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Das Spätschicht-Finale 2019

Rund um den Arche-Noah-Brunnen wird am Freitag, 11. Oktober 2019, alles für die letzte Spätschicht des Jahres aufgebaut. Neben Flammkuchen, Burger & Fries, Indischem Soulfood und kölschen Klassikern gibt es natürlich auch wieder kleine Köstlichkeiten für alle Nachtisch-Liebhaber: „BubbleWaffle2Go“ und „Jona‘s Foodbox“ bieten üppig gefüllte Waffeln, CakePops und Cheesecake am Stiel in vielen kreativen Varianten an.

Ein besonderer Höhepunkt an diesem Abend wird die Event-Bar „Feelgood(y)“ aus Moers sein. Hier ist der Name Programm, denn neben den Oldtimer-Bullis zaubert auch die Getränkekarte den Menschen ein Lächeln ins Gesicht: frisch gezapfte Berliner Weiße in verschiedensten Variationen – altbekannt oder neu definiert. Wer seine Getränke lieber geschüttelt (oder auch gerührt) haben möchte: Auch die „Coctail-Ambulanz“ ist wieder mit ihrem Einsatzwagen vor Ort. Es kann also ab 17 Uhr nach Herzenslust geschlemmt werden.

Levin Ripkens ist wieder dabei

Auf vielfachen Wunsch wird Levin Ripkens den Abend erneut musikalisch verfeinern. Er covert in seiner gewohnt entspannten Art Songs aus den unterschiedlichsten Epochen und bringt an diesem Abend zudem den einen oder anderen Überraschungsgast mit.

Wie auch bei den vergangenen Veranstaltungen haben bei dieser „Spätschicht“ wieder viele Händler ihre Geschäfte bis 21 Uhr geöffnet und bieten einen kleinen Vorgeschmack auf die Trends der kommenden Wintersaison sowie Deko- und Geschenkideen für die nahende Advents- und Weihnachtszeit. Während alle Mamis und Papis auf der Spätschicht ausspannen dürfen, sind alle Kinder herzlich eingeladen, im KUK-Atelier gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen. Jedes Kind ist willkommen, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Infos zur Veranstaltung und den verschiedenen Angeboten finden Interessierte im Internet sowohl bei Facebook als auch auf der Spätschicht-Homepage.

Ein Impuls für Kevelaer

Am vergangenen Samstag, da feierte Thomas Molderings seinen 49. Geburtstag. „Das hier, das ist mein Geburtstagsgeschenk und Neustart in einem“, lächelte der Neu-Gastronom einen Tag zuvor, als er mit seiner Frau Silvia und den drei Kindern Nicolas, Fenya und Viola im Eingang zu seiner neuen Gaststätte „Kävelse Lüj“ posierte. Die Gaststätte befindet sich auf der Maasstraße im ehemaligen Eiscafé Misurina.

Neues zu versuchen, damit kennt sich der gelernte technische Zeichner und Maschinenbauer gut aus. „Die Latte der Sachen, die ich schon gemacht habe, ist lang“, hat er „vom Taxifahrer über den Werkstudent bei Bayer bis zum Lageristen bei Woolworth“ schon viele unterschiedliche Sachen jobmäßig gemacht. Der Ausgangs-Impuls, in Richtung Bierproduktion zu gehen, sein eigenes „Kävelse Bleyksken hell“ oder „Kävelse Craft Beer“ zu verkaufen und am Ende auch in eine eigene Gastronomie einzusteigen, kam vor gut fünf Jahren.

„Ich habe damals einen Freund in Liechtenstein besucht, der eine Bierbrauerei hatte“, erzählt Molderings. „Euphorisiert“ von diesem Besuch, kam er dann wieder nach Kevelaer zurück und meinte zu einem Freund, der die Faszination Bier teilte: „Wir müssen unbedingt unser eigenes Bier brauen.“ Drei Jahre lang braute er dann „im stillen Kämmerlein“ mit drei Freunden zusammen – „natürlich unter Aufsicht der Behörden“ –  sein eigenes Bier.

