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Neue Generation bei den Tigern der SSG am Start

 „Es ist eine große Freude, den jungen Leuten beim Wachsen zuzusehen.“ Mit dieser Aussage bezieht sich Hans-Josef Dohmen, stellvertretender Landestrainer des Rheinischen Schützenbundes (RSB), auf die immer besser werdenden Ergebnisse, die seine Schützlinge in den vergangenen Monaten erzielt haben. Dohmen ist Trainer der 2. Bundesliga-Mannschaft der Schießsportgemeinschaft Kevelaer (SSG) und sieht großes Potenzial in der Jungendabteilung. Gemeint sind unter anderem die „Young-Tigers“ Hannah Wehren (Jahrgang 2005), Franziska Driessen (2003) und Laura Braun (2004). Die drei Gewehr-Talente stehen bei der SSG in den Startlöchern.

„Es ist ein großes Privileg, dass wir trotz Lockdown weiter trainieren dürfen und dass wir dafür nicht sehr weit fahren müssen“, freut sich Hannah Wehren, dass der Standort in Kevelaer an der Hüls im vergangen Jahr zum Landesleistungsstützpunkt ernannt wurde. Deshalb darf dort laut Ausnahmeregelung unter  strengen Auflagen Training für die RSB-Kader-Schützen durchgeführt werden. 

Sport und Beruf vereinen

Dieses Angebot nimmt auch die Nettetalerin Laura Braun gerne an: „Neben den Abivorbeitungen und dem doch sehr anstrengenden Homeschooling-Unterricht eine tolle Abwechslung“, findet sie. Laura hat es in diesem Jahr in den Rheinland-Kader geschafft und überlegt, wie es nach dem Abitur weitergehen kann. „Natürlich wäre es toll, Beruf und Leistungssport miteinander verbinden zu können. Viel Auswahl hat man als Sportschützin nicht, aber ich könnte mir schon was bei der Polizei, Bundeswehr oder ein Studium zur Kriminalkommissarin vorstellen.“

Auch Franziska Driessen, die aktuell die elfte Klasse der Gesamtschule in Xanten besucht, würde den Sport gerne mit ihrem Berufsleben verbinden. „Ich weiß leider noch nicht genau, was ich nach dem Abitur machen möchte, aber es kann gerne etwas sein, wo es möglich ist, den Sport weiter auszuüben.“ Sie ist schon mehrere Jahre Mitglied im Rheinland-Kader und hat des Öfteren an den Deutschen Meisterschaften in München mit guten Erfolgen teilgenommen. Bei der SSG ist sie Mitglied der 2. Bundesliga-Mannschaft. „Zweimal in der Woche fahre ich zum Training nach Kevelaer, der Standort bietet neben dem professionellen Training eine tolle Atmosphäre, die Leute dort sind echt nett“, sagt die Sportlerin.

Ähnlich gestaltet sich die Situation bei dem „Küken“ des Trios, Hannah Wehren. Die erst 16-jährige Gymnasiastin hat es, wie auch Franziska Driessen, in diesem Jahr in den Nachwuchs-Bundeskader (NK2) geschafft. „Es ist ein riesen Glück, dass wir mit der SSG einen Verein in der Nähe gefunden haben, welcher uns aufgenommen hat und bei dem wir sehr viel von den Großen lernen können. Toll ist es auch, dass Anna und Franka Janssen häufig das Training begleiten und wir somit sehr viele Tipps von Profischützen erhalten.“ Auch Hannah Wehren macht sich, drei Jahre vor dem Schulabschluss, bereits Gedanken, wie sie ihr sportliches Talent und das Berufsleben später vereinen kann. „Ich würde später gerne Medizin studieren, bin mir aber auch bewusst, dass die Verknüpfung mit dem Training und der Wettkämpfe schwierig werden kann. Man muss es eben einfach versuchen.“

Teamgeist ist das A und O

Die drei Sportlerinnen haben sich in den vergangenen Monaten bereits eng angefreundet. „Kevelaer hat uns zusammengebracht, es macht einfach viel mehr Spaß, zu dritt zu trainieren,“ freut sich Franziska Driessen. „Das ist das Wichtigste. Wenn der Spaß fehlt, kann hintenraus auch kein gutes Ergebnis rauskommen. Die Mädels sind eine gute Truppe, arbeiten ehrgeizig – sowohl zusammen als auch füreinander und gehen als Team sehr gut miteinander um“, schildert Hans-Josef Dohmen, der die Mädchen auch mit dem Kleinkaliber-Gewehr (KK) trainiert, seinen Eindruck. Dohmen freut sich besonders über die Entwicklung von Hannah Wehren: „Nach nur vier Monaten KK-Wettkampf-Erfahrungen hat sie bereits den Sprung in den NK2-Bundeskader geschafft, das ist eine hervorragende Leistung.“

Dohmen selbst übt den Schießsport seit 1974 aus, ist seit 2004 Lizenz-Trainer und weiß, wie wichtig es ist, solch Talente weiter zu fördern und an den Verein zu binden.

