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Ein Ball für König Keysers

Am Freitag war Königsball bei der St.-Hubertus-Gilde Keylaer für König Fabian Keysers mit Königin Marie Weber sowie Adjutant Heinz-Gerd Peters mit seiner Frau Claudia und Prinz Jan Schiffer mit Adjutant Theo Wilbers. Nach dem Einzug der Abordnungen der geladenen Ehrengäste, Vereine und Verbände (davon gab es 19) spielte die „X.O. Band“ zum Tanz auf, den das Königs- und das Adjutantenpaar mit dem Ehrentanz eröffneten. Als die Gäste nach einer Zugabe riefen, stellte Vize-Präsident der Gilde und Vater des Königs Theo Keysers lächelnd fest: „Das hat er jetzt seinem Vater voraus; bei ihm hat nach dem Tanz keiner Zugabe gerufen.“

Verlosung

Von der Schießgruppe gab es wie in jedem Jahr eine attraktive Verlosung zugunsten der Jugendarbeit.

Die Sankt Hubertus-Gilde ist ein Verein mit über 170 Mitgliedern. Dass es mit Fabian Keysers in diesem Jahr einen so jungen König gibt, liegt an der Altersstruktur der Gilde, die sehr ausgewogen ist. Viele junge Mitglieder stießen in den letzten Jahren zum Verein, sodass dessen Fortbestand gesichert scheint. Pflege des Schießsports, Jugendförderung, Unterhaltung des Vereinsheimes, Pflege der Hubertuskapelle zu Keylaer, Errichtung und Unterhaltung von Anlagen, um die zuvor aufgeführten Aufgaben zu gewährleisten, sind die Ziele der Gilde. Zur Pflege des Schießsports und zur Jugendförderung unterhält die Gilde eine Schießgruppe.

Früher mit Festessen

Alljährlich zum Hubertustag am 3. November begeht die Gilde ihre Kirmes. In früheren Zeiten wurde zur Kirmes eine gemeinsame Heilige Messe gefeiert. Danach traf man sich zu einem Festessen. Nach dem Essen verteilten sich die Gildenbrüder auf die umliegenden Bauernhöfe der Mitglieder und feierten ihre Kirmes. Seit 1960 wird die Hubertuskirmes in der jetzigen Form mit einem Festzelt durchgeführt. Ein Höhepunkt der Kirmes ist heute der Königsball am Kirmesfreitag.

Die Hubertuskirmes ist mit ihrem Programm ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Kevelaer geworden. Der jüngste König in der Geschichte der Gilde und seine Königin genossen offensichtlich den zu ihren Ehren veranstalteten Abend.

Integration kommt ins Rollen

Es heißt, Rad fahren verlernt man nie. Das setzt aber voraus, es irgend wann einmal gelernt zu haben. Auf viele der in Kevelaer lebenden Flüchtlingsfrauen trifft das allerdings nicht zu. In ihrer Heimat wurde ihnen häufig nur ein begrenzter Aktionsradius zugestanden. Rad fahren passte da nicht ins Konzept, wenngleich viele Männer dort durchaus auf zwei Rädern unterwegs waren.
Der „Runde Tisch Flüchtlinge“ (RTF) möchte das nun ändern und auch nach Kevelaer geflohenen Frauen helfen, das Rad fahren zu erlernen. „Anfangs ging es um Grundbedürfnisse wie Kleidung“, beschreibt Ulrich Hünerbein-Ahlers vom RTF die Motivation des Vereins, „jetzt geht es um Integration“. Die Idee zur jetzt geplanten Aktion stammt von der Caritas, die über ein ADFC-Projekt in Wesel darauf aufmerksam geworden ist.
Während Kinder – auch jene, die als Flüchtlinge hierher gekommen sind – meist mutig ans Rad fahren herangehen und nach wenigen Anläufen halbwegs sicher darauf unterwegs sind, haben Erwachsene, die noch nie auf der Fiets gesessen haben, oft großen Respekt davor. „Wir orientieren uns an einem erfolgreichen Projekt aus Krefeld“, schildert Hünerbein-Ahlers. Einmal pro Woche gibt es dort auf einem Schulhof ein Radfahrtraining für Flüchtlingsfrauen. „Dort hat man die Erfahrung gemacht, dass die Frauen oft Angst vor dem Losfahren und dem Bremsen haben.“ Die simple Lösung sei die, die sich auch für Kinder seit Jahren durchgesetzt hat: das Laufrad. Und weil wohl kaum so ohne weiteres Laufräder für eine größere Gruppe Erwachsener zu bekommen sind, sollen kurzerhand von der RTF-Fahrradwerkstatt, die schon länger Fahrräder für Flüchtlinge herrichtet, Räder mit niedrigem Einstieg genommen und vorübergehend von ihren Pedalen befreit werden.
Um dieses Angebot realisieren zu können, sucht der RTF nun ehrenamtliche Helfer, genauer Helferinnen. Es geht darum, beim Training die Fahrräder zu stabilisieren, also am Gepäckträger oder Sattel mit anzufassen, bis sich die Frauen sicher auf dem Rad fühlen. „Wahrscheinlich muss man auch mal an der Schulter festhalten“, vermutet Hünerbein-Ahlers. Daher sollten diese Aufgabe Frauen übernehmen. Aufgrund der kulturellen Unterschiede dürften sich die Flüchtlingsfrauen dabei wohler fühlen – und vermutlich werden auch deren Ehemänner genau beäugen, was ihre Frauen da machen.
Jeder kann helfen
Rollen und bremsen die Flüchtlinge mit den „Laufrädern“ sicher, soll der nächste Schritt das richtige Fahrrad sein. Am Ende der Aktion ist eine Radfahrprüfung mit der Polizei geplant – wie in der Grundschule. „Das haben wir auch schon für die Flüchtlinge gemacht, die bereits Rad fahren konnten“, erinnert sich Hünerbein-Ahlers.
Besondere Fähigkeiten müssen die Helferinnen nicht mitbringen, Jung und Alt sind gleichermaßen willkommen. Auch die Sprache dürfte kein Problem darstellen. „Wir haben mittlerweise in jeder Gruppe zwei bis drei Flüchtlinge, die recht gut Deutsch sprechen“, weiß Daniel Heinrichs, der beim RTF Flüchtlinge über Sportangebote integriert. Zudem sei es sicher auch nicht nötig, jede Woche mithelfen zu müssen. „Wir wollen ein Team bilden, das sich dann selbst organisiert“, betont Heinrichs.
„Wenn auch die Frauen Rad fahren können, können sie ihre Kinder in den Kindergarten fahren oder gemeinsam mit Mann und Kindern unterwegs sein“, hofft er. Das fördert zudem das Selbstbewusstsein und bringt sie aus der Wohnung heraus unter Menschen – einer der wichtigsten Schritte zur gelungenen Integration.

