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Von der Messe mit Anmeldung bis zum Online-Gottesdienst

So feiern die Kirchen in Kevelaer Ostern

Die Planungen für die Ostertage standen in allen Kirchengemeinde der Wallfahrtsstadt fest. Nach der letzten Ministerpräsidentenkonferenz wurden sie nun nochmal neu überdacht.  „Wir waren geschockt und fragten uns, was denn eine Osterruhe sei“, sagt Pastor Andreas Poorten von St. Antonius.

Weihnachten wird anders

„Wir tasten uns vor von Woche zu Woche“, sagt Pfarrer Gregor Kauling, „jedoch, wir können auch nicht zu spät beginnen, diese besondere Herausforderung anzunehmen und Weihnachten für die Menschen unter guten Voraussetzungen, besonders bezüglich der Hygieneanforderungen, für die Weihnachtsgottesdienste zu organisieren. Sonst ist dies alles mit dem Pfarrbrief gut bekannt zu geben.“

Dr. Rainer Killich ergänzt: „Jetzt wird es Flyer geben, die den Besuchern helfen sollen, sich gut zurecht zu finden. Es werden Anmeldungen erforderlich sein. Anders ist es in diesem Jahr nicht zu machen.“

„Auch stellen wir schon Überlegungen an, die Sternsinger nur online in Erscheinung treten zu lassen, weil Hausbesuche zurzeit kaum möglich sind“, erklärt Kauling. „Das wird eine gemeinsam Aktion mit St. Antonius werden.“ Man habe sich schon mit Pastor Poorten vorbesprochen.

Für den Besuch der verschiedenen Weihnachtsgottesdienste wird es Zugangskarten geben. Auf diesen werden dann auch die Kontaktdaten erfasst, die nach vier Wochen vernichtet werden.

Die Zugangskarten kann man nur persönlich abholen am geöffneten Spreekkamer – Fenster des Priesterhauses (links neben dem Haupteingang), ausschließlich an den ersten beiden Adventswochenenden: am Samstag, 28. November und am Samstag, 5. Dezember, jeweils von 10 bis 16 Uhr, sowie am Sonntag, 29. November und am Sonntag, 6. Dezember, jeweils von 10 bis 13 Uhr. Einmal ausgegebene Zugangskarten werden nicht wieder zurückgenommen oder getauscht. Wenn Familien untereinander tauschen, sei das hingegen kein Problem, ergänzt Pfarrer Gregor Kauling und betont: „Eine Zugangskarte pro Person sei unbedingt erforderlich, hier ist auch eine Eigenverantwortung gefragt.“

Unter freiem Himmel sei das nochmal anders, aber auch hier werde es Ordner geben. Ganz sicher werde es auch Gottesdienste geben, die gestreamt würden, damit mehr Menschen an den Gottesdiensten teilnehmen können, dies sei ja zurzeit tatsächlich nur sehr begrenzt möglich. Auch das sei noch in der Planung, meint Kauling. „Und so wird es nicht nur eine, sondern drei Christmetten geben, damit wir bei festen Plätzen, die Abstände gewährleisten“, ergänzt Dr. Rainer Killich. „Jede zweite Bank wird gesperrt sein. Familien bekommen große Bänke mit max. sechs Personen.“

Die zu verschiedenen Zeiten angebotenen Krippenfeiern werden für die Familien und die Kinder gut vorbereitet. Diese Wortgottesdienste werden frei gestaltet und draußen stattfinden. Pastoralreferent Dr. Bastian Rütten erklärt: „Das werden in diesem Jahr keine Krippenspiele sein, wie wir sie kennen.“ Aber es sollen kindgerechte Krippenszenen geben, die durch eine Erzählung und mit Musik eine weihnachtliche Atmosphäre schaffen.

Für diese organisatorische Herausforderung werden wieder Ordner gesucht. Einige Menschen hätten sich schon bereit erklärt, sich ehrenamtlich zu engagieren, freut sich Kauling. Während des ersten Lockdowns habe es schon gut geklappt mit Menschen aus der Bruderschaft oder Erzieherinnen, als die Kindergärten geschlossen waren. Aber es seien noch nicht genug.

Besondere Angebote würde es auch in der Adventszeit geben. Rütten würde sich freuen, wenn man nochmal eigene Rituale in der Familie aufleben lassen könne in dieser besonderen Zeit. Auch überlege man, zu Ruhe oder Meditationen in der Kirche oder auf den Kapellenplatz einzuladen für kurze Zeiten, vielleicht für zehn Minuten.

Rütten hofft, die Familien einzuladen in die Kirche, um zu sehen und zu erleben, wie die Krippe wächst in der Adventszeit, um so die Weihnachtsbotschaft lebendig zu halten für die Familien. Mit diesen Vorbereitungen glaube man und hoffe man, so Pfarrer Kauling, dass man Hoffnung schenken könne und so gut in das neue Jahr gehen könne.

