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Am Sonntagnachmittag startet in Kevelaer eine bunte Fahrraddemo vom Rathaus zum Gradierwerk

„Kidical Mass“-Demo für ein sicheres Nebeneinander

Damit die Politik dieForderung nach mehr Sicherheit im Straßenverkehr umsetzt, ruft das Bündnis „Kidical Mass“ Bündnis am Wochenende des 24. und 25. September zu bundesweiten Fahrraddemos auf. In Deutschland sollen zehntausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf Fahrrädern, Laufrädern und Rollern in mehr als 200 großen Städten und kleinen Orten demonstrieren. Auch Kevelaer ist dabei.

Politik korrigiert Entscheidung und folgt dem Vorschlag der Verwaltung

Widerstand: Keine Fahrradstraße nach Winnekendonk

Dass der Schravelener Niersweg nicht unbedingt schnurgerade verläuft, weiß man. Der Weg zu Kevelaers erster „Fahrradstraße“ kann es an Kurven – oder Höhen und Tiefen, je nach gewähltem Bild – durchaus mit der kaum mehr als drei Meter breiten Asphaltschlange, die Kevelaer und Winnekendonk verbindet, aufnehmen. Das weiß jetzt auch die Politik.

Bahnübergang Dondertstraße

Schwere Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung

Beim Umbau des Bahnübergangs an der Dondertstraße seien gesetzliche Bestimmungen ignoriert worden und die Stadtverwaltung habe nicht eingegriffen, erklärt der ADFC. Der Verband der Fahrradfahrer*innen erwartet eine „vollständige Rückabwicklung“.

Zum Stadtradeln ist die Knotenpunktübersichtskarte fertig

Den neuen Pocketplaner gibt’s kostenfrei beim Bäcker

Das Knotenpunktsystem im Kreis Kleve, das nach dem Vorbild der niederländischen Nachbarn das Radfahren im Kreisgebiet erleichtert, wurde beim Kreis Kleve zum wahren Renner.

Platz im Mittelfeld bei der Zufriedenheit mit den Fahrradthemen des Clubs

ADFC befragte Radler*innen zum Klima

Neben Verkehrsgutachten werden zur Bewertung der Verkehrslage und möglicherweise erforderlichen Maßnahmen immer wieder auch von Interessengruppen in Auftrag gegebene Umfragen herangezogen. Nicht anders etwa bei der Diskussion um die Parkplätze auf dem Peter-Plümpe-Platz. Der sogenannte „ADFC-Fahrradklima-Test“ ist so eine Umfrage, deren Ergebnisse jüngst erst für das Jahr 2020 erschienen sind.

„Bike Parts Europe“ neu in Winnekendonk

Noch steckt man mitten im Umzug, doch nach der Schließung des Winnekendonker Raumausstatters „Bayer DecoDomus“ Ende 2020 ist wieder geschäftiges Treiben in die Hallen am Wissener Weg in Winnekendonk eingekehrt.

Beinahe täglich kommt hier Ware der Firma „Bike Parts Europe GmbH“ an. Bei großen Online-Abietern, aber auch über einen eigenen Internetshop „maxxi4you.de“ vertreibt das Unternehmen, das derzeit noch an der Philadelphiastraße in Krefeld ansässig ist, für Groß- und Privatkunden alles rund ums Fahrrad: Fahrradteile, Zubehör, Werkzeug, Bekleidung und vor allem Reifen, Schläuche und Ventilkappen.

Reifen und mehr

Gerade die Reifen seien ein ein sehr gängiger Artikel, sagt Andreas Igrec, der gerade die Einrichtung des neuen Lagers in Winnekendonk organisiert. „Seit einem Jahr importieren wir selber die Marke Roverstone“, erklärt er. Doch beim Gang durch die große Halle wird schnell klar, dass auch viele andere Reifenmarken hier auf Lager liegen. Es unterstreicht, dass man eine spezielle Versandform für die Fahrradreifen gewählt hat: Die Reifen werden „stehend“ zum Kunden geliefert.

„Dazu haben wir uns extra unsere eigenen Kartonagen anfertigen lassen“, sagt Igrec. Damit müssten die Reifen nicht mehr geknickt werden. Das Unternehmen „maxxi4you“, Vorgänger von „Bike Parts Europe“, wurde 2011 gegründet und fing mit einem kleinen Fahrradgeschäft an, das für seine Kunden schon ein breitgefächertes Sortiment an Komponenten und Zubehör zur Verfügung stellte. In Krefeld verteilte sich das Unternehmen auf drei Lager und ein Büro auf insgesamt 1.000 Quadratmetern.