Unverbindlicher Infoabend
Wer Interesse hat, dieses Integrationsprojekt zu unterstützen, kann sich zunächst bei einer Informationsveranstaltung unverbindlich die Details anhören. Das Treffen dafür ist am Mittwoch, 14. November, um 20 Uhr im Raum 107 in der Öffentlichen Begegnungsstätte, Bury-St.-Edmunds-Straße. Vorabinfos gibt es auch per E-Mail unter info@rtf-kevelaer.de.

Ein famoses Turnier

In Twisteden trug der „Nitz-Fritz-Club-2015“ bei goldenem Oktoberwetter seine dritte Boule-Meisterschaft aus. „Wir waren total motiviert und mittelmäßig darauf vorbereitet“, gestanden die Gründungsmitglieder Kay Fritz und Marcel Nitzsche nach Beendigung des sehr fairen Turniers. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern und Neuzugängen aus dem vergangenen Jahr, Daniel Verfürden und Achim Spitz, – die mindestens genauso gut vorbereitet waren –, trafen sich die vier Mitglieder des „Nitz-Fritz-Clubs 2015“ auf der Boule-Bahn am idyllisch gelegenen Minigolfplatz in Twisteden.

Sie begrüßten sich traditionsgemäß und ganz nach französischer Sitte mit Rotwein, Baguette und Camembert. „So konnten wir schon zu Anfang und in Ruhe die Boule-Bahn analysieren“, erklärten die in sich ruhenden Spieler. Denn jede Aufregung sollte vor einem so wichtigen Turnier vermieden werden. Die Boule-Anlage zeigte sich den Spielern wieder einmal – wie auch bei den vorangegangenen Meisterschaften – in einem sehr guten Zustand. Dennoch verlangte sie den Spielern einiges ab. Denn auch auf der Boule-Bahn machte sich die lange Trockenheit des Sommers bemerkbar. „Stellenweise war die Bahn hart wie Beton, dabei lief die Kugel wie auf Schienen“, erklärte Kay Fritz, „an der anderen Stelle aber war sie wieder weich wie unser mitgebrachter Camembert, dann blieb die Kugel nach der Landung an Ort und Stelle in einem Sandbunker liegen“, berichtete das Gründungsmitglied weiter.

Pokale beflügeln

Aber genau das sind die Herausforderungen einer solch wichtigen Meisterschaft. Je zwei Team-Mitglieder bildeten eine Mannschaft. Gespielt wurde nach den deutschen Regeln des Boule-Verbandes und um begehrenswerte Pokale. Diese Neuerung beflügelte den Ehrgeiz eines jeden Spielers. Eröffnet wurde das Turnier um 18.10 Uhr durch Team Eins mit Marcel Nitzsche und Achim Spitz, die auch gleich das erste Spiel mit 13:2 gewannen. Zu diesem Zeitpunkt machte sich ein leichter Trainingsrückstand von Team Zwei mit Daniel Verfürden und Kay Fritz bemerkbar. „Die sportliche Fitness ist bei diesem Sport schon nicht so unwichtig“, erklärten die Mitstreiter. Zwar sei es ein Sport ohne Stress und Hektik und so ziemlich genau das richtige für Männer und Frauen ab dem vierzigsten Lebensjahr. Aber dennoch erfordere es eine nicht unerhebliche Anzahl an Laufschritten mit Auf-und Ab-Bewegungen. „Dennoch kann man sich dabei noch prima über das Weltgeschehen und Familienereignisse unterhalten“, beschwichtigten Kay Fritz und Marcel Nitzsche.

