Beiträge

Gesellige Vereine Kevelaer veranstalten Heimatabend im Konzert- und Bühnenhaus

Paul Hellmanns trägt für die Feuerwehr die Festkette zur Kirmesfeier

Während des Heimatabends der Geselligen Vereine Kevelaer proklamierte die Freiwillige Feuerwehr Kevelaer ihren Festkettenträger für die gemeinsame Kirmesfeier: Paul Hellmanns erhält die große Ehre und trägt im Festjahr der Freiwilligen Feuerwehr die Festkette.

Heinz-Josef „Testi“ und Jelena Tepest gaben sich auf Burg Kervenheim das Jawort

Seit vier Jahren unzertrennlich

Als wir unser Brautpaar der Woche am Sonntagnachmittag erreichen, sitzen die beiden nicht auf dem heimischen Sofa. Nein, Heinz-Josef „Testi“ Tepest und seine Jelena sind mal wieder unterwegs.

Heinz-Josef Tepest für weitere sechs Jahre ernannt, Thomas Fehst kommt neu hinzu

Kevelaer hat jetzt zwei stellvertretende Wehrleiter

In der jüngsten Ratssitzung im Konzert- und Bühnenhaus haben die Ratsmitglieder zwei stellvertretende Wehrleiter für die Freiwillige Feuerwehr in Kevelaer ernannt.

Landrätin Silke Gorißen übergibt Einsatzmedaillen und Urkunden für Feuerwehrleute

Innenminister Reul ehrt Helfer*innen der Flut

Rund 500 Helfer*innen aus dem Kreis Kleve erhalten nun die Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Einsatzmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Einsegnung fand am Wochenende statt

Neues Löschfahrzeug für Twisteden

Nachdem vor Kurzem bereits ein neues Löschfahrzeug in Kevelaer eingeweiht worden war, war nun am Sonntag das zweite, von der Stadt finanzierte Fahrzeug an der Reihe.

In Kevelaer sind ein neuer Transporter und ein Löschfahrzeug in Betrieb genommen worden

Neue Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr eingesegnet

Auch der Löschzug Kevelaer der Freiwilligen Feuerwehr hatte in den vergangenen Jahren stark mit der Corona-Pandemie zu kämpfen.

Die Mitglieder trafen sich im Rahmen einer Versammlung

Ehrungen beim Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr

Zahlreiche Ehrungen standen im Mittelpunkt der Versammlung des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Kevelaer…

Kevelaerer Feuerwehren brauchen neue Gerätehäuser

Dass die Kevelaerer Brandschützer möglichst optimal geschult und ausgerüstet sein sollten, daran besteht wohl kein Zweifel. Und dass sich im Laufe der Jahre immer mal wieder die eine oder andere technische Innovation ergeben hat, die bis zu den Freiwilligen Feuerwehren durchschlägt, versteht sich von selbst.

Doch nun hat das ganz konkrete Auswirkungen auf Kevelaer und hier vor allem auf die Ortschaften. Denn wenn man es einfach mal ganz pragmatisch ausdrückt, wird klar, womit es die Wehren zu tun bekommen, wenn ihre Flotte auf dem neuesten Stand bleiben soll: Die nächste Generation der Feuerwehrfahrzeuge ist zu groß für so einige Gerätehäuser.

Vom VW-Bus zum Allradler

„Bei der Feuerwehr geht‘s immer weniger ums Löschen“, sagt der für die Gerätehäuser zuständige Fachbereichsleiter Ludger Holla. Die Anfragen zu technischen Hilfsleistungen seien in den vergangenen Jahren enorm gewachsen – und mit diesen die Ausrüstung, die auf Feuerwehrfahrzeugen mitgeführt wird. „Als ich vor 34 Jahren bei der Feuerwehr in Twisteden angefangen hab‘“, erinnert Holla sich, „war das zweite Fahrzeug dort ein VW-Bus T1“. Was heute die Augen von Oldtimer-Fans und Feuerwehr-Historikern leuchten lässt, taugt natürlich nicht mehr für einen ernstzunehmenden Einsatz. „Danach kamen erst die 7,5-Tonner“, erinnert sich Holla.

Die waren noch mit dem alten PKW-Führerschein Klasse 3 zu fahren – aber das ist mittlerweile auch schon Geschichte. Denn die nächste Generation der Fahrzeuge bedingte die alte Klasse 2 – den LKW-Führerschein. Holla erinnert sich noch, dass die Stadt Kevelaer damals Zuschüsse zahlte, damit die Männer der Freiwilligen Feuerwehr die nicht ganz billige Fahrerlaubnis erwerben konnten.

Mittlerweile reichten 12 Tonnen Gesamtgewicht nicht mehr aus, um die gewachsene technische Ausrüstung zu schultern – von Löschwassertanks mal ganz abgesehen. Zudem müsse man in Zeiten des Klimawandels auch mit immer mehr Einsätzen in unwegsamem Gelände rechnen, etwa bei Feld- oder Waldbränden.

Also müsse oft auch Allrad her. „Das alles führt dazu, dass die Fahrzeuge nicht nur schwerer, sondern auch höher werden“, sagt Ludger Holla. Und irgendwann werden die roten Einsatzfahrzeuge eben zu groß für die bestehenden Hallen. „An dem Punkt sind wir jetzt.“ Zumindest in Winnekendonk, Wetten und Twisteden. „Ich sag‘s mal ganz platt“, sagt Holla: „Das sind große Doppelgaragen.“ In der Stadt Kevelaer selbst und in Kervenheim reichten die Gebäude noch aus.