Klein angefangen

Mit „Lehmann‘s Zwickel“ belieferte er die Gaststätte Lehmann. Supermärkte wie Rewe, Edeka und Hüsch nahmen ihm kleine Margen ab. Und als er merkte, „dass das funktioniert“, schenkte er auf diversen Feierlichkeiten seine Getränke mit aus. „Die Leute verlangen nach Neuem und nach Event-Gastronomie“, lautet die Überzeugung des Mannes, dessen Idee es war, über den Weg auch „für Kevelaer was zu tun.“ Entsprechend erfolgte der Schritt zur eigenen Lokalität – mit dem „frischen Wind unter den Flügeln, den mir die Kevelaerer geben.“

Die Familie habe er bewusst in den Entscheidungsprozess mit einbezogen. „Die sind alle in einem Alter, wo sie sowas mit entscheiden.“ Denn dazu gehört ja auch, dass es nicht mal eben so mit der Eröffnung getan ist. Das „Risiko Gastronomie“ ist allen bewusst – nicht nur, was das Aussterben von Kneipen angeht, sondern auch, dass man das Familienleben in Bezug auf Arbeitszeiten neu ausrichten, takten und im Gleichgewicht halten muss. 

Persönlich freut er sich, „selbstständig“ und nicht angestellt zu sein. „Das schränkt mich sonst in meiner Kreativität ein“, sagt der 49-jährige Bierbrauer. „Das ist ein großes Gefühl von Freiheit und Selbstverwirklichung.“ Um das Ganze zu realisieren, habe er trotzdem das Budget dafür kleingehalten, sagt Molderings. Was nicht heißt, dass das Inventar und damit der Laden billig daherkommt. „Alles ist ein bisschen retro schäbig-schick und rustikal-gemütlich, wie es von einem Brauer zu erwarten ist.“ Er glaubt fest daran, dass das Projekt ein Erfolg wird.

Der Bezug zu Kevelaer

„Hier dürfen sich Leute auch dazusetzen, ohne den Druck, was zu essen oder zu verzehren“, erklärt Molderings, dass es in dem Laden locker-entspannt und zugleich gastfreundlich zugehen soll. Den Namen „Kävelse Lüj“ hat er nicht zufällig gewählt. „Das ist einmal die plattdeutsche Sprache, die man ja viel von Theodor Bergmann ableitet. Und es die Authentizität und der Bezug zu Kevelaer, was mir wichtig ist.“ Deswegen finde man in der Lokalität ab und an auch mal den einen oder anderen plattdeutschen Satz, „Ich will‘s damit nicht übertreiben, aber Impulse setzen und das pflegen.“

Ob er wie früher dann auch wieder „Biertasting“-Abende auswärts machen wird oder bei  Veranstaltungen sein Bier mit anbieten wird, das will Molderings für später nicht völlig ausschließen. Sein Credo lautet aktuell aber: „Erstmal das hier anlaufen lassen.“

MacWilli ist wieder da

Es ist ein besonderer Duft, der durch den „Akropolis Grill“ an der Bahnstraße 39 bereits am ersten Tag seiner Eröffnung weht. Ruhig und abgeklärt steht Vasilius Sachinidis hinter der Theke, nimmt gelassen die Bestellungen der Kunden entgegen und reicht das frische halbe Hähnchen und die Pommes herüber. Der 70-Jährige ist so etwas wie „Kult“ in Kevelaer. Denn es gibt sehr viele Menschen, die in den letzten Jahrzehnten bei ihm im Imbiss eingekauft und ihn unter dem Namen „MacWilli“ kennen und schätzen gelernt haben.

Dass er in der Gastronomie landen würde, deutete sich in seiner Kindheit an, als er schon „als kleines Kind in Saloniki Süßigkeiten verkauft“ hat. „Ich trug einen Holzkasten mit Gurt“, erzählt Sachinidis. Dann begann der junge Vasilius eine Lehre als Metzger, ehe er 1962 mit 15 Jahren im Zuge des Anwerbens von Gastarbeitern nach Deutschland kam. „Die deutsche Kommission in Griechenland machte mich älter als ich war“, schmunzelt er heute darüber. In Köln arbeitete er an Maschinen für Schokolade der Firma „Stollwerck“ und bis 1969 bei Rasch-Maschinen.

Heimweh nach Köln

Zwischendurch absolvierte er in Griechenland seinen Militärdienst und kehrte 1969 nach Lobberich zurück, wo die Verwandten wohnten, und arbeitete in einer Metzgerei. „Ich habe bis heute Heimweh nach Köln, auch wenn es hier in Kevelaer schön ist“, gesteht Sachinidis. Schließlich eröffnete er 1971/72 in Lobberich den „Nettetaler Grill“- zwar ohne große Erfahrung im Metier, aber auch ohne Angst.

