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Auch in diesem Wintersemester bietet die Hochschule wieder Gasthörerschaft an

Gasthörer an der Hochschule Rhein-Waal

Zum Start der Vorlesungszeit im Wintersemester 2023/24 bietet die Hochschule Rhein-Waal Bürgerinnen und Bürgern wieder die Möglichkeit, an regulären Vorlesungen und Kursen teilzunehmen.

Nele Decker, Koordinatorin Welcome Centre der Zentralen Studienberatung der Hochschule Rhein-Waal. Foto: HSRW
Wohnheimplätze für Studierende in Kleve und Kamp-Lintfort reichen nicht aus

Hochschule sucht Wohnraum

Wie im letzten Jahr ruft die Hochschule Rhein-Waal bereits jetzt Menschen aus der Region, die eine Wohnung, eine Wohngemeinschaft oder ein Zimmer in der näheren Umgebung der Hochschulstandorte zur Verfügung stellen können, dazu auf, sich gerne an das „Welcome Centre“ der Hochschule zu wenden.

Förderverein Campus Cleve präsentiert drei neue Filmbeiträge über Absolventen der Hochschule Rhein-Waal

Erfolge der Studierenden in Filmen festgehalten

Es ist ein fest verankertes Ziel in der Satzung des Fördervereins der Hochschule Rhein-Waal – Campus Cleve e.V., welches in jedem Jahr im Rahmen von diversen Veranstaltungen und Projekten verfolgt wird:

Beschichtung mit Nanofasern für Schutzmasken gegen das Coronavirus entwickelt

Abermals zeigt sich die Hochschule Rhein-Waal im gemeinschaftlichen Kampf gegen das Coronavirus erfinderisch. Zum verstärkten Schutz vor einer Ansteckung hat sie für Atemschutzmasken eine neuartige Beschichtung aus biokompatiblen Hybridnanofasern entwickelt. Die Struktur der Nanofasern schützt nicht nur besser vor dem Virus sondern auch gegen schädliche Umwelteinflüsse.

Um den Schutz vor dem Coronavirus zu verbessern, hat eine Forschungsgruppe der Hochschule Rhein-Waal unter der Leitung von Professor Dr. Amir Fahmi, Professor für Materialwissenschaften, eine Beschichtung mit biologisch verträglichen Nanofasern für kommerzielle Atemschutzmasken entwickelt.

Diese Fasern enthalten poröse Strukturen, deren Größe sowohl mit der von Corona-Viren als auch mit der von anderen luftgetragenen Partikeln vergleichbar ist. Zudem besitzen sie einen bis zu 40-fach reduzierten Durchmesser im Vergleich zu den vorhandenen Fasern der gängigen Atemschutzmasken.

Die Verkleinerung des Durchmessers in Kombination mit der Nutzung mehrerer Vliesschichten mit überlappenden nanoskaligen Hohlräumen verringert die Wahrscheinlichkeit der Übertragung krankheitstragender Partikel und erhöht die Wirksamkeit der Masken.

Auf diese Weise ist ein deutlich besserer Schutz nicht nur gegen Viren, sondern auch gegen Bakterien und andere Allergene gewährleistet. „Der Vorteil der von uns entwickelten und kostengünstigen Technologie liegt darin, dass die Nanofasern ohne größere Änderungen bei jeder kommerziellen Maske eingesetzt werden können“, erklärt Professor Fahmi. Ferner können die modifizierten Masken ohne jede Nachbearbeitung getragen werden und sie behindern nicht den Atemprozess.

Soweit wie möglich zur Seite stehen

Anlässlich der Ausbreitung des Coronavirus wendet sich Präsident Dr. Oliver Locker-Grütjen an die Mitglieder, Studierenden, Beschäftigten, Freunde und Förderer der Hochschule Rhein-Waal:

„Am 22. März haben Bund und Länder weitere Maßnahmen beschlossen, die dazu beitragen sollen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. So werden nunmehr insbesondere soziale Kontakte so weit wie möglich reduziert. Damit haben die letzten Tage und Wochen für uns alle bislang unvorstellbare Einschnitte gebracht. Das Coronavirus verändert das Leben und Arbeiten in unserem Land grundlegend und zum Teil in dramatischer Weise.