Bau des Skateparks beginnt

Ein ,Schnellschuss‘ ist er bestimmt nicht, obwohl man an einigen Stellen des Kevelaerer Skateparks wohl schon ganz schön auf ,Speed‘ kommen wird. Schon 2016 war die Sportanlage eines der heiß diskutierten Themen beim damaligen Gespräch des KB-Herausgebers Rudi Beerden mit den beiden Vertretern der Jungen Union, Oliver Leukers und Tobias Gruyters. Dass bis zum Spatenstich rund fünf Jahre vergehen würden, ahnte damals noch keiner.

Kritik an der alten Anlage

Am Anfang stand eher die Kritik an der bestehenden Anlage im Mittelpunkt: zu alt, zu kaputt, zu weit draußen. Und weil dem so war, wurde es auch nicht besser: Aktive Skater klemmten sich ihr Board unter den Arm und wanderten auf andere Anlagen in anderen Städten ab. ,Nachwuchs‘ gab‘s auch kaum, dazu war der alte Standort einfach nicht attraktiv genug und zu schwer zu erreichen. Immer wieder war die Skateanlage in den vergangenen Jahren Thema bei den Jugendhearings der Stadt. Immer wieder versuchten die Vertreter der Jungen Union wie Tobias Gruyters neuen ,Drive‘ in die Sache zu bekommen.

Immerhin begann die Politik mehr oder weniger zögerlich damit, das Thema auf die Tagesordnungen zu setzen. In der Verwaltung stieß man dabei, etwa beim zuständigen Beigeordneten Marc Buchholz, auf offene Ohren.

Zuschuss: knapp 200.000 Euro

Zwei dicke Steine lagen auf dem Weg zu einer neuen Anlage: der Standort und die Finanzierung. Letzterer kam schließlich über die Initiative „LEADER Leistende Landschaft“ ins Rollen. Mit Unterstützung durch den Rat meldete die Stadt als Projektträger die Skateanlage an; das Projektauswahlgremium bewilligte ziemlich genau vor zwei Jahren einen Zuschuss von fast 200.000 Euro. 

Einen Standort hatte man nach intensiver Diskussion im Rat und in den Ausschüssen da schon ausgeguckt, an der Mensa, in direkter Nähe zu den Schulen im Schulzentrum, den Sporthallen und -plätzen, zum städtischen Mittagstreff und zum Jugendzentrum Kompass. Einen besseren Platz bezüglich der Infrastruktur wird man in Kevelaer wohl kaum finden: Er ist gut erreichbar, es gibt Sanitäranlagen, die Begleitung durch Sozialarbeiter*innen aus dem Umfeld ist ebenso möglich wie die Nutzung der Anlage durch Schulen oder Ganztag, ja sogar eine Aufnahme in den Lehrplan des Sportunterrichts könnte man sich hier vorstellen.

Um nun aber den Kevelaerer Kindern und Jugendlichen nicht ,einfach so‘ einen fertig – und möglicherweise an den Bedürfnissen vorbei – geplanten Skatepark vorzusetzen, beauftragte man ein Kölner Planungsbüro, das sich einerseits häufiger mit der Planung solcher Anlagen beschäftigt, andererseits aber auch in mehreren Workshops online und vor Ort interessierte Jugendliche in die Planung miteinbezogen hat (das KB berichtete).

Lärmschutz

Im Zuge dieser Planungen konnte gleich eine weitere Herausforderung angegangen werden. Denn nach den ersten Ideen stellte sich schnell heraus, dass es ein Problem mit dem Lärmschutz geben würde. Man hatte die Kosten dafür schlichtweg unterschätzt, wie in entsprechendes Gutachten ergab. Also kleiner bauen, damit der Lärmschutz im engen Finanzplan mit drin ist? Der Kevelaerer Rat wollte lieber „nachschießen“ und fand Zustimmung bei „LEADER“: Der Zuschuss für das Projekt wurde auf die maximale Fördersumme, knapp 250.000 Euro, erhöht. Die Stadt zahlt für das Projekt nun 134.000 statt der zuvor vorgesehenen 105.000 Euro. Damit wurde ein Skatepark mit 600 Quadratmetern möglich. In den Planungen konnte durch diese Dimensionen auf Betonwände verzichtet werden. Bepflanzte und begrünte Erdwälle sollen jetzt dafür sorgen, dass vom Skatepark keine störenden Geräusche ausgehen.

Die Bahnen selbst werden übrigens die Form eines „K“ haben – dem Kevelaerer Stadtlogo nachempfunden. Für das Büro Maier aus Köln, das die Planungen erstellte und begleitete, sei das auch ein Novum, sagte einer der Planer beim Workshop vor Ort.

