Beiträge

Schüler wollten hoch hinaus

Die Schüler der 8b der Gesamtschule durften sich im Rahmen einer Teambuilding-Maßnahme auf einen elf Meter hohen Kletterbaum begeben. Konzentriert verfolgte dabei Cornelius Niederholz vom Boden aus, wie Melissa langsam die Roteiche hinaufkletterte.

„Jetzt geh in die Hocke, dann lass ich dich langsam runter“, rief ihr der ausgebildete Erlebnispädagoge und Schulsozialarbeiter an der Gesamtschule zu, nachdem sie die Spitze der elf Meter hohen Baumkletterstation erreicht hatte.

Als sie unten war, berichtete sie voller Stolz und Erleichterung: „Das hat Spaß gemacht. Erst mal habe ich nicht mal nach unten geguckt, ich war aufgeregt.“ Sie hätte zwar zwischendurch ziemliche Angst gehabt, weil es so hoch war. „Zum Schluss hat es sich so angefühlt, als ob ich langsam falle. Aber es war cool.“

Niederholz hatte die ganze Vormittagsaktion für die Schüler der Klasse 8b organisiert. „Heute machen wir einen Erlebnistag mit verschiedenen Teambuilding-Aktionen, unter anderem dieser Kletterstation, wo die Kids einfach nochmal über sich hinauswachsen können, aber nicht müssen.“

„Über die Gelsenwasser-Stiftung haben wir 2.000 Euro zur Verfügung gestellt bekommen, womit ich dieses Klettermaterial angeschafft habe. Jetzt haben wir hier die Möglichkeit, langfristig regelmäßig die Schülerinnen mit Kletterangeboten auszustatten“, freute er sich über die Möglichkeit.

„Wir haben diese sogenannten Monkey-Griffe, die helfen, an Passagen im Baum, wo keine Äste zur Verfügung stehen, den Baum hochzukommen. Wir haben oben Bandschlingen reingehängt, über den ein Sicherungssystem läuft“, erklärte er den Ablauf. „Ich hab hier ein Seil, über das die Kinder mit Klettergurten gesichert sind und sichere sie vom Boden aus.“

In der Sporthalle wurde Eis verpackt

Neben dieser Station gab es noch zwei weitere Herausforderungen, Murmelbahnen bauen an einem Hügel mit Naturmaterialien und im oberen Foyer der Zweifachturnhalle das Verpacken eines Eis auf eine Art und Weise, dass es beim Fallen aus zweieinhalb Meter Höhe nicht kaputt geht.

In der Sporthalle wurden die Schüler zuvor in drei Gruppen aufgeteilt. Sie mussten Teamaufgaben lösen. Zum Beispiel gab es ein Tuch mit Löchern, das die Schüler spannen und darauf einen Ball im Kreis wandern lassen mussten.

Die größte Resonanz fand bei vielen Jugendlichen aber der Kletterbaum. „Ich will es nochmal versuchen. Ich war schon einmal oben , habe es aber nicht bis ganz nach geschafft“, sagte der 14-jährige Pascal. „Es ist schön, wenn man Teile der Schule von oben sieht“, fand der 13-jährige Tom die Aussicht einfach nur klasse.

Und auch der 14-jährige André hatte seinen Spaß an der Kletterei. „Erstmal war es etwas Angst dabei. Aber beim dritten Mal war es easy“, meinte er, nachdem er wieder festen Boden unter den Füßen hatte. „Ich finde das richtig krass.“

Schüler bekommen Hilfe über Homepage

Schüler sucht man in diesen Tagen auch an der Gesamtschule in Kevelaer vergebens. Seit dieser Woche sind die Türen wegen des Coronavirus geschlossen. Lediglich eine Notfallbetreuung in besonderen Fällen wird aufrechterhalten – aktuell genutzt von einem Kind. Damit die Schüler in den kommenden Wochen die Möglichkeit zur Bearbeitung von Lernmaterial haben, stellt die Schule im Internet verschiedene Möglichkeiten bereit. „Wir haben versucht, relativ schnell zu reagieren“, erklärt Schulleiter Christoph Feldmann.

Auf der Homepage der Schule (www.gesamtschule-kevelaer.de) finden die Schüler für die kommenden Wochen in einem passwortgeschützten Bereich unterschiedliche Wege, daheim zu lernen. Es würden von den Lehrern für die einzelnen Kurse Materialien bereitstehen, sagt Feldmann. Während und nach der Bearbeitung könnten die Schüler bei Bedarf mit den Lehrern per E-Mail in Kontakt treten. Am Dienstag konnten die Schüler bereits ihre Schulbücher abholen, um diese zu Hause nutzen zu können, berichtet Abteilungsleiter Tobias Jaschke.

Lernapps, Lehrfilme und Lernplattformen

Mit dem Online-Angebot wolle man den Schülern verschiedene Lernmöglichkeiten bieten, erklärt Feldmann. Ob und wie diese letztendlich genutzt werden, liege bei den Schülern. Das Angebot auf der Homepage beinhaltet unter anderem Vorschläge zu Lernapps, Lehrfilmen, verschiedenen Lernplattformen und auch die Sendung mit der Maus ist vertreten. „Wir können nicht voraussetzen, dass alle Schüler Zugang zum Internet haben“, betont Feldmann. Und auch mit Zugang sei es nicht selbstverständlich, dass geeignete Endgeräte vorhanden sind, ergänzt Jaschke – denn auf einem Smartphone könne das dauerhafte Lernen doch beschwerlich werden.

