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Karnevalsdisco an der Gesamtschule Kevelaer. Foto: Gesamtschule Kevelaer
Gelungene Feier der fünften und sechsten Klassen

Karnevalsdisco an der Gesamtschule

Wo sonst Ruhe und konzentriertes Lernen angesagt sind, übernahmen die Närrinen und Narren der Gesamtschule das Regime und veranstalteten eine fröhliche Karnevalsdisco.

Gesamtschule Kevelaer zeigte wieder eine Aufführung im Bühnenhaus

„Regenbogenfisch, komm hilf mir“

Die Theateraufführung der Gesamtschule Kevelaer vor den Osterferien ist ein jährliches Highlight im Kalender der Stadt Kevelaer.

Der nächste Schritt

In der kommenden Woche können die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgänge der Grundschulen ihre Kinder an der Gesamtschule Kevelaer anmelden.

Um größere Stoßzeiten zu vermeiden und pandemisch-bedingte Hygienemaßnahmen zu gewährleisten, ist eine online-Terminbuchung über die Homepage der Gesamtschule Kevelaer (www.gesamtschule-kevelaer.de) sowie über das Sekretariat (02832 / 93360 oder info@gekw.de) erforderlich.

Die Gesamtschule Kevelaer bietet im Zeitraum von Montag, 1. Februar bis Mittwoch, 3. Februar jeweils von 8.30 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr sowie am Donnerstag, 4. Februar,  von 13.30 bis 19 Uhr eine Vielzahl an Terminmöglichkeiten an.

Alle Aufnahmegespräche finden unter strengen Hygienemaßnahmen statt. Ferner wird ausdrücklich gewünscht, dass nur ein*e Erziehungsberechtigte*r gemeinsam mit dem anzumeldenden Kind zur Anmeldung erscheint.

Die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten werden gebeten, zur Anmeldung folgende Unterlagen mitzubringen:
· das Anmeldeformular der Gesamtschule Kevelaer,
· den Anmeldeschein der Grundschule,
· das letzte Zeugnis mit der Empfehlung der Grundschule,
· die Geburtsurkunde des anzumeldenden Kindes,
· den Impfpass mit dem Nachweis der Masernschutzimpfung oder einen ärztlichen Nachweis der Maserimmunität,

Alle schulischen Unterlagen stehen auch auf der Homepage der Gesamtschule Kevelaer zum Download bereit.

Bei weiteren Fragen können sich Interesenten unter Telefon: 02832 / 93360 oder per E-Mail (info@gekw.de) an die Gesamtschule Kevelaer wenden.

Siegerin des Vorlesewettbewerbs an der Gesamtschule Kevelaer gekürt

„Leistung sichtbar machen“ – das ist ein wesentlicher Baustein in der pädagogischen Arbeit an der Gesamtschule Kevelaer. So ist etwa der Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen mittlerweile eine Tradition.

Dieser sollte trotz der Corona-Pademie auch in diesem Winter stattfinden. Am vergangenen Freitag trafen sich nun – aufgrund der Umstände in deutlich kleinerem Kreis – die zehn Teilnehmer*innen mit den beiden Juror*innen Silvia Jennerwein und Oliver van Well, Lehrerkräfte an der Gesamtschule Kevelaer.

Alle Teilnehmer*innen hatten sich zuvor in ihren Klassen gegen Mitbewerber*innen durchsetzen können. Schulsiegerin wurde Amira Wehling (6b; siehe Foto) vor Isabelle Brylski (6e) und Finja Dercks (6c). „Insgesamt war es eine sehr knappe Entscheidung“, sagt Silvia Jennerwein.

„In den letzten Wochen haben sich die Klassen mit ihren Deutschlehrern intensiv auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Wir sind stolz auf die nun gezeigten Leistungen, mit denen die Schülerinnen und Schüler ihre hohen Lesekompetenzen mutig unter Beweis gestellt haben.“

Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer*innen Urkunden. Amira Wehling konnte sich zudem über einen Buchgutschein freuen.

Foto: Gesamtschule

Die Gesamtschule Kevelaer ist mit iPads ausgestattet

Die Gesamtschule Kevelaer konnte in dieser Woche einen weiteren Schritt auf dem Weg der Digitalisierung gehen. Andre Dicks, Mitarbeiter der Stadt Kevelaer, und das IT-Team der Gesamtschule um den Medienbeauftragten Patrick Cosar übergaben allen 113 Mitarbeitenden der Gesamtschule jeweils ein iPad der achten Generation nebst Tastatur für die unterrichtliche Arbeit aus dem „DigitalPakt Schule“.