Die anschließende zweite Runde verlief auch wesentlich spannender. Team zwei mit Daniel Verfürden und Kay Fritz konnte das Spiel mit 12:13 für sich verbuchen. Aufgrund der herannahenden Dunkelheit wurde die doch von eher wenig, beziehungsweise gar keinen Zuschauern besuchte Meisterschaft mit einem mobilen LED-Strahler beleuchtet.

Liebevoll angestrahlt liefen die beiden Mannschaften im dritten und letzten Spiel (gerne hätten die Mannschaften noch eine weitere Runde gespielt, doch die Batterie des Strahlers versagte ihren wichtigen Dienst) zur Tageshöchstform auf. Team Eins konnte diese schon fast aufregende Partie mit 13:11 für sich entscheiden.

Gegen 21 Uhr – die totale Finsternis hatte bereits eingesetzt und auch herbeigeholte Taschenlampen brachten nur noch wenig Licht ins Dunkel – stand das Siegerteam mit Marcel Nitzsche und Achim Spitz eindeutig fest. Sie freuten sich riesig über die gewonnene Meisterschaft und den Gewinn des größten Pokals. Aber auch das zweite Team mit Daniel Verfürden und Kay Fritz konnte sich über einen kleineren Pokal freuen. „Mitmachen ist alles“, so ihr einstimmiger Tenor. Bei einer anschließenden Siegesfeier wurde das Spiel bis ins Detail analysiert und die Sieger gefeiert.

Auch im kommenden Jahr möchte der „Nitz-Fritz-Club-2015“ eine Boule-Meisterschaft in Twisteden austragen.

Sind die Bäume noch zu retten?

Für vier bis fünf grüne Gesellen kommt jede Hilfe zu spät. Das geht eindeutig aus dem Gutachten hervor, das im Frühjahr in Auftrag gegeben wurde. 95 Bäume wurden von einem externen Gutachter im Rahmen der geplanten Maßnahmen zur Stadtkernerneuerung untersucht. Mit dem jetzt veröffentlichten Ergebnis beschäftigt sich auch der aktuelle Newsletter der Stadt. Zentrale Aussage: „Der allergrößte Teil der 95 Bäume, die begutachtet worden sind, kann aufgrund des Zustandes erhalten bleiben.“

Keine Zeit für Jubel

Doch für Jubel bleibt keine Zeit, denn die differenzierte Bewertung der einzelnen Bäume zeigt auch, dass großer Handlungsbedarf besteht.

Das „Ampelsystem“ in der Übersicht zeigt eindeutig, dass vier bis fünf Bäume in einem so schlechten Zustand sind, dass sie entfernt werden müssen. Sie sind so stark geschädigt, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist und sollen deshalb in den kommenden Wochen entfernt werden. Es handelt sich um zwei Linden vor dem Priesterhaus, eine Linde zwischen Kerzenkapelle und Petrus Canisius Haus sowie eine Kastanie am Durchgang zum Museum. „Diese Bäume sind so geschädigt, dass sie eine Gefahr darstellen und zwingend zu beseitigen sind“, heißt es im Newsletter. Eine weitere Kastanie an der Gnadenkapelle müsse noch auf einen Bakterienbefall untersucht werden.

Eine Gefahr

Zwischen den beiden Linden vor dem Priesterhaus, die gefällt werden sollen, steht eine weitere kleine Linde. Sie wurde vom Gutachter als „vergreist“ eingestuft, weil sie sich an ihrem Standort nicht entwickeln konnte. Da hier Kanalsanierungsarbeiten anstünden, solle auch dieser kleine Baum gefällt werden, heißt es von der Stadt.

Die vielen mit der Farbe Gelb markierten Bäume könnten dagegen erhalten werden, steht im Gutachten. Allerdings seien dazu pflegerische Maßnahmen zu ergreifen. Außerdem stellt der Gutachter erwartungsgemäß fest, dass viele Standorte wenig optimal gestaltet sind (zu kleine und nicht geschützte Baumscheiben, Befahrung mit Kraftfahrzeugen und Fahrrädern möglich etc.). Zudem könne sich durch Bau- und Kanalarbeiten der Zustand der Bäume durch Beschädigungen verschlechtern, mahnt der Gutachter explizit. Und auch die Entnahme von Bäumen bleibe für das Umfeld nicht ohne Wirkung: Sollte beispielsweise am Luxemburger Platz, wie zunächst von Kirchenseite gefordert, die Baumreihe am Petrus Canisius-Haus gefällt werden, würde sich die Standfestigkeit der gegenüberliegende Baumreihe verschlechtern. „Weitere Beeinträchtigungen im Wurzelbereich würden dazu führen, dass wahrscheinlich der ganze Bestand gefällt werden muss.“

Was passiert mit dem Luxemburger Platz?