Fertiggestellt werden soll der Skatepark „im Frühsommer“, als Bauzeit sind drei Monate vorgesehen. Könnte also gut sein, dass Kevelaer seinen – übrigens „wettbewerbsfähigen“, also für entsprechende Skater-Wettbewerbe geeigneten – Skatepark noch eröffnet, bevor sich Olympioniken offiziell auf den Boards bewegen. Denn auch die kämpfen ja gerade mit beziehungsweise gegen Corona. Die Olympischen Spiele, in denen das Skaten erstmals olympisch werden soll, wurden deshalb schon um ein Jahr auf 2021 verschoben. Sicher, dass sie dann auch stattfinden, sind derzeit nur wenige Sportler…

Fragen an Weihbischof Rolf Lohmann per Instagram stellen

Es hat schon Tradition, dass sich Jugendliche aus den Kreisen Kleve und Wesel, die in den folgenden Monaten gefirmt werden, an einem Abend mit Weihbischof Rolf Lohmann treffen, um mit ihm über Glaubensthemen zu sprechen. Aufgrund der Corona-Pandemie ist dieser direkte Kontakt in diesem Jahr nicht im üblichen Rahmen möglich. Damit Bischof und Jugendliche dennoch in den Dialog kommen können, hat die Jugendkirche Münster das Format „Ask the Bishop“ (deutsch „Frag‘ den Bischof“) entwickelt. Per Live-Stream wird das Gespräch mit dem Bischof in die sozialen Medien übertragen, die Firmlinge können vorab und auch während der Übertragung Fragen über Instagram stellen, die dann vom Team der Jugendkirche an den Bischof weitergegeben werden. Am Freitag, 23. Oktober 2020, kommt „Ask the Bishop“ erstmals an den Niederrhein. Weihbischof Lohmann spricht an diesem Abend ab 19 Uhr über das Thema „Glaube ja – Kirche nein?“. Das Gespräch wird vom Bischöflichen Internatsgymnasium Gaesdonck ins Internet übertragen.

„Ich bin gespannt darauf, dieses für mich neue Format auszuprobieren – in einer Zeit, in der wir den persönlichen Kontakt noch immer einschränken müssen und direkte Treffen vermeiden, bin ich froh, dass wir auf die sozialen Netzwerke zurückgreifen können. Daher freue ich mich auf die Fragen, die mir die Jugendlichen über Instagram stellen werden“, ermuntert der Weihbischof zur Teilnahme.

Der Livestream von der Gaesdonck beginnt im Internet auf live.jugendkirche-muenster.de am 23. Oktober 2020 um 19 Uhr. Fragen an den Weihbischof können ab sofort über die Instagram-Kanäle „Ask the Bishop“ oder „Jugendkirche Münster“ gestellt werden.

Spatenstich am Skaterpark vielleicht schon Ende 2020

Noch ist der Platz zwischen Mittagstreff und Verwaltungstrakt auf dem Schulgelände an der Hüls karg und sandig. Dass hier vielleicht im nächsten Jahr bunte Bretter samt Skater rauf und runter rollen, muss man sich noch mit etwas Phantasie vorstellen. Die Organisatoren haben bereits deutliche Bilder vor Augen. „Es wird etwas ganz Besonderes“, sagt Werner Barz, Koordinator und Ansprechpartner der Projektgruppe Neuer Skaterpark Kevelaer. „Das Modell wird sehr individuell aussehen, keine Betonwüste sein und bestimmt mit den geplanten Sitzmöglichkeiten auch für nicht aktive Skater ein schöner Aufenthaltsort werden.“

Barz hat die Aufgabe der Planungsbetreuung von Buchholz im vergangenen Jahr übernommen und begleitet als Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, Personal, Bürgerdienste, Tourismus & Kultur der Stadt Kevelaer dieses Projekt. Möglich wurde die Finanzierung durch das unterstützende Förderprogramm LEADER, das zur nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum von der EU ins Leben gerufen wurde und das Ziel verfolgt, Bürger und Bürgerinnen aus der Region aktiv an den Entwicklungsprozessen in ihrer Umgebung zu beteiligen.

Die vorhandene Skateranlage neben der B9 Richtung Geldern liegt sehr weit außen und wird aufgrund der fehlenden Nähe zur Innenstadt selten genutzt. Ebenso lädt das Gelände rundherum nicht gerade zum Verweilen ein. Skateboarden steht in vielen Bereichen inzwischen jedoch für Lifestyle und ist zu einer modernen Sportart geworden, doch zählt sie hier im ländlichen Bereich immer noch zu den Randsportarten. Nun hoffen die Planer, dass diese Sportart durch die neue moderne Anlage attraktiver und vielleicht auch im Breiten- oder Schulsport zukünftig gefördert wird. „Skaten ist eine neue Olympiadisziplin und so wäre es doch schön, wenn wir im Olympiajahr 2021, unsere Anlage einweihen könnten“, wünscht sich Werner Barz. Die Planungen wurden durch die Coronaeinschränkungen etwas verzögert, aber in einem Online-Workshop fortgesetzt.