Auch an unserer Hochschule waren einschneidende Veränderungen erforderlich. Die Lage ist ausgesprochen ernst und die Hochschule hat entsprechend reagiert: mit der Verschiebung des Vorlesungsstarts, der Absage jeglicher Veranstaltungen und einer Umstellung auf den geregelten Notbetrieb seit dem 19. März. Dies alles trägt dazu bei, persönliche Kontakte zu reduzieren und die erforderliche Distanz herzustellen, um entsprechende Maßnahmen zum Schutz unserer Gesundheit und des Gesamtsystems zu gewährleisten.

Zum Schutz unser aller Leben müssen wir auf das verzichten, was unsere Hochschule besonders macht – der direkte und fruchtbare Austausch mit den vielen unterschiedlichen Menschen nicht nur auf unseren Campus, sondern auch mit den Freunden und Förderern der Hochschule sowie Bürger, Unternehmen und Institutionen in der Region. Aber nicht nur das: lehren, forschen, diskutieren – all das ist derzeit nicht mehr möglich oder nicht mehr so, wie wir es gewohnt sind. Abstand halten ist das oberste Gebot. In dieser neuen Situation ist es besonders wichtig, dass Wirtschaft und Gesellschaft weiterhin so weit wie möglich funktionsfähig bleiben.

Und dies gilt auch für unseren Hochschulbetrieb. Um weiter zusammenarbeiten zu können, müssen wir neue Wege einschlagen oder bereits bekannte, z.B. digitale, Lösungen verstärkt nutzen. Dass es auch ohne direkte soziale Kontakte weiter geht und sozial bleibt, daran arbeiten wir alle täglich und mit kreativen Lösungen (z.B. in der IT, in den Fakultäten, im AStA, in der Verwaltung). Es ist nunmehr wichtiger denn je, sich von der Vernunft leiten zu lassen und unsere Menschlichkeit zu erhalten. Zusammenhalt, unser soziales Geflecht und Solidarität bekommen einen besonderen Stellenwert.

Für Sie, liebe Studierende, ist die Situation jetzt schon sehr schwierig. Sie wissen nicht, wann Sie Ihre Prüfungen absolvieren können. Sie fragen sich, wie es mit dem Sommersemester weitergeht. Sie sind besorgt, ob Sie Ihr Studium weiterhin finanzieren können. Wir setzen uns mit Nachdruck dafür ein, die Beeinträchtigungen, die für Sie entstehen und bereits entstanden sind, zu minimieren. Wenn Sie sich Sorgen um Ihren Job, Ihre Wohnung oder Ihre Zukunft machen, lassen Sie es uns wissen. Wir werden versuchen, Ihnen hier so weit wie möglich zur Seite zu stehen.

Mein besonderer Dank gilt all jenen Hochschulangehörigen, die in dieser besonderen Situation bereits in den vergangen Tagen und Wochen Enormes geleistet haben, und allen, die in den kommenden Wochen dazu beitragen, dass die Hochschule ihren Betrieb aufrechterhalten kann. Ausdrücklich bedanken möchte ich mich auch bei denen, die sich solidarisch mit uns zeigen und uns ihre Unterstützung anbieten.