Der Luxemburger Platz scheint allerdings für die Verantwortlichen zunächst keine hohe Priorität zu besitzen: „Es wurde bereits vereinbart, die Planungen zunächst auf den Kapellenplatz und den Johannes-Stalenus-Platz zu konzentrieren“, heißt es im Newsletter zu den „Arbeitsgesprächen“, zu denen sich „Vertreter von Kirchen, Politik, Fachleute und Planer“ nach dem Willen des Stadtentwicklungsausschusses treffen sollen. „Die nun zu erarbeitenden Planungsentwürfe für die beiden Plätze werden dann natürlich auch mit der Öffentlichkeit diskutuiert“, heißt es zumindest von der Seite der Kevelaerer Stadtplanung.

Neue Pflegedienstleitung

Maik Stanczyk (43) wird zum 1. November 2018 neue Pflegedienstleitung des Marienhospitals Kevelaer. Der ausgebildete Krankenpfleger war zuletzt in der Stabsstelle der Pflegedirektion im Helios Klinikum Niederberg in Velbert tätig.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Maik Stanczyk einen so qualifizierten und ambitionierten Mitarbeiter für die Pflegedienstleitung des Marienhospitals gewinnen konnten“, sagt Anett Jaschner, Pflegedirektorin des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums.

Nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger absolvierte Maik Stanczyk am Alfried-Krupp Krankenhaus Essen die Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin und an der FOM – Hochschule für Oekonomie und Management die „Weiterbildung im mittleren Management“, berufsbegleitend studierte er Gesundheits- und Sozialökonomie an der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie VWA. An den Unikliniken in Köln und Münster war Maik Stanczyk in leitender Position in den Bereichen OP- und Anästhesiepflege tätig. Zu seinem Aufgabengebiet gehörte neben der Personaleinsatz-planung vor allem die Mitarbeiterentwicklung. Im Rahmen diverser Projekte arbeitete er aktiv an der Verbesserung der Patientensicherheit.

Maik Stanczyk lebt in Essen. Er folgt auf Veronika Donocik, die das Marienhospital verlassen hat, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.

Ein kleines Vorweihnachtsgeschenk

Entspannte Gesichter in freudiger Erwartung kennzeichneten den Abend im Tagugsraum des Kevelaerer Priesterhauses.
“Gelöste Stimmung – merke ich schon”, meinte der Kevelaerer Bürgermeister Pichler bei seiner kurzen, launigen Begrüßung der Vertreter von insgesamt 23 Verbänden und Vereinen. “Dass Sie eingeladen wurden, hat schon was zu bedeuten”, nahm er gleich die “Spannung” heraus: “Alle, die anwesend sind, bekommen was.”

Nach dieser allgemeinem “Beruhigung” erläuterte Hans-Josef Thönnissen von den Stadtwerken Kevelaer und der Niers Energie GmbH die Ausgangsidee für den Fonds. Die beteiligten Unternehmen hätten es sich zur Aufgabe gemacht, Kevelaerer Vereine und Verbände zu unterstützen.

Ursprünglich hatten die vier Fondsgeber – die Stadtwerke, die NiersEnergie, die Betreiber der Bürgerwind Kevelaer und der Bürgerenergie Schwarzbruch-Nord – im Zuge ihrer Kooperation an Sparbriefe als Bürgerbeteiligung gedacht.

Sparbriefe-Idee als Bürgerbeteiligung verworfen

Bei den Zinsen wäre aber kaum etwas herumgekommen. So sei die Idee eines Fonds für Spendengelder entstanden, um Geld zur Verfügung zu stellen für die Vereine, “um damit an der Basis was zu tun”.

Da der Fonds erst im Juli diesen Jahres begründet wurde, stellten die beteiligten Energieversorger in diesem Jahr insgesamt 25 000 Euro zur Verfügung – die Stadtwerke 10000 Euro, die NiersEnergie GmbH, die Bürgerwind Kevelaer und die Bürgerwind Schwarzbruch Nord jeweils 5000 Euro.

“Bei der Sichtung der Anträge waren wir uns einig, ein großes Spektrum zu fördern”, sagte Thönnissen. Und man war sich einig, dass die vorliegenden Projekte alle gefördert werden können, so Thönnissen.

Ab dem kommenden Jahr kommen von den Windkraftbetreibern insgesamt 20 000 Euro, von den Stadtwerken 20 000 Euro und der NiersEnergie 10 000 Euro – insgesamt also die doppelte Summe.

Anschließend vergaben die Vertreter der vier Fondsgeber die Umschläge an die einzelnen Vereinsvertreter. Den Anfang machte Dominik Pichler mit dem Blasorchester des Musikvereins, das Geld für ein neues Schlagzeug erhält.