Barz ist begeistert, welche Ideen und Skizzen am PC von den 15 aktiven Teilnehmern im Alter zwischen 20 und 47 Jahren ausgearbeitet, dargestellt und zusammengetragen wurden. Mit einem Skateranlagen-erfahrenen Architekturbüro aus Köln werden diese Vorschläge nun überarbeitet, und wenn alle Gutachten bezüglich Schall-, Tiefbau- oder Bodenanalysen ausgewertet sind, kann Ende des Jahres mit der Durchführung begonnen werden. Auch in benachbarten Städten wie Geldern, Moers, Nettetal, Sonsbeck und Straelen sind und werden, durch das LEADER Programm unterstützt, Skaterparks neu angelegt. Durch eine allgemeine Vernetzung der einzelnen Skatergruppen ist ein reger Austausch möglich und eine Meisterschaft oder ein Mannschaftswettbewerb unter den Städten zukünftig nicht ausgeschlossen.

Finanzierung für Skatepark steht

Es hat ein paar Jahre gedauert, doch mittlerweile scheint die Sache mit dem Neubau einer Skate-Anlage in Kevelaer richtig ins Rollen gekommen zu sein: Bürgermeister Dominik Pichler und Werner Barz von der Verwaltung stellten jetzt die konkretisierte Projekt-Idee offiziell vor. Letzter Stand: 380.000 Euro wird der Spaß insgesamt kosten, 250.000 Euro sollen aus dem LEADER-Fördertopf fließen, 35 % der Kosten trägt die Stadt.

„Wir mussten zwei Mal durch die politischen Gremien und zwei Mal durch das Projektauswahlgremium bei Leader“, sagt Pichler. Den Grund erklärt Werner Barz: Zunächst sei eine Grundfläche von 400 Quadratmetern zugrunde gelegt worden. Doch bei der „Feinplanung“ habe sich herausgestellt, dass eine beispielsweise für offizielle Wettbewerbe zugelassene Anlage laut entsprechendem Regelwerk mindestens 500 qm haben müsse. Die neue Planung sehe deshalb 600 qm vor und nutze bei einem um 80.000 Euro gestiegenen Gesamtinvestitionsvolumen die volle LEADER-Förderhöhe aus.

Die Bezirksregierung muss der Finanzierung noch zustimmen, doch sei man guter Dinge, schon bald die Planungsleistungen ausschreiben zu können. Darin enthalten sei übrigens auch die Beteiligung der Nutzer und der Bürger – jedweden Alters – an der konkreten Planung. Je breiter die Beteiligung sei, „umso besser wird es hinterher angenommen“, sagt der Bürgermeister.

Dazu soll es im Frühjahr (Januar bis März) Workshops geben. Wer mitplanen will, kann sich direkt bei Werner Barz melden (T.: 02832 – 122 211, werner.barz@kevelaer.de). Auch für Vereine und Sponsoren ist Barz natürlich offen. Im Herbst 2020 soll dann der Baubeginn sein.

Zur mehrfach diskutierten Standortfrage sagen Pichler und Barz, dass Lage und Standortnähe zum Schulzentrum, zum Mittagstreff und in hohem Maße auch die Tatsache entscheidend gewesen sei, dass man auf dem vorgesehenen Gelände nicht mit Überraschungen rechne: Der Untergrund sei „befestigt, untersucht und entwässert“. An anderer Stelle hätte man dafür viel Geld ausgeben müssen. Die wegen der Nähe zu anderen Gebäuden am geplanten Standort vorgesehenen Lärmschutzwände sind übrigens Bestandteil der Kostenberechnung.

Kevelaerer Jusos gründen sich

Es ist einige Jahre her, dass es in Kevelaer zuletzt eine Ortsgruppe der Jusos gab, der Jugendorganisation der SPD. Ab Sonntag soll das wieder anders werden: Dann will sich erneut eine Ortsgruppe gründen. Initiator ist der Kevelaerer Moritz Walter.

Walter hat im Studium in Paderborn in der Juso-Hochschulgruppe erstmals „SPD-Luft geschnuppert“, wie er im Gespräch mit dem KB erzählt. „Von den Aktionen und der Energie war ich begeistert“, erinnert er sich. In die Partei eingetreten ist der heute 25-Jährige, „weil ich von Martin Schulz begeistert war“. Sympathien für die SPD und deren Themen habe er aber schon immer gehabt und auch die Geschichte der Partei imponiere ihm. Das „Hamburger Programm“, das Grundsatzprogramm der SPD, habe er gelesen und „das hat Hand und Fuß.“

Zurück in der Heimat nahm Walter Kontakt zu den Jusos in Kleve auf, fand aber schnell: „Politische Jugendarbeit wäre doch auch eine schöne Sache für Kevelaer.“ Beim Ortsverband der SPD in Kevelaer rannte er offene Türen ein. Neun Mitglieder sind dort derzeit im „Juso-fähigen Alter“, also nicht älter als 35 Jahre. „Fünf von ihnen habe ich schon persönlich kennengelernt, die sind alle klasse!“, freut sich Walter. Gemeinsam wollen sie nun offiziell als Jusos auftreten.