Dennoch lege man Wert darauf, dass die Situation am Ende keinen Nachteil für die Schüler bringe, so Feldmann. „Nach den Ferien schauen wir dann, wo die Schüler stehen.“ Für die Schüler der zehnten Klassen stünden ebenfalls Aufgaben zur Verfügung. Über Lernbüros habe hier in der Vergangenheit bereits eine gesonderte Förderung vor allem in den Hauptfächern stattgefunden, erklärt Jaschke. Wie es hinsichtlich der Abschlussprüfungen nach dem Schulstart weitergehe, müsse sich zeigen. Eine Idee wären zum Beispiel „Powertage“ vor den Prüfungen, an denen man noch einmal in eine intensive Vorbereitung gehe. Dazu müsse man aber vorerst auf Anweisungen warten.  In der aktuellen schulfreien Zeit erwarte man von den Schülern der hohen Klassen durchaus eine eigenständige Arbeitsweise, da sind sich Feldmann und Jaschke einig. Unter anderem könne mit dem ohnehin bereits existierenden Material zur Vorbereitung auf die zentralen Abschlussprüfungen gearbeitet werden.

Konzepte schreiben und weiterentwickeln

Die vergangenen Tage habe man vor allem genutzt, um auch die Lehrer zu schulen. „Die Situation beamt uns ins 21. Jahrhundert – die Digitalisierung“, schmunzelt Feldmann. Das Kollegium habe Unterweisungen zum Programm „Office 365“ bekommen, vor allem in Bezug auf das Thema „Home Office“. Außerdem sei man eine „aufbauende Schule“ und habe somit ohnehin verstärkt Konzepte zu schreiben und weiterzuentwickeln.

Feldmann und Jaschke ist bewusst, dass die meisten Schüler auch untereinander vernetzt sind. Dennoch ist es den Verantwortlichen wichtig, mit den Schülern und Eltern selbst kommunizieren zu können in der kommenden Zeit. Dazu diene vor allem die Homepage, betont der Schulleiter. Über diese werden alle wichtigen Informationen veröffentlicht. Weiterhin ist aber auch das Büro geöffnet und telefonisch erreichbar (Tel. 02832-93360), es kann per E-Mail kommuniziert werden und auch schriftliche Post wird natürlich bearbeitet.

Schulen zeigen stabile Entwicklung

Der Schulentwicklungsplaner Wolf Krämer-Mandeau aus Bonn stellte beim Schul- und Sportausschuss die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes für die Schulen der Stadt Kevelaer vor. Seine Grundthese lautete, dass „die Zuwachserwartung auf Einstiege in die laufenden Klassen nicht mehr so verlaufen“ wird, „wie wir sie einmal hatten.“ Die Kevelaerer Grundschulen könnten im nächsten Jahr mit ansteigenden Schülerzahlen rechnen, würden aber Werte wie im Jahr 2000 nicht mehr erreichen. Der Schnitt von etwa 240 Kindern pro Jahrgang werde „ein wenig absinken und dann wieder etwas ansteigen.“

Die Entscheidung, eine Gesamtschule einzurichten, „war richtig“, betonte der Schulentwicklungsplaner. Die Gymnasien hätten grundsätzlich eine Jahrgangsstufe verloren, jetzt werde man sie „wiederfinden“. Wie sich das räumlich gestalte, sei dabei eine Kernfrage. Fast alle Gymnasien hätten nicht nur die Klassen 10 abgebaut, sondern im Verdrängungswettbewerb untereinander eine Entwicklung hin zu kleineren Zahlen genommen. „Das macht es leichter, sich an G9 heranzutasten.“ Da sei eine Grundfrage, ob es G9 in Verbindung mit dem Ganztag geben könne. Das KvGG habe „untypischerweise“ das hohe Niveau seiner Schülerzahlen gehalten. Dort gebe es keine große Neigung zum Ganztag. „Machen Sie als Schulträger Ganztag mit der Gesamtschule oder einen eigenen Ganztag?“, das sei da die Frage.

Der Anteil derjenigen, die Eltern werden könnten, werde in den nächsten Jahren dramatisch zurückgehen. Allerdings zähle Kevelaer in Sachen Geburten in den letzten Jahren mit zu den stärksten Städten in NRW. „9,8 Kinder auf 1000 Einwohner ist im Land ein Spitzenwert.“ Für die Grundschulen bedeute das, dass „die Vier- bis Fünfzügigkeit in der Innenstadt in den nächsten Jahren gefestigt“ werden wird. Für die St. Antonius-Grundschule prognostizierte er stabile Zahlen um die 80 Anmeldungen. St. Hubertus werde zwischen Zwei- und Dreizügigkeit liegen. „St. Norbert wird in 20 Jahren der jüngste Stadtteil“ sein, sagte er voraus. Der Standort Overberg mit seinem Teilstandort werde sicher „in die Dreizügigkeit hineingehen.“

Pendlerbewegungen zur Realschule in Geldern

Was den Wechsel zu den weiterführenden Schulen angeht, besuchten aktuell zehn Prozent der Schüler nach dem Ende der Realschule und des Gesamtschul-Standortes Weeze jetzt eine Realschule außerhalb Kevelaers. Es sei die Aufgabe der Gesamtschule, sich zu fragen: „Sind wir in vollem Umfang Realschule, Gymnasium und Hauptschule?“ Es gebe Pendlerbewegungen zur Realschule nach Geldern, sogar zu mehreren öffentlichen Gymnasien außerhalb Kevelaers – man spreche da für Kevelaer von bis zu 70 Auspendlern. „Wir müssen mit einem Viertel der Schüler leben, die Angebote außerhalb nutzen. Das verstehe ich nicht.“

