Beiträge

Förderrichtlinie wurde beschlossen

Kevelaer fördert Anschaffung von Lastenrädern

Die Kevelaerer FDP-Fraktion hatte bei den Haushaltsberatungen ein Förderprogramm für privat angeschaffte Lastenräder aufzulegen. Damit sollen der Radverkehrsanteil am städtischen Verkehrsaufkommen erhöht und ein verändertes Mobilitätsbewusstsein geschaffen werden.

In Kevelaer profitieren Natur, Kultur und Sport von den Zuschüssen

„Lei.La“ fördert 19 Kleinprojekte in der Region

Das Entscheidungsgremium der „LEADER-Region Leistende Landschaft“ tagte, um über die eingegangenen Projektanträge im Förderprogramm „Kleinprojekte“ zur Strukturentwicklung der ländlichen Räume zu entscheiden.

Im Rahmen des Sportstättenförderprogramms „Moderne Sportstätten 2022“

500.000 Euro Landesmittel für den Kreissportbund

Die beiden CDU-Landtagsabgeordneten für den Kreis Kleve, Margret Voßeler-Deppe und Dr. Günther Bergmann, freuen sich, dass der Kreissportbund Kleve e.V. 500.000 Euro zusätzliche Landesmittel für Outdoor-Sportanlagen erhält.

Kevelaerer Gymnasium nimmt an der Sparda-Spendenwahl teil

Das KvGG braucht Stimmen

Für die Zeit während und nach Corona wollen Lehrkräfte ihren Schüler*innen so viele Möglichkeiten zum Kreativen Lernen und Gestalten verschaffen, wie es geht. Das war für drei Lehrkräfte des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums die Motivation, ihre Schule bei der „Sparda-Spendenwahl“ anzumelden.

Weiterentwicklung soll Mehrwert für Käufer*innen bieten

Stadt Kevelaer stellt Förderung: Einkaufsgutscheine bald digital – zusätzliche € 300.000 Kaufkraft

Die Stadt stimmt derzeit ein neues Konzept für die Einführung eines modernen, digitalen Gutscheins mit Vertreter*innen des Einzelhandels und der Gastronomie ab.

Für mehr Qualität in der Ganztagsbetreuung

Die beiden Kreis Klever CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Günther Bergmann und Margret Voßeler-Deppe freuen sich darüber, dass Bund und Länder mit einem Investitionsprogramm den Ausbau der Infrastruktur in der schulischen Ganztagsbetreuung weiter fördern.

Eine gute Infrastruktur in der Ganztagsbetreuung an Schulen ist wichtig, denn ganztägige Betreuungsangebote sind zentrale Bestandteile von mehr Bildungsgerechtigkeit.
Für die Schulen in unserem Kreis stehen gut 3,2 Millionen Euro für den weiteren Ausbau der Kapazitäten und die Verbesserung der Qualität in der Ganztagsbetreuung zur Verfügung.

Hierzu erklärt Dr. Günther Bergmann: „Die Anfragen an uns als Landespolitiker in der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt: Die Kommunen als Schulträger sind bereit und warten auf diese Investitionsmittel für die Ganztagsbetreuung. Die Förderrichtlinie schafft jetzt Planungssicherheit. Die 3,2 Millionen Euro werden helfen, neue ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote an den Grundschulen aufzubauen und die Qualität bei bestehenden Ganztagskonzepten zu stärken.“

Margret Voßeler-Deppe fügt hinzu: „Viele Schülerinnen und Schüler sind während der Pandemie ins Hintertreffen geraten, weil sie unter erschwerten Bedingungen zu Hause statt im Klassenverband und mit ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer in der Schule lernen mussten oder müssen. Insbesondere an den Grundschulen, wo der direkte Kontakt, persönliche Beziehungen und Geborgenheit noch sehr wichtig sind, wiegen solche Einschnitte schwer. Deshalb ist es richtig, jetzt hier zu investieren und dafür zu sorgen, dass unsere Jüngsten nach der Corona-Pandemie noch bessere Lernbedingungen vorfinden.“

Die Schulträger der Wallfahrtsstadt Kevelaer dürfen sich über einen Förderbetrag von insgesamt 311.400 Euro freuen.