Bis 1978 läuft es dort „sehr gut“ – bis es ihn in die Wallfahrtsstadt zog, erzählt der Gastronom. Der Architekt Franz Tillmann gestaltete die Räumlichkeiten. „Das war sein erstes Haus in Kevelaer überhaupt. Ihn habe ich gefragt, wie ich das jetzt nennen soll.“ Und so wurde der Name „MacWilli“ aus der Taufe gehoben. „Da kannte ich in Kevelaer noch keinen.“

Das änderte sich im Laufe der Zeit. „Dann habe ich Flyer gedruckt, auf denen stand: ‚Die Hähnchen rufen aus Essen, bei MacWilli‘s schmecken sie am besten.‘ Darüber lachten die Leute und kamen – und ich habe immer weitergemacht.“ Vor fünf Jahren beendete er seine gastronomische Zeit, weil seine Frau Dula Probleme mit den Knien hatte. „Ich war immer schnell hier unterwegs, aber sie hat gut die Zügel gehalten“, lächelt er seine Liebste freundlich an. Sein Freund Siggi empfahl ihnen dann, im Kamp-Lintforter Freibad ein Café und eine Imbissbude zu betreiben. Gesagt, getan. „Da sind wir jetzt im Sommer“, sagt der immer noch sehr vitale Mann.

Mit dem Namen punkten

Im Mai 2019 verließen dann die Vorgänger von „PizzaHot“ die Räumlichkeiten. Die Gelegenheit, wieder in Kevelaer tätig zu werden, kam über den Kontakt zu Kaliobi Georgiadu zustande. „Ich bin seit sieben Jahren in Deutschland“, erzählt die 42-Jährige – sechs davon arbeitete sie in Küchen, Restaurants und im Imbiss. „Wir kannten uns über einen seiner Bekannten.“ Und so beschlossen sie, das Geschäft gemeinsam zu betreiben. Sie wollte den Namen „Akropolis-Grill“, und er ergänzte es mit dem Kürzel „MacWilli“, um mit dem Bekanntheitsgrad des Namens zu punkten. „Weil mich halt viele noch unter dem Namen kennen.“

Das Ganze soll keine vorübergehende Eintagsfliege sein. „Die Frau weiß vieles. Und was ich kann, muss ich ihr zeigen“, sagt Sachinidis. „Seine Erfahrung wird helfen“, ist Georgiadu vom Erfolg überzeugt. Kevelaer gefalle ihr sehr gut, sie wohne schon hier. „Und wir möchten hier lange, lange bleiben.“ Jedenfalls will „MacWilli“ sie nicht im Stich lassen: „Ich bleibe solange, bis sie sagt, ich kann alles“, sagt der erfahrene Gastronom – und lacht.

Pizzabacken mit Steve Aoki beim Parookaville-Festival

120 Mitarbeiter, Tausende Burger und Pizzavariationen von Steve Aoki – all das hat das Team vom Restaurant „Herr Lehmann“ aus Kevelaer in diesem Jahr auf dem Parookaville-Festival zu bieten. Das Team ist zum dritten Mal beim Festival dabei. Im Gespräch mit Marc Moors und Michael Schmidt von „Herr Lehmann“ wurde deutlich: Die Jungs stecken mitten in den Vorbereitungen, haben aber richtig Bock.

„Dreimal so groß“ ziehen die Lehmänner ihr Angebot auf dem Festival in diesem Jahr auf, erzählt Moors. „Wir haben eine ganz gute Arbeit gemacht die letzten Jahre“, weist Schmidt darauf hin, dass so eine große Aufstellung auf dem Festival nicht von alleine kommt. Vertreten ist das Team an dem Wochenende im Platinum Club, auf dem Food Court und im Desert Valley beim Verkaufsbus von „Pizzaoki“.

Fast das ganze Jahr Parookaville

Bevor es vom 19. bis zum 21. Juli 2019 rundgeht, stecken die beiden in einem Haufen Arbeit. Mit der Vor- und Nachbereitung der Festivaltage von einem Jahr zum nächsten habe man circa zwei Monate im Jahr ohne Parookaville. Den Rest des Jahres sei man immer irgendwie mit der Planung und Vorbereitung beschäftigt. 120 Mitarbeiter werden für das Restaurant an diesem Wochenende im Einsatz sein. 120 Mitarbeiter, die natürlich nicht alle zum festen Team gehören. „Ungefähr 50 Prozent der Mitarbeiter holen wir fremd dazu“, so Moors. „Zehn Prozent sind on top geplant“, erklärt Schmidt, dass im Falle von Ausfällen vorgesorgt sei. Die externen Mitarbeiter hat das Team an einem „Recruiting Day“ ausgewählt, an dem circa 50 bis 60 Leute teilgenommen haben.

In den letzten Jahren, so erzählen die Lehmänner, seien rund 5.000 Burger an einem Festivalwochenende über den Tresen gegangen. Dass es in diesem Jahr noch mehr Burger werden, liegt wohl auf der Hand. „Aber trotz aller Massenverspeisung halten wir Frische und Qualität ganz groß“, betont Schmidt. „Wir verkaufen die gleichen Burger, die wir auch hier im Restaurant verkaufen. Es gibt keine Festival-Abstufung“, fügt Moors hinzu. Jeden Tag frische Lieferungen machen diesen Anspruch möglich, so die Inhaber.