Der Experte zeigte sich überzeugt, dass das Gymnasium locker eine Vierzügigkeit schaffen könne.  Der Befund könne Anlass sein, „intern mit Ihren weiterführenden Schulen zu beraten, was können wir da besser machen, um darauf zu reagieren.“ Es gebe allerdings kaum jemanden, der sich von draußen für Ihre Schulen interessiert. „Hier schlummern Kapazitäten und warten auf den Prinzen, der vorbeikommt“, meinte er fast literarisch. Die Gesamtschule werde sich zwischen 140 und 160 Anmeldungen bewegen – also eine Sechszügigkeit haben, die in den Räumlichkeiten sehr gut machbar sei „zu sehr guten Bedingungen“. Aktueller Stand seien 149 Anmeldungen. Der Gesamtschulleiter Christoph Feldmann unterstrich, dass es bei ihm „genug Räume“ gebe. „Das Problem ist der Ganztag und die Anordnung der räumlichen Struktur.“ Da gebe es noch Möglichkeiten der Erweiterung, gestand er zu, da „auf hohem Niveau“ zu klagen.

Christoph Feldmann und Tristan Tiedtke von der „AG Oberstufe“ erläuterten das Konzept für die Gesamtschul-Oberstufe, die in ca. fünf Monaten gestartet wird. Man sei da mit Fortbildungen und anderen Maßnahmen seit zwei Jahren in der Planung. Tiedtke machte deutlich, dass man „nichts anderes als am Gymnasium“ mache. „Das ist haargenau das Gleiche, auch die gleichen Prüfungen.“ Man habe die Quote der potenziellen Oberstufenschüler/innen von 3,4 Prozent auf ungefähr 30 Prozent hochgedrückt. Aktuell gebe es 82 potenzielle Oberstufenschüler/innen, von denen voraussichtlich wohl 60 den Zugang erhalten werden.

Unterschiedliche Taktungen der Schulstunden würden Kooperation erschweren

Einer Kooperation mit dem Gymnasium stehe man nicht ablehnend gegenüber, unterstrich Feldmann. „Aber ich habe den Eindruck, dass die Stadt sehen möchte, dass wir als Gesamtschule eine Oberstufe bilden können und ein Abitur machen, das eigenständig schaffen. Das können wir und das ist möglich.“ Eine Kooperation sei schon aufgrund der verschiedenen Taktungen der Schulstunden nicht einfach – 45 Minuten bei der Gesamtschule, 67 Minuten beim Gymnasium.

Einstimmig verabschiedete der Ausschuss abschließend die weitere Durchführung des „Verlässlichen Halbtages“ für das Schuljahr 2020/21. Die CDU machte dabei den Vorstoß, das Angebot nicht nur für ein Jahr, sondern unbegrenzt weiterlaufen zu lassen, fand damit durchaus die Sympathie der Vertreter von SPD, Grünen und FDP. Die Verwaltung machte allerdings klar, dass es nicht sinnvoll sei, so vorzugehen, da man nicht wisse, ob man dafür dann neue Beitragsstrukturen braucht. „Das wäre dann kein gutes Signal“, meinte Ulrich Berns. Das solle man dann lieber sorgsam vorbereiten.

Gesundes Wasser für die Schüler und Lehrer

An der Gesamtschule gibt es an Trinkwasserspendern jetzt gesundes Wasser zu trinken und dazu noch 1.200 Flaschen für Schüler und Lehrer. Ermöglicht wurde dies durch die Unterstützung der Stadtwerke Kevelaer, der NiersEnergie und der Sparkasse.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeister Dominik Pichler unterstrich Wolfgang Toonen von den Stadtwerken den Ansatz, nachdem „Leitungswasser als eines der bestkontrollierten Lebensmittel der Welt“ mehr gesundheitlichen Wert hat als Cola oder andere Drinks.

Künftig weniger Abfall

Die Bereitstellung von 1.200 eigenen Trinkflaschen solle auch der Abfallvermeidung dienen. Mitgebrachte Trinkpäckchen oder Einwegdosen würden sonst auf der Müllhalde oder in der Müllverbrennung landen. Insgesamt seien 2.500 Trinkflaschen für die Kevelerer Schulen vorgesehen. Die Flaschen beständen allerdings nicht aus Glas, sondern aus Plastik, „damit sie nicht kaputtgehen“, machte Toonen deutlich, allerdings aus Plastik ohne Weichmacher.

Die Installation der Geräte und die Bereitstellung der Trinkflaschen habe nach seinen Angaben ein finanzielles Gesamtvolumen von 17. 000 Euro. „Also benutzt es pfleglich, wir haben dafür viel Geld in die Hand genommen“, bat er die Fünftklässler, die zur Übergabe gekommen waren.

Der leitende Gesamtschuldirektor Christoph Feldmann erinnerte mit Bezug zur Bibel an die Grundidee, „die Erde zu bewahren, wie sie ist“ und in dem Sinne auch nachhaltig zu wirken, „um Ressourcen und die Umwelt zu schützen.“ Das sei auch seitens der Schule nur mit Partnern zu lösen: „Das hier ist ein kleiner Beitrag dazu.“ Nachhaltigkeit werde in allen Gremien diskutiert, das Thema sei Bestandteil des Lehrplans.

