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Zwei Generationen miteinander verbinden

Als es im Mai zum zweiten Mal hieß: „Herzlich willkommen beim Seniorennachmittag im Kirmeszelt“, war das Zelt auf dem Peter-Plümpe-Platz schon rappelvoll. Vor allem musikalische Unterhaltung unter anderem mit Karl Timmermann und Chrisi Maas sowie Tanzeinlagen der Teenies des VFR lockten am Kirmesfreitag in diesem Jahr viele Senioren ins Zelt – organisiert vom Verein „Kevelaer Live e.V.“. Der Erlös der Veranstaltung geht in diesem Jahr an die Frühförderstelle für den Kreis Kleve gGmbH.

Andrea Klingel, 1. Vorsitzende des Vereins Kevelaer Live, und Frank Leygraf, 2. Kassierer des Vereins, übergaben den Geschäftsführern der Frühförderstelle nun einen symbolischen Check. Über 1000 Euro dürfen sich Geschäftsführer Carsten Otto und die stellvertretende Geschäftsführerin Sonja Barthel freuen. 1000 Euro, die für die Frühförderstelle sehr wertvoll sind und gut investiert werden sollen.

Den Kindern schöne Dinge ermöglichen

Beim Gang durch die Räumlichkeiten der Frühförderstelle in Kevelaer wird schnell klar: In einigen Bereichen besteht durchaus der Bedarf nach Neuerungen. Vor allem zu erneuernde Herde in den kindergerechten Küchen stehen aktuell auf dem Plan der möglichen Investitionen. Auch Gebrauchsgegenstände wie Knete oder Kochutensilien möchten mit der Zeit ausgetauscht werden. Genaue Pläne, in welche Anschaffungen die Spende investiert wird, bestehen noch nicht. Eins ist jedoch klar: „Wir machen tolle Sachen damit, die wir den Kindern sonst vielleicht nicht ermöglichen könnten“, sagt Carsten Otto.

Nachdem sich im letzten Jahr die Bürgerstiftung „Seid Einig“, die hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche unterstützt und fördert, über einen Erlös von 600 Euro freuen durfte, merkten die Veranstalter vom Verein Kevelaer Live in diesem Jahr, dass die Veranstaltung immer besser ankommt. Die Intention hinter dem Seniorennachmittag ist nach Andrea Klingel klar definiert: „Der Gedanke ist, für die Alten was zu machen und das der Jugend zugute kommen zu lassen. Wir wollen zwei Generationen miteinander verbinden.“

Neues Duo in der Geschäftsführung

Die Frühförderstelle für den Kreis Kleve stellt das veränderte Duo in der Geschäftsführung vor. Als neuer Geschäftsführer ist Carsten Otto aus Uedem bestellt worden. Die langjährige Prokuristin und stellvertretende  Geschäftsführerin Sonja Barthel aus Kevelaer komplettiert auch weiterhin das Duo.
Die Frühförderstelle für den Kreis Kleve wurde 1981 von der Aktion St. Nicolaus e.V. und der Lebenshilfe Gelderland e.V. in Kevelaer gegründet. Seit 2007 wird die Förderung für Säuglinge und Kinder bis zur Einschulung im Rahmen der Komplexleistung erbracht. Damit war die Frühförderstelle für den Kreis Kleve gGmbH eine der ersten Einrichtungen in NRW, die interdisziplinäre Förderung, als sogenannte Komplexleistung für mehrfach förderbedürftige Kinder angeboten haben.
Das interdisziplinäre Team der Frühförderstelle besteht aus Pädagogen, Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen und Kinderärzten und natürlich auch Verwaltungsmitarbeitern. Besonders schätzt die Frühförderstelle die  bestehenden Kooperationen mit  den niedergelassenen Kinderärzten im Kreis Kleve, wodurch eine enge Zusammenarbeit ermöglicht wird. Die Arbeit der gemeinnützigen GmbH wird von der Stiftung Wohlfahrtspflege und der Aktion Mensch unterstützt.
Aus den ehemals 17 Mitarbeitern sind inzwischen  über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geworden, die in drei Einrichtungen in Kevelaer, Kleve und seit 2017 auch in Rees für die Frühförderstelle beschäftigt sind. Auch die Zahl der geförderten Kinder ist seit 2007 stetig gestiegen. Waren es zu Beginn der Komplexleistung noch 190 Kinder pro Jahr, so sind es inzwischen rund 800 Kinder, die jährlich in den drei Einrichtungen gefördert werden.
Die Kinder werden mit einer entsprechenden Verordnung von den Kinderärzten an die Frühförderstelle verwiesen. „Da es mittlerweile an Kinderärzten im Kreis Kleve fehlt, werden zunehmend auch Kinder  von Hausärzten versorgt, die dann die entsprechende Verordnung für die Frühförderstelle ausstellen“, führt die Vorsitzende der Lebenshilfe Gelderland Adelheid Ackermann aus. „Der Fachärztemangel ist und bleibt eine der großen Herausforderungen für die kommenden Jahre“, ist auch  Wilhelm Stassen, Vorsitzender der Aktion St. Nicolaus und Kinderarzt im Ruhestand überzeugt.
Der neue Geschäftsführer Otto ist im Kreis Kleve aufgewachsen und  zur Schule gegangen. Dem Vater einer kleinen Tochter liegt die Förderung der Kinder sehr am Herzen. In der Frühförderstelle wird er sich insbesondere der Vernetzung und der strategischen Ausrichtung der gemeinnützigen GmbH widmen. „Herr Otto ist sehr gut im Kreis Kleve aber auch darüber hinaus vernetzt. Seine Kontakte werden die Frühförderstelle weiter voran bringen und für die Zukunft fit machen.“, ist Stassen überzeugt. Ackermann wünscht der neuen Geschäftsführung viel Erfolg für die gemeinsame Arbeit und versichert: „Wir werden als Gesellschafter das neue Duo Otto und Barthel unterstützen und gemeinsam Hand in Hand an der Zukunft der Frühförderstelle für den Kreis Kleve arbeiten.“