Viele spannende Projekte

Dabei waren viele spannende Projekte wie die Internet-Übertragung des SSG Kevelaer im Januar, das neue Faller-Car-System der Modelleisenbahner, das vom Förderverein der Overberg-Grundschule Winnekendonk getragene Zirkus-Projekt des Grundschulverbundes oder die Restaurierung der Grabstelle des Sakralkünstlers Friedrich Stummel durch die Kirchengemeinde St. Marien zu dessen 100. Todestag.

Auch Institutionen wie die Bücherei Twisteden wurden bedacht, die für ihr jeweiliges Engagement dann auch mit Lob bedacht wurden. “11700 Ausleihen pro Jahr – Wahnsinn für so eine kleine Bücherei”, meinte Johannes Ermers von der Bürgerenergie Schwarzbruch Nord.

“Wir brauchen ipad und Beamer – für das Zeigen von Bildern und für die online-Ausleihe, dass das nicht so schwer ist”, freuten sich die Leiterin Rita Spitz-Lenzen und Rita Schaffers von der Leseförderung der Bücherei über die Unterstützung.

Auch die Kevelaerer Faustkämpfer können jetzt neue Boxsäcke und Kopfschutz anschaffen. “Eine tolle Idee, das Geld fließt in die richtige Töpfe, und da haben alle was davon”, fanden Frank Servas und Dieter Pflug.

Im kommenden Jahr gibt es die nächsten Chance, von dem Geldsegen zu profitieren. Das gilt auch für die bereits unterstützten Vereine, aber auch für alle anderen, die einen Antrag stellen wollen.

Die Anträge sind für die kommenden Jahre jeweils bis zum 31. Mai eines jeden Jahres zu stellen. Es werden auch rückwirkend Maßnahmen gefördert, sofern diese im laufenden Jahr durchgeführt wurden.

Unterstützt wurden in diesem Jahr folgende Vereine und Verbände:
das Blasorchester des Musikvereins Kevelaer (für ein neues Schlagzeug für die Jugend-Ausbildung), der Bogensportverein Kevelaer (für die Anschaffung neuer Zielscheiben), die Bücherei Twisteden (für ein neues i-pad und einen Beamer für die “onleihe”) , die DLRG Kevelaer (Anschaffung eines Gerätesatzes mit Vollmaske und ein Beamer für die Aus- und Fortbildung), die Elterninitative Kindertagesstätte Marienkäfer (für die Jubiläumszeitung “30 Jahre Kindergarten) , die Evangelische Kirchengemeinde Kevelaer (für ein Sonnenschutz am Außengelände des Jona-Kindergartens) , die Faustkämpfer Kevelaer 1958 e.v. (für Boxsäcke und Kopfschutz), der Förderverein Overberg Grundschule Winnendonk e.v. (für das Zirkusprojekt des Grundschulverbundes Kervenheim-Winnekendonk) , die Jugendfeuerwehr Kevelaer (Anschaffung 20 Feldbetten und ein Zelt) die katholische Kirchengemeinde St. Marien Kevelaer (für die Restaurierung der Grabstätte von Friedrich Stummel) , die Kevelaerer Eisenbahnfreunde und Modellbahner e.v.(Erweiterung der Modelleisenbahn, Faller-Car-System), Kevelaerer Männer-Gesangs-Verein 1896 e.v. (Durchführung des Adventskonzerts) , Kevelaerer Sportverein 1890/1920 e.V. (Gemeinschaftsaktionen Jugendvorstand Volleyball und Anschaffung eines Schranks für Kwoon-Doo), Kirchenchor St. Antonius Kevelaer (Anschaffung neuer Noten und Partituren), die Kolping-Familie Kevelaer (Anschaffung Friteuse für Veranstaltungen), Musikverein Eintracht Twisteden 1924 e.v. (Anschaffung Hindernisse und ähnliches), die Schieß-Sport-Gemeinschaft Kevelaer 2005 e.V. (für die Ausrichtung des Bundesligakampfes mit Fernsehübertragung) , Senioren aktiv Kevelaer (allgemeine Aktivitäten für Senioren) , Stadtbund Kevelaer e.V. (Ersatzbeschaffung, Reinigungsmaschine für die Schützenhalle), TC Eintracht 1978 Kevelaer e.V. (Neugestaltung Außenanlage Tennisplatz) , Tennisverein Blau-Weiß Kevelaer 1976 (Durchführung des Wintertrainings für sozial benachteiligte Kinder) und VfR “Blau-Gold” Kevelaer e.V. (Ersatzbeschaffung Vereinsstandarte und Ausrichtung des Tanzturniers.)

 

Twisteden diskutiert über neue Chancen

Gut 40 Bürger waren der Einladung des Twistedener Ortsvorstehers Jürgen Kobsch ins Bürgerhaus gefolgt, um sich über die Möglichkeiten neuer Fördertöpfe ausführlich informieren zu lassen. Nach der Begrüßung durch Kobsch durfte Ludger Holla für die Stadt die Details der einzelnen Maßnahmen erläutern. Der Aufschlag für den Abend war die Summe von 12,25 Millionen Euro, die der Bund und das Land NRW für Maßnahmen zur Dorferneuerung und Heimatförderung auf den Weg gebracht haben.