Ergänzend zu der Übergabe hatte die 5b im Bereich Naturwissenschaft eine Info-Stellwand zum Thema „Was ist Plastik – was können wir tun“ aufbereitet. „Es war überraschend, wie gut die darüber informiert waren und das auch im Elternhaus besprochen wird“, gab Lehrerin Karla Seifert ihre persönlichen Eindrücke des Projekts wieder.

Viele Schüler seien dafür „Feuer und Flamme“ gewesen, so wie die elfjährige Ivonna: „Manche Tiere sterben wegen Plastik, und das wollten wir aufzeigen“, machte sie klar. „Wichtig ist, dass wir weniger wegschmeißen, das landet im Meer und die Tiere fressen das“, ergänzte ihr Mitschüler Arges.

Außerdem stellte Gertrud Kannenberg für die Kreis Klever Abfallgesellschaft die im Foyer aufgestellte Wander-Ausstellung „Verschwenden“ vor, Sie zeigt Beispiele auf, wie jeder Einzelne seinen Alltag schon mit kleinen Veränderungen umwelt- und ressourcenschonend gestalten kann.

Wieder mehr Dosen

Thematisiert werden unter anderen „Verpackungsmüll, Lebensmittelverschwendung, bewusstes Konsumieren oder das richtige Entsorgen“. Das Motto laute „Wertschätzen und nicht wegwerfen“, benannte Kannenberg einen durchaus beunruhigenden Trend in Sachen „Getränkekonsum“, der nicht zu unterschätzen sei. „Dosen nehmen wieder enorm zu, Mehrweg ist rückläufig. Das hat viel mit unserer Bequemlichkeit zu tun.“

Sponsoren und Schüler am neuen Wasserspende.

Für eine Schule ohne Rassismus

Schulsozialarbeiter Herbert Johnen ist begeistert: „Man sieht jetzt, wie die Schülerinnen und Schüler mit ganz anderen Augen ihren Alltag betrachten.“ Am Anfang, als Theaterpädagogin Petra Lemke nach alltäglichen Situationen fragte, in denen ihnen Rassismus begegne, habe es kaum Reaktionen gegeben. Nun finden sie aus dem Stehgreif Situationen, etwa auf dem Schulhof, der Schultoilette, in Bus oder Bahn und stellen sie nach. Unter der Leitung von Petra Lemke und Mike Becker von der Gruppe „Bildung aller Sinne“ hat die Klasse 7d der Gesamtschule Kevelaer-Weeze ein dreitägiges Projekt zum Thema „Schule ohne Rassismus“ durchgeführt. Finanziert wurde das Projekt von der Gelsenwasser-Stiftung „von-klein-auf-Bildung“.

Mittel des Forumtheaters

Begleitet wurden sie dabei nicht nur von den „Theatermachern“, sondern auch von ihren Lehrerinnen und Lehrern Kathrin Jansen und Johannes Terhorst sowie Schulsozialarbeiterin Lisa Hegmann und Schulsozialarbeiter Herbert Johnen.

Mit den Mitteln des Forumtheaters zeigten die Schülerinnen und Schüler dabei nicht nur Szenen aus dem Alltag auf, sondern stellten sich schließlich auch die Frage, wie sie bei persönlichen Erfahrungen durch ihr Handeln die Situation zum Besseren verändern können. Es gineht also neben dem Austausch in der Klasse auch um die Idee, „in Zukunft als Multiplikatoren für ein friedfertiges und respektvolles Miteinander in der Schule aufzutreten“, so das formulierte Ziel des Projektes.

Dazu muss man diese Situation aber erst einmal erkennen und eventuelle Entwicklungen (schau-)spielerisch nachvollzogen haben. Den Knoten haben die Schülerinnen und Schüler der 7d definitiv gelöst. Und dabei so ganz nebenbei übrigens noch ihre eigenen darstellerischen Fähigkeiten entdeckt, denn sie versetzten sich beim Spiel nicht nur in die eigene Rolle, sondern auch in die eines möglichen Gegenübers.

„Sie erleben sich als Person, die möglicherweise etwas ändern kann“, beschreibt Petra Lemke die Erfahrungen über Sprache, aber auch über Körpersprache.

