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Beate Elber-Kautz stellt ihre Kunst im Katharinenhaus aus. Foto: Caritasverband Geldern-Kevelaer
Beate Elber-Kautz stellt ihre Kunst im Katharinenhaus aus

Farbenfrohe Ausstellung

Großformatige Werke der Künstlerin Beate Elber-Kautz können in den nächsten Wochen in der Cafeteria des Katharinen-Hauses bewundert und erworben werden.

Krippenbauer Adele und Peter Prascsik präsentieren ihre Figuren. Foto: nick
Krippenbauer Adele und Peter Prascsik teilen ihr Werk

Wertvolle Krippe für das Katharinenhaus

Eine wunderschöne Krippe steht im Katharinenhaus und kann von den Bewohnerinnen und Bewohnern bewundert werden.

Machten die Aquarellausstellung im Winnekendonker Katharinenhaus möglich (von links): Monika Deselaers vom sozialen Dienst, Renate John, Marion Wellesen, Doris Gros, Martine Phillips, Renate Pietrzyk und Dietmar Höllger. Auf dem Bild fehlt Heidi Lemke. Foto: FG
Sechs Künstlerinnen und ein Künstler zeigen ihre Aquarellbilder im Winnekendonker Katharinenhaus

Eigensinniges Zusammenspiel

Aquarelle machen was sie wollen, meint Renate John: „Das Zusammenspiel des Papiers, der Farben und dem Wasser hat seine Eigenheiten.“ Was die Geldernerin und die Teilnehmerinnen (und ein Teilnehmer) ihres Aquarell-Malkurses dennoch in den vergangenen rund 25 Jahren zu Papier bringen konnten, stellen sie seit vergangenen Donnerstag im Winnekendonker Katharinenhaus aus.

Die Hundeshow begeisterte. Foto: Caritasverband Geldern-Kevelaer
Der Zirkus Liason gastierte im Senioren-Haus der Caritas.

Zirkus im Katharinenhaus der Caritas

Menschen, Tiere, Sensationen: Das alles gab es im Katharinen-Haus.

Ausstellungseröffnung der heimischen Künstlerin Gabriele Schwarz-Lamche

Farbenwelt im Katharinenhaus ausgestellt

Die Künstlerin Gabriele Schwarz-Lamche fühlt sich schon seit vielen Jahren mit dem Katharinenhaus verbunden und möchte mit ihrer Ausstellung zeigen, dass das Leben bunt und voller Farben ist…

Das Katharinenhaus in Winnekendonk sorgt trotz Pandemie für eine besinnliche Zeit der Senior*innen

Weihnachtsstimmung trotz Corona

Weihnachten in Zeiten von Corona: viele Familien sehen sich auch in diesem Jahr vor der Herausforderung, ein besinnliches, aber zugleich sicheres Weihnachtsfest zu gestalten.

Johannes Rath war mit seiner Drehorgel im Katharinenhaus zu Gast

Uraufführung des Heimatliedes

Die Bewohner*innen des Katharinenhauses in Winnekendonk durften in der Vergangenheit ja bereits des Öfteren in den Genuss musikalischer Darbietungen kommen. Was nun in dieser Woche im Garten des Seniorenheims wartete, fiel aber doch etwas aus der Reihe.

Klangzauber für den Sinnesgarten im Katharinen-Haus

Seit kurzem gibt es mit dem großen Klangspiel ein besonderes Highlight für die Bewohner und Besucher des Katharinen-Hauses (Caritasverband Geldern-Kevelaer) in Winnekendonk. Zu finden ist dieses im Sinnesgarten, der die Wahrnehmung der Besucher in besonderen Maße stärken und inspirieren soll. Angefertigt wurde das Instrument vom Gitarren- und Geigenbauer Jens Towet und seiner Praktikantin Christin Burger.

Es brauchte nicht lange, dass die Betreuungskraft Monika Behrens den Instrumentenbauer, der sonst mit Xylophonen und Glockenspielen eher weniger in Berührung kommt, dafür begeisterte, diese Idee für das Katharinen-Haus umzusetzen. Er entwarf nicht nur das Klangspiel, sondern baute, installierte und stiftete es dem Seniorenhaus. Über 20 Stunden Arbeit stecken im Instrument, das sich aus einem Röhrenglockenspiel und Klangstäben aus Eschenholz zusammensetzt.