Während einige Kolleg*innen bereits über ein privates iPad verfügen, erobern andere mit dem neuen Gerät technisches Neuland. Schon seit Monaten heißt es an der Schule, in Sachen digitale Technik von- und miteinander zu lernen. Insbesondere durch das IT-Team der Schule wurden und werden die Kolleg*innen regelmäßig mit kurzweiligen „Fortbildungssnacks“ zur Nutzung von Lernplattformen, Apps etc. versorgt. Vertieft wird das Wissen im Blick auf die Nutzung der neuen Geräte im Rahmen des kommenden schulinternen Lehrerfortbildungstags im Dezember.

Interaktive Displays statt Tafeln

Auch in den Klassenräumen bahnt sich zurzeit ein Paradigmenwechsel an. Mittlerweile ist flächendeckend in allen Gebäuden der Gesamtschule das WLAN nutzbar. Außerdem werden die Tafeln in den kommenden Tagen demontiert und durch interaktive Displays ersetzt. Abgerundet wird die Optimierung der digitalen Infrastruktur durch zwei mobile iPad-Klassensätze, die den Lerngruppen zur Verfügung stehen.

Nach der Erstellung eines schuleigenen Konzepts zur Distanzbeschulung überarbeiten die Fachschaften der Gesamtschule unter Koordination der Didaktischen Leiterin Martina Boudewins zurzeit die schulinternen Lehrpläne und das Medienkonzept. Im Fokus stehen dabei die methodisch-didaktisch angemessene Einbindung der neuen technischen Möglichkeiten sowie die Vermittlung digitaler Kompetenzen in den unterschiedlichen fachspezifischen Lerngruppen – im alltäglichen Unterricht wie im Rahmen einer möglichen Distanzbeschulung.

Ein bisschen St. Martin ist so angekommen

Eine große Überraschung gab es in den Seniorenheimen. Das KvGG und die Gesamtschule verteilten an die Altenheime der Stadt knapp 300 Martinslaternen.

So wurde Marcel Robens bereits erwartet, als er auf dem Balkon des Winnekendonker Katharinenhauses mit drei großen Körben eintraf. „Echt klasse“, war nicht nur Claudia Püschel vom sozialen Dienst der Einrichtung erfreut. Auch die Bewohner der Alteneinrichtung strahlten über das besondere Geschenk, das ihnen an diesem Tag gebracht wurde. Hannelore Nesceri (92) freute sich, eine der selbstgebastelten Lampen zu erhalten. „Das ist sehr schön, ich habe auf die Kinder gewartet“, war sie ein wenig traurig, dass diese nicht mitdurften.

„Der Sankt-Martinszug fällt ja aus in Kevelaer. Einfach zu sagen, dieses Jahr geht nichts, war für uns keine Option“, erläuterte Marcel Robens, Lehrer am KvGG und Mitinitiator der Aktion.

„Von der Bürgerstiftung Seid einig kam der finanzielle Support für die Idee, dass die die fünften und sechsten Klassen des KvGG und der Gesamtschule Lampen basteln“, erläuterte Marcel Robens. So solle etwas Freude in das durch Corona beeinträchtigte Leben der alten Menschen gebracht werden. „Der Gedanke des Teilens kann in diesem Jahr besonders gelebt werden. Und dass die Kinder in diesem Jahr an die denken, die besonders zu kurz gekommen sind“, sagt Robens. „Deswegen haben die Kinder auch mit entschieden, dass sie das unterstützen wollen. Sie haben alle fleißig gebastelt und schenken die Lichter den Seniorenheimen.“

Ursprünglich war vorgesehen, die insgesamt gut 300 Laternen, die Schüler der Gesamtschule und des KvGG in den vergangenen Wochen gebastelt hatten, möglichst zeitgleich an die Altenheime zu übergeben.

„Wir als KvGG haben das Katharinenstift, das Elisabeth-Stift und die Demenzgruppe. Die anderen drei Einrichtungen, Regina Pacis, Clemenshaus und das Josefs-Haus in Wetten, hat die Gesamtschule übernommen.“ Doch dann kam die zweite Corona-Welle und die besonderen Maßnahmen für den Monat November.