Politik will Weeze erhalten

Eltern, die Vertretung der Pflegschaften, die Leitung der Gesamtschule, Ratsvertreter aus Weeze und Lehrer waren gekommen um zu verfolgen, wie die Kevelaerer Politiker im Schul- und Sportausschuss am vergangenen Dienstag in Sachen Investitionen in den Teilstandort Weeze entscheiden würden. Der Kevelaerer Investitionsanteil läge bei einem positiven Votum bei über 2,33 Millionen Euro. Am Ende stimmte eine Mehrheit aus elf Auschussmitgliedern von CDU, SPD und KBV für Ja, Grüne und FDP mit Nein.
Vor der eigentlichen politischen Debatte erhielten zwei Lehrer, die zwischen den beiden Standorten Weeze und Kevelaer pendeln, die Gelegenheit, ihre Standpunkte in der Frage im Schulausschuss darzustellen. Für die Kritiker aus der Lehrerschaft sprach Tristan Tiedtke. Er wies zunächst darauf hin, dass ein 9:9-Abstimmungsergebnis in der Schulkonferenz kein eindeutiges Votum sei, wie es die Verwaltungsvorlage – die auf dieses Detail verzichtet hatte – darstelle. Die, die es täglich betreffe, hätten sich anders entschieden, sagte Tiedje.
Man halte einen Umbau am Standort Weeze für Zeitverschwendung. „Die Schüler werden trotz Umbau einen schlechteren Status haben als in Kevelaer“, so seine Überzeugung. Es gebe „Kollegen, die immer noch pendeln müssen, und auch die Schüler. Das sind immer die Weezer Schüler, die pendeln müssen.“
Die Schüler versuchten, das Beste aus den Problemen zu machen. Aber Qualität ginge halt unter den Bedingungen nicht, wo „man mit Stammkräften krampfhaft versucht, den Unterricht aufrechtzuerhalten. Wir wollen konkurrenzfähig bleiben“, man könne das so nicht fahren. Dann komme noch die Umstellung auf G 9 .
Auch das Land wolle keine zwei Standorte haben, andere Schulen bewältigten vergleichbare Situationen mit einem Standort. „Und wenn einige Eltern Angst haben, dass der Schwachpunkt Weeze Kevelaer ,überfallen‘ wird – das wird nicht der Fall sein.“ Und: „Wenn wir die Weezer Kinder nach Kevealer holen, verlieren wir einen Zug, aber wir müssen nicht die größte Schule am Niederrhein sein.“ Das sei gar nicht gewünscht.
Ein Großteil des Kollegiums bitte darum, „nicht auf das, was die Partei will oder was in der Zeitung stehe, sondern „auf die Profis, die wissen, wie Schule aussehen soll“, zu hören. Die Politik solle „das moralisch Richtige für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer tun, um eine zukunftsfähige Schule aufzubauen“.
Die Lehrerin Sonja Johnson machte deutlich, dass sie eine Befürworterin des Teilstandortes der Gesamtschule Kevelaer-Weeze ist. „Ich pendele auch sehr viel hin und her“, gab sie ihren Vormittag wieder, wo sie dreimal hin und her gefahren sei. Sie sei für den Standort, weil die Probleme sonst „nur verlagert“ würden. „Dadurch ändern wir unsere etwas schwierigeren Schüler am Standort Weeze nicht.“ Es wäre da sehr hilfreich, – und da seien schon Signale –, dass da mehr Unterstützung an Sozialpädagogen und Sozialarbeitern an den Standort kommen solle, meinte die Lehrerin für Englisch, Deutsch und Hauswirtschaft.
Die Haltung der Lehrerschaft sei bekannt, schob Bürgermeister Dominik Pichler zwischendurch ein. Aber es gehe darum, alle Aspekte zu hören. Er würde später von einer „ausgewogenen Debatte“ auch in der Politik sprechen. „Man kann jeden Standpunkt mit guten Gründen vertreten.“
Die KBV folgte dem Verwaltungsvorschlag für ein Invest am Teilstandort Weeze – und damit dessen Erhalt. „Das sind sinnvolle und zielführende Investitionen“, unterstrich Paul Verheyen. „Das Pendelverkehrsproblem sei schon bei der Gründung bekannt und vorauszusehen gewesen. Pacta sunt servanda“, äußerte er die Überzeugung, dass es der Schulleitung und der Verwaltung gelingen werde, die Probleme zu lösen.
Angelika Kobsch (CDU) machte deutlich, dass man sich mit dem Weezer Bürgermeister und dem Schulleiter besprochen habe. „Ich glaube, die Entscheidung zur Gründung mit zwei Standorten war richtig, ist richtig und bleibt richtig.“ Die CDU-Fraktion unterstütze vor allem die baulichen Maßnahmen, die den Standort Weeze qualitativ dem Standort Kevelaer annäherten.
Die Gemeinde Weeze mache sich darüber Gedanken, wie sie die eigene Wahrnehmung der Schule verbessern könne und habe sich selbst zu Investitionen durchringen können. Auch sei im Austausch mit dem Weezer Bürgermeister deutlich geworden, dass man personelle Ressourcen bei Schulbegleitung, bei Schulpsychologen und -pädagogen schaffen wolle. Wichtig sei der CDU, dass der Umbau des Teilstandortes Weeze eng mit dem schulpädagogischen Konzept des Gesamtstandortes und nicht des Teilstandortes Weeze verknüpft werde. „Wir wollen über den Kirchturm hinaus denken.“ Ihr sei aber bewusst, dass das sicher „kein Zuckerschlecken für die Lehrer“ sei.
Für die SPD-Fraktion erklärte Irene Vonscheidt, dass sich ihre Partei für das Invest und den Standort ausspreche.
„Wir glauben nicht, dass die Investition zu dem gewünschten Ergebnis führen wird“, machte Jan Itrich für die FDP deutlich. Er sprach von „erschreckenden Missständen“ schulorganisatorischer Art, die von der Schulleitung im letzten Schulausschuss berichtet worden seien und dem „in dem Ausmaß für uns inakzeptablen“ Pendeln in Pausenzeiten. Durch die Investition könne der Standort nicht so aufgewertet werden, dass er zusätzliche Schüler anziehen könne, die jetzt nach Kleve oder Goch gingen. Sinnvoll seien Strukturen nur an einem Standort. Er befürwortete auch eine Rückabwicklungsklausel in dem Beschluss. „Wir sind bereit, am Standort Kevelaer zu investieren. Wir sehen das als grundsätzliche Chance für die Gesamtschule und sollten finanzielle Kräfte zum Wohl der Gesamtschule bündeln.“
Die Schüler seien leicht gestresst, die Lehrer etwas mehr, der Schulleiter habe sich in den letzten vier Jahren auch verändert, schlussfolgerte Elisabeth Fischer für die Grünen, dass die Situation, das Ganze in Haupt- und Teilstandort aufzusplitten, dem Schulstandort Kevelaer nicht gut tue. „ Wir wollen, dass Schüler Butterbrot essen können und nicht gleich nach Weeze pendeln müssen“, so ihre Argumentation.
Ihre Parteikollegin Birgitt Höhn ergänzte, dass man die Einschätzung nicht teile, dass es eine stabile Nachfrage gebe. Der Pendelverkehr sei „für die Schülerinnen und Schüler ein großes Problem“ und lasse sich perspektivisch nicht ändern. Davon seien gerade die inklusiven Kinder betroffen. Und ab dem Sommer gebe es mit der Gesamtschule Geldern eine Konkurrenz, die vielleicht Eltern aus Winnekendonk oder Kervenheim veranlasse, eher dorthin zu gehen.
Schuldezernent Marc Buchholz stellte klar, dass man die Idee der Abfederung der Situation durch Pädagogen am Standort aus der Schulkonferenz mitgenommen hat. Man werde auch die Frage nach Busbegleitern für die Pendelverkehre prüfen.
Das Schulrecht sehe Teilstandorte vor. Man habe damals für Schüler in Kevelaer und Weeze ein Angebot machen wollen. „Die Elternschaft in Weeze interessiert ein ortsnahes Angebot sehr wohl.“ Und man wolle dem Schulleiter die Möglichkeit geben, alle Interessierten aufzunehmen. Den Aspekt G9 und mehr Schüler habe man noch nicht beraten.
Endgültig entscheidet am heutigen Donnerstagabend der Rat der Stadt über diese Frage. Sollte der dem Votum des Fachausschusses folgen, „werden wir mit dem Konzept arbeiten und das Beste daraus machen, Kollegen wie Tietke versuchen zu motivieren. Wir fühlen uns dem verpflichtet“, stellte Schulleiter Michael Cuypers klar.
Die Kritiker konnten dem Beschluss wenig abgewinnen. Ihr Unmut richtete sich auch gegen den Schuldezernenten Buchholz. Der argumentiere aktuell als Vorsitzender der Elternvertretung der Leibnitz-Gesamtschule in Duisburg-Hamborn für einen Neubau auf dem Schulgelände – und gegen einen dortigen Zweigstandort in der ehemaligen Comenius-Hauptschule.