„Wir werden uns zunächst auf das konzentrieren, was Jugendliche und junge Erwachsene in Kevelaer wollen“, sagt der 25-Jährige. „Wir wollen uns Wünsche anhören und diese, wenn möglich, in die Tat umsetzen.“ Ein erstes Thema könnte der öffentliche Nahverkehr in Stadt und Kreis sein. So sei eine Juso-Forderung, die Fahrtkosten für den Nightmover auf circa 7,50 Euro anzuheben, damit dieser besser finanziert werden kann. In Kevelaer möchte Walter sich für mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder einsetzen. „Das ist ausbaubar.“

Ein eigenes Radio für Kevelaer

Fynn von der Höh und Noel Schmidt sind die Gründer von „Radio Kevelaer“. Gemeinsam mit Nova Marie Narzynski als Chefredakteurin und Hendrik Barz als Musikredakteur stellt das Team ein eigenes Radio für die Marienstadt auf die Beine. Die beiden Gründer haben das KB in der Redaktion besucht und ihr Projekt vorgestellt.

KB: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Radio für Kevelaer zu machen?

Fynn: Wir machen das Radio seit August 2018. Ende April ist es auf Sendung gegangen. Ich leite schon seit eineinhalb Jahren ein eigenes Webradio und als Noel dazugekommen ist, haben wir uns gedacht‚ dass wir auch ein Webradio zusammen machen können, wenn wir schon aus der gleichen Stadt kommen. Wir haben uns allerdings gesagt‚ dass wir ein Webradio mit Erwachsenen nicht zusammen bekommen, aber eventuell ein Jugendradio. Das heißt jedoch nicht direkt, dass dieses Radio nur für Jugendliche ist. In erster Linie ist es von Jugendlichen. Natürlich ist es auch für Jugendliche, aber eben auch für Erwachsene. Wenn dann alles klappt, wollen wir immer öfter auf Sendung gehen, sodass wir vielleicht irgendwann in der Woche durchgehend auf Sendung sein können.

Wie oft seid ihr momentan auf Sendung?

Noel: Im Moment ist es schwierig. Wir bauen noch auf und wollen eigentlich in einem Raum zusammenkommen, sodass nicht jeder von Zuhause arbeitet. Wir haben bisher nur eine Sendung hinter uns, ein bisschen probeweise. Wann es jetzt weiter geht, hängt davon ab, wann wir endgültig eigene Büroräume kriegen.

Woher bekommt ihr Räumlichkeiten für eure Arbeit?

Fynn: Wir sind aktuell in Gesprächen mit der Stadt und wir wissen, dass wir die Unterstützung auf jeden Fall bekommen werden. Herr Bruns hat uns zugesichert, dass er alles gibt, um Räumlichkeiten für uns zu finden. Es wird ein Raum sein, der uns von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Mehr können wir zu dem Thema momentan aber noch nicht sagen.

Woher habt ihr das Equipment, das ihr benötigt?

Fynn: Wir haben momentan Equipment, das wir vorher schon hatten. Wenn wir das Ganze weiterführend machen, brauchen wir aber auf jeden Fall neues Equipment. Die Kosten können wir allerdings nicht alle decken, deswegen brauchen wir auf jeden Fall auch Sponsoren. Wir dürfen allerdings keine Werbung abspielen. Es wird zwar welche gespielt, die ist aber von unserem Vertragspartner, der finanziert damit unsere Gema-Lizenz. Natürlich sind wir auf der Suche nach Sponsoren, die uns etwas abnehmen können. Erwähnen können wir sie dann, wir dürfen nur keine klassische Werbung schalten.

Wollt ihr euer Team noch vergrößern?

Fynn: Auf jeden Fall. Wir suchen Leute im Alter zwischen 14 und 21 Jahren, die da wirklich Bock drauf haben. Wir hätten eine Nachrichtenredaktion, eine Musikredaktion und Moderatoren suchen wir natürlich auch. Das ganze Projekt ist keine Pflicht. Das soll auf jeden Fall ein Hobby bleiben. Es sollte auch allen anderen Leuten bewusst sein, dass wir das Radio als Hobby machen. Das ist eine Sache nebenbei, die wir für die Stadt Kevelaer und Umgebung anbieten möchten.

Macht ihr das alle neben einem Hauptberuf?

