Beiträge

Verband „Pro Bürgerbus NRW“ tagte im Bühnenhaus

Kevelaer war erstmals Mekka für Bürgerbusse

Den Kevelaer*innen kann man beim Thema „Bürgerbusse“ nix vormachen. „Schade, der fährt nicht nach Twisteden“, sagt eine ältere Dame, die mit ihrem Rollator die Front der Bürgerbusse auf dem Peter-Plümpe-Platz abschreitet und bei einem Exemplar mit knallrotem Fahrerhaus anhält.

Der Kevelaerer Sportverein traf sich zur Jahreshauptversammlung

Weniger Mitglieder und wenig Neues

Die Mitglieder des Kevelaerer Sportvereins trafen sich am Dienstag zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im Hülsparkstadion.

Der Sportverein Viktoria Winnekendonk traf sich zur Jahreshauptversammlung

Vorstand, Jubiläum und Kunstrasenplatz

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des Sportvereins Viktoria 1922 Winnekendonk e.V. konnte der Vorsitzende Peter Schlossarek trotz der geltenden Corona-Auflagen 76 Mitglieder begrüßen.

Die Mitglieder trafen sich zur Jahreshauptversammlung

Bürgerschützen nehmen Abschied von Vereinslokal

Die Bürgerschützen-Gesellschaft Kevelaer 1881 e.V. versammelte sich Anfang September zur diesjährigen Jahreshauptversammlung.

„DenkMal-Grabmal e.V.“ traf sich zur Jahreshauptversammlung

Einsatz für den Erhalt Kevelaerer Grabsteine

Der Förderverein „DenkMal-Grabmal e.V.“ traf sich kürzlich zu seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende Ernst Koppers begrüßte die Mitglieder im Vereinslokal „Goldener Löwe“.

Hans-Gerd Rütten wurde erneut als Präsident gewählt

Sebastianus-Schützen trafen sich zu Neuwahlen

Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft 1635 Kevelaer e.V. traf sich am vergangenen Wochenende zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung.

Jahreshauptversammlung der Kevelaerer Bürgervereinigung e.V.

KBV-Vorstand deutlich verjüngt

Der KBV-Vorsitzende Helmut Komorowski begrüßte am 19. August 2021 im Vereinslokal „Goldener Löwe“ die zahlreich erschienen Mitglieder zur Jahreshauptversammlung.

Ein zweifacher Abschied

Bevor die offizielle Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes für Heimatpflege begann, pflanzte der scheidende Vorsitzende Hans-Gerd Kersten gemeinsam mit den Mitgliedern des Heimat- und Verkehrsvereins Kervenheim-Kervendonk einen rotlaubigen Judasbaum. Er werde auch „kanadischer Judasbaum“ genannt, bevorzuge einen sonnigen bis halbschattigen Standort, sei sehr trockenheits- und hitzeverträglich  und könne bis zu acht Meter hoch werden, erläuterte Kersten in seiner kurzen Ansprache, bevor es an die Schaufeln ging. Wenn schon das Herbstfest des Verbandes „aus bekannten Gründen“ ausfalle, so wolle man „auf die traditionelle Baumpflanzung nicht verzichten“, sagte der Vorsitzende.

In der „Gaststätte Brouwers“ betonte der Kervenheimer Ortsvorsteher Martin Brandts in seinem Grußwort die Bedeutung eines solchen Treffens. „Das finde ich total wichtig, weil ich denke, dass alles, was mit Heimatpflege und Sichkümmern um die Heimat zu tun hat, gerade in diesen Tagen besonders wichtig ist.“ Der Baum werde die Kervenheimer an diesen Tag erinnern, sagte Brandts und wünschte auch dem scheidenden Landrat Wolfgang Spreen für seine Zukunft alles Gute.

Vollauf zufrieden

Hubertina Croonenbrock und Hans-Gerd Kersten erhielten ihre Ehrenurkunde, Landrat Wolfgang Spreen einen Blumenstrauß.

„Wir sind vollauf zufrieden, vor allem die Resonanz scheint noch einigermaßen vernünftig zu sein“, freute sich der Vorsitzende des Kervenheimer Heimat- und Verkehrsvereins, Hans-Gerd Ripkens, über den Baum und die Anwesenheit der Kreis-Mitglieder. Danach galt es für den Verband, zwei besondere Abschiede zu begehen: einmal den des Vorsitzenden Hans-Gerd Kersten, der ein paar Tage zuvor den LVR-Rheinlandtaler für sein ehrenamtliches Engagement erhalten hat, und seiner Stellvertreterin Hubertina Croonenbroeck.