„Hunger nach Halt, Sinn und Orientierung“

Radio Horeb ist ein bundesweiter christlicher Radiosender mit Hauptsitz in Balderschwang im Allgäu. Seit mehr als 21 Jahren ist dieses christliche Radio auf Sendung. Neben Pfr. Dr. Richard Kocher als Programmdirektor arbeiten bei Radio Horeb Hunderte Referenten, 54 hauptamtliche Mitarbeiter sowie rund 1000 Ehrenamtliche mit. Gemeinsam bieten sie den Hörern rund um die Uhr ein fundiertes, interaktives christliches Programm. Über DAB+, über die Radio-Horeb-App, digitales Kabel und Satellit empfangbar bereichert der Sender mit Liturgie und Gebet, Lebenshilfe, christlicher Spiritualität, Nachrichten und Musik. Dabei finanziert sich Radio Horeb ausschließlich durch Spenden.

Seit 2003 ist Rüdiger Enders Mitarbeiter bei Radio Horeb. 2014 konnte er durch eine Medienkooperation zwischen der Wallfahrtsleitung Kevelaer, dem Bistum Münster, EWTN, katholisch.de und Radio Horeb ein eigenes Büro in der Maasstraße 2 in Kevelaer eröffnen. Jeden Samstagabend werden die Vorabendmessen um 18.30 Uhr aus der Basilika übertragen. Aktuell sendet EWTN unter der Woche um 11.30 Uhr zusätzlich die Hl. Messen und nachfolgende Gebete und Impulse aus Kevelaer. Daneben ist Rüdiger Enders für die Öffentlichkeitsarbeit in ganz NRW zuständig, begleitet Übertragungen im Rahmen der „Pfarrei der Woche“ aus fünf Bistümern und kümmert sich bei Interesse um die Einspeisung des Senders in die Krankenhäuser und Altenheime.

Zunahme der Zugriffe

Seit der Corona-Krise ist viel Bewegung in den christlichen Sender gekommen. Die Zugriffe auf die Homepage www.horeb.org haben laut Rüdiger Enders exponentiell zugenommen. „Diese Krise zeigt uns allen, wie groß der Hunger der Menschen nach Halt, Sinnhaftigkeit und Orientierung, letztlich nach Gott ist! Und wir von Radio Horeb möchten gerne helfen, damit die Menschen in dieser Zeit wieder Gott und damit die innere Mitte ihres Lebens finden!“

Auch persönlich erlebt der dreifache Familienvater und ausgebildete Bankkaufmann durch die Krise die Zeiten des Gebets, der Bibellesung und Meditation viel bewusster: „Wir sind nun eingeladen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und eine persönliche Beziehung zu Christus aufzubauen oder zu vertiefen.“ Seine Hoffnung ist, dass durch Corona eine nachhaltige Gebetsbewegung für Deutschland ausgelöst wird. Die augenblickliche Krise sieht er als Chance der Neuorientierung. Er erlebe nun oft täglich, gerade auch von älteren Menschen, eine große Dankbarkeit für die Anwesenheit der Medien in Kevelaer und deren Nutzung zur Übertragung von Gottesdienstangeboten und Gebetssendungen.

Seit der mit der Corona-Krise einhergehenden Beschränkung öffentlicher Gottesdienste bietet Radio Horeb nun drei Messübertragungen an. Neben der hl. Messe mit Papst Franziskus um 6.55 Uhr gibt es um 9 Uhr (Sonntag 10 Uhr) und um 18 Uhr (Samstag 18.30 Uhr) die Möglichkeit, die hl. Messe über Radio Horeb von zu Hause aus mitzufeiern. Viele Menschen, so die Erfahrung des Medienexperten, haben gerade jetzt Anfragen an ihr Gottesbild. Wie kann Gott so eine Krise oder so viel Leid in der Welt zulassen?, fragen sie sich. Auf diese berechtigte Frage gibt nun eine eigene Predigtreihe von Programmdirektor Pfr. Dr. Richard Kocher Antwort, die auch auf der Internetseite von Radio Horeb abrufbar ist.

Heilungsgottesdienste aus Balderschwang

Ganz neu ist auch eine eigens eingerichtete Seelsorgesprechstunde von Radio Horeb. Gemeinsam mit anderen hat Rüdiger Enders in den letzten Tagen und Wochen viele Priester gewinnen können, die zehn Stunden wöchentlich für alle Menschen über Telefon da sind, die Seelsorge wünschen oder Gesprächsbedarf haben. Verstärkt gibt es auch auf Radio Horeb in Zukunft Heilungsgottesdienste aus Balderschwang, an denen man mittels Radio oder per Internet teilnehmen kann. All diese Angebote werden bisher sehr gut angenommen.

„Jede Krise ist gewöhnlich auch eine Chance. Die wollen wir gerne nutzen!“, so der Mitarbeiter des Senders. Freuen würde sich Rüdiger Enders über weitere Ehrenamtliche für die Messübertragungen aus der Basilika, über Rosenkranz-Mitbeter für Übertragungen aus seinem Büro oder über Christen, die bereit sind, sich über das, was für sie Glaube als unverzichtbare Basis für ihr Leben ausmacht, auszutauschen. Bei Interesse ist Enders auf mehreren Wegen zu erreichen: per E-Mail ruediger.enders@radiohoreb.org, Tel. 02832/1239458 oder Handy 01511-7351285.