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Basketball-Aktionstag fördert Teamgeist, Motorik und Ballgefühl

Wettener Grundschulkinder bleiben in Bewegung

In der Städtischen Katholischen Grundschule Wetten legen Schulleitung und Lehrkräfte viel Wert auf eine abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung sowie zusätzliche Angebote neben „klassischem“ Regelunterricht…

Anmeldungen für Kevelaerer Grundschulen beginnen im Oktober

Wenn die Schulzeit vor der Tür steht…

Alle Kinder, die in der Zeit vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 geboren sind, werden zum 1. August 2022 schulpflichtig. Sie können in der Zeit vom 25. Oktober 2021 bis 5. November 2021 an einer Grundschule der Stadt Kevelaer angemeldet werden.

Der Start in die Distanz

„Es ist so, dass wir auf viele Sachen zurückgreifen können“, sagte die Rektorin der Hubertus-Grundschule, Helga Dückers-Janßen. „Wir haben uns in den Weihnachtsferien schon vorbereitet, sodass wir am Montag in die Distanz starten konnten.“

Kurz vor Weihnachten hätten die Kinder, die beim letzten Lockdown kein Endgerät zur Verfügung hatten, eins bekommen. „Wir gehen davon aus, dass jedes Kind ein Endgerät hat.“

Man werde in gut zwei Wochen so weit sein, „dass wir über den Videochat mit den Kindern in Kontakt“ treten können. „Das haben wir noch nicht ausprobiert, aber das steht bereit. Das wär ein neuer Schritt ins digitale Lernen.“ Da werde man keinen Unterricht machen, sondern mit den Kindern über die Aufgaben der Wochenpläne sprechen. Es werde auch Lernvideos geben, auf die die Kinder zurückgreifen können.

Die Kinder bekämen passgenaue Materialien, die sie mit Hilfe der Lernvideos bearbeiten können. „Sie gehen mit uns dann in Kontakt. Wir lassen uns die Ergebnisse zeigen, dass die Kinder eine Bestätigung für ihr Arbeiten bekommen. Motivation ist ein ganz großes Thema.“ Mit den Lernprogrammen habe man schon im Präsenzunterricht gearbeitet. „Das  sind Systeme, die die Kinder seit dem vergangenen Jahr schon bearbeiten. Da können wir sehen, wie oft und wie viel die Kinder gearbeitet haben. Das läuft schon sowohl im Präsenz- als auch im Digitalunterricht.“ Es werde vieles geben, was man nach Corona fortsetzen werde.

Ungünstiges Hin und Her

Dückers-Janßen hofft, „dass wir im Februar mit kleineren Klassen starten können. Das wäre schon toll.“ Denn das Hin und Her von Schließung und Präsenzunterricht sei ungünstig für alle Beteiligten.

Auch der Rektor der Gesamtschule, Christoph Feldmann, sieht die Phase des Distanzlernens gelassen. „Ich gehe da zuversichtlich rein, aber in dem Bewusstsein, dass das nicht gleich Präsenzunterricht ist. „Das soziale Miteinander, das Schule abgesehen vom Lernen als Funktion hat“, das falle weg. Die Voraussetzungen seitens der Schüler seien sicher verschieden, „obwohl viele über die Weihnachtstage ihre mediale Infrastruktur aufgerüstet haben. Damit müssen wir rechnen und wissen damit umzugehen.“

Mit den Lernplattformen „Moodle“ und „Teams“ sei man gut aufgestellt, um ein gutes Angebot zu machen. Klausuren und Klassenarbeiten seien erstmal ausgesetzt. Man sei in der „sehr komfortablen Situation, dass wir über lange Zeit Präsenzunterricht bis in den Dezember hinein hatten, da die Grundlage für die Leistungsbewertung gelegt haben.“

Die stellvertretende Schulleiterinde des Gymnasiums, Christia Dier, sagt: „Wir sind im Gegensatz zum letzten Jahr dahingehend weiter, dass wir das digitale Lernmanagement „moodle“ anwenden. Das haben wir mit den Schüler*innen eingeübt, wie man sich da einloggen und das hochladen kann.“ Und mit den Lehrern fanden Schulungen statt, „sodass wir soweit sind, dass die Kommunikation zwischen Kollegen*innen und den Kleingruppen darüber möglich ist.“ Es gebe auch ein Videotool.

„Das Problem da war, die Server waren zu schnell überlastet.“ Seit der ersten Phase des Distanzunterrichtes habe man einen externen Anbieter dafür. „Montagmorgen hatten wir für die Sek 1 eine digitale Klassenlehrerstunde, damit man die abholt und sagt: Die Ferien sind vorbei und jetzt geht es wieder los. Das fanden wir wichtig, das hat sehr gut funktioniert.“ Die Lernplattform funktioniere sehr gut, „aber wir merken, dass Systeme zu bestimmen Spitzenzeiten in die Knie gehen. Das geht allen Schulen so.“

In Sachen “Klausuren” sei klar, dass laut Erlass in der Sekundarstufe I und der Einführungsphase kei-ne Klausuren bis zum 31. Januar laufen werden. In der Qualifizierungsphase sei das für notwendige Arbeiten möglich.

St. Martin ritt allein umher

In Coronazeiten wurden auch die Martinszüge abgesagt. Doch die Schulen, Kindergärten und Martinskomitees ließen sich davon nicht beirren: Notfalls reitet der Heilige Mann eben alleine durch die Stadt und besucht danach die Kinder.