Da sei man jetzt in den ehemaligen Hallen von Bayer DecoDomus mit 2.800 Quadratmetern deutlich großzügiger aufgestellt, erklärt Igrec den Umzug des Vier-Mann-Unternehmens nach Winnekendonk. Zumal mit „maxxiclean“ bereits ein „zweites Standbein“ mit Reinigungsprodukten gut laufe. Die Lagerhaltung der entsprehenden Ware erfolgt ebenfalls in Winnekendonk.

Zunächst wolle man sich hier um das Online-Geschäft mit Fahrrad-Teilen und -zubehör kümmern. Langfristig sei jedoch auch die Einrichtung eines Ladengeschäfts und einer Werkstatt geplant – als „Vollsortimenter“ sozusagen, mit einem kompletten Angebot an Fahrrädern, E-Bikes und Lastenrädern. Natürlich wisse man, dass es in Kevelaer alteingesessene Fahrradhändler gebe. Deshalb habe man bewusst den Standort Winnekendonk gewählt. „Wir sind für ein gesundes Miteinander“, sagt Igrec.

Was Expansion und Entwicklung angeht, hat das Unternehmen viel vor: So lege man sehr viel Wert auf umweltverträgliche Verpackung beim Versand und wolle hier etwa eine spezielle Shredder-Maschine anschaffen, die aus gebrauchten Kartonagen Füllstoffe für den Versand fertige. Damit müsse dann weniger oder kein Plastik-Füllmaterial mehr zum Einsatz kommen. Auch personell möchte das Unternehmen in Zukunft expandieren – möglichst mit lokalen Arbeitskräften, kündigt Andreas Igrec an.

Klagen, Kaufleute und Kreisverkehre

Am 6. September soll er stattfinden, der nächste verkaufsoffene Sonntag. Doch ob sich die Befürworter gegen die Gewerkschaft „ver.di“ durchsetzen können, steht noch nicht fest. Gemeinsam hatten sich Politik, Ministerien und Interessenverbände des Handels für die Durchführung ausgesprochen und sich unter anderem aufgrund des Verbots von Massenveranstaltungen für eine Entkoppelung der Sonntagsöffnungen von diesen abgerungen.

Einstimmiger Ratsbeschluss

Die Stadtspitze in Kevelaer stand in Kontakt mit dem zuständigen Ministerium, örtliche und regionale Verbände hatten sich im Anhörungsverfahren für eine Öffnung an vier Sonntagen bis zum Jahresende ausgesprochen, selbst die Kirche, sonst eher zurückhaltend in ihrer Zustimmung, hatte keine Einwände. Wiederholt hatte Bürgermeister Dominik Pichler auf die ernste Lage im örtlichen Einzelhandel sowie in der Gastronomie hingewiesen. Der Rat hatte schließlich die geplanten Sonntagsöffnungen einstimmig beschlossen, obwohl die Gewerkschaft „ver.di“, anders als in anderen Städten, in Kevelaer im Anhörungsverfahren Bedenken angemeldet und sich eine Klage vorbehalten hatte (das KB berichtete).

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung am Dienstagabend musste der Bürgermeister nun den Eingang eines Eilantrages der Gewerkschaft melden. Mit einer 50-seitigen Klageschrift will die Arbeitnehmervertretung die Sonntagsöffnungen verhindern. Nicht nur von der Stadtspitze, sondern auch aus dem Gremium selbst wurde gegenüber dem Kevelaerer Blatt Unverständnis gegenüber der starren Haltung von „ver.di“ deutlich. Ebenso deutlich war das Missfallen darüber, dass man dort offensichtlich die ernste Lage in Handel und Gastronomie nicht anerkenne. Damit leiste man bewusst Firmeninsolvenzen Vorschub und setze Arbeitsplätze aufs Spiel, lautete ein Vorwurf.

Man rechne aufgrund der Tatsache, dass es sich um einen Eilantrag handele und dass mit dem 6. September der erste verkaufsoffene Sonntg unmittelbar bevorstehe „vermutlich schon im Laufe der nächsten Woche“ mit einer richterlichen Entscheidung über die Klage von „ver.di“, erklärte Bürgermeister Dominik Pichler.

