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Beim „Jazz im Bühnenhaus“ wurden die Gäste erneut auf eine ganz individuelle musikalische Reise geführt

Wieder neue Farbtupfer

Novemberausgabe des Formats „Jazz im Bühnenhaus“

Musik

Scala Jazzband und Isy Schrodka

Die Scala Jazzband & Isy Schrodka kann man im Konzert- und Bühnenhaus Kevelaer am Donnerstag, 13.11.2025, 19.30 bis ca. 21.30 Uhr erleben.

Lilit Tonoyan Foto: Michael Wagener
Lilit Tonoyan, Foroogh Fazli und Jonas Dunkel spielen in Kevelaer

Jazz im Konzert- und Bühnenhaus

Am 9. Oktober geht die Konzertreihe weiter.

Konzert

Jazz im Bühnenhaus

Am Donnerstag, 10.04.2025, 19.30 bis ca. 21.30 Uhr (Einlass: 19 Uhr) findet das nächste Jazzkonzert mit der Scala Jazzband im Konzert und Bühnenhaus statt. Der Eintritt ist frei, Spende wer den gerne entgegengenommen. Mit dabei diesmal sind Benedikt Müller (Gesang /Gitarre) und Genevieve O’Driscoll (Kontrabass). Weiter Scala-Mitglieder: Piano: Wolfgang Czeranka, Schlagzeug: Niklas Wittig, Trompete: Steve Chadwick.

Isy Schrodka Foto: Melissa Arcak
Es spielen die Scala Jazzband und Isy Schrodka

Jazzabend im Konzert- und Bühnenhaus

Am 13. Februar 2025 findet der kostenlosen Jazzabend statt.

Maya Kehren. Foto: privat
Am Donnerstag, 18. April, tritt die Band mit Maya Kehren auf

Scala Jazzband im Bühnenhaus

Die Scala Jazzband & Friends spielen am Donnerstag, 18. April 2024, von 19.30 bis circa 21.30 Uhr, im Konzert- und Bühnenhaus Kevelaer.

Sara Bax. Foto: privat
Am Donnerstag, 14. März 2024, lädt die Band ins Konzert- und Bühnenhaus ein

Scala Jazzband feat. Sara Bax

Die Scala Jazzband & Friends spielen am Donnerstag, 14. März 2024, um 19:30 bis ca. 21:30 Uhr, im Konzert- und Bühnenhaus Kevelaer. Einlass ist ab 18:30 Uhr.

Felix Bork. Foto: Gerhard Richter
Scala Jazzband & Friends im Konzert- und Bühnenhaus Kevelaer

Christmas Jazz

Am  Donnerstag, 7. Dezember, lädt die Scala Jazzband & Friends um 19.30 Uhr zu einem weihnachtlichen Konzert ins Konzert- und Bühnenhaus ein. Einlass ist bereits um 18.30 Uhr.

Gelungener Auftritt mit jungem Gastmusiker (18)

Scalas Jazz Band spielte mit ihrem Gast Phillipp Hayduk im „Goldenen Apfel“ groß auf. Der Gastmusiker (18) veredelte den Auftritt von Sängerin Daniela Rothenburg, Hanns Hübner am Kontrabass, Stefan Janßen am Schlagzeug, Wolfgang Czeranka am Piano und dem Saxofonisten Reinhard Schmitz.

Konzentriert gingen alle Beteiligten zu Werke. Dabei entspannte sich zum Beispiel bei „Ups &downs“, „Night over Lake Tarawera!“ ein sehr atmosphärisches, bewegt-rhythmisches Stück mit akzentuiertem Posaunenspiel und einmal eine sehr ruhige Darbietung mit einem melodischen, gefühlvoll aufspielenden Hayduk.