Die heutige Krise stellt uns alle vor besondere Herausforderungen. Diese schwierige Zeit wird immer wieder unsere Flexibilität, Kreativität, aber auch Besonnenheit einfordern. Eines ist sicherlich nunmehr wichtiger denn je: Wir müssen den Herausforderungen gemeinsam begegnen. Das geht nur in gemeinschaftlicher Verantwortung und Solidarität.“

Das MERA-Hochlager war der Star des Tages

Es war der Tag der jungen Studierenden: Zwei Stunden lang widmete sich die „MERA Tiernahrung“ in Kevelaer dem Förderverein der Hochschule Rhein-Waal – Campus Cleve e.V. und seinen geladenen Gästen. Etwa zwei Dutzend Erstsemester brachte der Reisebus aus der Kreisstadt zum expansionsfreudigen Familienunternehmen ins Industriegebiet am Rande von Kevelaer. Und wohl keiner der internationalen Gäste hatte zuvor die Erwartung gehabt, auf eine der modernsten Produktionsstätten für Tiernahrung in Europa zu treffen.

„Wir wissen ihre Gastfreundschaft am heutigen Nachmittag sehr zu schätzen“, richtete Dr. Joachim Gebel, Professor für Thermodynamik und Verfahrenstechnik an der Fakultät Technologie und Bionik der Hochschule Rhein-Waal, seinen Dank an Dr. Stefan Mandel als dem Referenten des Tages. Dr. Mandel ist Leiter für Forschung und Entwicklung bei MERA und verantwortlich für alle fachlichen und ernährungsphysiologischen Aspekte rund um die Hunde- und Katzenfutter des Unternehmens.

In über 40 Länder exportiere man, und zwar in Europa, Afrika und Asien, erklärte Dr. Mandel mit Blick auf Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers. Dieser machte keinen Hehl daraus, dass der Förderverein Campus Cleve, für den er als Geschäftsführer unterwegs ist, den Studierenden in den ersten Semestern auch Chancen und Wege aufzeigen wolle, wo und wie man nach dem Studium im Kreisgebiet eine erste Festanstellung in Ingenieurberufen und anderen Sparten erreichen könne.

Ein Familienunternehmen geblieben

Die Geschichte der MERA Tiernahrung beginnt im Jahr 1949, als sich der Unternehmer Karl Vos zur Gründung einer Weizenmühle entschloss. Heute, gut 70 Jahre später, dürfen Sohn Bernd und Enkel Felix Vos, beide Geschäftsführende Gesellschafter der MERA Tiernahrung, auf ein Unternehmen blicken, das 150 Mitarbeiter zählt, im Jahr mehr als 70.000 Tonnen Trockenfutter und Backwaren herstellt und dennoch ein klassisches Familienunternehmen geblieben ist.

Auf den Wegen zum Hunde- und Katzenfutter werden die Rohwaren bis zum Endprodukt von keiner Menschenhand mehr berührt. Der Weg zur Verpackung ist vollends automatisiert, die Palettierung erfolgt wie von Geisterhand und die Gabelstapler mit dem Ziel „Hochregallager“ finden ihren Weg ohne helfende Hände. Zehn Millionen Euro hat man hier am Rande der Wallfahrtsstadt vor wenigen Jahren in ein vollautomatisches Hochregallager investiert, das in der Region seinesgleichen suchen dürfte.

Doch bei aller Perfektion in Infrastruktur und Technik will MERA der „tierisch gute Arbeitgeber sein und bleiben“. Daran ließ man auch vor den Studierenden der Hochschule Rhein-Waal keinen Zweifel. Mit Marketing-Formulierungen wie „Aus Liebe zum besten Freund“ oder „Aus Liebe zur Samtpfote“ wurde schnell deutlich, dass Hund und Katze sich im Hause Mera bestens vertragen. Seit Jahren schon wächst der gesamte Markt – und das Vorzeige-Unternehmen aus Kevelaer in gleicher Weise mit. Und lange schon haben sich die Mitarbeiter an die drei Schichten gewöhnt, die unter dem MERA-Logo gefahren werden.