Die Förderrichtlinie dazu sieht vor, dass integrierte Dorferneuerungskonzepte dafür nicht mehr Fördervoraussetzung sind, sodass Einzelprojekte beantragt werden können, unterstrich Holla. Die Förderung erfolge ausschließlich in Orten oder Ortsteilen mit bis zu maximal 10 000 Einwohnern.

Es gebe insgesamt fünf Elemente der Heimatförderung, benannte Holla als Erstes den sogenannten „Heimat-Scheck“, wo Maßnahmen gefördert werden können, die sich mit dem Thema Heimat und Heimatgeschichte befassen. Da liegt die Fördersumme bei 2000 Euro je Maßnahme.

Beim „Heimat-Preis“ werden Preisgelder gefördert, wo die Gemeinden das Engagement und nachahmenswerte Praxisbeispiele würdigen wollen. Er kann als einzelner Preis oder in bis zu drei Preiskategorien einmal jährlich in einer Höhe von 5000 Euro verliehen werden.

In der „Heimat-Werkstatt“ sollen Projekte gefördert werden, wo Menschen in Projekten oder Diskussionen die Frage nach der lokalen Identität eines Dorfes aufwerfen. Die Ergebnisse können dann kreativ-künstlerisch im öffentlichen Raum umgesetzt werden. Die zweckgebundene Projektförderung muss ein Volumen von mindestens 40 000 Euro betragen.

Lokale und regional prägende Projekte mit mehr als 5000 Euro und weniger als 80 000 Euro Gesamtausgaben, die ihren Ausdruck unter anderem in Traditionen, Geschichte, Orten in Natur und Landschaft oder Bauwerken finden, werden vom Land anteilig über den „Heimatfonds“ gefördert. Voraussetzung ist da, dass die Gemeinde Spender motivieren kann oder eigene Mittel zur Verfügung stellt – dann wird dieser Betrag um maximal 40 000 Euro über das Land aufgestockt. Zehn Prozent dieses halben Gemeindeanteils kann auch von Dritten erbracht werden.

Als letztes Element nannte Holla das „Heimat-Zeugnis“, mit dem die Gemeinden oder private, gemeinnützige Organisationen in Projekten lokale und regionale Geschichte, Traditionen oder Besonderheiten aufarbeiten und öffentlich präsentieren.

Das schließt auch den Präsentationsort und die Herrichtung historischer Gebäude und Plätze ein. Das Projektvolumen müssse da mindestens 100 000 Euro betragen. Der Förderanteil betrage bei Gemeinden 80 Prozent und bei privaten Organisationen 90 Prozent. „Der Vorteil aller Maßnahmen ist die leichte Antragstellung“, ließ Holla einen Bogen mit viereinhalb Seiten Infoblatt und Antrag für den „Heimat-Scheck“ rumgehen.

Förderanträge könne man für 2018 noch stellen und dann auf jeden Fall aber für 2019. „Ich kann mir vorstellen, dass jetzt viele kleine und große Projekte entstehen“, lautete Hollas Tip: „Kommt zu mir mit möglichst konkret ausgedachten Plänen.“ Einzelne Maßnahmen wie einen Dorfplatz könne man in den Blick nehmen.

Danach begann gleich die Diskussion darüber, welche Projekte vor Ort mit den Geldern möglich sein könnten. Holla machte in der Diskussion deutlich, dass es förderschädlich für Projekte sei, wenn diese schon begonnen haben. Angelika Kobsch sagte, sie sei gebrandmarkt und skeptisch angesichts des LEADER-Projekts, wo auch alles einfach klang, Geld aber nicht geflossen ist und es da deutliche Anlaufprobleme gegeben habe. Karin Raimondi nannte dagegen das Beispiel Bochum, wo ein Karnevalsverein die Zuwendung für neue Tanzkleidung über 2000 Euro erhalten hatte, das Ganze also funktioniere.

Ein zentrales Thema der Diskussion war dann das IBC. Die CDU habe den Antrag an die Verwaltung gestellt, zu prüfen, ob die Umgestaltung des IBC im Zusammenhang mit dem Abriß des Gebäudes am Gerberweg über Fördertöpfe möglich sei, sagte Kobsch. Der Musikverein suche einen Proberaum für die Jugend, der Eingangsbereich sei suboptimal. „Wenn da Fördertöpfe da sind und die Stadt sparen kann, wäre das eine einmalige Chance.“

Ihr Parteikollege Paul Schaffers machte dagegen klar, dass es erstmal um die Sicherung des IBC gehe und um den „Zugriff“ auf die Gerberweg-Fläche, „damit wir schauen, was wir damit machen“.

Es gehe da eher um ein komplett neues Gebäude, das sei sonst „Flickschusterei“; unterstrich der Vorsitzende des Natur-und Heimatvereins Twisteden-Kleinkevelaer, Werner Neumann.