So bekamen die Kinder der Antonius- und der Hubertus-Grundschule Besuch von St. Martin. Gespannte Vorfreude war zu spüren, als sich die erste Hälfte der insgesamt 450 Schüler der Antonius-Grundschule im Klassenverbund mit Abstand auf dem Schulhof versammelten.

In der Hand trugen die Kinder jeweils die von ihnen und ihrer Klasse gestaltete Laterne mit dem entsprechenden Motiv. Der Vorsitzende des Kevelaerer Martinskomitees, Bernd Pool, beobachtete die Szenerie. „Wir wollten vor allem, dass in diesen Zeiten das Brauchtum St. Martin lebendig bleibt. Deswegen gibt es ja auch diese ganzen Aktionen drumrum.“

Der Schulrektor begrüßte dann nicht im stimmungsvollen Abendlicht, sondern bei strahlender Sonne alle Kinder, die ihre Lichter gemeinsam hochhielten. „Ich freue mich, dass ihr jetzt hier seid und finde es toll, was für wunderschöne Laternen ihr gebastelt habt.“ Anschließend wendeten sich die Augen der Kinder auf die Erscheinung auf dem Pferd, dass flankiert von zwei Dienern im besonderen Gewand auf den Schulhof kam.

St. Martin selber war von der Lampenvielfalt begeistert. Er lobte die Kinder und tröstete sie, weil es diesmal eben anders sei als sonst. Und natürlich ließ er sich nicht die szenische Aufführung „seiner“ Geschichte entgehen, die die Schüler der Klasse 4a vorbereitet hatten.

Dabei machte die Erzählerin die Bedeutung der Geschichte deutlich: „Teilen bedeutet hier, immer zu tun, was nötig ist. Wenn wir danach handeln , dann können wir jeden Tag vieles teilen. Wir müssen uns nur bemühen, zu erkennen, was unsere Mitmenschen nötig haben. Dann bist Du auch ein kleiner Sankt Martin.“

Alle Grundschüler bekamen danach in den Klassen Weckmänner und Martinstüten. Sie verlebten einen gemeinsamen Martinstag in der Schule mit Basteln und Frühstücken unter strengen Auflagen.

Nach seinem Besuch passierte der Heilige Mann auf seinem Pferd die Wochenmarkt-Stände und ritt über die Hauptstraße und die Basilika, reichte einzelnen Passanten kleine Präsente und bewegte sich dann Richtung Hubertus-Grundschule.

Mit ihren selbstgebastelten Laternen erwarteten die Schüler im Klassenverbund auf dem Schulhof den St. Martin.

Dort warteten schon die Kinder auf dem mit Hütchen und Bodenkennzeichnungen nach Klassen klar abgegrenzten Schulhof. Die Kinder waren am Morgen in eine mit Lichterketten beleuchteten Schule gekommen. „Wir wollten ihnen ein Gefühl von Feierlichkeit verschaffen, das Gemeinschaftsgefühl stärken“, erklärte Konrektorin Anke Batke. Die selbstgebastelten Lampen der Kinder standen als kleine Laternenausstellung auf den Fenstersimsen der Schulflure.

„Ihr dürft nicht singen, habt den blöden Mundschutz vorm Gesicht. Da müssen wir jetzt durch“, meinte Pastoralreferent Bastian Rütten, der eine kleine Morgenandacht gestaltete. Statt lautem Gesang gab es entsprechend der Auflagen Martinsmusik vom Band. „Das ist soviel anders“, fand er den passenden Ton zwischen religiös und kindorientiert-locker. Aber ich freue mich, dass wir hier als Schulgemeinschaft ein bisschen St. Martin feiern und uns erinnern, wer St. Martin für uns gewesen ist“, sagte er.

St. Martin selber konnte auf dem Schulhof aufgrund der Größe des Platzes sogar eine kleine Runde absolvieren. Er sah zudem zu, wie auch hier die Klasse 4a die Martinsgeschichte nachstellte. Nachdem er auch hier sein Bedauern für die Umstände zum Ausdruck gebracht hatte, wünschte er den Kindern von Herzen alles Gute, bevor er mit dem Martinslied vom Band verabschiedet wurde. Anschließend verteilten die Klassenlehrerinnen mit Hilfe von Kinder nder Klasse die Martinstüten in der jeweiligen Klasse.

Martinskomitee sorgte für volle Tüten

Eine besonders „schöne Atmosphäre“ konnte die Schulleiterin der St. Franziskus-Grundschule Twisteden, Tanja Kocken, anlässlich ihres St. Martin-Projekttages mit ihren Schülern erleben.

„Im Zuge des Projekttages haben die Kinder die Martinsgeschichte nachgespielt“, berichtete Kocken von einem sehr lebendigen Treiben. „Wir haben Filme gesehen, und alle Klassen haben kleine Tischlaternen gebastelt. Dafür haben wir eine Spende des Martinskomitees bekommen.“

Das Martinskomitee hatte am Vorabend auch die 115 Martinstüten vorbeigebracht, die sie für die Kinder zusammengestellt hatten. „Die waren richtig gut gefüllt, mit Weckmännern,  Mandarinen und Schokolade. Da gab es keinen Unterschied zu den Jahren davor.“

Die Tüten wurden auf den Schulhof plaziert. Jedes Kind ging dann klassenweise auf den Schulhof und durfte sich eine der Tüten mitnehmen.

