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Kameradschaftsabend mit zahlreichen Ehrungen

Großen Anklang fand der Kameradschaftsabend des Reitvereins „von Bredow“ Wetten, zu dem der Vorstand kürzlich eingeladen hatte. Viele Mitglieder mit Anhang trafen sich im Restaurant „Zum Waldschlösschen“, um gemeinsam einen gemütlichen Abend zu verbringen. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Annette van Stephoudt und einer Stärkung am „Schnitzelbuffet“ wurden einige Reiterinnen für ihre Leistungen in der abgelaufenen Saison geehrt.

In diesem Zuge gratulierte die Vorsitzende noch einmal den diesjährigen Vereinsmeistern Franz Johannes Selders (Senioren), Nora Vervoorst (Junge Reiter), Rike Klanten (Junioren), Leonie Jawinski (Reiterprüfung) und Malie Matenar (Führzügelklasse), bevor sie die Reiterinnen aufrief, die auf Kreisebene und darüber hinaus für den RV Wetten geritten waren.

So nahmen Jule Mertins und Marie Holtermann am Bundeschampionat in Warendorf teil. Zusätzlich konnte Jule Mertins sich für den Bundes-Vierkampf (Einzel) qualifizieren. Gleiches gelang Rike Klanten und Victoria Kempen, die als Mannschaftsmitglieder des Teams Rheinland beim Nachwuchs-Vierkampf starteten, wobei Victoria hier den ersten Platz in der Einzelwertung im Springen erzielte.

Kreismeisterin der Senioren in der Dressur

Ebenfalls erfolgreich waren die Wettener Reiterinnen auf Kreisebene unterwegs. Elena Kröll gelang es, sich den Titel der Kreismeisterin der Senioren in der Dressur zu holen, während Victoria Kempen Kreismeisterin im Vierkampf (Einzel) wurde.

Zum Abschluss wurden noch die vereinsbesten Reiterinnen der Saison geehrt, also die Reiterinnen, die im gesamten Saisonablauf am besten abschnitten: In der Dressur waren dies Elena Kröll (Senioren), Lena Manten (Junge Reiter) und Marie Holterman (Junioren). Sehr gute Springleistungen zeigten im Laufe des Jahres immer wieder Saskia van Stephoudt (Senioren) und Victoria Kempen (Junioren).

Alle Geehrten wurden mit einem Blumenstrauß und einem kleinen Präsent bedacht – und natürlich mit dem tosenden Applaus der Anwesenden. Im Anschluss an die Ehrungen schwelgten die Anwesenden noch lange in gemeinsamen Erinnerungen und schwangen das Tanzbein – DJ „Paddy“ sorgte für die entsprechende Musik.

Kinderchor für ABBA-Show gesucht

„Einmal im Rampenlicht stehen, einmal vor großem Publikum singen, einmal Bühnenluft schnuppern – bei „ABBA – The Tribute Concert“ wird dieser Traum für euch wahr“ verspricht die „Reset Production“ aus Gera Kindern und Jugendlichen aus Kevelaer in einer Pressemitteilung.

„Anlehnend an die Tradition von ABBA, Kinder weltweit dazu zu ermutigen, mit ihnen auf der Bühne „I Have A Dream“ zu singen, suchen wir einen Kinderchor oder eine musikbegeisterte Klasse, der/die am Abend des 5. Februar die erstklassige Show „ABBA – The Tribute Concert performed by ABBAMUSIC“ im Konzerthaus in Kevelaer unterstützt“, heißt es weiter. „In schrill bunten Kostümen im Stil von ABBA, sei es von euch und euren Eltern selbst geschneidert oder aus dem heimischen Kleiderschrank, werdet ihr Kinder diesen Abend zu einem unvergesslichen Ereignis machen.“ Die Texte und Noten zu „I Have a Dream“ erhalten Interessierte zum Einstudieren im Vorfeld. Am Abend des Auftrittes werden sie das Lied vor der Show noch einmal mit den Künstlern proben.