Ein zweiter Rechtsstreit wird Kevelaer nun doch noch weiter beschäftigen: Die Klage gegen die OW 1, die jüngst abgewiesen worden war (das KB berichtete), ist in diesem Fall noch nicht das Ende der Fahnenstange. Der Kläger habe Berufung beantragt, berichtete Ludger Holla in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses.

Radfahrer schützen

Dass man den Radverkehr in Kevelaer weiter fördern und Radfahrer noch besser schützen möchte, darüber herrschte in dem Gremium am Dienstagabend größtenteils Einigkeit. Der Weg dorthin gestaltet sich aber steinig und die Diskussion machte unterschiedliche Perspektiven deutlich. Die KBV und Bündnis 90/Die Grünen versuchten es mit Anträgen. Die Bewertungen aus dem verkehrsrechtlichen Verfahren, die in der Stellungnahme der Verwaltung nachzulesen waren, gaben wenig Hoffnung, dass die Forderungen umgesetzt werden können (das KB berichtete).

Wolfgang Röhr (Grüne) fand in den Stellungnahmen der Verwaltung „keinen Ansatz, die Probleme zu lösen“ und forderte „mehr Prävention“. Horst Blumenkemper (SPD) konnte sich „den Stellungnahmen der Verwaltung nur anschließen“, so dürften neue Verkehrszeichen etwa nur aufgestellt werden, wenn dies zwingend erforderlich“ sei. Die besten Vorschriften nützten zudem wenig, wenn es keine entsprechende Überwachung und Ahndung von Verstößen gebe. Er kritisierte zudem auch zunehmendens Fehlverhalten von Fahrradfahrern. „Da muss man nicht immer nur auf die Autofahrer schimpfen.“
Jan Ittrich (FDP) forderte eine „ideologiefrei Diskussion“. Man habe „einen gewissen Spielraum“, den man ausnützen müsse.

Mario Maaßen (CDU) schloss sich weitestgehend den Bewertungen der Verwaltung an, forderte aber in einigen Teilbereichen Nachbesserungen. Heinz Melzer (KBV) erläuterte noch einmal Teilaspekte des Antrags seiner Fraktion und löste damit eine weitgehend konstruktive Diskussion aus, die in einigen Bereichen auch weitergehende Informationen seitens der Verwaltung ergaben. So wurde klar, dass etwa der Kreisverkehr an der B 9 derzeit überplant wird – was auch mit einer Änderung der Fahrradspur einhergehen und zu einer Verbesserung führen könnte. Und auch über die unübersichtliche Radwegführung an der Kreuzung Rheinstraße / B 9 will man sich spätestens wieder Gedanken machen, wenn klar ist, ob die OW 1 – wenn sie denn dann mal gebaut ist – tatsächlich zu einer Entlastung bezüglich des Autoverkehrs führt. Der Antrag der Grünen, auf der Rheinstraße Schilder aufzustellen, die das Überholen von Zweiradfahrern verbieten, wurde nach langer Diskussion und dem Hinweis des Leiters der Stadtplanung, Ludger Holla, er halte die Aufstellung der Schilder für „nicht rechtskonform“, mehrheitlich abgelehnt.

KBV und Grüne wollen Radfahrer besser schützen

Neben der Stadtplanung mit dem Flächennutzungsplan und einigen Bebauungsplänen wird das Thema Verkehr in der kommenden Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses breiten Raum einnehmen. Die Ausschussmitglieder werden sich auf Anträge der KBV und der Grünen hin unter anderem mit der Sicherheit von Radfahrern beschäftigen. Allerdings lassen die Antworten der Verwaltung, die in der Ausschusssitzung diskutiert werden sollen, wenig Hoffnung auf die Umsetzung der Fraktionsanträge.

Die KBV hat zahlreiche Stellen ausgemacht, an denen nach ihrer Auffassung die Sicherheit von Radfahrern, die von Kevelaer nach Winnekendonk und in Gegenrichtung fahren, verbessert werden könnte. In diesem Zusammenhang kündigten die Technischen Betriebe der Stadt Kevelaer (TBK) an, die Beleuchtung des Radweges solle in Abstimmung mit Straßen NRW bis in die Ortschaft erweitert werden, sodass der Radweg dann durchgehend beleuchtet sein werde. Weiteren Handlungsbedarf hinsichtlich der Beleuchtung sieht man bei der Stadt hier erstmal nicht.