Der Meister des Tortenwurfs hautnah

Eine besondere Attraktion wird auf diesem Parookaville der Verkaufsbus von Steve Aoki sein, der in Zusammenarbeit mit den Lehmännern organisiert wird. Steve Aoki hat einen eigenen Pizzaladen in Los Angeles. Das Festival holt „Pizzaoki“ nun erstmals nach Europa. Lehmann unterstützt als lokaler Partner die Umsetzung des gastronomischen Original-Konzepts. Auf der von Steve Aoki persönlich freigegebenen Speisekarte stehen: No Beef, Steveroni, Meetball und Tuna. Eventuell schaut der Meister des Tortenwurfs ja auch persönlich in der Desert Valley bei Pizzaoki vorbei.

Das Team von „Herr Lehmann“ steht nun schon in den Startlöchern, um die Festivalgäste mit Burgern, Pommes und Ofenbrot zu versorgen, wenn sich während des Tanzens und Feierns doch der hungrige Magen mal meldet. Trotz der stressigen Zeit vor und nach dem Festival freuen die Inhaber sich: „Es ist stressige Arbeit, aber nett“, so Schmidt. „Es macht uns mega stolz, dass wir auch den Platinum Club machen dürfen“, fügt Moors hinzu. Auf die Frage, wie viel Schlaf man denn an diesem Wochenende bekommt, sagt Schmidt: „Drei Stunden am Tag.“ „Mit schlafen hat das alles wenig zu tun. Aber das holen wir nach“, lacht Moors.

Mit dem Fahrrad zum Festival

Das Kevelaerer Blatt zeigt Euch die Möglichkeiten, wie Ihr sicher mit dem Rad aus Kevelaer, Winnekendonk, Wetten und Twisteden zum Festivalgelände vom Parookaville kommt. Hier findet ihr Karten mit den Radwegen zum Gelände. Außerdem findet Ihr dort alle wichtigen Links zum Festival. Das KB wünscht viel Spaß beim Parookaville.

Farbenfrohe Fotoausstellung

An einer Wäscheleine, wie zum Trocknen, flattern die eingereichten Fotos des Fotowettbewerbs im Wind auf der Binnenheide. Die Prämierung der platzierten Gewinner des Fotowettbewerbs „Radfahren am Niederrhein“ erfolgte bei der diesjährigen „fahrRad-Pause Kevelaer“. Erste Etappe macht diese „Ausstellung auf Zeit“ nunmehr wie bereits angekündigt im Bauernhof-Café Binnenheide.

Dennis van den Berg, Betreiber des Bauernhofcafé Binnenheide, war einer der Jury-Mitglieder und stellte zwei Gutscheine für jeweils ein Schlemmerfrühstück für zwei Personen zur Verfügung. Er erklärte sich gerne bereit, diese Ausstellung in seinem Café-Garten zu präsentieren.

Im zeitlichen Zusammenhang mit der „fahrRad-Pause Kevelaer“ initiierte die Wallfahrtsstadt Kevelaer einen Fotowettbewerb für Hobbyfotografen. Insgesamt 43 Bilder wurden eingereicht und sieben Gewinner durften sich über attraktive Preise freuen. Seit dem 1. Mai hängen alle eingereichten Motive in einer Ausstellung im Außenbereich des Bauernhofcafés Binnenheide und begrüßen an einer Wäscheleine flatternd die Gäste.

Besuch der Ausstellung im Wohlfühlgarten

Das Bauernhofcafé Binnenheide gilt als beliebtes Ausflugsziel für Radfahrer und Ausflügler am Niederrhein. Das Team des Cafés lädt die Gäste ein, schöne Stunden in gemütlicher Atmosphäre zu verbringen. Bei sonnigem Wetter kann man den Kuchen auf der mit Liebe zum Detail eingerichteten Außenterrasse mit wunderschönem Blick auf Wiesen und Natur genießen. Aus Sicht der Organisatoren des Fotowettbewerbs aus der Wallfahrtsstadt Kevelaer ist dies der perfekte Ort, um die Bilder des Fotowettbewerbs „Radfahren am Niederrhein“ auszustellen.

„Ich freue mich sehr, dass das Bauernhofcafé Binnenheide als Ausstellungsort gewählt wurde und unsere Gäste die Möglichkeit haben, sich in Ruhe alle eingereichten Motive anzuschauen“, so Dennis van den Berg.