„Gerade die Erstklässler sind mit vielen Regeln in die Schule gekommen. Die waren begeistert, wie Schule auch sein kann, ohne streng am Platz zu sitzen, zu basteln, Filmchen zu gucken und zu spielen. Das hat denen richtig gut getan.“

Dabei sei es zu richtig schönen Situationen gekommen. „Eine Kleine stand vor mir und fragte mich: Hat der St. Martin die denn gebracht? – Ich sagte, „Ja klar.“ Und sie: „Hast du ihn auch gesehen?“ Ich habe ihr erklärt, dass er nicht kommen darf. Das ist so süß, weil sie noch so an ihn glauben.“

Und das Ganze sei wenigstens ein kleiner Ersatz für den Umzug gewesen. “Ich fand es toll, dass das Martinskomitee die Kinder mit den Spenden und den gepackten Tüten unterstützt hat“, lobte Kocken die Ehrenamtlichen.

Auch die „fit 4 future“-Grundschule Wetten machte mit

Das gab es noch nie in der langen Geschichte von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics”: Mehr als 235.000 Schülerinnen und Schüler aus 1273 Schulen setzten am Mittwoch, 30. September, gemeinsam ein Zeichen für den Schulsport. Der bundesweite Aktionstag hatte das Ziel, die Bedeutung von Bewegung, Sport und Spiel im schulischen Alltag herauszustellen und zu zeigen, wie dies auch in Zeiten der Corona-Pandemie möglich ist.

„Das Coronavirus wird uns alle im Alltag noch lange begleiten. Sport und Bewegung müssen jedoch nicht aus dem Schulalltag gestrichen werden, zeigt die Grundschule Wetten. Der Aktionstag ‚Jugend trainiert – gemeinsam bewegen’ soll zeigen, was unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln alles möglich ist. Dieser Aktionstag ist ein Signal für den Schulsport und Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“, sagt Thomas Härtel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung, die „Jugend trainiert“ ausrichtet.

Große Vorfreude machte sich breit

Darum war sich auch die „fit4future“ – Schule in Wetten sicher: Wir machen mit! Der Schultanz mit kindgerechter und von Schülerinnen und Schülern ausgedachter Choreographie wurde in allen vier Klassen besprochen und geübt, damit am Aktionstag alle mitmachen konnten. Über mehrere Wochen war die Vorfreude und der Spaß an der Bewegung zu spüren und viele Kinder fieberten dem Aktionstag entgegen. Dann kam der 30. September.

Auf dem Schulhof nach allen Regeln entsprechend platziert, schmetterte dann der Song „fit4future“ aus der Musikbox und 86 Kinder tanzten synchron ihre einstudierten Bewegungen. Ein tolles Bild, das mit einem Video festgehalten wurde und nun den Veranstaltern als Teilnahmebeweis zugeschickt wird.

Unterstützt wurde der Aktionstag der Deutschen Schulsportstiftung von den Kultusministerien der Länder, den an „Jugend trainiert“ beteiligten Sportverbänden und vom Deutschen Sportlehrerverband.

Gemeinsam lernen in Zeiten von Corona

Die Schulen in NRW sollen zu einem Regelbetrieb zurückkehren und das mit Maskenpflicht. NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat angekündigt, dass zunächst bis zum 31. August an allen Schulen eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände gelten soll. Diese umfasst für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 grundsätzlich auch die Zeit des Unterrichts. Aus „pädagogisch sinnvollen“ oder aus „gesundheitlichen Gründen“ soll man die Masken mal kurz absetzen können.

Die stellvertretende Schulleiterin des Kardinal-von Galen-Gymnasiums (KvGG), Christina Diehr, begrüßt die getroffenen Regelungen. „Es ist organisatorisch erstmal die einfachste Lösung, wenn alle Masken tragen. Die Frage ist, wie es sein wird, wenn es richtig heiß wird?“

Gut findet Diehr, dass jetzt „eindeutige Regelungen für drei Wochen gelten, um zu gucken, wie das Infektionsgeschenen und wie der Unterricht verlaufen.“ Eine gewisse Unsicherheit bestehe noch, was das Ermessen des Lehrers betrifft, im Unterricht im Einzelfall die Masken nicht zu tragen. „Ich hoffe, dass es da noch eine genauere Erklärung für die Ausnahmen gibt.“

Mit dem Einsetzen der Differenzierungskurse ab achter und neunter Klasse käme es aber verstärkt zu gemischten Gruppen. Das war vor den Sommerferein nicht mehr der Fall. „Die Folge war, dass Differenzierungskurse in Bio, Chemie oder Mathe nicht mehr zu machen waren“, erinnert sich Diehr. Teilweise konnten Kurse dann nur mit halben Gruppen unterrrichtet werden. Dazu käme jetzt das Raumproblem, was entstehe, wenn in einem Raum nur eine Gruppe sein dürfte, aber immer neue Kurse kämen. Es sei denn, man reinige den Raum jedesmal. Diese ganzen Faktoren fielen jetzt weg.

Gymnasium setzt auch auf Ersatzmasken

„Wir sind froh, dass wir jetzt eine andere Situation haben“, sagt Diehr. Denn auch wenn die technischen Errungenschaften große Fortschritte gemacht hätten, „den Präsenzunterricht können sie nicht ersetzen.“

Natürlich gälten Verhaltensregeln wie Hygiene, Desinfektion und Abstand weiter. Sicher könne man im Unterricht den Abstand so nicht aufrechterhalten. „Wenn Gebauer gesagt hätte, macht 1,50 Meter Abstand, hätten wir das gemacht“, sagt Diehr – mit den entsprechenden Konsequenzen, Klassen von 30 Schülern in drei Gruppen aufzuteilen. Auf jeden Fall werde man den Eltern die Empfehlung mitgeben, ihren Kinder Ersatzmasken mitzugeben.