„Neugierig haben die ersten Heimbewohner das Klangspiel schon ausprobiert. Es lädt einfach zum Musizieren ein“, freut sich Behrens. „Auch aus einem Rollstuhl heraus ist das Instrument gut erreichbar.“ Markus Kremer, Bereichsleiter Stationäre Pflege des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer: „Uns herzlicher Dank gilt Jens Towet. Denn Bewohner und Mitarbeitenden des Katharinen-Hauses freuen sich sehr über die lebendige und klangvolle Bereicherung des Gartens.“

Harmonische Klänge im Katharinenhaus

An Fronleichnam gab es für die Bewohner des Katharinenhauses in Winnekendonk ein Ständchen der besonderen Art. Denn die Musik, die an diesem Tag durch den Garten des Seniorenheims klang, ist zweifelsohne nichts, was wir täglich im Radio oder aber bei Auftritten der zahlreichen Kevelaerer Musikkapellen hören. Zu Gast war der Mundharmonikaclub Kervenheim. Die Musiker wollten in Corona-Zeiten etwas Gutes tun und spielten daher ehrenamtlich für die Senioren, die sich an diesem sonnigen Nachmittag in Gruppen mit ausreichendem Abstand im Garten der Einrichtung platzierten.

In einer Sache waren sich die Mitglieder des Mundharmonikaclubs einig: Man muss erst wieder reinkommen. Denn Proben hat es in der vergangenen Zeit Corona-bedingt nicht gegeben. Nach längerer Spielpause hatten die Musiker dann in Winnekendonk die Möglichkeit, unter Beweis zu stellen, dass die Talente noch längst nicht eingerostet sind.

„Ganz große Klasse“

Lieder wie „Mary Lou“, „Der Junge mit der Mundharmonika“ und „Morning has broken“ sorgten für wippende Füße, verhaltenes Mitsingen und reichlich Applaus bei den Zuschauern. Auch wenn es für diesen Auftritt keine Gage gab – Zurufe wie „Ganz große Klasse“, „Note 1“ und „Super!“ waren für die leidenschaftlichen Musiker augenscheinlich Lob genug.

Claudia Püschel vom Sozialen Dienst des Katharinenhauses zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Programms und glücklich über das Angebot der Musiker. „Musik macht viel mit den Menschen“, betonte Püschel. Daher war der Fronleichnams-Auftritt auch keine einmalige Sache. Unter anderem mehrere Auftritte des Musikvereins Winnekendonk durften die Bewohner der Einrichtung bereits genießen und kürzlich war sogar die a-cappella-Gruppe „Basta“ zu Besuch.

Musikevent mit Abstand

Einige der Heimbewohner des Katharinenhauses in Winnekendonk standen mit den Rollstühlen auf dem abgesperrten Bereich vor der Pflegeeinrichtung. Diejenigen, die sich wegen Corona nicht trauten oder aus körperlichen Gründen nicht konnten, saßen an den Fenster und verfolgten das, was sich vor ihrer Haustür da abspielte.

Ein Mischpult und zwei Akustik-Boxen wiesen darauf hin, dass sich in der kommenden Stunde etwas Klangtechnisches abspielen würde. Und das Transparent an der Häuserwand war die eindeutige Erklärung: „Basta ist im / vorm Katharinenhaus… Herzlich willkommen.“

Tatsächlich stand das bundesweit seit Jahrzehnten bekannte a-cappella-Quintett – bestehend aus William Wahl, Arndt Schmöle, Werner Adelmann, René Overmann und Mirko Schelske – abseits der Wegfläche auf dem Hausrasen und wartete nur auf den Einstieg.

