Beiträge

Twisteden feierte seinen Umzug und sich selbst

Gut 300 Karnevalsfreunde machten sich von Kevelaer in einem Zug zum Zug auf den Weg, um in Twisteden dem Umzug der Karnevalsfreunde Twisteden zuzusehen oder sogar mitzugestalten.
Begleitet und gesichert wurde der närrische Lindwurm vom Penny Parkplatz, die Walbeckerstraße entlang über Am Grüntal und Am Voorter Dyk bis zur Dorfstraße von mehreren Polizeifahrzeugen. Gut eine Stunde dauerte dieser Vorzug bis die Kevelaerer Jecken ihr Ziel erreichten.
Pünktlich um 14.11 Uhr ging dann der Zug von der Feuerwehrwache aus los. Feuerwehr, KFT Präsidium und Hoppeditz Uwe Ehren führten den Zug an. Mit dabei natürlich Attacke auf ihrem eigenen „Wagen“, der es ihr ermöglichte, den ganzen Zugweg mit dabei zu sein.
Der Musikverein Eintracht Twisteden sorgte mit ihrem „Salon zur Musi“ für den richtigen Ton und feierte dabei gleichzeitig den 95. Geburtstag. KFT Minigarde, der Mäuse zeigten einen „Hühnerhaufen“,und Heinrich Verrieth mit „Flower Power“ sorgte dafür „Die Party geht weiter“.
Burning Mum’s mit „Out of the bottle“ und die Kegeljäger mit „Disney Allerlei“ brachten viel Farbe ins Spiel und Cornelia Claßen und ihre Truppe zeigten, dass eine „Sackbande“ durchaus ansehlich sein kann. Die Wember machten alle „Schotten“ auf, um die Piraten stimmungsvoll einzusetzen und Peter Pan Speedrock stellte zwar die „Volkspunker“, aber es blieb alles friedlich. Der Sauhaufen behauptete zwar mitten im Zug „Ente gut, alles gut“, aber „Die wilden Kerle“ (und wilden Weiber) der Karnevalsjugend Kevelaer KJK machten direkt deutlich, dass es noch weitergeht.
Die Hot Dogs präsentierten eine Zirkuswelt und bei dem Wagen „Keylaer im Wunderland“ von St. Hubertus Keylaer dürften sich alle Zaungäste mit Allice ins Land der laufenden Spielkarten und der „behüteten“ Hasen versetzt gesehen haben. Wie aus dem All teilnehmend stellte Spaceman „Spaceman“ dar und auch der Wilde Westen fehlte dank Daaroom und seinem Westernwagen nicht. Die „Frechen Früchtchen“, eine Fußgruppe vom Club der Geselligen Damen, war sehr brav und verteilte Bröcks und bevor die Malteser das Zugende anzeigten machten noch zwei Wagen des Kardinal-von-Galen-Gymnasium ordentlich Stimmung.
Abi 2018 waren mit „Kabitän Baubähr“ schlau, obwohl sie nach eigenen Angaben immer blau waren und die Q2 KvGG (Abi 2019) machten den Kevelaer Kings Konkurrenz, denn ihre „Abimerican Football“ Mannschaft machte durchaus einen schlagfertigen Eindruck.

In ausgefallenen Kostümen zum Zug nach Twisteden.