Das Schuljahr sei komplett geplant. Es gebe die Kollegen, die der Risikogruppe angehören. „Für sie stellen wir einen Extraraum zur Verfügung, weil das Lehrerzimmer nicht so groß ist.“ Und mit Pausenaufsichten sei das auch nicht optimal.

Sollte ein zweiter Lockdown kommen, werde man auf den Plan B zurückgreifen. „Es lief ganz gut, dass wir auf der Homepage den Schülern Material zur Verfügung stellten, viele Kollegen Videokonferenzen abgehalten haben. Wir vereinheitlichen das jetzt durch ein Lernmanagement-System. Es wird noch nicht zum Start perfekt laufen. Aber wir hoffen, es im Falle des Lockdowns hochfahren zu können .“

In Sachen möglicher „Online-Beschulung“ bei Einschränkungen sei Kevelaer dabei, im Zuge des Digitalpakts Geräte anzuschaffen für die Schüler, deren Eltern sich ein Tablet nicht leisten können. „Wir haben einen Abfragebrief an die Eltern verfasst, wer Geräte benötigt. Die Stadt war schnell und hat Anträge gestellt. Da sind wir sehr gut dran und gut aufgestellt. Der Schulausschuss legt die Mengen fest, gibt den Betrag und die werden dann angeschafft.“

Die Lehrerin ist skeptisch, ob man alle Schüler zum neuen Schuljahr einmal durchtesten sollte: „Ob man da nicht an die Testkapazitätsgrenze kommt? Einfach alle Schüler durchtesten, das hält relativ kurz.“ Wichtiger sei es, dass sich Kinder und Eltern an die Vorgaben halten. „Wenn Kinder und Eltern im Urlaub oder in Risikogebieten waren, dass sie sich an die 14 Tage Quarantäne halten oder sich testen lassen. Es geht nicht nur um die Gesundheit des Kindes, sondern um die Gesundheit aller. Ich gehe davon aus, dass alle Eltern und Schüler so verantwortungsvoll sind.“

Den Hinweis aus dem NRW-Gesundheitsministerium, „dass sich unsere Mitarbeiter und die an Kindertagesstätten freiwillig testen lassen können“, nehme sie gerne auf. „Ich würde das dann auch mal machen.“

Gesamtschule kennt die Situation schon

Für Christoph Feldmann sind Abstand, Maskenpflicht und Hygienemaßnahmen nichts Neues. „Unsere Erfahrungen vor den Ferien hatten wir schon. Maskengebot hatten wir auf dem Schulgelände“, sagt der Schulleiter der Gesamtschule. Jetzt gäbe es die erweiterte Regelung. „Von daher ist das eine neue Situation.“

Angesichts der Notwendigkeit, auch die Bildungsziele mit den Schülern erreichen zu wollen und der Belastung für die Eltern, könne er „nachvollziehen, dass wir eine verantwortungsvolle Normalität erreichen wollen. Das ist schon eine klare Anweisung. Man weiß, worauf es hinauslaufen soll.“ Regelbetrieb in der Schule, das sieht er aber schon als eine Herausforderung. „Das wird ganz anders jetzt sein, weil viel mehr Schüler aufeinandertreffen werden.“

Darüber hinaus bewegt ihn natürlich die Maskenpflicht. „Die spannende Frage wird sein: Wie es ist, wenn Schüler den ganzen Tag die Maske aufhaben, wie sich der Alltag da gestaltet? Das wird für die Schüler ungewohnt und kann belastend sein.“

Die weiteren Regeln treffen auf sein Wohlwollen. „Wir haben Basisuntericht, Kursangebote. Es ist aber so, dass die Infektionsketten nachvollziehbar sein müssen. So gibt es die klare Anwesenheit in Klassen, die nachvollziehbar sein muss, feste Sitzplätze. Darauf sind wir vorbereitet.“ Es gebe Settings, „wo die Masken abgesetzt werden können. Aber sie muss formal getragen werden . Es ist im Sinne des Infektionsschutzes und der Situation geschuldet.“

Desinfektionsspender nutzen, Hände waschen, das Sich-nicht-mehr-die Hand-geben, die Reinigung der Gebäude, all das gelte an der Schule natürlich weiter. „Das ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden.“ Wie sich das Ganze entwickelt insgesamt, das wisse niemand. „Abstand zu halten ist da nicht mehr möglich. Da müssen wir gucken.“

Wenn eine Infektion auftritt, seien die Gesundheitsämter am Zug, wie mit den Klassen, Kursen und Jahrgangsstufen umgegangen werde. „Das wird dann im Einzelfall geprüft. Da gibt es klare Verfahren, die durchlaufen werden. Der Gesundheitsschutz steht da an erster Stelle für alle Schülerinnen und Schüler.“

Man werde „an die Vernunft appellieren“, aber Sorgen mache ihm das eigentlich nicht. „Im Lockdown haben wir sehr verantwortungsvolle Schüler erlebt, wie sie auf die Regeln eingegangen sind. Da muss ich sie loben.“ Das gelte auch für das Tragen der Masken. „Jeder kennt den Ernst der Lage und weiß, dass es um den Gesundheitsschutz geht.“