Keine Einzelbewerbungen

Der Chor oder die Gesangs-Klasse muss aus Kindern zwischen 6 und 14 Jahren bestehen. Bewerbungen per Mail unter: mirjam.berthel@resetproduction.de. Interessenten schicken Bilder und Infos zum Chor sowie (soweit vorhanden) Links zu Videos von eigenen Auftritten. Nur ein Chor pro Veranstaltung wird ausgewählt, also sollten sich Interessenten so schnell wie möglich melden. Einzelbewerbungen werden nicht berücksichtigt.

„Bis Weihnachten entscheidet unser ABBA-Kreativteam, für welchen Chor der Traum von einem LIVE-Auftritt vor großem Publikum wahr wird“, schreibt die Reset Production.

Beginn des Konzertes am 5. Februar 2020 ist um 19.30 Uhr.

Eine Niederlage, zwei Siege und ein Derby

Am vergangenen Sonntag war die erste Mannschaft des KSV in Pfalzdorf zu Gast und musste mit einer Niederlade nach Hause fahren. Die Kevelaerer Mannschaft hatte Feldvorteile, sie kontrollierten das Spiel – bis die Spieler in der 5. Spielminute von einem Konter überrascht wurden, der zum 1:0 führte. Mit diesem Rückstand ging es für die Kevelaerer in die Halbzeit. In der 48. Minute bekam der KSV das 2:0 eingeschenkt. Doch die Mannschaft kam schnell wieder ins Spiel. Sven van Bühren verkürzte den Rückstand auf 2:1. Nach zwei Wechseln mischten Noah Tellemanns und Gian-Luca Vins aus der A-Jugend auf dem Feld mit. Einen Sieg konnte die Mannschaft des KSV an diesem Sonntag nicht einfahren, der Blick geht jedoch nach vorn.

Am kommenden Sonntag, 3. November 2019, geht es für die Jungs gegen die Spielgemeinschaft Kessel Ho/Ha aufs Feld. Das Spiel wird bei Scholten um 14.30 Uhr angepfiffen. Kessel ist Tabellennachbar der Mannschaft. Der KSV hat den Kader der 1. Mannschaft mit dem älteren Jahrgang der A-Jugend ergänzen können. Das personelle Problem konnte damit etwas eingedämmt werden.

Beim Spiel überlegen

Die 2. Mannschaft des KSV steht aktuell im oberen Drittel der Tabelle in der Kreisliga B. Letzten Sonntag spielte die Truppe gegen Germania Wemb I. Der KSV war überlegen. Zur Halbzeit stand es bereits 8:1 und das Endergebnis von 16:1 sprach für sich. Am kommenden Sonntag geht es für die Mannschaft nach Issum.

Auch die 3. Mannschaft des KSV behauptet sich weiterhin gut in der Kreisliga C, Gr. 3. Die Jungs stehen an der Tabellenspitze. Das letzte Spiel hat die Mannschaft mit 3:0 gegen die Concordia Goch gewonnen. Letzten Sonntag hatte die Mannschaft spielfrei. Am kommenden Sonntag, 3. November 2019, steht wieder ein Derby der 3. Mannschaft an. Es geht nach Winnekendonk gegen Wido III.

Erfolgreiche Reiter auf dem Daelshof

In der vergangenen Woche verbrachten 18 junge Reiter täglich viele Stunden auf dem Daelshof, um sich auf die Prüfungen für ihre Reitabzeichen vorzubereiten. Die Kevelaererin Laura de Witt begleitete die Teilnehmer durch einen einwöchigen Vorbereitungslehrgang.

„Jeder hatte eine Dressurstunde und eine Theoriestunde. An zwei Tagen haben wir das Springen geübt“, erzählt die selbstständige Reitlehrerin. „Und dabei haben wir noch die Sprünge gestrichen“, lacht sie mit Blick auf die frisch glänzenden Stangen. So habe man sich dann noch besser präsentieren können. Am vergangenen Wochenende standen dann Prüfungen für die Reitabzeichen (RA) vier, fünf, sieben und acht an. Die Abzeichen reichen von RA10 bis RA1, wobei die Leistungsstufen von 10 hin zu 1 steigend sind.