Natürlich wäre ein Abriss und Neubau toll, „um viele Vereine ins Bürgerhaus reinzubringen“, meinte der stellvertretende Vorsitzende des Bürgerhaus-Vereins, Georg Poschen. Holla gab aber zu bedenken, dass ein kompletter Abriss und Neubau wohl kaum über die Förderhöhe von 100 000 Euro zu finanzieren sei.

59. Hubertuskirmes auf Keylaer startet ab dem 31. Oktober

Ab dem 31. Oktober bietet das neu gestaltete Festzelt in der kleinen Bauernschaft zwischen Kevelaer und Weeze über drei Wochen jede Menge Veranstaltungshighlights.

Zum Auftakt gibt es in diesem Jahr am 31. Oktober bereits eine Halloween-Party unter dem Titel „Blood´n´Bass“. Die DJs Bugatty, Da Hool, DJ Dune, DJ Quicksilver und Sylver werden für den passenden Beat an diesem Abend sorgen.

Zu Ehren des Königs der St. Hubertusgilde Keylaer steigt am Freitag, 3. November, der große Königsball im Festzelt. Bei packender Tanzmusik von der „X.O. Band“ ist jeder herzlich eingeladen, dieses Ereignis im Festzelt gebührend mitzufeiern. Der Eintritt ist an diesem Abend frei.

Nach diesen Auftaktveranstaltungen folgen eine ganze Reihe von Veranstaltungshighlights, die bis tum 17. November im Hubertus-Festzelt auf Keylaer geboten werden.
So findet als großes Highlight am Samstag, 3. November, die Popschlagernacht mit Live-Diskofox-Music von den Stargästen Julia Buchner und Nico Gemba sowie der Live-Band „X.O.“ statt.

Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen der Familie: Ab 11 Uhr wird im Festzelt eine große Indoor-Kirmes für Groß und Klein, ein Kindertrödelmarkt, ein Frühschoppen sowie Kaffee und Kuchen und vieles mehr bei freiem Eintritt angeboten.  Am Montag, den 5. November feiert die St. Hubertusgilde ihr traditionelles Patronatsfest. Zum großen Dämmerschoppen am 5. November, ab 19 Uhr, sind alle Gäste herzlich eingeladen.
Präsentiert von der Volksbank an der Niers steht der legendäre Bullenball am 10. November auf dem Programm. Die Top-Band Q5-NewStyle aus den Niederlanden wird im Zelt für die richtige Stimmung sorgen.

Den Abschluss der Festveranstaltungen bildet die 80er-90er Party am 17. November, präsentiert von der Sparkasse mit der Band „Sup-X“.

Details zu den Veranstaltungen sowie Infos Kartenvorverkauf unter www.hubertuskirmes.de.

Integration weiter voranbringen

Vertreter aus Politik, den benachbarten Kommunen, der Ortsgemeinschaften Kevelaers und der Initiativen waren der Einladung zum Auftakt des neuen „LEADER“-Projekts der Caritas Kleve-Geldern in das Hotel Klostergarten gefolgt.

Dort begrüßte Gerrit Hermans, zuständig bei der Caritas Geldern-Kevelaer für Integration und Migration, die Gäste, ehe die Vorsitzende des Integrationsausschusses im NRW-Landtag, Margret Voßeler, ihr Grußwort sprechen durfte.

Das an diesem Abend vorzustellende Projekt sei das fünfte in der Region und das mit 229 000 Euro am besten dotierte, sprach Voßeler von einem „Vorzeigecharakter für die Region“. Es gehe um das Zusammenwirken der verschiedenen Akteure vor Ort und die Nachhaltigkeit der Integration. „Integration muss überall gestaltet werden.“

Der Veränderungsprozess müsse von den Kommunen gestaltet werden, hob sie dabei die Bedeutung der Vereine dafür hervor. Dieses aktuelle Projekt sei in dem Kontext ein weiterer „Puzzlestein“, machte sie deutlich.

Grundlage für das Handeln müssten dabei „die katholische Soziallehre“, die fünfte Sure des Koran oder der Talmud sein, in denen sinngemäß steht: „Wer nur ein Leben rettet, der rettet die ganze Welt.“

Beitrag zur Zukunftsfähigkeit

Dominik Pichler unterstrich als Vorsitzender der „LEADER“-Region „Leistende Landschaft“ („LeiLa“), der Kevelaer, Straelen, Geldern und Nettetal angehören, das Ziel, die ländliche Region zukunftsfähig zu gestalten. Dafür stünden „LEADER“ hier 2,7 Millionen Euro an öffentlichen Miteln zur Verfügung.