„Frau Püschel hat es möglich gemacht, die ist im Fanclub, der größte Fan dieser Band“, sagte Steffi Schleicher vom Hospizdienst als eine der begeisterten Zuschauer auf Abstand. „Ich finde das super. Das ist für die Bewohner so eine Aufregung und eine Möglichkeit, was außerhalb dieser ganzen Corona-Geschichte zu erleben. Ein richtiges Event.“

Vor dem ersten Ton ließ es sich die Leiterin des Sozialen Dienstes und bekennender „Basta“-Fan nicht nehmen, die Zuschauer und Künstler zu begrüßen. „Wir haben einige Projekte gemacht zum Thema ‚Basta‘“, bezog sie sich auf einen Film, eine Ausstellung, Konzertbesuche und die beiden Videos zu den Basta-Songs „Reggaeton im Altersheim“ und „Personal Trainer.“

Einige „Schauspieler“ aus dem Haus – darunter auch der „DJ“ und „Trainer“ Heinz Walters – verfolgten das Geschehen. „Und dann kam Corona – und dann war nichts mehr so schön. Aber heute bin ich ganz froh, dass Corona da ist – weil heute ist ‚Basta‘. Und die sollen heute für Spaß sorgen.“

Danach betraten William Wahl und Co. die „Freiluftbühne“. „Das ist ein sehr außergewöhnlicher Auftritt – zum einen, weil wir nicht wie die letzten 20 Jahre ‚Guten Abend‘ sagen dürfen und es Nachmittag ist. Und dazu kommen noch andere Dinge, die besonders sind. Wir freuen uns, hier zu sein.“ Dann stiegen die fünf Sänger mit „New-York-Rio-Gütersloh“ rhythmisch-schwungvoll in das Programm ein. Und Wahl bekannte: „Das ist eine Riesenüberraschung, keine Fehler zu machen. Wir haben uns acht Wochen nicht mehr gesehen, das ist das erste Lied seit Anfang März und es hat alles funktioniert – bis jetzt.“ Danach boten die Fünf ein kurzweilig-unterhaltsames Programm – von „Zu spät“ über das textlich-selbstironische „Laktosetolerant“, wo der Tontechniker während des Songs einmal Batterien wechseln musste.

René Overmann konnte bei der angedeuteten Tanzeinlage bedauerlicherweise sein Gleichgewicht nicht halten – was Band und Publikum mit Gelächter quittierten. Anschließend brillierte er als Hauptstimme bei „Wild thing“, legte zum Anheizen des Publikums eine wilde Laufrunde um die Hecke und entlang des Absperrbandes hin.
Wahl dankte am Ende des „offiziellen Teils“ für den Humor, den die Bewohner an den Tag gelegt hatten, um die Videos zu den beiden Songs zu drehen – deshalb auch der Auftritt, den die Gruppe ohne einen einzigen Cent Gage bestritt.

Mit „Reggaeton im Altersheim“ und den Zeilen „Scheiß auf den Schlaganfall, scheiß auf die Arthritis / Weil das hier so ein endgeiler Beat ist“ bedankten sie sich nochmal musikalisch. Damit war aber noch nicht Schluss, denn der Applaus des Publikums motivierte die Jungs. Mit ihrer Helikopter-Elternhilfe-Version des ABBA-Klassikers „Chiquitita“ („Schicke Kita“) und dem Grönemeyer-geknödelten Rosenberg-Song „Sie gehört zu mir“ sorgten sie für feuchte Augen und zuckende Füße.

Freiwillige Gage

Von Hausleiterin Sabine Vohwinkel, die gestand, die Band vor den ganzen Aktionen noch nicht gekannt zu haben („Aber ich bin ganz begeistert“), gab es zum Dank einen Umschlag mit einer kleinen, zusammen gesammelten „Gage“. Den gab William Wahl an den Totechniker Nicolai Plier weiter, der extra aus Hannover gekommen war – nicht ohne den unernst-humorvollen Hinweis: „Den bewahrst Du erst mal für uns auf.“

Zum Abschluss gab Werner Adelmann bei „Personal Trainer“ liegestützemachend nochmal alles, ehe er seine Freude über die Stunde zum Ausdruck brachte. „Das war eine tolle Sache, das machen wir gerne für das Katharinenhaus“, sagte der Sänger. „Das war eine Win-Win-Situation für alle – und für uns ein tolles Wiedererwachen. Denn wir haben ja gar keine Auftrittsmöglichkeit im Moment. Und das ist ja der Job, von dem wir leben.“