Zwei Richter mussten neben de Witt für die Prüfungen anwesend sein. Außerdem kamen viele Familienmitglieder der Reiter und machten den Tag so zu einem schönen Event, erzählt de Witt. Der Tag war „die erste Veranstaltung für den neuen Verein“, verweist die Reitlehrerin auf den „PSG Daelshof Kevelaer e.V.“, der sich erst in diesem Jahr gründete. Mit Elke Behrens als erste und Laura de Witt als zweite Vorsitzende kommt nun langsam das Vereinsleben in Gang. Einige Familien brachten außerdem Kuchen mit, sodass mit dem Verkauf die Jugendkasse gefüllt werden konnte.

Eine stolze Präsentation in Leipzig

Seit zehn Jahren basteln und werkeln die Modelleisenbahner des Modellbauteams Rhein-Maas e.V. an dem Nachbau der Geldernschen Kreisbahn im Maßstab 1:87. Die Idee zum Nachbau entstand, da viele Clubmitglieder an der ehemaligen Strecke der Bahn von Kevelaer nach Kempen wohnen. Die Anlage wurde bisher in den jeweiligen Baufortschritten nur auf den Ausstellungen im Clubdomizil in Auwel Holt in den Jahren 2014, 2016 und 2018 gezeigt. Der VGB Verlag wurde schließlich auf den Verein aufmerksam und kam auf die Idee, die einmalige Modellbahn in einem Sonderheft zu veröffentlichen. Dieses geschah im vergangenen Jahr.

Auch die Messe „modell-hobby-spiel“ in Leipzig wurde so auf den Verein aufmerksam und fragte an, ob die Mitglieder an dieser großen Modellbaumesse teilnehmen wollen. So kam es, dass die Messeleitung und der Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde das Modellbauteam Rhein-Maas e.V. in diesem Jahr nach Leipzig eingeladen haben, an dieser Messe teilzunehmen.

Die Vorbereitungen dazu liefen das ganze Vorjahr 2019. Die Messe „modell-hobby-spiel“ 2019 fand im Oktober in den Messehallen in Leipzig auf 90.000 Quadratmetern mit insgesamt 620 Ausstellern statt. Insgesamt hatte die Messe 99.200 Besucher zu verzeichnen.

12 Meter lange Modellbahnanlage

Es war ein toller Erfolg für das Modellbauteam Rhein-Maas e.V.. So konnten die Mitglieder ein Stück gewesene Heimatgeschichte, im kleinen Maßstab detailgerecht nachgebaut, einem großen Publikum zeigen. Die Besucher der Messe waren sehr interessiert und es wurden vielerlei Fragen gestellt und beantwortet. Viele Schriftstücke und Schautafeln waren immer wieder von den zahlreichen Besuchern umlagert, wie auch die 12 Meter lange Modellbahnanlage. Die Besucher informierten sich anhand dessen, wo der Verein und der gezeigte Nachbau der Bahn überhaupt seinen Ursprung hat.

Die Clubmitglieder haben viele Erfahrungen auf ihrer Reise nach Leipzig sammeln können, ebenso viel Anerkennung und Lob erfahren und sind stolz darauf, dass sich ihre Arbeit und Mühen der letzten Jahre gelohnt haben.

SSG gibt Tabellenführung ab

Der KKS Nordstemmen ist Wiederaufsteiger und galt als einfacher Gegner für die Tiger der SSG Kevelaer. Doch so einfach waren die Hildesheimer am Ende nicht zu schlagen. Besonders die Leistung von Nadine Gudert, die es mit Kevelaers Top-Schützin Anna Janssen zu tun hatte, verblüffte mit 397 Ringen und nahm Janssen, die es auf 396 Ringe brachte, den Einzelpunkt ab.

Auch Alexander Thomas‘ Gegnerin Ayleen Heuft konnte in drei von vier Serien jeweils einen Punkt gut machen und gewann mit 392:389 Ringen. Der für Sergey Richter auf der Ausländerposition eingesetzte Marco Suppini gewann sein Bundesliga Debüt mit 397:391. Jana Erstfeld sorgte mit 399 Ringe für ein fast fehlerfreies Match und lies Gegnerin Dana Klingebiel (384 Ringe) weit hinter sich. Franka Janssen machte mit 392:389 den entscheidenden dritten Punkt. Mit 3:2 gewannen die Kevelaerer das Match und bestätigten die Tabellenführung in der 1. Bundesliga Nord.