Den Vorschlag der KBV, alle Radwege in Kreuzungsbereichen mit Straßen rot zu markieren, lehnen sowohl Straßen NRW, als auch die Stadtverwaltung ab. Durch „übermäßigen Gebrauch“ verliere diese Warnwirkung ihre eigentliche Funktion, heißt es zur Begründung.
An der Kreuzung zur B 9 (von der kleinen Verkehrsinsel zum Fahrradweg, scharfe Kurve) hofft die Verwaltung auf eine „deutliche Entlastung dieses Streckenabschnitts“ nach Fertigstellung der OW 1, und dass sich damit neue Planungsmöglichkeiten für den räumlich begrenzten Bereich ergeben könnten.

Auch die Begrenzungspfähle im Bereich der Rheinstraße sind der KBV ein Dorn im Auge. Sie sollten entfernt werden, fordert man hier. Das befürwortet die Verwaltung nicht, da die Begrenzungen genau aus dem Grund aufgestellt worden seien, Radfahrer zu schützen. Eine Entfernung biete nicht mehr, sondern weniger Schutz.

Kein Unfallschwerpunkt

Zu der unübersichtlichen Situation an der Kreuzung Wissener Weg / Kevelaerer Straße schreibt die Verwaltung, dass hier keine Unfallgefahr bestehe – vorausgesetzt, Auto- und Radfahrer hielten sich an die Vorschriften. Ein Unfallschwerpunkt liege hier nicht vor, weshalb hier auch keine gelbe Warntafel aufgestellt werden solle. Auch hier gelte, „dass zu häufiger Gebrauch zur Wirkungsabnutzung“ führe.

Im Bereich um den Alten Markt in Winnekendonk sei derzeit eine Tempo-20-Beschränkung eingerichtet. Die von der KBV geforderte Tempo-20-Zone bedeute lediglich eine Umbeschilderung, die verkehrlich gesehen keine Veränderung bringe. Im Einklang mit den Technischen Betrieben und der Polizei spricht sich die Verwaltung weiterhin für eine gegenläufige Nutzung der Hauptstraße aus.

Dass an den beiden Kreisverkehren B 9 und Wettener Straße unterschiedliche Vorfahrtsregeln gelten, liegt nach Angaben der Verwaltung daran, dass es unterschiedliche Vorschriften für Kreisverkehre innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften gebe. Einfach das Ortsschild am Wettener Kreisverkehr zu versetzen, wie es die KBV als pragmatische Lösung sieht, befürwortet die Kreis Klever Kommunalbetriebsgesellschaft (KKB) nicht. Die Stadt schließt sich dem an. Der Kreisverkehr an der B 9 sei Thema der Sitzung der Kreis Klever Verkehrsunfallkommission gewesen, ein Protokoll liege bislang allerdings noch nicht vor. „Im Ergebnis soll der Kreisverkehr komplett neu überplant und gebaut werden“, heißt es weiter.

Um „die schwächsten, die Radfahrenden zu schützen“, schlagen die Grünen vor, die Rheinstraße zwischen B 9 und der Straße „Am Bahnhof“ mit einem neuen Überholverbot zu belegen. Dies würde Autofahrern in dem Bereich untersagen, Fahrräder oder Krafträder zu überholen. Auf Anfrage teilt die Kreispolizeibehörde Kleve sinngemäß mit, dass sie die Schutzstreifen zwischen B 9 und Basilikastraße aufgrund der Straßenbreite von 7 Metern für ausreichend hält. Im weiteren Verlauf Richtung Bahnübergang werde die Straße so eng, dass ein Überholen mit dem neuen vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern faktisch nicht mehr möglich sei. Um den Straßenraum nicht mit einem „Schilderwald „zu überfrachten, plädiert die Kreispolizeibehörde gegen die Ausweisung eines generellen Überholverbotes. Zudem hat es laut Kreispolizeibehörde auf diesem Abschnitt „in den letzten drei Jahren keine Verkehrsunfälle“ gegeben. Fazit der Polizei: „Aus verkehrsrechtlicher Sicht sind die dortigen Gegebenheiten vollständig ausreichend.“
Die mit der Erstellung eines Verkehrsgutachtens für den Innenstadtbereich beauftragten Experten des Büros „stadtVerkehr“ können die Argumentation der Polizei durchaus nachvollziehen, sprechen sich aber trotzdem für die Anordnung des Überholverbotes aus. Sie sehen darin „eine Chance, die Sicherheit für Radfahrer und Krafträder insbesondere an Engstellen noch einmal zu erhöhen.“

Schilderwald

Die Verwaltung verweist darauf, dass Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen nur dort anzuordnen seien, „wo dies auf Grund der besonderen Umstände zwingend erforderlich ist.“ Diese Umstände sieht die Verwaltung nicht, befürchtet eher eine „Überfrachtung des Verkehrsraumes mit Verkehrszeichen“, sodass diese nicht mehr wahrgenommen oder gar nicht mehr akzeptiert würden, sowie die „Verwirrung der Verkehrsteilnehmer“ durch Mehrfachbeschilderungen.