Noel: Fynn ist gerade dabei, in den Beruf zu starten und wir anderen drei sind noch Schüler. Nova ist 15 Jahre alt, Hendrik 14, ich bin auch 14 und Fynn ist 19. Wir wollen den Jugendlichen den Spaß am Radio vermitteln und ihnen zeigen, wie die Arbeit abläuft.

Kann man als Bürger mit Themen auf euch zukommen?

Fynn: Natürlich, auf jeden Fall. Wir sind für alle Themen offen und versuchen, die Anliegen bestmöglich zu bearbeiten. Es können wirklich alle Leute auf uns zukommen, nicht nur Jugendliche.

Was sind eure Pläne für die nächste Zeit?

Fynn: Wir hatten ein Gespräch mit einem Musiker, Nils Schink. Der hat seine eigene Band gegründet, „The Ohana Crew“. Nils würde gerne was mit den lokalen Musikern machen. Wir wollen in Zukunft ein paar Sachen zusammen starten, unter anderem wollen wir die Musiktitel der Band bei uns ausstrahlen. Eventuell wollen wir auch Planungen für ein Jugendfestival angehen, das steht aber noch nicht fest. Wir wollen das ganze Projekt auch einfach zum Anlass nehmen, zu zeigen, dass die Stadt Kevelaer mehr kann, als Kirche. Wir wollen einfach was für die Jugendlichen machen.

Ein Quartier für Jugendliche

Kevelaer investiert viel in seine Kinder und Jugendlichen – und wird gleichzeitig für das oft fehlende Angebot für junge Leute kritisiert. Das Kevelaerer Blatt sprach mit dem Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses, Mario Maaßen darüber, was die Politik in diesem Bereich beschäftigt.

KB: Herr Maaßen, der Umzug der Skateranlage in die Mitte Kevelaers war ein Anliegen Ihrer Partei, der CDU. Was gibt es dazu Neues?
Mario Maaßen: Die Jugendlichen haben die Zustände am alten Standort ja lange geduldet, aber inzwischen wird die Anlage nicht mehr so angenommen. Deshalb wollen wir einen neuen Standort. Die Lärmprognose dazu ist jetzt abgeschlossen und die Stadt hat zwei Standorte vorgeschlagen. Favorisiert wird der Bereich bei der Kleinfeldanlage am Schulzentrum. Das finde ich gut, weil wir dort eine Quartierbildung für Jugendliche beabsichtigen. Außerdem habe ich dort keine Sorge vor Vandalismus, weil dort immer etwas los ist.

Was sagt der Kämmerer zu den Kosten?
Für eine vernünftige Skateranlage muss man schon eine Viertelmillion rechnen. Wir würden das gern über ein LEADER-Projekt finanzieren.

Eine Skateranlage macht aber noch kein „Quartier für Jugendliche“.
Wir prüfen derzeit auch, ob das Jugendamt vom Hoogeweg in die Virginia-Satir-Schule ziehen kann. Dort soll es dann Begegnungsräume geben, die auch tiefgründige Gespräche erlauben – wofür im Jugendamt derzeit der Platz fehlt. Außerdem befinden sich am Schulzentrum der Mittagstreff und das Jugendzentrum „Kompass“. Und das Volleyballfeld auf der Hüls, das darf da nicht weg. Ich freue mich auch auf das Mehrzweckbecken, denn das gehört für mich zum Angebot dazu, genauso wie das Freibad.

Wann gibt es denn eine Entscheidung zu den Quartierplänen?
Die Politik wird darüber im Juli beraten, denn bis zum 31. Juli müssen wir den Antrag auf Fördermittel stellen. Das Ergebnis kennen wir dann im September.

Sie erwähnten den „Kompass“. Wie steht es derzeit um die Jugendarbeit in Kevelaer?
Wir haben die Betreuung im Kompass, aber derzeit keinen Streetworker. Das war eine politische Überlegung. Ich persönlich finde, man muss so ein Angebot vorhalten, um überhaupt einen Fuß in die Tür zu bekommen. In der momentanen Arbeitsmarktsituation ist es aber fraglich, ob man jemanden bekäme, den man auch möchte.

Immerhin soll die Schulsozialarbeit ausgebaut werden?
Unser Gesamtschulpartner Weeze möchten die Stellenzahl höher ansetzen, aber die Verhandlungen laufen noch. Auch hier könnte es ein Problem werden, qualifiziertes Personal zu bekommen. So viele Schulsozialarbeiter, wie bundesweit gebraucht werden, gibt es in ganz Deutschland nicht.

Mit dem „KoBü-Flimmern, dem Kino im Bühnenhaus, bemüht sich die Stadt um ein Angebot für Familien. Erfolgreich?
Das KoBü-Flimmern bräuchte bessere Werbung, es hat sich immer noch nicht richtig etabliert. Ich finde aber, das Bühnenhaus macht mit der großen Leinwand schon richtig was her.