Eine harte Nuss

Das nächste Match ging gegen den SV Wieckenberg. Der Verein gilt als nicht einfach zu schlagender Gegner und mit Heimvorteil als noch eine härtere Nuss. Die Begegnung war an Spannung nicht zu toppen. Jana Erstfeld konnte sich von Gegnerin Tina Lehrich schnell absetzen und brachte den Tigern mit 396:384 den ersten Punkt. Auch Alexander Thomas fand zu seiner alten Form zurück und konnte mit 396:393 Ringen von Isabell Ruschel das Match für sich gewinnen. Der eigentliche Krimi fand dann auf den ersten beiden Positionen statt. Vier Topschützen, die sich international schon empfohlen haben, schenkten sich nichts und kämpften jeweils um die wichtigen Einzelpunkte.

SSG‘s Nummer Eins, Anna Janssen, stand dem Norweger Hendrik Larsen gegenüber. Während Janssen bereits in der ersten Serie einmal die Neun traf, blieb Larsen bis zum 38. Schuss fehlerfrei. Auch wenn dann ebenfalls die Neun auf seiner Scheibe aufblinkte, kam Janssen nicht mehr an Larsens Ergebnis heran, da sie in ihrer dritten Serie auch einmal die Zehn verfehlte. Mit 398:399 Ringen ging der Punkt an Gegner Wieckenberg. Das selbe Ergebnis erzielten Marco Suppini und Melissa Ruschel an Duell Nummer zwei. Franka Janssen hatte kein leichtes Spiel mit Gegner Robin Zissel. Mehr Neunen als von ihr gewohnt flogen in den ersten drei Serien auf die Scheibe, sie verlor mit 392:394 Ringen ihre Begegnung.

Punktgleich mit dem SG Braunschweig

Auch wenn die Sportler der SSG nach diesem Wettkampf mit 1980 Ringen die höchste Gesamtringzahl in Liga Nord und Süd an diesem Wochenende erzielten, konnten sie die zwei Mannschaftspunkte nicht einfahren. Es führte zum Endstand 2:3 aus der Sicht der Tiger. Mit 6:2 Mannschafts- und 13:07 Einzelpunkten steht die SSG Kevelaer nun auf Platz drei der Bundesliga-Nord-Tabelle, punktgleich mit dem zweitplatzierten SG Braunschweig.

Ein voller Erfolg auf Norderney

Motivierte Kinder, trainierte Pferde und eine souveräne Reitlehrerin waren gute Voraussetzungen für das Team Voss aus Kevelaer, bei den „Norderneyer Beachside Classics“ richtig abzuräumen. Im Vordergrund sollte jedoch der Spaß am Sport stehen. Dass das Team am Ende des Turniers so gut abschneidet, damit hat keiner von ihnen so wirklich gerechnet.

Laura de Witt ist selbstständig als Reitlehrerin und leitet das „Team Voss Kevelaer“. Insgesamt circa 80 Reitern gibt die 41-Jährige wöchentlich Unterricht. Dem Alter sind bei ihr keine Grenzen gesetzt. Ihr bunt gemischtes Team reicht von vier bis 50 Jahren. Einige der Reiter sind in der festen Turniergruppe des Teams, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen. „Eigentlich hier in der Umgebung“, erklärt de Witt.

Die Planung ging los

Dass es einige der Kinder nun nach Norderney verschlagen hat, hat einen besonderen Grund: Laura de Witt war schon als Kind oft auf Norderney. Nach einigen Jahren Pause war sie vor einiger Zeit erneut auf der Insel, als ihr der Gedanke kam: „Eigentlich müsste man das mit den Kindern machen.“ So entstand der Plan, Kinder und Pferde einzupacken und gemeinsam nach Norderney zu fahren.