Von knapp 100 Lehrern der Schule seien tatsächlich nicht viele in der Risikogrupe, sagt Feldmann: „Wir haben ein recht junges Kollegium“, geht er von vielleicht zehn Prozent an Betroffenen aus. „Die sind nicht aus dem Schuldienst raus. Sie können viel zu Hause tun. Es geht darum, den Kontakt mit Infizierten möglichst zu meiden.“ Ob man auch die Risikogrupen-Lehrer separat trennen muss? „Wir haben mehrere Lehrerzimmer im Gebäude verteilt, da stellt sich die Frage nicht so sehr.“

Einen flächendeckenden Test für die rund 1.000 Schüler hält auch Feldmann für wenig aussagekräftig: „Ich bin kein Gesundheitsexperte. Ein Test sagt aber nur was über eine momentane Situation aus, die kann sich am nächsten Tag ja geändert haben.“

Ähnlich sieht er dies für sich und seine Kollegen: „Eine Testung ist punktuell da, hat aber genauso punktuell nur Aussagekraft. Aber ich bin froh, dass es eine Möglichkeit gibt. Dass da ein unbürokratischer Weg besteht, Testungen vorzunehmen, ist eine starke Beruhigung.“

Was den Bildungsstand der Schüler angehe, habe er bisher keine Spaltung feststellen können, so der Pädagoge. „Wir haben mit jedem Schüler Kontakt aufgenommen und versucht, Lücken zu schließen, haben nachgearbeitet. Die Lehrer haben sich intensiv bemüht, Kontakt zu halten und das in gutem Ausmaß.“

Die Gesamtschule sei für den Fall eines zweiten Lockdowns und möglichen Online-Unterrichts gut aufgestellt. „Wir haben Veränderungen vorgenommen. Jeder Schüler erhält eine Email-Adresse, ein Moodle-System, das den Online-Untericht noch effektiver macht.“ Und es würden ja noch „Mittel für die Schüler bereitgestellt, die einen Mangel an digitalen Endgeräten haben und es nicht finanziell stemmen können, auch für Lehrer.“

Rund 10 bis 30 Prozent der Schüler hätten nach einer beim Lockdown (nicht repräsentativen) durchgeführten Umfrage Probleme, das Gerät aus eigenen Mitteln zu beschaffen. „Viele hatten damals Handys und konnten damit die Aufgaben lesen und sehen, aber eine Bearbeitung war so nicht möglich“, berichtet er von seinen Erfahrungen. „Es fehlten Endgeräte wie Drucker.“ So wäre es für die Schüler schwierig gewesen, Aufgaben abzugeben. „Daraus ist unser Rückschluss, das ist Aufgabe des Schulträgers, der das Geld vom Land zur Verfügung hat.“ Er würde sich freuen, wenn die rund 300 betroffenen Schüler ein Endgerät bekämen. „Aber ich bin Realist.“

Grundschule freut sich auf die Schulneulinge

Helga Dückers-Jansen hat knapp eine Woche vor Schulbeginn bereits jede Menge zu organisieren. Die Rektorin der Hubertus-Grundschule wacht über Wohl und Wehe von insgesamt 210 Schülern: „Wir sind erstmals seit langer Zeit wieder dreizügig im ersten Schuljahr, haben 60 Schulneulinge.“ Für die gebe es die Einschulungsfeier am zweiten Schultag. „Wir werden das separat nach Klassen machen, den Wortgottesdienst nicht am Kapellenplatz, sondern vor Ort. Wir werden die Besucherzahl begrenzen müssen auf zwei erwachsene Begleitpersonen pro Kind.“

Wie findet sie die neuen Regelungen? „Eigentlich ist es genauso, wie wir es vor den Ferien auch gemacht haben. Wir haben es als dringende Empfehlung formuliert. Alle hatten eine Maske auf, draußen auf den Fluren, sobald sie fest am Platz saßen nicht mehr. Da ändert sich für uns faktisch nichts.“ Sicher müsse man noch in einigen Fächern umstrukturieren, „dass wir keine Klassen mischen und versuchen, Pausen versetzt zu machen.“ Alles andere wie Händewaschen, Desinfektion und Mund-Nasen-Schutz gelte halt weiter. „Der Unterricht wird möglichst nach Plan stattfinden“.

Wie gut die Kinder das mit den Masken schaffen, werde man sehen. In den zwei Schulwochen vor den Ferien seien sie „sehr gut damit umgegangen. Die Erstklässler hatten Schwierigkeiten und dachten, es geht normal wieder los. Die haben das super mit Abstand und Masken gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass das so weiterlaufen wird.“ Aber es sei „sehr anstrengend, durch die Masken zu atmen.“ Kindern, die von 8 bis 16 Uhr an der Schule wären, sei das dauerhafte Tragen eigentlich nicht zuzumuten.

Auf Online vorbereitet

Was passiert, wenn Infektionen auftreten würden, wisse die Pädagogin nicht: „Es gab Verdachtsfälle in den Familien. Das war schon aufregend. Da hatten wir Kontakt zum Gesundheitsamt. Doch es gab immer grünes Licht.“

Das Thema „Online-Unterricht“ sieht sie entspannt. „Meine Lehrer haben sich in Online-Seminaren fortgebildet. Wir könnten soweit starten, da hakt es an den Endgeräten, die für Schüler angedacht wurden. Die bekommen wir frühestens zu den Herbstferien. Wir können ein Stück weiter arbeiten.“ Wie viel für ihre Schule abfällt, weiß sie noch nicht. „Das ist alles noch sehr schwammig.“

Das bisherige Lernen auf Distanz habe funktioniert. „Wir haben Kinder zu Hause mit Material versorgt.“ Digital konnten zwar nicht alle versorgt werden. „Da haben wir dann Sachen kopiert und vorbeigebracht. So würden wir auch verfahren, wenn es zu der Schließung einer Kindergruppe käme.“ Man habe die Erfahrung gemacht, „dass viele das über das Handy verfolgen konnten. Aber das ist für die Kinder auf Dauer nicht gut. Da müsste es ein anderes Endgerät wie ein Tablet schon geben.“

Mit Spaß und Teamgeist durch die sportliche Lesenacht der Bücherei

Im März fiel der Startschuss zur diesjährigen sportlichen Lesenacht der Bücherei Twisteden. 24 Grundschulkinder stellten sich der Herausforderung, die sportlichen Aufgaben zu meistern. Nach ausdauerndem Training begrüßte das Vorbereitungsteam um 19 Uhr die kleinen Sportler standesgemäß in der Sportarena im Tennishaus in Twisteden.