Die Gesamtschule Kevelaer ist mit iPads ausgestattet

Die Gesamtschule Kevelaer konnte in dieser Woche einen weiteren Schritt auf dem Weg der Digitalisierung gehen. Andre Dicks, Mitarbeiter der Stadt Kevelaer, und das IT-Team der Gesamtschule um den Medienbeauftragten Patrick Cosar übergaben allen 113 Mitarbeitenden der Gesamtschule jeweils ein iPad der achten Generation nebst Tastatur für die unterrichtliche Arbeit aus dem „DigitalPakt Schule“.

Während einige Kolleg*innen bereits über ein privates iPad verfügen, erobern andere mit dem neuen Gerät technisches Neuland. Schon seit Monaten heißt es an der Schule, in Sachen digitale Technik von- und miteinander zu lernen. Insbesondere durch das IT-Team der Schule wurden und werden die Kolleg*innen regelmäßig mit kurzweiligen „Fortbildungssnacks“ zur Nutzung von Lernplattformen, Apps etc. versorgt. Vertieft wird das Wissen im Blick auf die Nutzung der neuen Geräte im Rahmen des kommenden schulinternen Lehrerfortbildungstags im Dezember.

Interaktive Displays statt Tafeln

Auch in den Klassenräumen bahnt sich zurzeit ein Paradigmenwechsel an. Mittlerweile ist flächendeckend in allen Gebäuden der Gesamtschule das WLAN nutzbar. Außerdem werden die Tafeln in den kommenden Tagen demontiert und durch interaktive Displays ersetzt. Abgerundet wird die Optimierung der digitalen Infrastruktur durch zwei mobile iPad-Klassensätze, die den Lerngruppen zur Verfügung stehen.

Nach der Erstellung eines schuleigenen Konzepts zur Distanzbeschulung überarbeiten die Fachschaften der Gesamtschule unter Koordination der Didaktischen Leiterin Martina Boudewins zurzeit die schulinternen Lehrpläne und das Medienkonzept. Im Fokus stehen dabei die methodisch-didaktisch angemessene Einbindung der neuen technischen Möglichkeiten sowie die Vermittlung digitaler Kompetenzen in den unterschiedlichen fachspezifischen Lerngruppen – im alltäglichen Unterricht wie im Rahmen einer möglichen Distanzbeschulung.

Die Reiter in Wetten trainieren wieder im Trockenen

Erleichtert konnten Annette van Stephoudt und die Mitglieder des Vorstandes des Reitervereins von Bredow Wetten gemeinsam mit dem Kreissportbund-Vorsitzenden Lutz Stermann das Ergebnis umfangreicher Arbeiten an der Wettener Reithalle begutachten. In zweieinhalb Wochen Umbauzeit zwischen letzter Septemberwoche und Mitte Oktober waren das neue Reithallendach und die Seitenwände der Halle fertiggestellt worden – dank einer Förderung durch das Programm „Moderne Sportstätten 2022“. „Das Dach war sehr defekt. Wir hatten Wasser in der Halle stehen. Wir mussten mit Eimern das Regenwasser auffangen und die Seitenwände waren teilweise aufgeschlagen und defekt, nicht mehr pferdetauglich“, erläutert Annette van Stephoudt, erste Vorsitzende des Reitervereins von Bredow Wetten. „Bei Wind konnte man echt Probleme haben, dass die Kinder von den Pferden fielen. Und der Untergrund zum Reiten war so nicht mehr gegeben.“ 

Immer wieder habe man sich gesagt, dass man da was tun muss. „Aber wer geht da hoch? Die Maschinen dafür zu bekommen und jemanden zu finden, der da oben die Dachlatten austauscht“ – das wäre zum Problem geworden. Immerhin waren die Latten schon 25 Jahre alt und eine erhöhte Durchbruchgefahr gegeben. „Das wäre nicht zumutbar gewesen. Und wenn wir es gemacht hätten, hätten wir nur ein bisschen flicken können.“ Ganz abgesehen von den Kosten, die der Verein alleine nicht hätte stemmen können.

Im Winter 2018 war der Zeitpunkt gekommen, an dem spätestens klar war, dass es so nicht mehr weiter geht, sagt van Stephoudt. Entsprechend wandte man sich an den Kreissportbund, der den Verein beim Antrag an das Land unterstützte. „Wir haben vor eineinhalb Jahren damit angefangen, das ging sehr harmonisch mit dem Verein zusammen“, erläutert der Vorsitzende des Kreissportbundes Kleve, Lutz Stermann. „Wir haben die Stadt mit einbeziehen können. Die war auch dafür, das zu machen, weil eine Überbauung hier nicht geplant war. Insoweit sind wir alle dankbar, dass wir das so hingekriegt haben“, so Stermann.