Bereits seit eineinhalb Jahren liefen nun die Planungen. Dass das Team an den Norderneyer Beachside Classics teilnehmen würde, stand fest. Unter anderem durch private Kontakte zu den Müttern mancher Kinder, waren schnell Teilnehmer gefunden. Die Gruppe hielt de Witt gezielt klein, da solch ein Aufenthalt und die Reise mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden ist. So wurden Wohnungen und Boxen gemietet und im September war es dann so weit. Laura de Witt, ihr Sohn Louis und die Reitschüler Emma, Finja, Charlotte und deren Mütter machten sich auf den Weg nach Norderney. „Es war von vorne bis hinten eine perfekte Reise“, schwärmt de Witt. Mit einem 2er Transporter plus Pferdeanhänger ging es inklusive einer Überfahrt mit der Fähre nach Norderney.

Laura de Witt (r.) mit ihrem Team. Foto: privat

Das Wetter spielte schonmal mit. „Wir sind nur im T-Shirt da rumgelaufen“, erzählt de Witt. Und dann ging die Erfolgsserie los. Das Ziel war, „dass von den vier Kindern zumindest jeder eine Schleife hat“, berichtet die Reitlehrerin. Nachdem ihr Sohn Louis seine erste Prüfung direkt gewann, folgten zahlreiche Schleifen von den Teammitgliedern. In einer Prüfung schoss das Team schließlich den Vogel ab: Sie belegten den ersten bis vierten Platz und konnten eine glückliche Ehrenrunde mit allen vier Kindern gemeinsam drehen. Da hatten alle „gar nicht mit gerechnet“, lacht de Witt. Sie selbst ging an dem Wochenende zweimal an den Start, das stellt sie jedoch bei all dem in den Hintergrund und legt den Fokus auf die Erfahrungen der Kinder. Die Reise sei „ein Traum, den man verwirklicht“ und habe alle Erwartungen übertroffen.

Elf Schleifen gesammelt

Neben den insgesamt 24 Starts, die das Team absolvierte, unternahmen die Kinder mit den Pferden Ausritte an den Strand – für alle das erste Mal. Auch wenn sich die treuen Vierbeiner scheuten, ihre Füße nass zu machen: Die Erinnerungen an die Erlebnisse zaubern allen ein Lächeln ins Gesicht. Insgesamt elf ergatterte Schleifen bei 24 Starts lassen das Lächeln schließlich noch größer werden.

Die jungen Teilnehmer sind dankbar für das Abenteuer. „Wir haben sehr viele Erfahrungen gesammelt und wir sind noch nie so weit für ein Turnier gefahren“, erzählt Louis. „Die Erfahrung, mit den Pferden gemeinsam so weit wegzufahren“, fand Emma besonders spannend. „Die Schleifen fürs Team waren sehr schön – überhaupt da gewesen zu sein, steht aber höher“, erklärt die junge Reiterin. Auch Trainerin Laura de Witt sagt, dass die Schleifen nicht im Vordergrund stehen. Aber wenn man an den Start geht und die Chance darauf hat, „dann will man die auch haben“, lächelt die 41-Jährige. Finja sieht die Reise als ein „sehr großes Abenteuer, das Reiter und Pferd zusammengeschweißt hat – und auch das Team.“

Was den jungen Reitern besonders in Erinnerung geblieben ist: „Alle, die auf dem Turnier geritten sind, haben sich gegenseitig geholfen“, erzählt Louis. Die Frage, ob dies auf anderen Turnieren denn auch so sei, quittieren Finja, Emma und Louis mit heftigem Kopfschütteln. Im Gespräch mit den jungen Reitern wird deutlich, dass die Reise nach Norderney vor allem sportlich ein großes Abenteuer war. Der Frage nach negativen Erlebnissen während der Reise schenken die Kinder nicht viel Aufmerksamkeit. „Da war halt nichts Schlechtes“, lächelt Finja.