Außerdem erhielt Landrat Wolfgang Spreen für seine dauerhafte Unterstützung des Kreisverbandes einen Blumenstrauß – nicht umsonst stand der „Heimatpreis“ auf dem Vorstandstisch, den Spreen 2019 an den Verein übergeben hatte. Als ein positives Beispiel nannte Kersten die Verbundenheit mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. „Es gab immer wieder überraschte Kommentare der Bürger, wenn sie aus dem Bus stiegen: Wie, der Landrat ist auch dabei?” Das habe dem Wettbewerb einen großen Schub gegeben, sagte Kersten. „Sie haben gezeigt, dass Ihnen die Dörfer sehr am Herzen liegen“, dankte er Spreen für die „hervorragende Zusammenarbeit.“

Spreen dankte für die wertschätzenden Worte. „Es war immer eine Freude, Ihnen an den diversen Orten im Kreis zu begegnen, auch im Kleinen und im Wettbewerb, wo die Dörfer hervorragend abgeschnitten haben.“ Er sei dankbar gewesen, soviel Begeisterung erlebt haben zu dürfen. „Danke, dass ich teilhaben durfte an Ihrer Gemeinschaft“, dankte er dem Vorstand des Kreisverbandes für seinen jahrelangen Einsatz. Er sicherte zu, den Verband seiner Nachfolgerin „ans Herz zu legen.“

Thema Corona

In seinem letzten Vorstandsbericht nach zwölf Jahren Vorsitz nahm bei Kersten natürlich das Thema Corona breiten Raum ein. „Es ist und war noch nicht so wie in den Jahren zuvor. Corona hat uns fest im Griff“, ging er auf einzelne Aktivitäten wie den Umbau der Satzung und die erfolgreiche Teilnahme von Schaephuysen (Gold) und Louisendorf (Bronze) beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ein.

Vor der Neuwahl des Vorstands wurden die beiden ausscheidenden Personen zu Ehrenvorsitzenden bestimmt. Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes, Josef Jörissen, ging ausführlich auf die Vita beider Personen ein und würdigte ihre Verdienste. Croonenbroek zeigte sich „sehr gerührt“. Und Kersten meinte: „Was ist einer alleine? Der ist nur soviel wert wie die, die um einen rum sind, wie die zueinander stehen und wie die seine Ideen weitertragen. Ich freue mich riesig darüber. Wir werden uns beide gerne sehen lassen.“

Die Jahreshauptversammlung fand in Kervenheim in der Gaststätte Brouwers statt. Der örtliche Heimatverein freute sich über die gute Resonanz.

Danach wurde deutlich, dass diese beiden zentralen Posten so ohne Weiteres nicht zu besetzen sind. Denn man habe „für beide Positionen leider keinen Nachfolger im Vorfeld gefunden“, musste Jörissen einräumen. Auch die Frage in das Plenum hinein brachte keine Reaktion. „Wir werden also in den nächsten Wochen mit allen Mitgliedsverbänden nochmal sprechen.“ Künstlich über das Knie brechen solle man so eine Entscheidung nicht, selbst stehe er für das Amt nicht zur Verfügung.

Danach wurde die Zusammensetzungen diverser Gremien bestimmt. Und Jörissen unterstrich, dass der Verband allen Dörfern und Interessenten bei der Beteiligung an den Wettbewerben mit Rat und Tat zur Seite stehen werde.

Wahl der Mitglieder in den Gremien

Neuwahl des Beirates:

Oliver Birkhahn Bedburg-Hau,

Gerd Dörning Emmerich-Elten,

Hans-Willi Erkens Geldern-Veert,

Heinz-Peter Erkes Goch-Pfalzdorf,

Josef Gietemann Kleve-Rindern,

Wilhelm Goebels Bedburg-Hau,

Franz Heckens Kevelaer,

Franz Hendricks Kleve-Griethausen,

Heinz Janssen Goch

Gregor Reintjes Emmerich-Hüthum,

Günter Rienits Kleve,

Agnes Schröder Kevelaer-Kervenheim,

Horst Terfehr Kleve,

Susanne Schleuter Kalkar-Appeldorn,

Claudia Koschare Schaephuysen,

Andrea del Ben Rheurdt.

Vorschläge für die Besetzung des Beirates Untere Naturschutzbehörde

Mitglieder: Josef Jörissen, Horst Tefehr, Hans Willi Erkens

Stellvertreter: Hans Gerd Kersten, Bernhard Lohmann, Günter Rienits

Mitglieder des Kreisverbandes zur Kreisbewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“:

Hans Gerd Kersten, Josef Jörissen, Bernhard Lohmann und Claudia Koschare.