Gibt es darüber hinaus genug Angebote für Jugendliche?
Die Angebote in Kevelaer stellen mich auch nicht zufrieden. Natürlich wäre ein richtiges Kino schön oder ein Freizeitzentrum. Aber das ist wohl nicht wirtschaftlich. Wir sind auf der Suche nach Verbesserungen, aber das ist meist mit viel Geld verbunden. Wir hatten jetzt finanziell zwei gute Jahre, aber vorher wurde nur gespart. Wir sollten jetzt nichts übers Knie brechen, aber schrittweise nachholen, wo gespart worden ist.

Für den Jugendbereich gibt es doch bestimmt einige Fördermittel.
Da brauchen Sie immer jemanden, der sich mit den Fördermöglichkeiten auskennt. Die Stadt Kleve hat dafür sogar eigene Leute eingeteilt. Aber unser Jugend- und Sozialdezernent Marc Buchholz ist in dem Thema fit und hat ein gutes Netzwerk aufgebaut – und der Kämmerer kennt sich natürlich auch aus.

Welche Rolle spielen die Vereine für die Jugendarbeit?
Die Jugendhilfe und der Kinderschutz wären ohne die Vereine aufgeschmissen. Das Jugendamt hat zwar die staatlich zugewiesene Wächterrolle, unterhalb dieser Institution nehmen die Vereine für mich eine vergleichbare Wächterfunktion war. Für das Jugendamt wäre das alleine gar nicht zu stemmen. Nehmen Sie nur den Bäderverein und den KSV mit seinen verschiedenen Sportarten und allein 26 Fußballmannschaften. Die Vereine sind meiner Meinung nach völlig „unterlobt“.

Die Stadt könnte die Jugend auch politisch stärker einbinden, zum Beispiel mit einem Jugendparlament.
Das haben wir mal überlegt. Wir sind aber zu dem Entschluss gekommen, dass das Jugendhearing ein besseres Instrument ist. Ein Jugendparlament funktioniert nicht in kleinen Städten, weil die Teilnehmer nach zwei, drei Jahren immer wieder weg sind. Beim Jugendhearing sind bis zu 30 Jugendliche anwesend und tragen ihre Anliegen vor. Ich finde es allerdings wichtig ihnen zu zeigen, dass sie wirklich Gehör finden, und beim nächsten Mal Ergebnisse zu präsentieren. Allerdings dauert es manchmal, bis etwas durch alle Gremien durch ist. Aber auch das Thema Skatepark stammt aus einem Jugendhearing.

Gehen wir zu den etwas Jüngeren. Da wollte die Politik ja Spielplätze verkaufen, um den Haushalt zu konsolidieren.
Wir haben gesagt, wenn wir Spielplätze verkaufen, die nicht mehr genutzt werden, dann verwenden wir das Geld, um andere Plätze aufzuwerten. Aber das ist ein KBV-Thema und nicht meine Meinung. Auf Nord wurden die Plätze zum Beispiel einige Zeit nicht genutzt und jetzt wohnen dort wieder junge Familien und die Plätze sind gut besucht. Meinetwegen kann man die Geräte abbauen, wo sie nicht genutzt werden, und Wartungskosten sparen. Man sollte aber die Wiese lassen – für Jugendliche oder die Nachbarschaften. Ein kleines Angebot zum Toben genügt. Dann kann man bei Bedarf später wieder Geräte errichten. Aber eine Fläche, die weg ist, ist weg.

Apropos Angebot: Ist das Angebot an Kindergartenplätzen groß genug?
Wir wollen das U3-Angebot noch weiter ausbauen, liegen aber in einem guten Landesschnitt. Jetzt bauen wir gerade eine neue Gruppe am Kindergarten Sternschnuppe. Mit dem neuen Baugebiet wird der Bedarf weiter steigen.

Die Stadt baut aber nicht in den Ortschaften, wo heute der Bedarf ist.
Twisteden hat großen Bedarf und ist an Klinkenberg gut angegliedert. Richtig ist, dass Winnekendonk noch größeren Bedarf hat. Aber da fehlen auch Flächen für eine Erweiterung.

Wie steht es um die Sanierung des Urbanus-Kindergartens?
Der Schaden ist zwar groß, aber nicht so groß wie befürchtet, die Kinder werden nicht vorübergehend woanders hin müssen.

Elternbeiträge senken, wie von der SPD angeregt, wollte die Politik aber nicht.
Wir haben in Kevelaer nicht das billigste Angebot, können uns qualitativ aber sehen lassen. Außerdem wollen wir die angekündigte Gesetzesänderung, das neue KIBIZ, abwarten, damit wir nicht nach kurzer Zeit wieder alles ändern müssen. Ich finde aber, wir haben durch die Stufen in die Beiträge viel Gerechtigkeit reingebracht.