Das große Halali in Twisteden

Es waren um die 35 Personen, die sich auf dem Parkplatz gegenüber der Volksbank schon echt früh am Morgen versammelten, um in Twisteden gemeinsam auf die Jagd zu gehen. „Wir kommen so alle aus ‚querbeet‘ – ich bin Bochumer“, meinte Daniel Nabakowski. „Jagen ist vielfältig, das Beisammensein und Tier-Natur-Tradition, das ist eine ganz coole Sache“, fand der 30-Jährige, der mit der Jagd aufgewachsen ist. „Und im Wildfleisch sind keine Antibiotika“, schob er noch nach. „Wir machen das in dieser Größe einmal im Jahr“, erläuterte Heinz Kempkes, Spargelbauer und in seiner Freizeit gerne mal als Jäger unterwegs. „Wir sammeln uns hier, kontrollieren die Jagdscheine und dann geht es auf die erste Strecke – am Ottersgraben, dann rechts bis durch den Wald. Da ist das längste Treiben.“

Hasen, Kaninchen und Marder

Vor dem eigentlichen Start der Jagd standen ein kurzes musikalisches Ansetzen der Hörner und die genaue Information von Kempkes, welche Tiere überhaupt diesmal gejagt werden dürfen. Auf der Liste fanden sich unter anderem Tiere wie der Fasanenhahn, die Taubenkrähe, Hasen, Kaninchen, Marder oder Raubzeug wie ehemalige Haustiere oder ein verwildertes Frettchen.

Mit einem großen Planwagen machten sich die Akteure der Jagd vom Parkplatz aus auf den Weg. An dem Seitenstreifen nahe des Ottersweges hielt die Gruppe an. Die „Treiber“ wie die Lüllingerin Anna van Lipzig nahmen dann zu Beginn des Feldes im gleichmäßigen Abstand ihren Platz ein. „Wir gehen jetzt mit dem Hund durch, um die Hasen ‚hoch zu machen‘, also zu suchen“, erklärte die 29-Jährige. Sie macht das schon seit zehn Jahren, „damit ich weiß, was ich auf dem Teller habe“, lautete ihre Antwort auf die Frage, warum sie mit dabei ist.

Der Schravelener Gerd Lenßen, mit 78 Jahren einer der Erfahrendsten unter den anwesenden Jägern, erläuterte, wie man sich das Procedere vorzustellen hat. „Die Schützen werden um das Feld herum abgestellt und die Treiber jagen das Wild in dem Bereich. Ist das Treiben lang, können die Schützen das vorflankieren. Die Schützen dürfen nicht in den Wald schießen, die Sicherheit steht vor allem.“

Geselligkeit, Brauchtum und Wildbret

Der Reeser Michael Jansen war eine der Personen, die sich an eine der Stellen mit ihren aufgeklappten Gewehren positionierten. „Es ist erstmal viel Geselligkeit, Brauchtum, dann ist da das Wildbret. Ich koche sehr gern“, meinte der 56-Jährige. „Ich bin Bäckermeister und habe den passenden Ofen dafür.“ Er hat die Jagd durch den Vater kennengelernt. „Ich habe bisher nur ausgesprochen ‚gute‘ Jäger kennengelernt, die sehr auf Hege und Pflege aus sind und das richtige Wild ansprechen.“ Es gehe nicht darum, Tiere sinnlos „abzuknallen“, sondern um „Abschüsse im Rahmen, weil es von einem Tier oft zu viele sind.“

Am Ende des Jagdstücks wartete Andreas Görtz aus Uedem. „Man jagt gerne, will Beute machen, aber es geht eben auch um Hege und Pflege, das ist genauso wichtig“. Dazu gehöre, Wildäcker anzulegen oder Natur-Ausgleichsflächen zu schaffen.

Stück für Stück arbeiteten sich Treiberführer Klauß Boßmann und seine Gruppe voran und riefen „How how“, um die Jagdtiere aufzuscheuchen. Schließlich kam ein Hase, von den Hunden gejagt, direkt auf Henning Sent zu. Der 20-Jährige aus Mehrhoog benötigte zwei Schüsse. „Das war nicht so einfach wegen der Hunde“, beschrieb er, was in ihm dabei so vorgeht. „Man ist da, wenn das Tier auf einen zuläuft, ist voller Adrenalin, muss sich konzentrieren.“

Die Jagdkette für Anna van Lipzig

Es folgten noch weitere sieben Jagden an diesem Tag. 19 Hasen, ein Kaninchen, vier Fasane und vier Tauben standen schließlich zu Buche. Am Ende versammelte sich die Gruppe in der Twistedener Gaststätte Peters, um miteinander zu essen und Anna van Lipzig die Jagdkette zu verleihen.