An den Straßenrändern standen die zumeist ebenfalls verkleideten Twistedener, aber auch eine große Anzahl an Zuschauern anderer Ortsteile war anwesend. Nach dem Zug trafen sich viele Zugteilnehmer, Zuschauer und Twistedener im Festzelt, wo sofort nicht nur der Kabitän Blaubär, sondern das ganze närrische Volk abfeierte.
Die Mitglieder des KFT hatten einen sehr ansprechenden Zug perfekt organisiert und schon zu später Stunde konnte Vanessa Freienstein vom Jugendamt berichten, dass es keine „Schnapsleichen“ gegeben hätte. Mit zu dem reibungslosen Ablauf haben sicher auch weitere drei Mitarbeiterinnen des Jugendamtes, zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes, 16 Security Impakt Mitarbeiter, 14 Kräfte des Malteser Hilfsdienstes, 19 Beamte der Polizei mit zusammen fünf Wagen und die fleißigen Mitarbeiter des Bauhofs, die nicht nur bei den Vor-, sondern auch bei den Nachbereitungen kräftig mit anfassten.
Twisteden feierte einen bunten Karnevalszug und mit ihnen auch der KCK und des VFR Blau-Gold Kevelaer, der mit seiner Präsidentin Elke Tebartz und zahlreichen Mitgliedern zum Zug gekommen war. Auch Bürgermeister Dominik Pichler soll incognito dem närrischen Treiben seine Aufwartung gemacht haben.
https://www.kevelaerer-blatt.de/karnevalsumzug-in-twisteden/
 

Zwar nass, aber trotzdem jeck

Dass Karneval nicht nur pures Vergnügen darstellt, durften die Winnekendonker Jecken beim Kinderkarnevalsumzug erfahren.
Im Gegensatz zu den Kevelaerern, die am Rosenmontag bei strahlendem Sonnenschein durch die Straßen ziehen durften, hatten die Winnekendonker mit dem Regen zu kämpfen. Viele waren aber so gut präpariert wie das Kinderprinzenpaar Robert I. und Lea I.. Mit Plastikfolie eingedeckt konnten sie während des Zuges auf ihrem Wagen einigermaßen gut geschützt agieren. „Und schlechtes Wetter gibt es für Karnevalisten nicht“, sagte Yvette Lindemans vom AKG Achterhoek.
Niederrheinisch-entspannt sah das auch Ortsvorsteher Hansgerd Kronenberg: „Bei uns sagt man dazu: Du hast den Teller nicht aufgegessen. Dafür leeren wir nachher in der ÖBS die Gläser.“ Insgesamt zehn Wagen und Fußgruppen boten einen bunten Mix aus farbenprächtigen Kostümen. Ob nun „Kleeblatt“, Koch oder Biene-Maja-Grashüpfer, die Zuschauer am Wegesrand bekamen optisch eine ganze Menge zu sehen.

Bunte Kostüme bereicherten den Zug in Winnekendonk.


Ein Stammtisch hatte sich das „Stinktier“-Kostüm für den Umzug ausgewählt. „Sonst riechen wir ja immer“, scherzte Marc Ledwig und schmetterte „Wido helau“. Der Winnekendonker „Lauftreff“ hatte sich als „Smarties“-Truppe versammelt. „Süß“ war diesmal auch der Musikverein Winnekendonk als „M&M“-Musikpaket.
„Fuchsteufelswild“ präsentierten sich die „Friends“-Mädels mit Büttensitzungs-Organisatorin Lena Heistrüvers. „Die kenne ich alle von klein auf. Die wollen nur spielen“, machte sich „Förster“ Markus Verhoelen als Fahrer des kleinen Motivwagens keine Sorgen.
So bewegte sich die Kolonne vom Wissener Weg aus über den Heiligenweg vorbei in Richtung Markt und durch die Ortschaft. „Das, was ich gesehen habe, ist super“, stand der Vorsitzende der „Geselligen Vereine Winnekendonk“, Rüdiger Göbel, mit seiner Meinung nicht allein.
Vorbei am Markt schlängelte sich der Tross dann in relativ flottem Tempo auf die Sonsbecker Straße, wieder zurück auf den Markt und auf die Sonsbecker Straße in entgegengesetzter Richtung. Gegen Ende des Zuges „verpieselte“ sich dann der Regen und die Jecken feierten in der vollbesetzten ÖBS zu flotter Karnevalsmusik noch fröhlich weiter.
https://www.kevelaerer-blatt.de/karnevalsumzug-in-winnekendonk/