Es sei bedauerlich, dass weder die Schüler noch die Musikvereine der Ortschaften, die sich allesamt dazu bereiterklärt hatten, mit einem Martinsständchen ihren Beitrag zu der Aktion zu leisten, sagte Robens. „Alle wären sehr gerne mit dabei gewesen. Aber da jetzt fast nichts in der Öffentlichkeit erlaubt ist, mussten sie schweren Herzens sagen, dass es nicht geht.“

Doch auch die so vorbeigebrachten Lichter rührten an das Herz der Bewohner und der sie umsorgenden Menschen. „Die Idee fanden wir ganz super“, sagte Claudia Püschel, die mit ihrer Kollegin Monika Behrens die Lichter auf den Stockwerken verteilte. „Dass die Kinder das mit uns teilen, ist ganz toll.“

Man werde „im Rahmen unserer Möglichkeiten“ auch versuchen, St. Martin zu feiern. „Wir werden die Laternen auf den Tisch stellen und diese großen Fensterbilder, die wir vom Pastor Boymann noch haben, aufhängen, weil der Kindergarten kommt und durch den Bürgerpark zieht.“

Diese Aktion bedeute gerade in dieser Zeit eine Menge, ergänzte ihre Kollegin Monika Behrens. Denn die Zeiten seien nicht einfach, die Bedingungen änderten sich immer wieder. „Das bringt ganz viel Helligkeit hier rein und hebt die Stimmung, ist ein fröhlicher Anblick. Das sieht man ja. Die freuen sich total. Ein bisschen St. Martin ist so angekommen.”

Ein Licht in der Dunkelheit

Im Rahmen der Aktion „Ein Licht in der Dunkelheit“ der Gesamtschule Kevelaer übergab die Abteilungsleitung I, Belgin Gür (links) selbstgebasteltete Fackeln an das Regina Pacis-Haus.

Vor allem Frau Küppers, Bewohnerin des Hauses (Mitte), freute sich sehr über den Gruß und darüber, dass an die Situation in den Alten- und Seniorenheimen gedacht wurde.

Foto: privat

Mit- und voneinander lernen

Der Sonnengott meinte es gut mit den 5.-Klässlern der Gesamtschule Kevelaer. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurden im 5. Jahrgang der Schule 146 Schüler willkommen geheißen.

Unter Corona-konformen Bedingungen begrüßte Schulleiter Christoph Feldmann die sechs Klassen sowie deren Eltern und Erziehungsberechtigte in drei Durchgängen im Hülsparkstadion, wo ein ökumenischer Wortgottesdienst unter Leitung der Kirchenvertreter Karin Dembeck (Ev. Kirche) und Dr. Bastian Rütten (Kath. Kirche) den Auftakt der Einschulungsfeier bildete. „Unsere Schule – ein Haus aus bunten Steinen“ – der Leitgedanke des Wortgottesdienstes steht zweifelsohne sinnbildlich für die Arbeit der Gesamtschule, für die das Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Begabungen prägend ist.

Sowohl die Vertreterin der Schulpflegschaft, Mehtap Grandt, als auch die Vorsitzende des Fördervereins der Gesamtschule, Birgitt Höhn, stellten den Anwesenden die Arbeit ihrer Gremien vor, bevor die jüngst in die Funktion eingeführte Abteilungsleitung I, Belgin Gür, das Wort an die aufgeregten Mädchen und Jungen richtete und das gemeinsame Lernen mit- und voneinander in den kommenden Jahren in den Fokus rückte.

Anschließend verbrachten die Kinder mit ihren Klassenleitungen und Mitschülern eine kurzweilige Unterrichtsstunde im gemeinsamen Klassenraum. Dies erwies sich in diesem Jahr als besonders spannend, da der traditionelle Kennenlernnachmittag vor den Sommerferien bedingt durch die aktuelle Pandemie nicht stattfinden konnte.

Die Schüler hatten daher über die Ferien das digitale Angebot der Gesamtschule wahrgenommen und sich in einem virtuellen Klassenraum (Logineo) getroffen. Hier stellten sich ihnen die Klassenleitungen vor und gaben erste Informationen zum Unterricht an der neuen Schule.

Das Kollegium der Gesamtschule Kevelaer bot den Erziehungsberechtigten parallel zur Beschulung der Kinder einen Überblick über die ersten Tage an der Schule und boten Raum für die Klärung von Fragen. Nach gut zwei Stunden trafen sich die Schüler und ihre Eltern und Erziehungsberechtigten im Schatten der Bäume des Schulhofes wieder und freuten sich über die gelungene Feier sowie die von der Gesamtschule an jedes Kind vergebene Schultüte mit nützlichen Schulutensilien.