Wie entwickelt sich das Angebot der frühen Hilfen?
Wir haben hier keine Extreme wie in Marxloh, aber das Thema Armut geht auch an Kevelaer nicht vorbei. Armut ist dabei nicht nur monetär, sondern kann sich auch in Ausgrenzung äußern. Die frühen Hilfen sind da eine Prävention, ein Netzwerk, das noch weiter aufgebaut wird. Neu ist gerade das Angebot, durch Studenten der Hochschule Rhein-Waal den Familien das gemeinsame Spielen wieder näher zu bringen, dort, wo die Playstation der beste Freund ist. Das bietet auch eine Möglichkeit, für weitere Hilfen einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Ist die Politik bereit, für Prävention Geld in die Hand zu nehmen?
Teuer wird es ja, wenn wir zu spät kommen und zum Beispiel eine Heimunterbringung nötig wird. Das ist dann gleich sechsstellig. Das Jugendamt hatte aber vor anderthalb Jahren eine Organisationprüfung und ist nicht schlecht aufgestellt. Natürlich können die Mitarbeiter nicht überall sein. Aber wenn mehr Leute benötigt werden, sagt der Sozialdezernent das der Politik durchaus. Die Jugendhilfe ist ein Pflichtbereich und daher immer gut bedacht worden.

Zur Person
Mario Maaßen ist Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. Beruflich leitet er das Bundespolizeirevier in Kempen. Der Kevelaerer ist verheiratet, 51 Jahre alt und hat zwei Kinder im Alter von 15 und 19 Jahren. Freie Minuten verbringt er beim Joggen oder auf dem Fahrrad. Ansonsten sagt er: „Die Politik ist mein Hobby.“

Eine Zukunft für den Verband

Kevelaer. Wenn Franz-Josef Probst als Vorsitzender der Kevelaerer Ortsgemeinschaft Unitas im „Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung“ (KKV) in die Zukunft blickt, dann macht er sich schon seine Gedanken. „Wir sind ein Verein mit 68 Mitgliedern, aber das Durchschnittsalter ist 65 Jahre“, macht der mittlerweile 77-Jährige, der von gesundheitlichen Rückschlägen in letzter Zeit selbst nicht verschont geblieben ist, deutlich, wo der Schuh drückt.
„Wir haben große Nachwuchssorgen. Damit stehen wir natürlich nicht alleine“, verdeutlicht Probst den Kern des Problems. Dazu kommt, dass es am gesamten Niederrhein mit Bocholt und Kevelaer nur noch zwei Ortsgemeinschaften gibt. Zuletzt wurde Goch aufgelöst, die verbliebenen Mitglieder stießen zu Kevelaer.
„Die Jugend ist zu erreichen, aber die hat beruflich oder schulisch eben andere Anforderungen zu erfüllen“, sieht Probst die Zwänge der heutigen Zeit. „Du kannst dich eben mit allem arrangieren, solange du den Freiraum hast.“
Kreativ gegenzusteuern, das ist die Aufgabe, die sich Probst und die Mitglieder des KKV stellen wollen. „Man muss da total umdenken“, findet der engagierte Katholik und denkt zum Beispiel daran, im Anschluss an das Hochamt, bei dem die Predigten „nicht länger als zehn Minuten dauern“ sollten, sonntags ein Frühstück „für den persönlichen Austausch“ der Gemeinde zu organisieren, wo dann alle Generationen zusammenkommen.
Und der KKV versucht, mit seinem „umfangreichen Programm mit Begegnungen und Fahrten“ Interesse zu wecken. Angebote wie zuletzt der Besinnungstag der KKV-Bezirksgemeinschaft Niederrhein mit Pfarrer Alfred Manthey am 18. März oder Gesprächen mit prominenten Geistlichen wie vor Kurzem mit dem Weihbischof Rolf Lohmann in Xanten sind da nur zwei kleine Mosaiksteine.
Auch „zeitgemäße Angebote“ wie die Fahrt zum Oberhausener Gasometer am 19. April sollen dazu beitragen, die Tür für alle Generationen – und auch Konfessionen – zu öffnen. Bislang sind fünfzig Interessierte angemeldet. „Wir müssen für alles offen sein, was ist.“
Daneben unterstützt der KKV die Wallfahrt der Krankenbruderschaft Rhein-Maas e.V. nach Lourdes mit Weihbschof Lohmann oder die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela mit Pastor Alois van Doornick (4. bis 17. Juni) als besondere spirituelle Ereignisse.
Eine Chance sieht Probst auch in dem Katholikentag in Münster Mitte Mai, zu dem „wir mit über 20 Personen fahren“. Für fünf Euro, die die Fahrt kosten soll, „sind aber noch ein paar Plätze frei, die gerne von jungen Leuten besetzt werden können.“ Denn gerade der Katholikentag werde von der Jugend gestaltet, sei immer ein Erlebnis. „Und es wäre schön, darüber junge Kirchenmitglieder ansprechen und motivieren zu können.“