„Geisterritter“ lehren das Gruseln

Kevelaer. Die Theater- und die Musik-AG der Städtischen Realschule Kevelaer und der Gesamtschule Kevelaer-Weeze zeigen in diesem Jahr „Geisterritter“, ein musikalisches Theaterstück nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke mit musikalischen Arrangements von Michael Cuypers, Dorothee Menskes und Ingo Schäfer. „Die Zuschauer erwartet diesmal ein zauberhaftes Bühnenspektakel, mit einem opulent fantastisch gestalteten Bühnenbild, mit einem musikalischen Repertoire zwischen Rap und Rock und magisch-mysteriösen Tanzeinlagen sowie ein Szenario, das der Spielfreude der Schauspieler alle Möglichkeiten eröffnet“, versprechen die Organisatoren.
Zum Inhalt: „Mit elf gibt es nichts Schlimmeres als Freunde, die dieselben Süßigkeiten mögen“, findet Jon Whitcroft, der gerade von seiner Mutter auf ein Internat in Salisbury geschickt wurde. Obwohl, von seiner Mutter auf ein Internat geschickt zu werden, weil man ihren neuen Vollbart-Freund nicht mag und nächtelang Grabsteine mit seinem Namen gezeichnet hat, ist vielleicht doch schlimmer.
Scheußliche Schuluniformen
Im englischen Salisbury erwartet Jon neben Dauerregen, dunklen Gemäuern, unnützen Regeln und scheußlichen Schuluniformen auch ein Zimmer, das er sich mit drei Mitschülern teilen muss. Und bereits in seiner ersten Nacht im Internat erscheinen – als wenn sein Heimweh nicht schon schlimm genug wäre- plötzlich drei Geister, die ihm nach dem Leben trachten. Doch zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich mit blutrünstigen Geistern auskennt: Ausgerechnet ein Mädchen und ihre verrückte Großmutter… Ein Internatsaufenthalt wider Willen und eine allzu lebendige Geisterschar – Cornelia Funke verbindet in ihrem Roman beides mit historisch belegten Personen, Hintergründen und Schauplätzen.
Wie in der Programm- und Filmmusik üblich, dramatisiert die Musik die Bühnenhandlung. Ein wichtiges Auswahlkriterium für die aufgeführten Stücke war der Inhalt der Texte, unabhängig davon, ob er auf Deutsch oder Englisch abgefasst ist. Die Musik hat dabei stets einen direkten Bezug zur Szene.
Um die Stücke für das Schulorchester spielbar zu machen, musste die Musik von Michael Cuypers, Dorothee Menskes und Ingo Schäfer überarbeitet und neu arrangiert werden. Dabei stand nicht die Werktreue zum Original im Vordergrund. Das aus Rhythmusgruppe, Bläsern und Orffinstrumenten gebildete Orchester stellt aufgrund seines spezifischen Klanges besondere Anforderungen an ein Arrangement. Bei der musikalischen Umsetzung wurden oft unkon­ventionelle Wege eingeschlagen.
Dem Orchester an die Seite gestellt ist der speziell für das Musik-Theater zusammengestellte Chor, der die Solisten des Stücks gesanglich ergänzt und unterstützt. Zahlreiche Songs werden nach choreografischen Ideen des Tanzensembles unter der Leitung von Claudia Kanders tänzerisch „in Szene gesetzt“.
Öffentliche Aufführungen sind am 21. und 22. März, 19 Uhr, im Bühnenhaus. Karten (Erwachsene 7 €, Kinder/Jugendliche 4 €, gibt es in der Bücherstube im Centrum und in der 1. großen Pause in der Gesamtschule.)