Im gemeinsamen Kampf gegen die Stereotype

Stolz präsentierten die 16 beteiligten Schüler der Gesamtschule Kevelaer gemeinsam mit ihrer Spanischlehrerin Caroline Hendricks das Schild mit dem Signet „Erasmus+ – Strategische Schulpartnerschaft 2019 bis 2021!“ Die Initiative, gemeinsam mit der „IES Estuaria“ im spanischen Huelva eine Schulpartnerschaft zu gründen, ging dabei von der jungen Lehrerin aus, die in der Schule hospitierte. „Die Schule ist ähnlich aufgestellt wie hier. Das ist auch eine Mittelschule mit Stufen von fünf bis zehn, das Kollegium hat mich gut aufgenommen.“ Da entstand neben der Hospitation die Idee, zusammen einen Antrag zu stellen, um an einem „Erasmus+“-Projekt teilzunehmen. „Das ist ein von der EU gefördertes Programm, das sich auf die allgemeine und die berufliche Bildung bezieht, um im Rahmen der EU die Toleranz und interkulturelle Kompetenzen zu fördern. Das ist für die Schüler eine super Gelegenheit, da was mitzubekommen.“

Der Titel des Projekts war schnell gefunden: „Eine Teenagervision von Deutschland und Spanien. Geht es nur um Bratwurst und Stierkampf?“ Oder auf Englisch: „A teenager´s vision of Germany and Spain, is it all about sausages and bullfighting?“. Das Ziel sei es, „Stereotypen über den jeweils anderen abzubauen“, erklärte Hendricks. Insgesamt hat die Gesamtschule Kevelaer mit ihrer Partnerschule über zwei Jahre eine Förderung von 64.000 Euro bekommen, die unter beiden Schulen aufgeteilt wird. Alle anfallenden Kosten – Reisekosten für die Schüler und Lehrer sowie Sachkosten für Veranstaltungen und Material – werden vom EU-Programm „Erasmus+“ übernommen.

Für das Projekt und die Reise nach Spanien holte sich Hendricks ihre Kolleginnen Verena Jansen, Dagmar Koberg und Sarah Putzke dazu. „Es hingen hier Plakate, Frau Hendricks hatte dazu im Unterricht auch was gesagt. Dann mussten wir eine Bewerbung auf Englisch schreiben“, erzählte die 15-jährige Joyce. Denn die „Verkehrssprache“ vor Ort war hauptsächlich Englisch. „Dann wurde immer weiter geguckt, du durftest nicht schlecht sein in der Schule.“ Denn schließlich sollte man ja auch fähig sein, den verpassten Lernstoff nachzuholen.

In der Stierkampfarena flossen die Tränen

Insgesamt gab es um die 30 Bewerbungen, von denen dann am Ende 16 Schüler und Schülerinnen ausgewählt wurden. „Wir hatten sowohl in Spanien als auch in Deutschland das gleiche Bewerbungsformular“, erläuterte Hendricks. In der Woche im Oktober konnten die 16 Kevelaerer Jugendlichen jedenfalls eine Menge erleben. Unter anderem besuchten sie die Stierkampfarena von Sevilla. „Das ging schon ans Herz, obwohl da nur Fotos von den Kämpfen zu sehen waren. Aber alleine schon die ausgestopften Tiere zu sehen, das war nicht so schön“, meinte die 15-jährige Joyce. „Und man hat gemerkt, dass das Tierquälerei ist, dass die danach umgebracht werden“, ergänzte die gleichaltrige Lara. „Es gab Einzelne, die das echt mochten, was viele unverständlich fanden.“ Da flossen dann auch bei manchen schon mal die Tränen.

Stolz nahmen die Schüler aus Kevelaer die Plakette für das Projekt entgegen. Foto: AF

Interessant war auch der Besuch eines Naturparks, weniger schön aber die Nähe zur eigenen Metzgerei. Auf positive Resonanz stieß das Flamencotanzen. „Das hat viel Spaß gemacht. Es waren vier Schritte, wir haben immer mal den Partner gewechselt“, erzählte die 15-jährige Lara. „Es war relativ kompliziert, weil die Schrittfolge schnell hintereinander kam, um dann zur Musik einzusteigen.“ Aber sie packten das alle ganz gut. Lara fand „die Schiffe von Christopher Kolumbus“ in dem Museum in Huelva „am besten. „Da geht man in einen Raum, schaut einen Film darüber, und da findet man die nachgebauten Schiffe. Da war noch ein See und Palmen, das war sehr schön.“

Im normalen Schulunterricht waren die Schüler nicht – da war nur kurzes Hineinschauen angesagt. Ähnlich wird man das bei dem Besuch der spanischen Schüler handhaben. Erstaunt waren die Schüler darüber, dass die spanischen Schüler ihre Lehrer mit Vornamen ansprechen und nicht bei der Begrüßung aufstehen. „Und sie haben eine so grelle Schulglocke, das ist schlimmer als der Feueralarm hier. Das war unangenehm“, erinnerte sich Joyce. Damit die Schüler ihre Erinnerungen nicht vergessen, hatte die Schule ein Büchlein als eine Art „Guidebook“ vorbereitet – mit den Tagen, was man wann sehen würde und gezielten Fragen dazu.

