitita“ („Schicke Kita“) und dem Grönemeyer-geknödelten Rosenberg-Song „Sie gehört zu mir“ sorgten sie für feuchte Augen und zuckende Füße.

Freiwillige Gage

Von Hausleiterin Sabine Vohwinkel, die gestand, die Band vor den ganzen Aktionen noch nicht gekannt zu haben („Aber ich bin ganz begeistert“), gab es zum Dank einen Umschlag mit einer kleinen, zusammen gesammelten „Gage“. Den gab William Wahl an den Totechniker Nicolai Plier weiter, der extra aus Hannover gekommen war – nicht ohne den unernst-humorvollen Hinweis: „Den bewahrst Du erst mal für uns auf.“

Zum Abschluss gab Werner Adelmann bei „Personal Trainer“ liegestützemachend nochmal alles, ehe er seine Freude über die Stunde zum Ausdruck brachte. „Das war eine tolle Sache, das machen wir gerne für das Katharinenhaus“, sagte der Sänger. „Das war eine Win-Win-Situation für alle – und für uns ein tolles Wiedererwachen. Denn wir haben ja gar keine Auftrittsmöglichkeit im Moment. Und das ist ja der Job, von dem wir leben.“

Besinnliche Weihnachtsfeier im Katharinenhaus

Als die neue Heimleiterin des Katharinenhauses, Sabine Vohwinkel, vorsichtig an der weißen Tür klopfte, um zu sehen, ob er schon da ist, erschien er vor den Augen der Bewohner: der Weihnachtsmann. Er war tatsächlich gekommen, um in Begleitung eines Engels den Menschen, die in der Einrichtung leben, ein paar Geschenkpräsente und -pakete persönlich zu überreichen.

Hildegard Melzer und Melanie Plesshoff waren in die Kostüme geschlüpft, um den Bewohnern der Einrichtung eine richtig schöne Freude zu machen, was – zu erkennen an erfreuten Gesichter und positiven Reaktionen – gelang. „Das ist eine Bereicherung, für die Menschen, hier was tun zu können“, meinte der „Engel“ sichtlich berührt. Das Auftreten des Duos bildete den Höhepunkt der Feierlichkeiten im Katharinenhaus, die sich in diesem Jahr ein wenig anders darstellten als in den Jahren zuvor.

Die Figur des Weihnachtsmanns kam bei den Bewohnern gut an. Foto: AF

„Wir wollten eine „bewegte“ Weihnachtsfeier machen“, erläuterte Vohwinkel den Ansatz, die Feier „nicht in einem Raum zu führen, wo man zwei Stunden miteinander zusammen sitzt“, sondern das Ganze „einfach etwas zu entzerren, lockerer und damit ein gutes Stück schöner und entspannter zu machen.“ Dementsprechend hatten Personal und Bewohner den Durchgangsflur mit schönen weihnachtlichen Dekorationen verziert. Und eine Art kleiner Weihnachtsmarkt mit Holzarbeiten, Kerzenschalen und Marmeladen regte die Besucher zum Stöbern an.

Deko zum Frühling und Winter

„Das ist eine richtige Begehung, die man hier machen kann“, staunte Pastor Manfred Babel als Besucher des Nachmittags nicht schlecht. Liz Kamps aus Kevelaer hatte auf Holz und auf Kacheln winterliche und frühlingshafte Motive zur Eingangs-Dekoration ausgestellt. „Ich mache das erst seit einem Jahr und hab mir überlegt, mal mit einem Stand herzukommen“, erzählte sie.

Eine große Krippenlandschaft war zu entdecken, zwei Bewohnerinnen lasen wunderschöne Weihnachtsgeschichten wie „Keine perfekte Weihnacht“ vor. „Inzwischen finde ich einen perfekten Weihnachtsbaum genauso langweilig wie perfekte Menschen. Die Macke macht meinen Baum einmalig, ja sogar sympathisch“, lautete da die Grundbotschaft.

Die Weihnachtsfeier wurde zu einem geselligen Miteinander. Foto: AF

Im hinteren Flur bastelten Verena Reffeling und Silke Schulmann Holzengel, Tischdeko und Betonsterne für die Bewohner. Und an der Theke wirbelten Sozialarbeiterin Claudia Püschel und ihr Team, um die Bewohner und Angehörigen mit Kaffee, Kuchen und Waffeln zu versorgen. „Glühwein mit Schuss geht auf jeden Fall besser“, stellte Alexandra Melzig fest, die mit einem großen Bottich und Gläsern etwas abseitig an einem Tisch mit dem köstlichen Getränk stand. Die Ehrenamtlerin Monika Pipiale bekam für ihr Engagement von der Heimleitung abseits des Trubels einfach mal einen Blumenstrauß überreicht. „Hier in der Küche ist immer Stimmung und Leben“, freute sich die 75-Jährige sehr über die unverhoffte Überraschung.