Das Ensemble des Projekts

Orchester
Baumgart, Valentino; Biehl, Gabriel; Büschkes, Simone; Ehme, Phil; Großkämper, Lea; Heinen, Katharina; Hieckmann, Lea; Ingendae, Matthias; Küppen, Fynn; Muellemann, Sophie; Quinders, Christian; Sarsi, Lena; Schloots, Alexa; Spans, Lara; Spans, Marius; Verhoeven, Lea; Wagner, Lara; Wieggers, Jesse; Wilhelmi, Jan.
Chor Berlo, Jana; Bremner, Tabea; Brey, Katja; Czaja, Sandra; Dejbus,Leane; Eskes, Mia; Goldschmidt, Scarlett; Hieckmann, Pascal; Jans, Pia; Josan, Rhythm; Kabasele-Maka, Abigail; Kroppen, Surena; Markowska, Nikola; Nöding, Mayleen; Osso, Aylin; Rogowski, Ananda; Szuster, Dominika; Viljehr, Patricia.
Schauspiel
Ader, Timon; Aymans, Sophie; Boetselaars, Daniel; Brouwers, Roxana; Daamen, Raul; Davies-Garner, Leonard; Diebels, Ronja; Föhles, Marvin; Grootens, Lutz; Hebben, Nele; Hoever, Lara; Klein, Jens; Köllner, Tim; Kösters, Ida; Kostyra, Lilli; Kürvers, Janis; Kürvers, Luca; Lamers, Stella; Landwehr, Ann-Sophie; Maaßen, Daniel; Moeselagen, Zoe; Müller, Hanna; Naber, Cornelius; Peters, Joshua; Piotrowicz, Xenia; Schmetten, Anna; Schmitz, Vivian; Schütmaat, Maret; Torres-Götz, Katharina; Van den Berg, Jos; Vogel, Jessica; Wagner, Lara; Wagner, Lena; Witschurke, Leonie.
Tanz
Arnert, Sarah; Esperanza, Ladonna; Fingskes, Sarah; Hußmann, Sabrina; Kaschubat, Lynn; Markowska, Oliwia; Naimor, Leonie; Premaseelan, Gowshiga; Rütten, Verena; Schink, Katharina; Szamocka, Malwina; Tutkun, Filiz; Van Leuven, Sophia.
Bühnenbildprojekt
Achten, Thomas; Aymans, Sophie Beig, Laura; Füngers, Sebastian; Grootens, Lutz; Haido, Midya; Hebben, Nele; Hiep, Rebecca; Hoever, Lara; Ingenstau, Katharina; Köllner, Tim; Kösters, Ida; Kosub, Emilia; Kruse, Marco; Kürvers, Luca; Loock, Emily; Maaßen, Daniel; Naber, Cornelius; Piotrowicz, Xenia; Premaseelan, Gowshiga; Schlutt, Vivian; Schmitz, Vivian; Thür, Indira; Tutkun, Filiz; Van den Berg, Jos; van Dick, Lina; Venhoven, Lisa; Vos, Bastian; Weinhold, Lenard; Wilhelm, Alina.
Kostüme
Wahlpflichtfach Textiles Gestalten im 8. Jahrgang.
LehrerInnen:
Dorothee Menskes, Einstudierung Orchester; Ingo Schäfer, Einstudierung/ Leitung Theaterchor und -solisten: Claudia Kanders/Astrid ten Klooster, Choreographie, Einstudierung und Leitung Tanz; Manfred Beckert/ Eva Tannhäuser, Projekt Bühnenbild/ Requisiten; Andrea Schwanitz, Kostüme und Maske / Leitung Wahlpflichtfach Textiles Gestalten.
Gesamtleitung Musik Michael Cuypers.
Leitung Schauspiel/Regie Saskia Reinkens.