MERA radelt in eine zweite Runde

Nach der erfolgreichen ersten Auflage von „MEhr RAdeln“ im vergangenen Jahr, bei der in der Summe über 12.000 Kilometer erfahren wurden, radeln die Mitarbeiter der „MERA Tiernahrung“ auch in diesem Jahr erneut für den guten Zweck. Auch 2020 werden die erradelten Kilometer und das dadurch eingesparte CO2 wieder in Hunde- und Katzenfutter umgerechnet und für die Tierschutzorganisation „Helden für Tiere“ gespendet. Die gesamte Aktion läuft über drei Monate von Juni bis August. Der Spitzenreiter aus dem Vorjahr, Abteilungsleiter Tim Gasseling, möchte dabei in diesem Jahr deutlich mehr Kilometer sammeln. Um das zu schaffen, wird er unter dem Motto „MEhr RAdeln Extreme“ gleich 24 Stunden am Stück auf dem Sattel sitzen.

Auch in Corona-Zeiten verfolgt MERA weiterhin das Thema Nachhaltigkeit. Daher stand schnell fest, dass die geplante Wiederholung der erfolgreichen Aktion „MEhr RAdeln“ in jedem Fall auch 2020 stattfinden soll. „Mit ‚MEhr RAdeln‘ können wir nicht nur einen positiven Beitrag für unsere CO2-Bilanz leisten, auch die Gesundheit unserer Kollegen profitiert dabei. Zusätzlich hoffen wir natürlich auch wieder auf viele Kilometer und dementsprechend eine möglichst große Futterspende – dank der tatkräftigen Unterstützung unserer Mitarbeiter“, erklärt Felix Vos, Geschäftsführer der MERA Tiernahrung GmbH.

Tim Gasseling will bei einem 24-Stunden-Rennevent besonders viele Kilometer erradeln. Foto: MERA Tiernahrung

MERA-Mitarbeiter Tim Gasseling vom Racing Team des in Erkelenz beheimateten „Coffee & Chainrings Mountainbikevereins“ ist in erster Linie Mountainbiker, aber auch Rennradfahrer und Ultracyclist: „Als nach und nach die Veranstaltungs- und Wettkampfabsagen bekannt wurden, war mir klar, dass ich die gesparte Energie gerne in einen karitativen Zweck investieren möchte.“ Gasseling wird am Samstag, 20. Juni, über einen Zeitraum von 24 Stunden am Stück Rad fahren – jeder gefahrene Kilometer bedeutet 1 Kilogramm Futter für die Tierschutzorganisation „Helden für Tiere“ von Ralf Seeger. Hierfür wurde eine fünf Kilometer lange Strecke abgemessen, auf der so viele Runden wie möglich gefahren werden. Gasseling ist optimistisch und hofft auf eine Distanz zwischen 500 und 700 Kilometern.

Radfahrerin stürzt nach Vollbremsung

Am Donnerstag, 14. Mai 2020, gegen 15.20 Uhr, war eine 58-Jährige mit ihrem Pedelec auf dem Radweg am Velder Dyck in Richtung Twisteden unterwegs. An der Einmündung zur Tünnstraße kam von links ein PKW, der nach rechts auf den Velder Dyck abbiegen wollte. Die Radfahrerin nahm an, dass der Autofahrer sie nicht bemerkt hatte und bremste stark, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Dabei stürzte sie und verletzte sich leicht. Der Fahrer des Autos stieg aus, um die 58-Jährige nach ihrem Befinden zu fragen. Da sie angab, es sei alles in Ordnung, setzte der Unbekannte seine Fahrt fort, ohne Angaben zu seiner Person zu machen.

Die 58-Jährige beschreibt ihn als etwa 30 bis 35 Jahre alt, mit sehr kurzen, blonden Haaren und einem Oberlippenbart. Er war mit einem silberfarbenen Kleinwagen unterwegs. Der Fahrer wird nun gebeten, sich bei der Polizei Goch unter Tel. 02823-1080 zu melden.