Ein Zwischenfall sorgte bei den Jägern für Diskussionen. „Wir hatten einen Hasen krank geschossen. Der war auf das Grundstück einer Frau geflohen“, berichtete Heinz Kempkes. „Ein Schütze wollte das Tier vom Leid erlösen,  aber die Dame hat ihn vertrieben.“

Vom Jäger zum Gejagten geworden

„Wir gehen selbstbewusst in die Saison, aber es wird sicher kein Selbstläufer, denn jeder wird uns als amtierender deutschen Meister schlagen wollen,“ schätzt der Co-Trainer der SSG Kevelaer, Simon Janssen, die Ausgangslage für die „Tiger“ aus Kevelaer für die anstehende Bundesligasaison Luftgewehr ein.

Vom Trainer und Vorsitzenden der SSG, Rudi Joosten, in den letzten Jahren als sportlicher Leiter aufgebaut, stand Janssen bereits in der letzten Saison den Schützen mit Rat und Tat zur Seite. In diesem Jahr muss er das Team alleine begleiten, da Rudi Joosten aus gesundheitlichen Gründen pausieren muss. „Simon ist selber ein Spitzenschütze und verfügt über das notwendige Fachwissen und das Feingefühl, um unseren Schützen eine echte Hilfe zu sein“, weiß Rudi Joosten seine Schützlinge in guten Händen.

Starke Zusammensetzung

Dabei kann die SSG für die neue Saison auf eine fast ideale Teammischung setzen. Mit Sergey Richter geht ein echtes Urgestein der SSG an die Schießlinie. Der international erfahrene Sportschütze geht in seine zehnte Ligasaison für die Marienstädter vom Niederrhein. Mit seinem errungenen Quotenplatz für die olympischen Spiele in Tokio hat er gute Aussichten, an seinen dritten olympischen Spielen teilzunehmen.

Alexander Thomas geht als frisch gebackener Deutscher Einzelmeister bei den Herren mit breiter Brust in die Saison. Jana Erstfeld ist erst kürzlich von ihrem Auslandssemester zurückgekehrt und zeigte sich in der Ligavorbereitung schon wieder auf Kurs.

Zu den Youngstern des Teams, den Zwillingen Franka und Anna Janssen, hat der aktuelle Coach als älterer Bruder naturgemäß eine enge Beziehung. Franka ist als Luftgewehrspezialistin immer für ein hohes 390er Ergebnis gut und Anna Janssen beherrscht alle technischen Disziplinen trotz ihres Alters von gerade mal 18 Jahren bereits nahezu perfekt. Ihre Ergebnisse bei den Welt-Cups in München und Rio de Janeiro in der Damenklasse und ihr aktueller EM-Titel in Bologna in der Disziplin KK 3×40 unterstreichen ihr Können als Ausnahmetalent des DSB.

Weitere Alternative auf der Ausländerposition

Mit dem Italiener Marco Suppini als Neuzugang hat die SSG Kevelaer eine weitere Alternative auf der Ausländerposition und mit Luisa Günther aus Hessen soll eine weitere junge Schützin über die Reserve der SSG an das Bundesligateam herangeführt werden. Mit drei Vorbereitungswochenenden und dem heimischen Walther Cup als Abschluss haben sich die Ligateams der SSG auf die neuen Herausforderungen bestens vorbereitet. Dennoch sieht Janssen das Saisonziel Finaleinzug als echte Hürde an. „Es gibt sechs Mannschaften in der Bundesliga Nord, denen ich einen Finalplatz zutraue. Wir wollen ebenfalls ins Finale und dann ist alles möglich, auch die Titelverteidigung“, so Janssen.