Stellvertreter: Bärbel Buschhaus, Agnes Schröder, Cornelia Merkamp.

Kommissionsmitglieder für die verbandseigenen Wettbewerbe Wirtschafts-/Bauern- und Naturnahe Gärten, Wohn- und Wohlfühlgarten:

Vorsitzende: Agnes Schröder Kervenheim,

Gregor Reintjes Emmerich-Hüthum,

Susanne Schleuter Kalkar-Appeldorn,

Andrea del Ben Rheurdt

Blumenschmuck, Vorgärten, Fassadengestaltung, Sonder- und Gemeinschaftsleistungen:

Vorsitzender: Franz Hendricks, Griethausen

Mitglieder: Heinz-Peter Erkes, Goch

Heinz Jansen, Goch

Bernhard Lohmann, Winnekendonk

Hoffnung auf persönliche Begegnungen am Brett

Nach über einem halben Jahr Corona-bedingter Zwangspause trafen sich die Mitglieder des Schachclubs Kevelaer erstmals wieder persönlich zur Jahreshauptversammlung. Die Veranstaltung fand unter freiem Himmel auf dem Minigolfplatz in Twisteden statt. Unter den gegebenen Bedingungen konnte der erste Vorsitzende Hans-Werner Vonk nur berichten, dass sämtliche Turniere – sowohl vereinsintern als auch die Mannschaftsmeisterschaften – Mitte März abgebrochen wurden. Die Mannschaftsturniere sollen nach aktuellem Stand Anfang 2021 beendet werden, was bedeutet, dass die Saison 2020/21 komplett ausfällt. Zum Ausgleich und zur Überbrückung wird im Bezirk eine freie Mannschaftsmeisterschaft mit Vierer-Teams ausgerichtet. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend.

Für die vereinsinternen Turniere gilt ähnliches: Es muss geprüft werden, ob die Corona-Bedingungen im Spiellokal „Zum Einhorn“ oder in der Begegnungsstätte umsetzbar sind. Auf jeden Fall sind hierfür Plexiglastrennwände erforderlich, die zwischen den Spielern über dem Brett stehen müssen. Die noch ausstehenden Runden in der Stadtmeisterschaft, dem KO-Pokal und dem Blitz-Grand Prix sollen nachgeholt werden, das Schnellschachturnier entfällt ersatzlos.

Für die Jugendlichen hat der Spielbetrieb in der Begegnungsstätte bereits wieder begonnen, die Bedingungen gleichen denen in der Schule. Die Schüler- und Jugendstadtmeisterschaft startet am 25. September 2020. Anmeldungen hierzu nimmt Turnierleiter Peter Drißen entgegen (turnierleiter@schachclub-kevelaer.de). Turnusgemäß standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Hans-Werner Vonk (1. Vorsitzender), David Tuinenburg (2. Vorsitzender), Sigrid Moll (Kassiererin), Peter Drißen (Turnierleiter), Thomas Rauers (Schriftführer und Pressewart) sowie Harald van Leyen (Materialwart) wurden alle in ihren Ämtern bestätigt; David Tuinenburg übernahm zusätzlich das Amt des Jugendwartes.

Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde Franz Verheyen geehrt, auf 25 Jahre kann David Tuinenburg zurückblicken. Der 1. Vorsitzende gratulierte außerdem Heinrich Boland zum 85. und Herbert Dohmes zum 70. Geburtstag sowie den Eheleuten Ferdi und Margret Laarmanns zur Diamantenen Hochzeit.

„Der Ausblick auf die kommenden Monate fällt schwer, alles hängt davon ab, wie sich die Pandemie entwickelt. Jedenfalls hoffen alle Mitglieder, bald wieder ans Brett zurückkehren zu können. Online-Schach ist in Zeiten wie diesen zwar eine interessante Alternative, aber der persönliche Kontakt ist mindestens ebenso wichtig wie die sportliche Seite“, heißt es seitens des Kevelaerer Schachclubs mit Blick auf die kommende Zeit.