Die sieben Gewinner-Motive des Fotowettbewerbs von Markus Weggen, Sebastian Swertz, Thomas Arntz, Charlin Grahl, Marion Schramm-Schmitz, Thomas Hueser und Thomas Bosch (1. bis 7. Platz) hängen unter allen Einreichungen auf einer Wäscheleine aufgereiht im Wohlfühlgarten des Bauernhofcafés und sind mit einer kleinen goldenen Siegerschleife markiert.

„Gerne platzieren wir die Ausstellung auch an anderen Orten in der Wallfahrtsstadt Kevelaer. Interessierte Gastronomen, Einzelhändler oder auch Vereine sollten sich bei Interesse an das Stadtmarketing der Wallfahrtsstadt Kevelaer wenden“, so Bernd Pool, Leiter Stadtmarketing.

Mit dieser Ausstellung wurde zeitgleich auch die Ausstellung „Kunst Kreuz(t)weg“ als Open-Air-Galerie in den Grünanlagen des Kevelaerer Kreuzweges eröffnet. Hier finden derzeit die großformatigen Madonnari-Bilder des Festivals 2017 Platz. Mit dieser Ausstellung wird Interessierten ein Vorgeschmack auf das Internationale Madonnari-Festival 2019 (20. bis 22. September) gegeben.

Busmanns Spätschicht geht weiter

Ab Mai lockt ein bunter Food- und Feierabendmarkt wieder in die Stadt – spätshoppen bis 21 Uhr, Urlaubsfeeling open air bis 22 Uhr. Bummeln, gemütlich shoppen, einkaufen, wenn anderswo die Geschäfte längst geschlossen sind, Live-Musik – und mitten drin kleine verführerische kulinarische Stände, an denen man sich stärken kann – „Busmanns Spätschicht“ geht in die zweite Runde. 

Die Premiere im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg – jetzt ist das Organisationsteam dabei, die zweite „Spätschicht“ zu planen. Die Freitags-Termine von Mai bis Oktober stehen fest – und das Programm in weiten Teilen auch.

Katharina Peters („Der Tee­freund“) und Anja Hummler („Schauplatz“) hatten im vergangenen Jahr die Idee, den Kevelaerern und ihren Besuchern einmal ein neues, ungewöhnliches Programm anzubieten. Dirk Heystermann (Schuh Heystermann) ist seit Anfang des Jahres mit dabei.

„Wir möchten etwas Neues machen, wollen die Innenstadt freitagabends lebendig halten und die Leute neugierig stimmen“, so Katharina Peters. Es soll ein buntes Band von geöffneten Geschäften, Aktionen, Kultur und Kulinarik werden, das sich von der Busmannstraße über den Luxemburger Platz an Kerzenkapelle und Forum Pax Christi vorbei bis in die Hauptstraße schlängelt. Und überall finden sich Geschäfte und Stationen, an denen es etwas zu entdecken gibt.

Im Bereich zwischen Forum Pax Christi und Kerzenkapelle wird der Feierabendmarkt mit regionalen, frischen Produkten aufgebaut. Auf dem Luxemburger Platz rund um den Arche Noah-Brunnen kann man auf dem Foodmarkt kulinarische Leckereien ausprobieren. Zum Start mit dabei sind, zum Beispiel, „Delhikat“ (indische Küche), „Father & Son Burger“, „Bears Streetfood“ aus Moers, Ellis Kölsche Küche, die Cocktail-Ambulanz aus Kamp-Lintfort, Thomas Molderings mit seinem Kävelse Bier, cupcakes aus Duisburg, und, und, und.

Ein Live-Musik-Programm wird zusätzlich für Stimmung sorgen, vielleicht mit Straßenmusikern, vielleicht mit anderen Überraschungen, vielleicht auch mit einem kleinen Programm in der Kerzenkapelle. Man darf sich überraschen lassen.

Das Team freut sich, dass die Idee von „Busmanns Spätschicht“ auch Zustimmung bei Stadt und Kirche findet. Dies sind die Termine 2019: 10. Mai, 14. Juni, 12. Juli, 2. August, 6. September, 11. Oktober, jeweils 16 bis 22 Uhr. Die teilnehmenden Betriebe haben bis 21 Uhr geschäftsoffen.

Gemeinsame Sorge um die Natur

Zahlreiche Gäste suchten die Gelegenheit, im Landcafé Binnenheide den Sonnenschein, das Ambiente sowie Kaffee und Kuchen zu genießen. Unmittelbar vor dem Eingang zum Café wurden sie diesmal auf besondere Art und Weise empfangen. Denn dort hatten sich Mitglieder der Initiative „Rettet die Binnenheide e.V.“ positioniert. Auf einem großen Tisch fanden sich ausgebreitete Pläne zum Bau der OW 1 und möglicher weiterer Vorhaben in dem Naturschutzgebiet sowie eine Protest-Unterschriftenliste.