Fünf Prozent Eigenleistung

Gefördert wurde die über 97.000 Euro teure Maßnahme schließlich über das Programm „Moderne Sportstätten 2022“ des Landes – „das erste Mal in 70 Jahren, das es für Sportarten eine eigenständige Förderung gab.“ 2019 ging der Antrag auf die Reise. Aus dem 300-Millionen-Euro-Topf standen für Kevelaer insgesamt 400.000 Euro zur Verfügung. Der Reiterverein reagierte schnell, als er bei einer Zusammenkunft in Kevelaer im Winter 2018 davon erfuhr. „Das Land sah zehn Prozent Eigenleistung bei einer Förderung von 100.000 Euro vor, bei mehr als 100.000 waren es 15 Prozent. Hier lagen wir knapp unter 100.000 Euro, da sind es fünf Prozent“, erläuterte der Kreissportbund-Vorsitzende.

So wurden schließlich 1.120 Quadratmeter Dachfläche und die Seitenflächen demontiert. „Dann sind da zusätzlich neue Platten draufgekommen“, beschreibt van Stephoudt den Prozess. Auf dem Dach liegen jetzt 44 Millimeter starke Sandwich-Platten, „die dafür sorgen, dass, wenn es regnet oder hagelt, es nicht so laut ist und es auch bei feuchtem Wetter nicht runtertropft.“ Dazu kamen Seitenwände und eine Trapezfläche von 60 mal 20 Meter. „Und wir haben eine Reithallenplane dazugekauft, damit der Boden entsprechend planiert wurde und wir gut reiten können.“

Dass die Reiter etwas länger auf die Nutzung der renovierten Reithalle warten mussten, habe daran gelegen, sagt van Stephoudt, „dass es in einer Nacht von Sonntag auf Montag dermaßen geregnet hat, dass wir die Halle danach quasi geflutet hatten. Da musste die Halle eine Woche austrocknen.“ Jetzt aber, wo die Hallensaison beginne, sei die Renovierung der Halle eigentlich ein gutes Timing.

Kein Herbstausritt, kein Kameradschaftsabend

Schwierig aus Vereinssicht sei eben nur, dass man sich aufgrund von Corona nicht so zusammenfinden kann, wie das wünschenswert wäre. „Unser Herbstausritt am 8.11. ist ausgefallen, wir hätten eigentlich jetzt auch Heimatabend gehabt, der Kameradschaftsabend ist ausgefallen. Die Möglichkeiten, bei denen man sich mal trifft und unterhält, fallen weg.“

Ihr Dank galt ausdrücklich dem Kreissportbund. „Der hat das sagenhaft in die Wege geleitet und sich dafür stark gemacht.“ In Sachen Förderungsmöglichkeit seien die Vereine insgesamt gut informiert worden. „Man war da gut aufgehoben.“

45.000 Euro für Erhalt der Mühle

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt auch in diesem Jahr dank zahlreicher Spenden und der Erträge der Lotterie GlücksSpirale erneut Mittel für die Kellerholländermühle Kerssenboom in Kevelaer bereit. Die 45.000 Euro ermöglichen die Eindeckung der Haube mit Holzschindeln und die Restaurierung des Wellenrades. Die aus dem 19. Jahrhundert stammende Windmühle ist eines der über 470 Objekte, die die DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Die Kerssenboomsche Windmühle steht weithin sichtbar im Kevelaerer Ortsteil Winnekendonk. Das technische Denkmal entstand 1849 als Turmholländer und wurde aus unverputztem Backsteinmauerwerk mit Stichbogenfenstern errichtet. Die Kellerholländermühle erhebt sich auf einem hohen Kellergeschoss, auf den der Mühlenschaft aufgesetzt ist. Den hoch gelegenen rundbogigen Eingang erreicht man über eine äußere Metalltreppe. Eine ursprünglich mit Holzschindeln gedeckte Kappe bekrönt den Bau. Hölzerne Gatterflügel, die einst mit Segeltuch bespannt wurden, und der Holzstert, mit dem die Flügel in den Wind zu drehen waren, sind erhalten. Auch ist die Mühlentechnik aus der Zeit um 1900 weitgehend vollständig original vorhanden.