Mit dem SV Gölzau hat es die SSG Kevelaer gleich im ersten Wettkampf mit einem Vorjahresfinalisten zu tun. Der Wettkampf ist daher ein Gradmesser und eine Standortbestimmung, wie die neue Saison verlaufen kann. „Die Gölzauer können jeden in der Liga schlagen, daher werden wir sie nicht unterschätzen“, beurteilt Janssen den von Fritz Neumann trainierten Gegner aus Sachsen-Anhalt. „Allerdings gilt das für uns auch, daher gehen wir selbstbewusst an die Aufgabe heran“, so Janssen abschließend.

Kinder lernen das Musizieren

Als der Saal der Basilikamusikschule auf der Amsterdamerstraße sich füllte, nahmen die ersten jungen Musiker bereits Trompete, Querflöte und Posaune in die Hand. Dann zeigten Kinder aus der ersten und zweiten Bläserklasse mit einem Stück aus dem Film „Fluch der Karibik“, was sie musikalisch drauf haben. Die Kinder im Publikum waren begeistert und fieberten merklich darauf hin, die Instrumente selbst auszuprobieren. Beim Infoabend des Musikvereins Kevelaer wollten die Verantwortlichen des Vereins Kinder für ihre dritte Bläserklasse gewinnen, die nach den Herbstferien startet.

„Die Kinder sollten schon ein fertiges Gebiss haben“, nannte Georg Seegers, Leiter des Blasorchesters, die Voraussetzung, die ein Kind für die Bläserklasse mitbringen sollte. Zwischen dem dritten und dem fünften/sechsten Schuljahr sollten die Kinder sein. Einmal Mitglied in der Bläserklasse geworden, gebe es einmal wöchentlich Gruppenunterricht, der vom Einzelunterricht gefolgt wird. Der Gruppenunterricht sei „eine Findungsphase“, so Seegers, in der die Kinder sich erst einmal kennenlernen und das für sie geeignete Instrument finden könnten. „Die lernen von Anfang an zusammen“, findet er den Gruppenunterricht für die Dynamik hilfreich.

Es klappt nicht immer sofort

Beim Infoabend vertreten waren Tenorhorn, Posaune, Trompete, Klarinette, Querflöte und verschiedene Schlaginstrumente. Die Kinder im Publikum durften die Namen der Instrumente raten und jedes Instrument wurde einzeln vorgestellt. Nach dem ein oder anderen Solospiel wies Musikschullehrer Hans-Gerd Stienen darauf hin: „Es dauert schon vier Jahre, bis man so spielen kann.“ So schienen die Kinder vorbereitet, dass sie im Anschluss vielleicht nicht direkt beim ersten Versuch einen Ton aus der Trompete oder der Posaune bekommen würden.

„Man geht nicht zur Probe um zu zeigen, was man schon alles kann, sondern um zu üben“, machte Stienen deutlich, dass auch die Kinder, bei denen es beim ersten Mal nicht klappen möchte, nicht verzweifeln sollten. Wie es sich anhören kann, wenn man ein Instrument richtig spielen kann, zeigten die neun jungen Musiker noch einmal zum Abschluss des Abends, bevor die Besucherkinder sich selbst an sämtlichen Musikinstrumenten versuchen durften. Laut, durcheinander und lebhaft – das beschreibt wohl am besten das Szenario, das folgte.

Eine gute Resonanz

Die Kinder der Bläserklasse zeigten sich offen und redefreudig. Sie erklärten den interessierten Kindern mit viel Ruhe, wie man Trompete, Posaune und Co. spielt. Auch einige Eltern informierten sich und nach wenigen Minuten sah man bereits die ersten Anmeldezettel herumwandern. „Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit der Resonanz heute“, meinte Seegers. Er betonte, dass auch erwachsene musikbegeisterte Menschen sich an den Musikverein wenden können, um ein Instrument zu lernen oder ihre Kenntnisse auszubauen.

Für die Bläserklasse finden am 27. September sowie am 4. und 11. Oktober Schnupperkurse statt. Interessierte Kinder können an diesen Tagen von 14 bis 15 Uhr unverbindlich und kostenlos im Musiksaal auf der Amsterdamer Straße vorbeischauen und verschiedene Instrumente ausprobieren.