Kakao, American Cookies und Muffins zum Frühstück

Untergebracht waren sie in Gastfamilien – und bekamen so einen Einblick in die jeweils fremde Kultur. „Ich hab nicht so viel gesprochen, weil ich kaum was verstanden habe“, gestand die 14-jährige Magdalena. „Ich habe die ganze Zeit Spanisch gesprochen, weil ich auch zu Hause Spanisch spreche – meine Eltern kommen aus Südamerika“, ergänzte Laura. Oft lief es so, dass man mit den Schülern Englisch redete und die Eltern, die nicht Englisch konnten, mit den deutschen Kindern langsam Spanisch sprachen. Besonders die Essenskultur faszinierte die Jugendlichen. „Elf Uhr abends Abendessen ist total anders, und sie wohnen eben viel kleiner in Wohnungen“, stellte Schülerin Emilia fest. „Und es gab zum Frühstück Kakao mit zwei Löffeln Zucker, American Cookies, Muffins oder Kekse“, erzählte Lara.

Der Kontakt zu den Schülern besteht noch: Ende März werden die spanischen Schüler Kevelaer mit zwei Begleitpersonen besuchen und in Gastfamilien wohnen. „Das ist die beste Variante, weil man die Gelder dann noch anders nutzen kann. Das Kennenlernen des Alltags ist sehr wichtig. Das kann man nur durch 24-Stunden-Kontakt erfahren.“

Gemeinsam mit ihrer Spanischlehrerin und Vertretern der Schule diskutierten die Teilnehmer der Erasmus-Fahrt über ihre Erlebnisse in Spanien. Foto: AF

Über ein „e-twinning“-Programm werden in einer Projektgruppe alle Arbeitsergebnisse zusammengefasst – zum Beispiel, was es für Essen in Spanien und Deutschland gibt. Außerdem hat die Gruppe eine Art „Tourguide“ als Video für die Gäste erstellt, indem sie durch Kevelaer gegangen ist, um den spanischen Schülern einen Eindruck der Stadt zu vermitteln. Für die „Erasmus Days“ erstellten die Schüler ein Video, in dem sie typische Klischees, wie es sie über Deutschland gibt, auf die Schippe genommen haben. Das Video ist auf der Homepage der Schule unter „Internationales“ verlinkt. „Und wir wollen auch einen Jugendflyer über Kevelaer erstellen, im Rathaus verteilen und an die Gäste in Spanien zur Orientierung weitergeben.“

Projekt vielleicht bald in anderen Ländern

Im kommenden Schuljahr werden 16 neue Schüler im zweiten Förderungsjahr am selben Projekt weiter arbeiten. Langfristig will Hendricks über die zwei Jahre hinaus das Projekt fortführen – und dann auch in Zusammenarbeit mit mehreren Ländern und mehreren Partnern. „Aber je mehr Partner man hat, desto weniger Schüler gibt es dann.“ Da könnte man aber sicher auch einen zusätzlichen Antrag stellen, erläuterte der stellvertretende Schulleiter Christoph Feldmann. „Da sind wir zur Zeit dran, aber da steckt viel Arbeit und Hintergrundwissen dran, was erbracht werden muss.“ Man denke da zum Beispiel an Schulen in England, „aber da wollten so ziemlich alle hin. Und Kevelaer ist nicht der Nabel der Welt.“

Trotzdem sei das ganze Projekt „eine tolle Sache, um kulturelle Unterschiede kennenzulernen und zu erfahren, wie andere Nationen ticken“, meinte Feldmann. „Das finde ich echt super, dass sich Frau Hendricks darum gekümmert hat, das Programm hier zu installieren – und dass die Schüler das hier so annehmen.“

Vielleicht ergibt sich eine Ausweitung der Idee auf anderem Wege: die Partnerschule in Spanien hat bereits überlegt, so ein Projekt weiter mit der Kevelaerer Schule und einer ihnen bekannten Schule in Italien fortzusetzen, erzählte Hendricks. „Und es gibt viele Lehrer, die einen über die ‚e-twinning‘-Plattform anschreiben und fragen: Hätten Sie da nicht Lust, mitzumachen?“