Ralph Sachs und seine Mitstreiter nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur Information über die bevorstehenden Umwälzungen, die aus ihrer Sicht nachhaltige Auswirkungen auf Natur und Landschaft und die Lebenskultur der Binnenheide insgesamt haben werden. Die Zersiedelung des Biotopverbundes, ein höheres Verkehrsaufkommen und mehr Umweltbelastung waren drei der zentralen Argumente, die die Ini­tiatoren gegenüber den Gästen und Interessierten vorbrachten. „Es waren Achterhoeker und Winnekendonker hier, die sich kritisch äußerten. Es gibt Leute, die sagen, es gibt neue Aspekte“, machte Sachs deutlich, dass die Gruppe mit ihrer Kritik nicht alleine dastehe.

Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit

„Da kommt dann noch ein Industriegebiet mit großer Halle. Und wenn die Straße kommt, wird eine Auskiesung zwischen Altwettener Busch und Wetten für die Kiesindustrie interessant“, mahnte seine Mitstreiterin, die Imkerin Claudia Blauert. „Den Ackerboden für kommende Generationen zu bewahren, wäre so wichtig“, plädierte sie für mehr Nachhaltigkeit.   

Der Chef des Landcafés, Dennis van den Berg, hatte zu dem Thema eine klare Meinung. „Die Binnenheide steht für Wohlbefinden hier mit der Natur. Durch das, was da kommen soll, wird das Wohlbefinden extrem eingeschränkt.“ 

Bei den Gästen stieß der Stand auf Interesse – auch bei Justine Wieczorkowski und Meike Weln, die aus Krefeld und Mettmann angereist waren. „Es ist wichtig, so ein Erholungsgebiet zu haben“, meinte Wieczorkowski. „Die OW 1, das ist nur wirtschaftliches Interesse von Einzelnen“, ergänzte Weln. „Kevelaer ist meine alte Heimat – da hängt mein Herz dran.“

Ein niederländischer Flugkapitän, der in Twisteden wohnt, unterschrieb die Liste. Die Kempenerin Sigrid Schoopmann meinte: „Ich will, dass es hier so idyllisch und friedvoll bleibt.“ Und die Duisburgerin Stefanie Kellmann machte die Debatte nachdenklich: „Ich habe zwei Söhne, die sind zwölf und 18. Der ältere sagte letztens zu mir: Wir haben nur einen Planeten. Und bei uns Jungen findet ein Umdenken statt.“

Pauli bewirtet weiter das Konzert- und Bühnenhaus

Die Konzession für die folgenden fünf Jahre geht ab dem 1. Juli 2019 an „Gastronomiebetriebe Torsten Pauli“. Diesen Beschluss fasste der Rat der Stadt Kevelaer in seiner Sitzung am 21. Februar 2019. Der derzeitige Pächter wird damit ab Sommer als Konzessionär für die Bewirtung und Beköstigung der Gäste im Konzert- und Bühnenhaus verantwortlich. Pauli konnte sich im Bieterverfahren durchsetzen und erhielt den Zuschlag.

Veranstaltungsvielfalt als Kernkompetenz

Das Konzert- und Bühnenhaus gehört zu den ersten Adressen am Niederrhein für Theateraufführungen und Konzerte sowie Veranstaltungen aus dem Schul- und Vereinsleben. Auch Tagungen und Kongresse können in stilvoller Umgebung durchgeführt werden. Unternehmen und Veranstalter schätzen das außergewöhnliche Ambiente, die moderne Technik und den umfassenden Service durch das technische Mitarbeiterteam der Wallfahrtsstadt.

„Gastronomiebetriebe Torsten Pauli“ sind bereits seit 18 Jahren als Pächter des Objektes Vertragspartner. Dieser Vertrag war ausgelaufen und wurde nun durch die Auslobung eines Konzessionsvertrages den erforderlichen gesetzlichen Vertragsbedingungen angepasst. Konzessionsgeber und –nehmer verständigten sich durch den Vertrag auf eine neustrukturierte Zusammenarbeit.

Die Belegung und Bewirtschaftung des Hauses erfolgt über das Stadtmarketing. Eigene Veranstaltungen des Konzessionärs sind vertraglich möglich, bedürfen aber der vorherigen Absprache mit der Stadt als Betreiber.