Der Abend startete mit einem Aufwärmprogramm. Bereits dabei wurde die Ausdauer und Fitness der Teilnehmer deutlich. Vier Mannschaften zeigten ihre Fähigkeiten in verschiedenen Disziplinen. Unter sportlicher Leitung von Heike wurde bei einem Quiz das sportlerische Denkvermögen im Allgemeinwissen getestet. Welche Farbe kann eine Biene nicht sehen? Wie lange lebten die Dinosaurier auf dieser Erde? Und welches ist der stärkste Muskel beim Menschen? Alle Teams konnten mit meisterhaften Leistungen glänzen.

Ein Wettkampf nach dem Motto „Dabei sein ist alles“

Dann durfte jeder  im Einzelwettkampf am Ipad mit Fiete sein Können beim Ski Cross zeigen. Die Wettkämpfer wurden von ihren Mitstreitern kräftig angefeuert. Im Schneeanzug stürzte sich Fiete die waghalsige Piste hinunter. Sprünge über Felsen, Überholmanöver und Höhenflüge zeichneten den Wettkampf aus. Und nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ wurden auch Niederlagen gefeiert.

Das Vorbereitungsteam.

Auspowern durften sich die Mannschaften bei Hannah und Karin. In verschiedenen Disziplinen wurden Schnelligkeit, Geschick und Kräfte gemessen. Beim Staffellauf mussten die Kinder mit einem Ball zwischen den Knien möglichst schnell einen Parcours bestreiten. Danach wurden die Wurffähigkeiten getestet. Ein Teebeutel sollte möglichst weit geworfen werden, jedoch nicht mit den Händen, sondern mit dem Mund. Zum Schluss ging es ins finale Kräftemessen mit der Hantelchallenge. Hierbei traten immer zwei Kinder gegeneinander an. Jeder bekam eine Hantel in die Hand und musste dann den Arm im 90° Winkel vom Körper ausstrecken. Gewonnen hatte derjenige, der am längsten den Arm oben halten konnte. Bei allen Disziplinen stand allerdings eher der Spaß als der Wettkampfgedanke im Vordergrund.

Zur Stärkung gab es bei Claudia und Christina passende Häppchen für den Muskelaufbau. Zur Fitness am Morgen durften die Kinder sich ihr persönliches Müsli zusammenstellen. Mit Haferflocken, Nüssen und Trockenfrüchten konnte jeder sein ganz persönliches Powermüsli mischen. Zum schnellen Aufladen der Kraftreserven wurden mit frischem Obst Getränke gemixt. Erdbeeren, Himbeeren, Papaja, Bananen und Äpfel wurden zu wahren Vitaminbomben zerkleinert.

Flaschen wuren zur olympischen Flagge

Auch der kreative Wettkampf durfte nicht fehlen. Bei Rita und Ulrike wurde fleißig gewerkelt. PET Flaschen wurden zur olympischen Flamme. Und das olympische Feuer wurde von den Kindern mit nach Hause getragen.Solange die Fackel brennt, sollen alle ihre Streitigkeiten ruhen lassen. Auch die fünffarbigen ineinander verschlungenen Ringe als Symbol für die fünf Kontinente der Welt wurden von den Sportlern selbst gestempelt. Die Kunstwerke zieren nun die Wände der Kinderzimmer.

Entspannung und Erholung gab es für die Mannschaften im Wellnessbereich bei Marianne. Bei Massagen mit Igelbällen und sonstigen Gerätschaften wurde die beanspruchte Muskulatur gelockert. Eine Ölmassage brachte ein vollkommenes Wohlbefinden und einige Sportler wollten die Räumlichkeiten gar nicht mehr verlassen. Zum Abschluss wurden alle mit einer Urkunde geehrt. Die Leistungen haben dazu beigetragen, dass der optimale Spaßfaktor erreicht wurde und um die weiteren Rekorde messen zu können, erhielten alle einen „Zollstock“. Nach einem Fackellauf mit lautstarkem „We are the Champions“ durch die Dunkelheit wurden alle Sportler sichtlich erschöpft von ihren Eltern wieder in Empfang genommen.

Die Veranstaltung hat stattgefunden, bevor die ersten Covid-19-Schutzmaßnahmen in Kraft getreten sind.