Bewohnern und Besuchern gefiel jedenfalls diese besondere Weihnachtsfeier. „Ist locker und nicht so steif“, fand die 85-jährige Bewohnerin Lieselotte Dittl. Und Stefan Janssen, der seine Mutter besuchte, meinte: „Es gibt was zu sehen, was zu kaufen und zu erleben. Das ist toll für die alten Leute hier.“

Ein Abo fürs Katharinenhaus

Die Bewohner des Seniorenheims Katharinenhaus in Winnekendonk haben nun seit einigen Wochen jeden Donnerstag noch einen Grund mehr, sich auf das Frühstück zu freuen.

Nicht nur, dass es seit einiger Zeit neuerdings morgens und abends ein Buffet zum Selbstbedienen gibt – dank des Engagements einer Angehörigen liegen nun jeden Donnerstag auch zwei Exemplare des Kevelaerer Blattes in der Einrichtung bereit.

Dass dieses Jahresabo zustande kam, haben alle Beteiligten vor allem Edeka Brüggemeier zu verdanken. Andre Spittmann, Marketingleiter bei Edeka Brüggemeier, erzählt, dass für das Unternehmen sofort klar gewesen sei, dem Seniorenheim ein Jahresabo zu sponsern, als die Anfrage der Angehörigen eines Bewohners kam. So sollen die Bewohner „einfach die Möglichkeit haben, über die Geschehnisse in Kevelaer und Umgebung zu erfahren“, meint Spittmann, der vor 18 Jahren in diesem Hause seinen Zivildienst abgeleistet hat.

Sabine Vohwinkel, Leitung im Katharinenhaus, ist von der Aktion begeistert: „Das ist natürlich toll, wenn die Bewohner die Informationen bekommen, was hier so los ist außerhalb des Hauses. Es ist eine Bereicherung.“

Die 40 Bewohner des Hauses nehmen die Zeitungen gut an. Irgendwann wanderten die beiden Exemplare von Zimmer zu Zimmer, „die Bewohner nehmen die sich dann mit“, lacht die Hausleitung. Gerade weil das Angebot einen solchen Anklang bei den Bewohnern findet, ist die Freude groß, als Andre Spittmann verkündet, dass es nicht bei diesem Jahresabo bleiben soll. „Das kann gerne eine jahrelange Institution werden.“

Partystimmung bei den „YouTubern“ im Katharinenhaus

Wenn DJ Ingo zur Party ruft, dann sind die Bewohner des Katharinenhauses in Winnekendonk nicht mehr zu halten. Gehhilfe und Rollator werden flugs in die Ecke geschoben, sogar der Bingo-Abend wird ignoriert. Sobald der „Reggaeton im Altersheim“ von der Gruppe „basta“ im Seniorenheim ertönt, schwingen die Bewohner ihre Hüften und bewegen sich im Rhythmus des Beats. Vergessen sind Demenz, Arthritis und selten gewordener Besuch. Mehr noch: Pure Lebensfreude macht sich unter den Bewohnern breit.

Diese Party- und Lebensfreude der Katharinenhausbewohner kann man seit einigen Wochen auf „You Tube“ in einer viereinhalbminütigen Filmsequenz miterleben. Als Claudia Püschel, Mitarbeiterin im sozialen Dienst, auf die Idee kam, zum Musiktitel „Reggaeton im Altenheim“ gemeinsam mit den Bewohnern einen Filmmitschnitt zu machen, waren diese sofort Feuer und Flamme. „Einige fingen sofort an zu tanzen“, erinnert sich Claudia Püschel, die umgehend die Zustimmung der Hausleitung, Sabine Vohwinkel, erhielt. Auch Hobbyfilmer Winfried Rüth stand sofort mit seiner Kamera zur Stelle.

Da die Bewohner des Katharinenhauses schon Dreherfahrungen besaßen, (im Hause wurden bereits die Kurzfilme „Glück“ und „Im nächsten Leben“ gedreht), verliefen die Dreharbeiten nahezu reibungslos. Fehlende Starallüren der etwa 20 Darsteller machten es dem Drehteam zusätzlich entsprechend leicht.

In drei Tagen alle Szenen im Kasten

„Ja, das war schon echt beeindruckend, innerhalb von drei Tagen hatten wir alle Szenen im Kasten“, berichtet Claudia Püschel, die zum Film die Regie führte. Gekonnt schlüpften die Senioren-Schauspieler im Alter von 80 bis 97 Jahren während der Dreharbeiten in ihre vorgesehenen Rollen und spielten jede Szene des Liedes nach.