Bereits 50.000 Euro in 2019

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellte im vergangenen Jahr bereits 50.000 Euro zur Verfügung. Oftmals steht der Erhalt von Denkmälern im Konflikt mit Wirtschaftsinteressen. Die seinerzeit vom Konzern RWE angeführten Gründe für den Abriss der Immerather Mühle sind durchaus auf die Kerssenboomer Mühle übertragbar. Sie erfüllt das „Anforderungsprofil“ und sieht der Immerather Mühle im Schadensbild vergleichbar ähnlich. Und exakt diese eigentlich nicht mehr zu rettende Mühle wird nun exemplarisch durch die Eigentümer mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wiederhergestellt. Für einen Abriss war und ist an beiden Orten sachlich nachvollziehbar kein Grund vorhanden. Baudenkmale in vergleichbarem Zustand kann die DSD dank ihrer Förderer  jedes Jahr retten helfen.

Die Mühle in Kevelaer Winnekendonk war ähnlich der Immerather Mühle akut gefährdet. Durch die undichte, marode Haube und undichte Fenster drang Nässe in die Mühle ein und schädigte die Dachkonstruktion, die Technik und die Böden. Das Stertwerk war morsch. Wetterbalken, Flügel, Flügelkreuz, Balkenköpfe und Bodenbretter waren geschädigt. Die Treppen waren statisch gefährdet oder abgängig. Die Mauerwerksfugen waren ausgewaschen und Steine brachen aus dem Verband.

Die jetzigen Eigentümer haben die Anlage, zu der auch ein Wohnhaus gehört, zu Wohnzwecken gekauft. Die Mühle blieb eine ungenutzte „Zugabe“.

Baujahr 1849

Das Angebot der Deutschen Stiftung Denkmalschutz nach Rücksprache mit dem Rheinischen Mühlenverband und dem zuständigen Gebietsreferenten des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege, sich zur Rettung der Mühle ungeachtet weiterer Komplementärmittel mit 50.000 Euro zu engagieren, ermöglichte 2019 den Abschluss eines Fördervertrages für einen ersten Bauabschnitt und stellte die Initialzündung für die Rettung der Mühle dar. Der Bauabschnitt umfasst die Instandsetzung der Haube. Ein weiterer Antrag für 2020 ist gestellt. Die Mühle wurde 1849 als Turmholländer in Backstein über einem hohen Kellergeschoss erbaut und war bis 1949 als Getreidemühle in Betrieb. Ihre vorhandene Technik stammt hauptsächlich aus der Zeit um 1900.

Wettener Union gewinnt gegen Viktoria Winnekendonk 11 : 19

In geheimer Abstimmung hat sich der Rat in seiner letzten Sitzung der Wahlperiode mit 11:19 Stimmen dafür entschieden, dass die Priorisierung bei der Beantragung von Fördermitteln für den Sportstättenbau geändert wird. Ursprünglich war der Antrag von Viktoria Winnenkendonk im Verwaltungsvorschlag mit der Priorität 1 versehen worden; nach dem Votum des Rates ist er nun auf Priorität 2 hinter den Antrag der Union Wetten gerutscht.

Der Antrag von Fördermitteln aus dem Investitionspaket zur Förderung von Sportstätten – Programmaufruf für 2020 und 2021 war zuvor heftig diskutiert worden. Unter anderem hatten die beiden scheidenden Ortsvorsteher von Winnekendonk, Hansgerd Kronenberg (CDU, Winnekendonk) und Beate Clasen (CDU, Wetten), ihre Statements abgegeben und Argumente für „ihren“ jeweiligen Verein vorgetragen. Darin ging es unter anderem um die mögliche Bespielbarkeit der vorhandenen Plätze, die Wirkung für den Breitensport und im Falle Winnekendonks auch um die Tatsache, dass ein Platz dort für den Neubau eines Supermarktes weichen soll und damit der Nahversorgung der dortigen Bevölkerung dient.

Nach einem Gespräch mit dem Fördergeber sei davon auszugehen, dass erfahrungsgemäß nur einer der beiden Förderanträge aktuell gefördert werde, erklärte Kämmerer Ralf Püplichuisen. Der andere Antrag bleibe jedoch im Topf und könne gegebenenfalls in einer kommenden Förderperiode zum Zuge kommen. Ein „Sieg“ ist übrigens alles andere als sicher: Es bestehe auch die Möglichkeit, dass der Antrag der Wettener nicht angenommen werde, erklärte Bürgermeister Dominik Pichler.

(weiterer Bericht folgt)