Die über kurz oder lang notwendigen baulichen Maßnahmen habe man sich im Zuge der Erstellung des Brandschutzbedarfsplans bereits angesehen, sagt Holla. Den fertig erstellten Plan soll der Rat beschließen – wenn denn die zuständige Bezirksregierung ihr ,Okay‘ gegeben hat. Vor mehr als einem Jahr hat Holla den Entwurf dorthin geschickt – und bis heute keine Antwort erhalten. „Die arbeiten dort schon“, glaubt Holla, „aber ich glaube momentan nicht an unserem Brandschutz-Bedarfsplan“.

Mehr Frauen bei der Wehr

Einen positiven Aspekt, der zur baulichen Überarbeitung der Gerätehäuser führte, nennt Ludger Holla zum Abschluss noch, denn der sei „wichtig für das Ehrenamt“, damit „uns die Freiwilligen nicht ausgehen“: Immer mehr Frauen machten bei der Freiwilligen Feuerwehr mit – und daher müssten natürlich auch neue Umkleide- und Sanitärräume her.

Seit 70 Jahren dabei

70 Jahre aktive Teilnahme am Vereinsleben – da kann man einfach nur den Hut ziehen. In diesem Falle die Dienstmütze des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Kevelaer: Hans Janssen ist dort seit 1949 Mitglied. Das sind mithin besagte 70 Jahre und aus diesem Anlass holte der JETZT komplette Zug den Jubilar, der im kommenden Februar 90 Jahre alt wird, mit seiner Gattin Marianne (im kommenden Jahr sind sie 65 Jahre verheiratet) zu Hause am Beethovenring ab. Mit einem Feuerwehrauto ging‘s dann zum Hotel am Bühnenhaus, wo ein tolles Frühstück auf die Mitglieder des Spielmannszuges wartete. 

Schulung und moderne Fahrzeuge: Die Sicherheit in guten Händen wissen

Die Freien Demokraten aus Kevelaer haben sich schlau gemacht. Die FDP war zu Besuch beim Löschzug Kevelaer. „Nach uns kommt nichts mehr“, fasst Löschzugführer Markus van Oorschot zusammen, was gleichzeitig Antrieb, aber auch Hypothek für die Feuerwehrmänner in Kevelaer ist: Sie sind es, die Menschen in Not helfen, die Verantwortung tragen für Sicherheit.

Acht Minuten nach der Alarmierung muss der erste Wagen der Feuerwehr den Einsatzort erreicht haben, häufig eine Fahrt ins Ungewisse: Was einen vor Ort genau erwartet, welche Kräfte man zur Verfügung hat, die Erkenntnis stellt sich erst mit der Zeit ein. Bei der Freiwilligen Feuerwehr ist auch im Vorhinein nie klar, welcher Feuerwehrmann der Alarmierung folgen kann, deshalb kommt der intensiven Schulung und Weiterbildung der Feuerwehrleute eine besondere Bedeutung zu, um sich möglichst breit aufstellen zu können.

Der Platz ist eng

Bei der Begehung der Fahrzeughalle konnten die Gäste der FDP eines auf den ersten Blick feststellen: Die Fahrzeuge sind modern und in einem sehr guten Zustand, aber der Platz ist beengt. So führte Löschzugführer Markus van Oorschot beispielhaft aus, dass der neue Gerätewagen-Logistik seinen Standplatz in der Waschhalle gefunden habe. Auf Nachfragen der Freien Demokraten erläuterten van Oorschot und sein Stellvertreter Thomas van Well nicht nur die Technik und Ausstattung auf den verschiedenen Fahrzeugen, sondern auch deren Verwendungsmöglichkeiten.

Dabei gab es auch ein überraschendes Wiedersehen für die Winnekendonker Politiker Jürgen Hendricks und Jan Itrich: So wird der altbekannte Unimog, der im Winnekendonker Löschzug durch ein neues multifunktionales Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ersetzt wurde, beim Kevelaerer Löschzug erneut als Tanklöschfahrzeug eingesetzt. Der Grund dafür ist die Geländefähigkeit des Unimog, die bei den zuletzt häufiger auftretenden Wald- und Flächenbränden einen strategischen Vorteil ausmache, sagte van Well.

Respekt und Dankbarkeit

Mit Stolz erfüllt die Löschzugführer außerdem, dass der moderne Teleskopgelenkmast auch über Kevelaer hinaus eingesetzt und geschätzt wird. Im Unterschied zu einer normalen Drehleiter ist der Teleskopgelenkmast deutlich flexibler einsetzbar und verfügt über einen großen Rettungskorb, mit dem bis zu fünf Personen gleichzeitig oder ganze Trageliegen evakuiert werden können. „Wenn man bedenkt, dass die Einsätze nicht mit dem Löschen des Brandes abgeschlossen sind, danach stehen schließlich Reinigung der Fahrzeuge und Einsatzmittel sowie Dokumentationen und mehr an, und wenn man dann noch sieht, wie vielfältig die Schulungen und Weiterbildungen sind, kann man vor so viel Engagement nur größten Respekt zollen und dankbar sein“, fasste FDP-Vorsitzender Jan Itrich die Eindrücke  zusammen.

Auch die Löschzugführer nutzten die Gelegenheit um einen Dank auszusprechen: „Dass Kommunalpolitiker bereit sind, hohe Summen in unsere Feuerwehr zu investieren, oftmals für Geräte und Fahrzeuge, deren technische und taktische Details den Politikern nicht immer ganz klar sein dürfte, das zeugt schon von einem großen Vertrauen in die Feuerwehr, das finde ich enorm“, sagte van Well.