Die Bewohner hatten viel Spaß beim Dreh. Foto: Rüth

Die Darsteller Wilma Schilling, Elfriede Will, Piet Ingenpaß, Lieselotte Dittll, Werner Heymich, Maren Hermkens, Katharina Hoverath, Marlies Glittenberg, Elisabeth Billen, Elisabeth Bottler, Heinrich Halman, Therese Kerstens, Hildegard Schöber, Uwe König, Renate Jerke, Jacob van Afferden, Hannelore Kensy und Margarete Melzer agierten völlig entspannt vor der Kamera. Jede Szene, sei es der Frisörbesuch, das Auftragen des unwiderstehlichen Chanelduftes, das Einsetzen der Dritten oder das Wippen des Raucherbeins, wurde von den Seniorenschauspielern professionell umgesetzt.

Statt Kamillentee gab es Eierlikör. „Die Szene mit dem Eierlikör mussten wir allerdings mehrfach drehen“, verrät Claudia Püschel mit einem Schmunzeln. „Wir können uns gar nicht erklären warum“, fügt die Hausleitung mit einem Augenzwinkern hinzu. Allen Beteiligten machte dieses Projekt einfach nur Spaß. Für viele Senioren öffnet sich mit Musik ein Tor zu einer anderen Welt. „Dann werden Erinnerungen wachgerufen, Erinnerungen an eine Zeit, in der viel getanzt wurde…“, erklärt Claudia Püschel.

„Es war ein tolles Projekt – es war wunderbar zu erleben, wie Bewohner in ihren Rollen aufgingen, tanzten und Spaß hatten“, beschreibt die Seniorenbegleiterin ihre jüngste Aktion. Den Alltag der Senioren füllte sie mit diesem Projekt mit Leichtigkeit und Freude. Und manchmal, wenn DJ Ingo seinen Beat aufdreht, dann sieht man, wie die Senioren ihre Tablettenschachteln durch die Luft wirbeln, anfangen im Rhythmus zu wippen und einfach nur Spaß haben. Spaß beim „Reggaeton im Altenheim“! 

Hier klicken, dann geht es zum Video, unbedingt anschauen und vor allem hören.

Lustiger Besuch im Katharinenhaus

In Deutschland gibt es zunehmend mehr professionelle Clowns, die regelmäßig kleine Patienten in Kinderkrankenhäusern, alte Menschen in Heimen oder geriatrischen Einrichtungen, schwerkranke erwachsene Patienten im Krankenhaus und auf Palliativstationen, sowie behinderte Menschen in therapeutischen Einrichtungen besuchen. So jetzt auch im Katharinenhaus in Winnekendonk, einer Senioreneinrichtung der Caritas-Gesellschaft gemeinnützige GmbH.
Lachen verbindet und weckt die Lebensgeister: Das Lachen mit den Clowns vertreibt für ein paar Augenblicke Ängste und Sorgen und stärkt den Lebensmut. Die Klinikclowns bringen Leichtigkeit, Heiterkeit und Fantasie in den Alltag, vertreiben Ängste und Sorgen.
Ulrike Simon und Michael Westermeier aus Münster sind als Konrad und Valentina im Katharinenhaus schon alte Bekannte, denn schon seit sieben Jahren besuchen sie regelmäßig die Bewohner und haben sich schon mit vielen angefreundet.
„Innerwheel“, eine Unterabteilung der „Rotarier Geldern“ mit Frau Romy Werner, machen durch ihre Spende den Auftritt immer wieder möglich.
Nach einigen kleinen Zaubertricks (mit viel „Maggi“ aus der Flasche) und Seifenblasen, die lustig über die Köpfe der anwesenden Bewohner hinwegtanzten, wurden ein paar Lieder im Kanon gesungen. „Froh zu sein bedarf es wenig“, „Es tönen die Lieder“ und „Bruder Jakob“ erklangen fast so wie von einem eingeübten Meisterchor.
Zwei Bewohner hatten sich eine rote Nase aufgesetzt und zeigten so, dass der Auftritt von Konrad und Valentina eine willkommene „Visite“ war. Aber auch die anderen Gäste der Vorstellung auf der Terrasse ließen immer wieder durch ihr Mitmachen erkennen, wie schön sie den Besuch der Muntermacher fanden.
Dass die zwei Klinikclowns sich auf einem Sonntag auf den weiten Weg von Münster nach Kevelaer gemacht hatten, war jedoch einem besonderen Anlass geschuldet. Ihr größter Fan, Frau Elisabeth Braun, wurde an diesem Tag 100 Jahre alt. Sie erhielt eine Privatvorstellung beziehungsweise eine freundschaftliche Geburtstags-Vorstellung in ihrem Zimmer. Denn Valentina und Konrad sind in den Jahren zu guten Freunden geworden und hatten es sich nicht nehmen lassen, zum Ehrentag anwesend zu sein.