Die klangliche Präsenz des jungen Musikers, der Mitglied des Bundesjazzorchester ist, beflügelte an diesem Abend die gesamte Band. Die Combo klang sehr organisch, solistisch präsent und flüssig im Spiel, egal ob es sich um einen fetzigen Swing wie „My heart belongs to daddy“, das Ellington-Stück „A Night in Tunesia“, den „Second balcony Jump“ von Dexter Gordon oder einen Ragtime Jahrgang 1913 handelte.

Dazu kam dann noch Daniela Rothenburg mit ihrem stets präsenten Gesang wie bei „Let‘s call the whole thing off“. Mit einem beswingten „Hallelujah I love her so“ beschloss die Band einen gelungenen Abend.

Musik für Sohle und Seele

Es gab einen besonderen Moment an diesem „Löwen“-Abend, der so intim und persönlich war, dass das Publikum fast den Atem anhielt. Dieser Moment fand Raum, als der aus München stammende, aber heute in Essen lebende Pianist Christian Christl erzählte, wie er auf einem Festival 1994 spontan ins Vorprogramm von Ray Charles gehievt wurde. Der verspätete sich, Christl spielte seinen Boogie-Woogie, bis er das Zeichen bekam. „Und als mir die Bodyguards bedeuteten: „Bruder Ray will Dich treffen“, da war das schon was Besonderes für mich“, gestand der 57-Jährige, der dann noch von der Legende geadelt wurde: „Du spielst so gut – hör´niemals auf !“, erzählte Christl dem Publikum im pickepackevollen „Löwen“, ehe er zu Ehren des Meisters das stimmungsvolle „Georgia on my mind“ anstimmte.

Bayoogie

Seit den 80er Jahren hat der aus Altbayern stammende Christl seine ganz spezielle Musikmischung „Bayoogie“ – ein Mix aus Boogie Woogie, Blues und der Musik von den Bayous in Louisiana – kontinuierlich weiterentwickelt. Ein gutes Stück davon konnte man an diesem Abend in den drei Musikblöcken, die er und seine Mitstreiter zu besten gaben, wahrnehmen.

Bastian Korn und Christian Christl in Aktion. Foto: AF

Das Motto des Abends war aber „Boogie Woogie meets Rock´n Roll“ – verkörpert durch Christl und den Pianisten Bastian Korn als kongenialem Partner.

Korn – früher häufig mit seiner Band und „Rockpalast“-Begründer Peter Rüchel unterwegs und selbst Solist deutschsprachiger Popsongs, packte an diesem Abend mehrfach gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Barney in die Kiste der Rock‘n‘Roll-Historie, als Chuck Berry und Jerry Lee Lewis angesagt waren. Sein Zwillingsbruder sorgte den Abend über für den flüssigen Beat am Schlagzeug.

Mit „Tutti Frutti“, „Sweet litlte Rock‘n‘Roller“, All shook up“ von Elvis oder „Whole lotta shakin´goin´ on“ konnte Bastian Korn das Publikum mitreißen – unterstützt auch von dem Bluesharpspieler Christian Noll, der schon mit dem „Grammy“-Gewinner Sugar Blue auf der Bühne stand. Ähnlich wie Jerry Lee Lewis stand Korn auch auf, flog stehend mit den Händen über die Tasten und brachte so Dynamik in die Runde. Abgeklärter, musikalisch aber nicht weniger „temperamentvoll“ kam Christl in Kombination mit den Begleitern rüber.
Vom „Honky Tonk Train Blues“, wo man tatsächlich das Rollen der Wagen zu hören schien, über „Pinetop´s Boogie Woogie“ aus den 1920ern und dem New-Orleans-Klassiker „Iko Iko“ , wo er dem Publikum zeigte, „wie man dazu am besten falsch klatschen kann“ plus Ray Charles und Bluesballaden reichte die Palette – mal zu zweit, mal zu dritt und zum Schluss vierhändig am Klavier und zu viert. Den passenden Abschluss bot der stampfende „Bye bye Baby Blues“ – und jeder, der dabei war, dürfte sich darüber gefreut haben, an diesem Abend nicht woanders gewesen zu sein.