Mit rund 300 Belegungstagen im Jahr meistert das Team des Konzert- und Bühnenhauses Tag für Tag die Herausforderung, Veranstalter und Besucher von der Qualität und der Dienstleistungsfähigkeit zu überzeugen. Zur Leistung der erfahrenen Mitarbeiter gehören die kompetente Beratung bei der Auswahl der passenden Räumlichkeit und Technik, die Unterstützung bei der Planung von Veranstaltungen und die professionelle Durchführung.

LED-Lichttechnik sorgt für Nachhaltigkeit

Die Stadt Kevelaer investierte im vergangenen Jahr erheblich in die Ausstattung der Immobilie: Eine neue Bestuhlung für Veranstaltungen bis zu 600 Personen lässt das Veranstaltungshaus im zeitgemäßen Ambiente erscheinen und bietet mannigfache Gestaltungsmöglichkeiten. Mit der Umstellung der Bühnenlichttechnik auf LED-Leuchtmittel bekam das Haus eine hochwertige und nachhaltige Ausstattung. Außerdem wurde ein neuer Beamer angeschafft. Weitere Neuanschaffungen im Foyer-Bereich und in der Außenanlage stehen bevor. Es dürfen sich nicht nur die Verantwortlichen der Wallfahrtsstadt, sondern auch der Konzessionär, stolz zeigen, eine in der Region einzigartige Veranstaltungsimmobilie zu haben.

Mit dem Abschluss des Konzessionsvertrages sind nunmehr für die Laufzeit von fünf Jahren die Weichen gestellt. „Der besonderen Herausforderung für einen Gastronom sind wir uns durchaus bewusst“, so die Verantwortlichen der Stadt. Die Ausrichtung des Hauses erfordert eine enge und zielorientierte Zusammenarbeit und setzt große Flexibilität aufgrund der unterschiedlichen Veranstaltungsformate und der Gegebenheiten der Immobilie voraus.

Pauli kann auf 18 Jahre Erfahrung als Gastronom des Hauses zurückblicken. Er kennt das Tagesgeschäft und weiß, auf welche Veränderungen er und sein Team sich einstellen müssen. Auf sein erweitertes Konzept für Bewirtung und Beköstigung dürfen sich die Besucher des Hauses ab Sommer 2019 freuen.

Österliche Entspannung und ein Ei

Ein sonnendurchfluteter Ostersonntag lockte am 21. April 2019 schon früh zahlreiche „Einheimische“ und auswärtige Besucher in die Innenstadt.

Viele nutzten die Gelegenheit, um in den Cafés der City das Fest-Frühstück der Hoteliers und Gastronomen zu genießen und so den Tag zu beginnen. „Hier herrscht gute Laune“, genoss die Uedemerin Marie-Theresia Kleinkemp das Zusammensein mit ihrer Familie im „Café Lindenbaum.“

Die Verbindung von Religiösem und Sportlichem pflegten Rina Juriens und ihre Mitstreiter vom TC Meukerdur de Mortel. „Wir zünden für das Glück des „Fietsens“ hier eine Kerze an  – und das seit 30 Jahren“, verriet die 56-jährige Niederländerin, nachdem der Tross eine Tasse Kaffee in der Sonne getrunken hatte.

Die Gastronomen verzeichneten regen Zulauf. „Nachher ist auch Messe und dann kaufen die Kunden Kuchen zum Kaffee. Und zum Mittagsbuffet haben wir auch schon Voranmeldungen“, war die Bilanz von Waltraud Holtmann vom „Café Nederkorn“ schon früh positiv.

Die angenehme Grundstimmung des Tages wurde noch von der Eieraktion des neuen Wirtschafts- und Verkehrsvereins unterstützt. Mit den Körben in der Hand wanderten die Gästeführerinnen Marianne Heutgens, Christin und Gioia Deselaers durch die Innenstadt und verteilten unter den Passanten 1.000 bunt bemalte Ostereier.

Mehr als herrlich

„Es ist heute mehr als herrlich und die Sonne geht ins Herz“, meinte Marianne Heutgens auch angesichts der freundlichen Reaktionen auf die Aktion. „Das ist schön, so dieses österliche Symbol zu teilen und den Menschen Ostern nahezubringen“, fand Claus Linders.

Die Kevelaererin Katharina Gladki kam mit ihrem Mann, Freunden und den Kindern aus der Familienmesse und empfand die Ostereieraktion als „tolle Idee“. Und für den sechsjährigen Jonas aus Essen war das Präsent eine kleine, aber schöne Freude. „Er hat schon gefragt, ob der Osterhase auch schon hier war“, schmunzelte seine Großmutter Renate Dörr.

