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Beim Nikolausfest waren Stiefel angesagt

Das Wetter hätte nicht schlechter ausfallen können zum Nikolausfest auf dem Rouenhof. Schauer um Schauer machte es den Aktiven um Hofchef „Bio-Bernd“ Verhoeven nicht gerade leicht, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Zu allem Überfluss schränkte auch noch eine Baustelle entlang der L 460 die Zufahrt und die Parkmöglichkeiten auf dem Hof ein.

So verwundert es kaum, dass der Wintergrill eher verwaist war. In der lauschigen Hütte wärmten sich dagegen die wenigen Besucher bei Kakao, Glühwein und Kuchen auf. „Einwn Kaffeenachmittag mit Glühwein und Apfel-Birnen-Kuchen“ fanden der Winnekendonker Karsten Henow und seine Familie gar nicht so schlecht. „Die Ziegen, Kühe, Kälber und drei Schweine“ habe man gesehen. „Es ist gemütlich und für alle was da“, fand der 40-Jährige.

Für die Oberhausenerin Britta Milde war der Rouenhof an diesem Nachmittag sowas wie ein Fluchtpunkt: „In Oberhausen war vor dem Centro zwei Kilometer Stau.“ Da sei sie lieber nach Kervendonk aufgebrochen. „Es ist einfach urig hier, ein Bauernhof mit ganz viel Herzblut“, fand die 45-Jährige.

In den Räumen fanden sich auch mehrere handwerkliche Stände, von den Geschenk-Accessoires von Anja Hummler vom Kevelaerer „Schauplatz“ bis zu den Honigkerzen von Johannes und Elisabeth Borkes aus Wemb. „Heute iss es mau“, machte die Händlerin aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl.

Der Gastgeber stand derweil unverzagt hinter der Theke und verkaufte seine Bio-Produkte. „So 20, 30 Leute waren immer mal im Stall“, gab sich Bernd Verhoeven trotz des regnerischen Wetters positiv. Die einjährige Emma versuchte indessen, in dem offenen Stall mit Stroh eine der Ziegen zu füttern. Ihre Eltern haben eine besondere Beziehung zu dem Hof. „Wir haben hier unsere Hochzeit gefeiert und sind sehr oft zu den Hoffesten hier“, verrieten Carsten und Miriam Wünnenberg aus Sonsbeck. Und vor allem mögen sie an dem Hof „den Bernd, das Lockere und , dass man die Tiere streicheln darf.“

Wer wollte, nahm zum Abschluss ein 10-Kilo-Fleischpaket mit, so wie Familie Pintze aus Rees: „Wir kommen regelmäßig zu den Hoffesten und haben uns gedacht, jetzt nehmen wir mal ein Biopaket mit.“

Und dann erzählt Papa Frank noch, wie seine zweijährige Tochter den Hofnachmittag genossen hatte: „Mila hatte Spaß an den Ziegen und an dem Pfützenhüpfen.“