Liebe und Vorurteile auf der Bühne

Die Theater- und Musik-AG der städtischen Realschule Kevelaer und der Gesamtschule Kevelaer-Weeze zeigt in diesem Jahr das Stück „Yamas – Prost Mahlzeit“. Beteiligt sind insgesamt rund 100 Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen im Orchester, im Chor, im Tanzensemble, als Schauspieler und im Bereich Bühne. Öffentliche Aufführungen sind am 5. und 6. April um 19 Uhr im Bühnenhaus. Karten kosten 4 Euro für Kinder/Jugendliche und  7 Euro für Erwachsene. Es gibt sie in der Bücherstube im Centrum und in der Realschule (1. große Pause).
Die diesjährige Inszenierung ist seit Langem wieder ein eigenes Stück, dessen Themen und Dialoge erstmals gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Theater-AG entstanden sind. Das Stück basiert auf der Auseinandersetzung mit Themen wie Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung und verarbeitet persönliche Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler.
Es handelt von der Liebesbeziehung der Protagonisten Costa und Marie, die an immer neuen gesellschaftlichen Vorurteilen zu scheitern droht, und spricht die unterschiedlichen Alltagsprobleme wie Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Zukunftsängste der anderen Akteure mit an.
Wie bereits bei Shakespeares „Romeo und Julia“ scheint die Herkunft über das Liebesglück zu entscheiden, welches zu zerbrechen droht, bevor es richtig beginnt. Doch ein so tragisches Ende wie bei Romeo und Julia soll das Stück der Theater AG nicht nehmen. Mit Live-Musik, Schauspiel und Tanz erzählt es von Schicksalen, Freundschaft und Feindschaft und versteht sich damit als ermutigender Appell, jeden Tag für Demokratie und Menschlichkeit einzutreten und sich in seinem Handeln nicht von Stereotypen leiten zu lassen.
Das Ensemble des Theaterprojekts:
Städt. Realschule Kevelaer
Gesamtschule Kevelaer-Weeze
Schauspiel:
Aengeneyndt, Mona
Aymanns, Sophie
Blenkers, Kathrin
Dicks, Christian
Falana, Lena
Fiethen, Julia
Grootens, Lutz
Heller, Leonard
Herbe, Sven
Janßen, Hannah
Janssen, Vivian
Köllner, Tim
Maaßen, Daniel
Müller, Emely
Naber, Cornelius
Nilkens, Verena
Schmidt, Fabienne
Schmitz, Vivian
Van Endern, Maja
Tanz:
Alajbegovic, Sumeija
Arnert, Sarah
Flassenberg, Melina
Kaschubat, Lynn
Kenner, Dagmara
Naimar, Leonie
Plenzdorf, Stella
Premaseelan, Gowshiga
Rütten, Verena
Schenk, Jana
Schink, Katharina
Tutkun, Filiz
Van Leuven, Sophia
Chor:
Baten, Lisa
Dejbus, Laura
Goldmann, Dominika
Heiser, Olivia
Jolien Helmus,
Klich, Patrycia
Markowska, Oliwia
Methner, Leonie
Mileti, Emilia
Müller, Hanna
Lutz, Laura
Potter, Potter
Rogowski, Ananda
Rosenkranz, Hannah
Schütt, Tom
Orchester:
Baumgart, Valentino
Below, Margit
Büschkes, Simone
Ehme, Phil
Gieser, Phoebe
Hendricks, Tim
Hieckmann, Lea
Hußmann, Sabrina
Ingendae, Matthias
Josephs, Dylan
Lamers, Stella
Quinders, Christian
Rottmann, Katharina
Spans, Marius
Wagner, Lara
Werner, Anna
Witschurke, Leonie
Bühnenbildprojekt:
Nazar, Benjamin
Hiep, Kira
Schmitz, Janina
Van Endern, Maja
Müschen, Patrick
Janßen, Hannah
Janssen, Vivian
Kosub, Josefine
Schmidt, Fabienne
Blenkers, Kathrin
Luyven, Lara
Schenk, Jana
Plenzdorf, Stella
Naber, Cornelius
Rosenkranz, Hannah
Grootens, Lutz
Klein, Jens
Kruse, Marco
Kosub, Emilia
Achten, Thomas
Aymans, Sophie
Maaßen, Daniel
Wilhelm, Alina
Technik und Requisite:
Achten, Thomas
Gavrill, Nicolaos
Herbach, Oliver
Klein, Jens
Kleintjes, Jonas
Koza, Adrian
Kruse, Marco
Müschen, Patrick
Nazar, Benjamin
Wilbers, Johanna
Zipser, Rene
Souffleuse:
Schmitz, Vivian
Am Projekt beteiligte Lehrer und Lehrerinnen:
Dorothee Menskes (Einstudierung Orchester)
Ingo Schäfer (Einstudierung, Leitung Theaterchor und -solisten)
Claudia Kanders (Choreographie, Einstudierung und Leitung Tanz)
Manfred Beckert, Eva Tannhäuser (Projekt Bühnenbild / Requisiten)
Andrea Schwanitz (Herstellung von Kostümen)
Michael Cuypers (Einstudierung Orchester, Orchesterleitung)
Saskia Reinkens (Einstudierung Schauspiel / Regie)

Musikalischer Grenzübergang

Kevelaer – Die Theater- und Musik-AG der Städtischen Realschule Kevelaer und der Gesamtschule Kevelaer-Weeze zeigen in diesem Jahr „Sonnenallee“, ein musikalisches Theaterstück nach dem gleichnamigen Film von Leander Haußmann und dem Roman „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ von Thomas Brussig. Michael Cuypers, Dorothee Menskes und Ingo Schäfer haben dazu die musikalischen Arrangements geschrieben, Regie führt Saskia Reinkens.

Die Inszenierung thematisiert das Leben der Ost-Berliner Jugend im Angesicht der Mauer in der DDR der 1970er Jahre. Am südlichen Ende der Sonnenallee befand sich während der deutschen Teilung ein Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin. Erzählt wird die Geschichte von Michael Ehrenreich und den Jungs seiner Clique.

Bericht: Ausgabe 9, Seite 3