Keine Trainer, kein Zuschuss und fast auch keine Kassiererin

Rund 80 Mitglieder vom SV Union Wetten trafen sich zur Jahreshauptversammlung auf dem Sportplatz. Dabei unterstricht der Vorsitzende Manfred Nilkens in seinem Geschäftsbericht: „Wir sind ein Breitensportverein, der sich nicht nur über Fußball definiert, sondern in allen Bereichen hervorragend aufgestellt ist.“

Bei der Gymnastik habe man fünf Gruppen, darunter auch eine Kinderturngruppe. Das Seniorenturnen werde gut angenommen. Es gebe noch eine Einradgruppe. Einige hätten da den Schritt sogar nach Kervenheim gemacht. Tischtennis laufe seit Jahren problemlos. Und Tennis habe mit gut 150 Mitglieder aktuell einen echten Boom erfahren. „Wir waren vor fünf Jahren schon dabei, aus dem dritten Platz ein Kunstrasenfeld zu machen. Der Bagger war schon bestellt. Wenn man sieht, was da mittlerweile los ist, kann man sagen: Der Tennis lebt in Wetten auf.“

In das „Problemkind“ Lauftreff versuche man, „mehr Aktivität reinzukriegen, damit er nicht ganz verschwindet.“ Immerhin hätten sich mit Verena Roos, Celina Wanders und Anne Baumgartel drei Mitglieder gefunden, die die Gruppe „am Laufen halten“ wollen. Beim Volleyball gebe es keine aktive Seniorenmannschaft mehr, aber genug aktive Hobbymann-schaften. Bei der Jugend gebe es ein kleines Loch, weil die Mädels zum Fußball abgewandert seien.

Dort habe die erste Männer-Mannschaft in Sachen Klassenerhalt von Corona profitiert und die zweite Mannschaft eine gute Saison gespielt. Die Damen hätten ungeschlagen den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Anschließend wurden die Leiter der einzelnen Abteilungen turnusgemäß in ihren Ämtern bestätigt.

Nach dem recht positiven Kassenbericht 2019 und der Ehrung der Jubilare standen die Wahlen zum Vorstand an. Da gab es zweimal keine Überraschung: Mike Lemanczyk wurde als zweiter Vorsitzender ebenso wiedergewählt wie Geschäftsführer André Peters. Für die ausscheidende Kassiererin Anne Heilen fiel die Wahl auf Verena Luig. Und Anne Baumgartel ist jetzt für die Mitgliederverwaltung zuständig.

Wetten ist leer ausgegangen

Manfred Nilkens ging danach auf die Sportplatzsituation ein, die „seit Jahren sehr sehr schlecht“ sei. Mit der Stadt Kevelaer habe man einen Antrag auf den Neubau eines Kunstrasenplatzes, der Reparatur des Rasenplatzes und einer neuen Damen-Umkleide gestellt. „Wir hatten zudem mit der Bezirksregierung einen guten Termin, wo uns suggeriert wurde, das sei alles kein Problem. Leider kam Corona, und der Topf, wo die Anträge eingegangen sind, wurde auf sechs Millionen heruntergeschrumpft.“ Dieses Geld sei für die sogenannte „Landentwicklung“ schon mehrfach überzeichnet gewesen und Wetten sei leer ausgegangen.

Corona bedingt habe dann die Bezirksregierung den Topf „Sportstätten und Stadtentwicklung“ aufgemacht. Abgabetermin für den Antrag sei der 15. Oktober. „Da sind wir mit der Stadt unterwegs. Den Antrag werden wir mit Kevelaer stellen.“ Der Vorteil wäre, dass „der Topf bis zu 90 Prozent ausschüttet. Da kämen auf uns geringe Eigenleistung zu.“

Der Zustand des Trainingsplatzes sei aber „eine Katastrophe“. Der Rasenplatz sollte dieses Jahr repariert werden. Dafür standen 85.000 Euro im Haushalt der Stadt. „Auch da ist durch Corona die Baumaßnahme nicht durchgeführt worden. Das heißt, der Rasenplatz ist immer noch kaputt“, konstatierte Nilkens. Jetzt beginne die Stadt wenigstens, die Drainage hinter dem Tor zu erneuern und mit einer Kamera in die Schächte zu schauen. „Gerade im hinteren Bereich sind die Drainagerohre kaputt oder zugesandet, läuft das Wasser nicht mehr ab.“

Die Stadt habe ein unabhängiges Gutachten erstellen lassen und Probebohrungen auf dem Rasen vorgenommen. „In den letzten Jahren ist er 15 Zentimeter gewachsen, durch dauerhaftes Sanden und andere Maßnahmen. Das heißt, eigentlich müsste dieser Platz 15 Zentimeter abgetragen werden, ein neue Drainage rein, neuer Rasen drauf. Wir sprechen also nicht mehr nur von Reparatur, sondern von Neubau eines Rasenplatzes.“