Schulen zeigen stabile Entwicklung

Der Schulentwicklungsplaner Wolf Krämer-Mandeau aus Bonn stellte beim Schul- und Sportausschuss die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes für die Schulen der Stadt Kevelaer vor. Seine Grundthese lautete, dass „die Zuwachserwartung auf Einstiege in die laufenden Klassen nicht mehr so verlaufen“ wird, „wie wir sie einmal hatten.“ Die Kevelaerer Grundschulen könnten im nächsten Jahr mit ansteigenden Schülerzahlen rechnen, würden aber Werte wie im Jahr 2000 nicht mehr erreichen. Der Schnitt von etwa 240 Kindern pro Jahrgang werde „ein wenig absinken und dann wieder etwas ansteigen.“

Die Entscheidung, eine Gesamtschule einzurichten, „war richtig“, betonte der Schulentwicklungsplaner. Die Gymnasien hätten grundsätzlich eine Jahrgangsstufe verloren, jetzt werde man sie „wiederfinden“. Wie sich das räumlich gestalte, sei dabei eine Kernfrage. Fast alle Gymnasien hätten nicht nur die Klassen 10 abgebaut, sondern im Verdrängungswettbewerb untereinander eine Entwicklung hin zu kleineren Zahlen genommen. „Das macht es leichter, sich an G9 heranzutasten.“ Da sei eine Grundfrage, ob es G9 in Verbindung mit dem Ganztag geben könne. Das KvGG habe „untypischerweise“ das hohe Niveau seiner Schülerzahlen gehalten. Dort gebe es keine große Neigung zum Ganztag. „Machen Sie als Schulträger Ganztag mit der Gesamtschule oder einen eigenen Ganztag?“, das sei da die Frage.

Der Anteil derjenigen, die Eltern werden könnten, werde in den nächsten Jahren dramatisch zurückgehen. Allerdings zähle Kevelaer in Sachen Geburten in den letzten Jahren mit zu den stärksten Städten in NRW. „9,8 Kinder auf 1000 Einwohner ist im Land ein Spitzenwert.“ Für die Grundschulen bedeute das, dass „die Vier- bis Fünfzügigkeit in der Innenstadt in den nächsten Jahren gefestigt“ werden wird. Für die St. Antonius-Grundschule prognostizierte er stabile Zahlen um die 80 Anmeldungen. St. Hubertus werde zwischen Zwei- und Dreizügigkeit liegen. „St. Norbert wird in 20 Jahren der jüngste Stadtteil“ sein, sagte er voraus. Der Standort Overberg mit seinem Teilstandort werde sicher „in die Dreizügigkeit hineingehen.“

Pendlerbewegungen zur Realschule in Geldern

Was den Wechsel zu den weiterführenden Schulen angeht, besuchten aktuell zehn Prozent der Schüler nach dem Ende der Realschule und des Gesamtschul-Standortes Weeze jetzt eine Realschule außerhalb Kevelaers. Es sei die Aufgabe der Gesamtschule, sich zu fragen: „Sind wir in vollem Umfang Realschule, Gymnasium und Hauptschule?“ Es gebe Pendlerbewegungen zur Realschule nach Geldern, sogar zu mehreren öffentlichen Gymnasien außerhalb Kevelaers – man spreche da für Kevelaer von bis zu 70 Auspendlern. „Wir müssen mit einem Viertel der Schüler leben, die Angebote außerhalb nutzen. Das verstehe ich nicht.“

Der Experte zeigte sich überzeugt, dass das Gymnasium locker eine Vierzügigkeit schaffen könne.  Der Befund könne Anlass sein, „intern mit Ihren weiterführenden Schulen zu beraten, was können wir da besser machen, um darauf zu reagieren.“ Es gebe allerdings kaum jemanden, der sich von draußen für Ihre Schulen interessiert. „Hier schlummern Kapazitäten und warten auf den Prinzen, der vorbeikommt“, meinte er fast literarisch. Die Gesamtschule werde sich zwischen 140 und 160 Anmeldungen bewegen – also eine Sechszügigkeit haben, die in den Räumlichkeiten sehr gut machbar sei „zu sehr guten Bedingungen“. Aktueller Stand seien 149 Anmeldungen. Der Gesamtschulleiter Christoph Feldmann unterstrich, dass es bei ihm „genug Räume“ gebe. „Das Problem ist der Ganztag und die Anordnung der räumlichen Struktur.“ Da gebe es noch Möglichkeiten der Erweiterung, gestand er zu, da „auf hohem Niveau“ zu klagen.

Christoph Feldmann und Tristan Tiedtke von der „AG Oberstufe“ erläuterten das Konzept für die Gesamtschul-Oberstufe, die in ca. fünf Monaten gestartet wird. Man sei da mit Fortbildungen und anderen Maßnahmen seit zwei Jahren in der Planung. Tiedtke machte deutlich, dass man „nichts anderes als am Gymnasium“ mache. „Das ist haargenau das Gleiche, auch die gleichen Prüfungen.“ Man habe die Quote der potenziellen Oberstufenschüler/innen von 3,4 Prozent auf ungefähr 30 Prozent hochgedrückt. Aktuell gebe es 82 potenzielle Oberstufenschüler/innen, von denen voraussichtlich wohl 60 den Zugang erhalten werden.

Unterschiedliche Taktungen der Schulstunden würden Kooperation erschweren

Einer Kooperation mit dem Gymnasium stehe man nicht ablehnend gegenüber, unterstrich Feldmann. „Aber ich habe den Eindruck, dass die Stadt sehen möchte, dass wir als Gesamtschule eine Oberstufe bilden können und ein Abitur machen, das eigenständig schaffen. Das können wir und das ist möglich.“ Eine Kooperation sei schon aufgrund der verschiedenen Taktungen der Schulstunden nicht einfach – 45 Minuten bei der Gesamtschule, 67 Minuten beim Gymnasium.