Die Gestaltung des Zusammenlebens mit den Zugewanderten sei im Dorf „die Sache aller. Das kann nicht verordnet und muss vor Ort immer neu ausverhandelt werden.“ Die neuen Mitglieder des Ortes „verändern das Bild des Dorfes, sie gefährden es aber nicht.“

Eine Grundlage des Handelns sei dabei die demografische Entwicklung, die man als Chance begreifen solle. Sport könne dabei eine wichtige Rolle einnehmen, verwies Pichler auf Projekte wie den „outdoor“-Bewegungsparcours in Straelen für Zuwanderer. Er hoffe, dass das Projekt hier „zu einer selbstverständlichen Marke unserer Dörfer wird.“

Gerrit Hermans führte dann anhand einer Studie „Integration im ländlichen Raum“ aus, wie wichtig es dafür sei, „verlässliche Strukturen, den politischen Willen und eine Strategie“ zu haben.

Dazu müssten die Akteure miteinander in Kontakt treten, was in der Region ganz gut gelungen sei, lobte Hermans die Anwesenheit der Partner aus Straelen und Geldern, die das Projekt mit unterstützten, und das Engagement über die Integrationsbeauftragten. Er drückte die Hoffnung aus, dass es gelingen werde, das Angebot über die drei Jahre Förderung aufzubauen und das Ganze danach langfristig zu festigen.

Potenzial im
ländlichen Raum

Der ländliche Raum biete für Migranten „viel Potenzial“, das reiche von der überschaubaren Betreuung im Kindergarten bis zur unmittelbaren Anbindung an ein Jobcenter. „Das sind die Bedürfnisse, die wir in der ländlichen Region erfüllen können.“

Von sehr viel positiven Erfahrungen konnte der Gelderner Blumenhändler Andreas Pelens berichten. Von 23 Mitarbeitern hätten zwölf mit Migrationshintergrund, darunter seien Arbeitskräfte aus Sri Lanka, Eritrea, Syrien und ein Bewerber aus Benin. „Ein Syrer ist Agraringenieur – der ist für den ganzen Pflanzenschutz zuständig.“

Er sehe in den Flüchtlingen ein großes Potenzial, verwies aber auf die enormen bürokratischen Probleme im Einzelfall, vor denen auch seine Kollegen immer wieder Angst hätten. „Aber es ist ganz leicht, wenn man weiß, wie es geht.“

Anschließend durften sich die drei neuen Dorfintegrationshelferinnen Saskia Elders für Walbeck und Pont, Michaela Neuhaus für Twisteden und Winnekendonk und Jessica Schicks für Straelen und Herongen mit ihrer Arbeit den Beteiligten vor Ort vorstellen.

Netzwerke nutzen
und ausbauen

Man wolle das, was an Netzwerken da ist, nutzen, um die „Willkommenskultur für Zuwanderer zu stärken, das Zusammenleben von Migranten und Dorfbewohnern unterstützen und gucken, dass die Menschen das als Bereicherung erleben“, unterstrich Elders als Projektleiterin stellvertretend für die drei Frauen.

Durch Zuwanderung könne man abmildern, dass die Dörfer veralten, Migranten als aktive Mitglieder im Dorf binden und die Zugänge für sie langfristig in den Betrieben verbessern.
Dazu wolle man die Kooperation zwischen den bestehenden Netzwerken und die Kooperation zwischen den Verantwortlichen und Einrichtungen zwischen den Dörfern ausbauen. Es gehe um „passgenaue Unterstützung und Entwicklung für jedes Dorf.“ Dazu soll es Hilfsangebote vor Ort bei sozialen und sonstigen Fragen geben.

Die „Dorfintegrationshelfer“ sollen Integrationsnetzwerke und Maßnahmen insbesondere zur Verbesserung der Bildungs- und Arbeitsmarktperspektiven von Neuzugewanderten in den Ortschaften von Geldern, Kevelaer und Straelen initiieren.

Konkret geht es um Informations- und Begleitangebote für Kitas und Schulen, um den Aufbau von Job- und Bildungspatenschaften oder die Schaffung von Kennenlernangeboten in Sportvereinen, Musikvereinen oder Freiwilligen Feuerwehren.

Paul Kammann feierte seinen 80. Geburtstag

Sogar der Bürgermeister stand vor der Tür, als Paul Kammann am 17. Oktober seinen 80. Geburtstag feierte. Und er begrüßte seinen Parteigenossen, wie es sich gehört, mit „Hallo Dominik!“ Schließlich ist Kammann bereits seit 1972 SPD-Mitglied.

„Dominik“ ließ sich nicht zweimal bitten und stieß mit „Paul“ zu dessen Ehrentag mit einem (alkoholfreien) Bierchen an. Der Jubilar lebt mit seiner Frau Ursel, die ihn liebevoll umsorgt, seit vielen Jahren auf der Alten Weezer Straße. Die guten Kontakte zu seiner Familie sind ihm wichtig, besonders die vier Enkel liegen ihm sehr am Herzen.

Sein Hobby sind seine elf Hühner, die ihm regelmäßig das Frühstücksei liefern. Zum Elf-Ührke waren schon zahlreiche Gäste erschienen und das Geburtstagskind genoss jeden Augenblick dieses besonderen Tages.