Die Kosten für so eine Maßnahme lägen bei zu 200.000 Euro. Dafür werde die Stadt kein Geld haben, „so dass wir als Union da ziemlich zwischen den Seilen hängen“, sagte der Vorsitzende. „Wir haben keinen Rasenplatz, einen kaputten Ascheplatz und zu wenig Umkleidekabinen. Wir hoffen, dass das durch den Zuschuss der Bezirksregierung gelöst werden kann.“

Katastrophal bezeichnete Nilkens auch die Situation der ehrenamtlichen Arbeit im Verein: „Wir haben in den letzten beiden Jahren fünf Elternabende durchführen müssen, um Trainer für einzelne Mannschaften zu kriegen.“ Er selbst habe 30 Eltern angesprochen. „Die 30 Ausreden kann ich euch nennen.“ Man benötige in Wetten „eine Aufbruchstimmung unter den Leuten, die jetzt Kinder in der Jugend haben. Die sagen, wir trainieren dreimal die Woche hier unsere Kinder.“

Man habe zwar viele alt-gediente Trainer, die seit über zehn Jahren aktiv seien, aber das reiche nicht. „Wir haben Kinder, die gerne Fußball spielen und betreut werden müssen, aber das funktioniert nur, wenn jeder überlegt, kann ich ein Jahr lang Trainer oder Betreuer machen. Ich hoffe, dass ein Ruck durch die Eltern geht.“

Schließlich gäbe es keinen Plan B mehr, machte Nilkens ganz klar. „Entweder melden sich Eltern oder die Mannschaft wird nicht gemeldet. So schlimm wie das für die Kinder ist, aber da gibt es keine Lösung mehr.“ Traurig sei auch, „dass es Eltern gibt, die ihre Kinder in Wetten abmelden, weil es hier angeblich nicht so gut ist.“ So habe man in diesem Jahr keine C-Jugend mehr, „weil mittlerweile acht Kinder in Winnekendonk spielen. Da kann ich nur sagen: Probleme kann man lösen, indem man miteinander redet und selbst versucht, das Problem anzupacken.“

Es sei leicht zu sagen, „der Trainer ist schuld, der hat meinen Sohn beleidigt, zu hart angepackt oder der lässt meinen Sohn nicht au der Position spielen, wo er spielen muss.“ Das habe er von zwei Eltern so gehört. „Ganz ehrlich: Da fehlt mir jegliches Verständnis dafür. Ich finde das persönlich traurig“, richtete er den Appell an die Eltern: „Kehrt in euch, macht einen Jahr Trainer, dann wisst ihr, wie schwer es ist, mit Jugendlichen zu arbeiten.“

Früher kam der Trainer direkt hinter dem Vater

Zu seiner Fußballzeit „kam der Trainer direkt hinter dem Vater, da hatte man Respekt und das war was Besonderes. Heute müssen sich Trainer für Sachen verantworten, das geht gar nicht“, bekam Nilkens für seinen Appell Beifall aus dem Plenum.

Aus dem Kreis kam der Vorschlag, einen Schülerobmann zu benennen, um den Vorstand zu entlasten, der diese Aufgabe zusätzlich zu seiner normalen Arbeit übernimmt. Nilkens stimmte dem zu. Es gebe auch eventuell einen Kandidaten. „Das ändert nichts daran, dass viele Eltern in der Bequemstufe sind“, ärgerte sich Nilkens.

Auf Unmut stößt bei ihm auch die Tatsache, wie lange es gedauert habe, bis man eine Person gefunden hatte, die sich für das Amt der Kassiererin zur Verfügung stellt. „Alle wissen seit einem halben Jahr, dass sie ausscheidet. Wir haben so viele angesprochen.“

Ähnlich zäh sei die Resonanz auf die Zusammenstellung eines Festausschusses für die 100-Jahr-Feier des Vereins. „Das war auch da sehr schwierig. Bei 1.000 Mitgliedern denken viele: Warum ich?“ Der Verein wolle jetzt schon einmal seine Hausaufgaben machen und die Planung aufnehmen. Ob die Feier dann 2021 oder 2022 stattfinden kann, „das weiß heute keiner.“ Es wäre in jedem Fall „toll, wenn sich noch zwei, drei Leute melden würden“, sagte er. Kreative Gestaltungsideen können an den Vorstand oder den Festausschuss gerichtet werden.

Stefan Claeßen, der die Chronik für das Jubiläum erstellt, forderte alle Mitglieder auf, sich bei ihm zu melden, wenn sie Fotos, Berichten oder Anekdoten parat haben. „Die Chronik soll Mitte 2021 fertig sein“, sagte er.