Dehoga ehrt Udo Holtmann

Kevelaer. Als sein Vater 1991 zu ihm sagte: „Jetzt kannst du es machen, wie du es willst“, übernahm Udo Holtmann den elterlichen Betrieb „Café Nederkorn“. Vorher hatte der gelernte Diplom-Ingenieur für Raumplanung im Referat für Umwelt- und Energiepolitik der CDU mit Kollegen wie Heiner Geisler und Horst Töpfer zusammengearbeitet. Der elterliche Betrieb (seine Mutter war eine geborene Nederkorn) war seit 150 Jahren im Familienbesitz und so tauschte er beruflich die Politik mit der Gastronomie ein.
Zusammen mit Konditormeister Robert Scholten, der nicht nur Mitinhaber, sondern auch Geschäftsführer ist, baute er das Unternehmen aus und es entstanden neben dem Ursprungscafé auf der Hauptstraße Zweigstellen in Kalkar, Weeze und auf Schloss Moyland. Auch der Kiosk im Freibad Kevelaer wurde übernommen.
Holtmann erzählt sichtlich stolz, dass mit der Eröffnung des Cafés auf Moyland auch das erste Frühstücksbuffet am Niederrhein eingerichtet wurde. Auch bereits sehr früh wurden Dinnershows veranstaltet, bei denen mittlerweile rund 10 000 Gäste bewirtet worden sind. Besonders diese Veranstaltungen führten zum Eintritt in den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA), die Interessenvertretung der Branche.
Holtmann ist immer schon ein politisch aktiver Mensch gewesen (Sprecher der Unternehmervereinigung Kevelaer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, KBV-Vorsitzender) und so war es fast selbstverständlich, dass er schnell in die Vorstandsarbeit des DEHOGA im Kreis Kleve einstieg. Beim Neujahrsempfang wurde er jetzt dafür geehrt.
Han Groot Obbink, Vorsitzender der DEHOGA Nordrhein des Kreises Kleve, hob hervor: „Herr Holtmann ist bereits seit 20 Jahren Mitglied im DEHOGA Nordrhein des Kreises Kleve. In seiner Position als Vorstandsmitglied bringt er sich stets mit frischen Ideen und Vorschlägen ein – zudem ist er ein großer Motivator für andere Unternehmen. Dies spiegelt sich auch in seinem politischen Engagement sowie seiner Funktion als Gremiumsmitglied im IHK Tourismusausschuss wider. Es bereitet ihm große Freude, seinen persönlichen Teil zur Entwicklung der touristischen Qualität der Region beisteuern zu können. Seinem gesamten ehrenamtlichen Wirken gilt ein großes Lob.“
Für Holtmann war es wichtig, in seiner Funktion die neuesten Entwicklungen und Gesetzesänderungen mitzubekommen und im Sinne der Branche mitzudiskutieren. So setzte er sich dafür ein, dass die Gastro-Ampel wieder abgeschafft wurde. „Auch wenn wir selbst nie Beanstandungen hatten“, betont Holtmann. „Wir wollten damit nicht die schwarzen Schafe schützen, sondern gegen die komplizierten Verfahrensvorschriften vorgehen, die zu Verfälschungen der Realität geführt haben.“ Auch zum Arbeitszeitgesetz (AZG) hat Holtmann eine klare Meinung: „Hätte es das heutige AZG bereits nach dem Krieg gegeben, dann läge Deutschland noch in Trümmern. Mehr als zehn Stunden darf kein Arbeitnehmer arbeiten. Wenn ich dann eine Veranstaltung habe, die länger geht als geplant, kann ich niemanden mehr beschäftigen, andererseits kann ich auch nicht für eine oder zwei Stunden eine Ersatzkraft einsetzen. Es müssen flexiblere Regelungen möglich sein.“
Konkret vor Ort sieht Holtmann auch Verbesserungsbedarf: „Was in Altötting möglich ist, muss auch in Kevelaer möglich sein. Außengastronomie spielt heute – besonders nach dem Rauchverbot im Restaurant – eine immer wichtigere Rolle. Wenn am Kapellenplatz hierbei keine Erweiterung möglich ist, dann gibt es in zehn Jahren weder das Hotel Weißes Kreuz noch die Eisdiele und auch nicht mehr Café Nederkorn.“
Holtmann tritt nach vielen Jahren mit 80-Stunden-Wochen kürzer. Bis aufs Café Nederkorn, in dem er zusammen mit Frau Waltraud und Tochter Jule arbeitet, wurden alle Filialen geschlossen. Café Nederkorn wird in Zukunft in die alleinigen Hände von Robert Scholten übergehen. Uwe Holtmann wird dann sicher öfter Gast und nicht mehr Chef sein.