Einstimmig verabschiedete der Ausschuss abschließend die weitere Durchführung des „Verlässlichen Halbtages“ für das Schuljahr 2020/21. Die CDU machte dabei den Vorstoß, das Angebot nicht nur für ein Jahr, sondern unbegrenzt weiterlaufen zu lassen, fand damit durchaus die Sympathie der Vertreter von SPD, Grünen und FDP. Die Verwaltung machte allerdings klar, dass es nicht sinnvoll sei, so vorzugehen, da man nicht wisse, ob man dafür dann neue Beitragsstrukturen braucht. „Das wäre dann kein gutes Signal“, meinte Ulrich Berns. Das solle man dann lieber sorgsam vorbereiten.

Im Reich der Fantasie

Im Zuge des bundesweiten Vorlesetages durften die Grundschüler in Winnekendonk und Kervenheim spannende Geschichten hören. Begleitet von ihren Klassenlehrern versammelten sich die Kinder der Overberg-Grundschule auf dem Schulgelände nahe der Stellwände. Darauf wurde erklärt, warum das Lesen so unglaublich wichtig ist.

Die Schulleiterin Margarete Wahlen begrüßte alle Vorleser und Kinder herzlich, bevor sie gemeinsam das Lied „Lesen heißt auf Wolken liegen“ zur Einstimmung sangen.

Danach hielten erstmal alle Vorleser für die erste Vorlesezeit ihre Schilder mit dem jeweiligen Buch hoch, um das sich die Jungen und Mädchen versammelten. Diese hielten stolz eine richtige „Eintrittskarte“ wie im Kino in der Hand. Die Schüler verschwanden danach mit ihren Vorlesern in den jeweiligen Vorleseraum. Schließlich wurden es 14 Erst- bis Viertklässler-Gruppen, deren junge Teilnehmer es sich entweder im OGS-Raum, dem Diffraum im Altbau oder den Klassenräumen mit Sitzkissen und Schmusetier gemütlich machten, um den Geschichte zu lauschen.

Bürgermeister Dominik Pichler las auch vor.

Auch Bürgermeister Dominik Pichler hatte es sich nicht nehmen lassen, seinen Beitrag zum Gelingen des Vorlesetages zu leisten. Er nahm “seine“ Gruppe mit in die „Bücherei“.

„Ich hab mich spontan für Jim Knopf und die wilde 13 entschieden“, unterstrich der erste Bürger der Stadt, dass Lesen mit den Kindern auch zuhause hochgehalten wird. „Meine Frau Silvia liest jeden Abend vor, und ich, wenn ich da bin.“

Von Ottfried Preußlers „Die kleine Hexe“ über Pausewangs „Räuber Grabsch im Keller” bis zu den „Drei ??? Kids“ reichte die Palette der spannenden Geschichten. Nach einer Dreiviertelstunde gab es eine kurze Pause, bevor die zweite Lesezeit mit den Kindern einsetzte.

Vorleser haben viel Spaß in Kervenheim

Parallel dazu lief das Ganze genauso auch am Schulstandort Kervenheim ab, wo sich die Lehrer mit den Kindern in den Klassenzimmern, in der OGS und der Küche tummelten.

Auch hier bekamen die Kinder Bücher wie „Armstrong“ von Torben Kuhlmann, wo sich eine wissbegierige Maus in Richtung Mond aufmachen will, oder auch Herrn Schnarchs Erlebnissen im Gute-Nacht-Hotel in „Wer schnarcht im 13. Stock“ von Wade Bradfort vorgelesen.

Großen Unterhaltungswert hatte dabei die Duett-Lesung von Margarete Wahlen mit dem Kervenheimer Ortsvorsteher Martin Brandts, die die Geschichte „Du spinnst wohl“ von Pannen nach den guten Erfahrungen des letzten Jahres einfach nochmal lasen.

Die lebendig geschriebene Geschichte von der Spinne Karl-Heinz, die die Stubenfliege Bisy fängt, aber es einfach nicht übers Herz bringt, sie als Weihnachtsschmaus zu vertilgen und sich nach und nach mit ihr befreundet, brachten die beiden mit soviel schauspielerischem Enthusiasmus rüber, dass sie zwischenzeitlich über sich selbst lachen mussten, und die Kinder mit.

Dominik Pichler war in Kervenheim auf „Ronja Räubertochter“ umgestiegen. Seine Dritt-und Viertklässler erwiesen sich doch als recht unruhig , so dass die Lehrerin immer wieder die Kinder ermahnen musste. Entspannter ging es in der Klasse von Birgit Manten zu , die aus „Spring doch, sagt die Hexe“ von Anke Thiemann zehn ungewöhnliche Mutprobengeschichten vorlas. „Es war ganz harmonisch, die haben toll zugehört, Es war richtig schön.“

Am Ende gab’s für alle Vorleser ein kleines Präsent, ein großes „Dankeschön“ der Kinder. Mit dem Schullied „Aufstehen – aufeinander zugehen“ endete der Vorlesetag, der junge Menschen für zwei Stunden ins Reich der Fantasie entführt hatte.

Hintergrund

Der bundesweite Vorlesetag fand in diesem Jahr bereits zum 16. Mal statt. Jeden dritten Freitag im November wird in den Schulklassen der Republik gelesen und zugehört.

Der Vorlesetag ist eine Initiative der „Zeit“, der „Stiftung lesen“ und der „Deutsche Bahn Stiftung.“ Nach den Anmeldungen im Vorfeld haben sich laut der Internetseite des „Vorlesetags“ in diesem Jahr 692.091 Lesende und zuhörende Kinder bundesweit zusammengefunden.