Tourismus-Studenten besichtigten das Hotel Klostergarten

Das Hotel Klostergarten in Kevelaer gilt bei Tourismus-Fachleuten in vielerlei Hinsicht als wegweisend. Daher ist das erste komplett barrierefreie Hotel am Niederrhein regelmäßig Ziel von Exkursionen von Tourismus-Studierenden der Hochschule Rhein-Waal. Zuletzt waren über 50 Studierende aus dem Studiengang „Nachhaltiger Tourismus“ gemeinsam mit ihrer Dozentin Monika Agata-Linke zu Gast im Hotel Klostergarten.

In ihrem Studium beschäftigen sich die Studierenden unter anderem mit den Themen Nachhaltigkeit im Tourismus, demografischer Wandel und Inklusion. Daher waren sie nicht nur an den zahlreichen Maßnahmen zur Barrierefreiheit im Hotel interessiert, sondern auch an dem besonderen Konzept des Hauses. Denn als Integrationsbetrieb der Caritas bietet das Hotel insgesamt 18 Mitarbeitenden mit und ohne Behinderung einen gemeinsamen Arbeitsplatz, was nicht nur die Mitarbeitenden selbst als persönliche Bereicherung empfinden, sondern auch viele Gäste.

Lichterführung lässt Kevelaer in einem ganz neuen Licht erstrahlen

„Ein tolles Ergebnis, wir sind unglaublich stolz“, lobten die Verantwortlichen der Wallfahrtsstadt Kevelaer die Studenten-Gruppe um Professor Dr. Dirk Reiser.

Aylin Ayik, Nina Bönning, Peter Mayr, Sonja Michels, Oliva Weiler, Rebecca Wentland und Michelle Zimmermann studieren Nachhaltigen Tourismus an der Hochschule Rhein-Waal – und wählten Anfang des Jahres im Rahmen einer Praxiswerkstatt die Wallfahrtsstadt Kevelaer als Projektpartner aus.

Aus dieser Kooperation entstand als Projektarbeit die Ausarbeitung einer Lichterführung durch die Wallfahrtsstadt Kevelaer. Die Verantwortlichen der Hochschule und der Stadtverwaltung Kevelaer waren begeistert von dem Ergebnis. Daher wurde dieses nun dem Gästeführer-Team vom Wirtschafts- und Verkehrsverein Kevelaer vorgestellt und gewann sofort deren Interesse.

Schnell erfolgten weitere Gespräche. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Themenführung rund um das Thema „Licht“, die nun erstmalig in Kombination mit Elementen aus der allgemeinen Stadtführung am Sonntag, 10. November, den Interessierten im Rahmen des Kunst- und Kulturspaziergangs des Wirtschafts- und Verkehrsvereins der Wallfahrtsstadt Kevelaer vorgestellt wird. Die Studentinnen Aylin Aik und Sonja Michels werden zusammen mit den Gästeführerinnen Mechtild Jansen und Susann Pechhold den Teilnehmern einige neue Lichtblicke und Einblicke bescheren.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Licht von essentieller Bedeutung ist. Licht, das sind nicht nur unsere materiellen Lichtquellen. Licht hat einen großen Einfluss auf Fröhlichkeit und Lebensfreude, Leistung und Zufriedenheit.

Welche Situationen bringt man im Leben mit dem Symbol Licht in Verbindung? Wie wird das Licht in verschiedenen Glaubensrichtungen und Epochen dargestellt und welche Symbole sind damit verbunden? Die Teilnehmer dieser besonderen Themenführung dürfen sich auf einen lichtdurchfluteten Rundgang durch die Wallfahrtsstadt freuen. An verschiedenen Stationen in der Innenstadt wird das Thema „Licht“ nähergebracht.

Kleine Überraschung soll den Tag erhellen

Zum Abschluss erhält jeder Teilnehmer eine kleine Überraschung, die den Tag erhellen soll.
Treffpunkt ist am Sonntag um 14.30 Uhr vor dem Priesterhaus am Kapellenplatz. Die Teilnahme an der Tour ist kostenlos.