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Die Gesamtschule Kevelaer ist mit iPads ausgestattet

Die Gesamtschule Kevelaer konnte in dieser Woche einen weiteren Schritt auf dem Weg der Digitalisierung gehen. Andre Dicks, Mitarbeiter der Stadt Kevelaer, und das IT-Team der Gesamtschule um den Medienbeauftragten Patrick Cosar übergaben allen 113 Mitarbeitenden der Gesamtschule jeweils ein iPad der achten Generation nebst Tastatur für die unterrichtliche Arbeit aus dem „DigitalPakt Schule“.

Während einige Kolleg*innen bereits über ein privates iPad verfügen, erobern andere mit dem neuen Gerät technisches Neuland. Schon seit Monaten heißt es an der Schule, in Sachen digitale Technik von- und miteinander zu lernen. Insbesondere durch das IT-Team der Schule wurden und werden die Kolleg*innen regelmäßig mit kurzweiligen „Fortbildungssnacks“ zur Nutzung von Lernplattformen, Apps etc. versorgt. Vertieft wird das Wissen im Blick auf die Nutzung der neuen Geräte im Rahmen des kommenden schulinternen Lehrerfortbildungstags im Dezember.

Interaktive Displays statt Tafeln

Auch in den Klassenräumen bahnt sich zurzeit ein Paradigmenwechsel an. Mittlerweile ist flächendeckend in allen Gebäuden der Gesamtschule das WLAN nutzbar. Außerdem werden die Tafeln in den kommenden Tagen demontiert und durch interaktive Displays ersetzt. Abgerundet wird die Optimierung der digitalen Infrastruktur durch zwei mobile iPad-Klassensätze, die den Lerngruppen zur Verfügung stehen.

Nach der Erstellung eines schuleigenen Konzepts zur Distanzbeschulung überarbeiten die Fachschaften der Gesamtschule unter Koordination der Didaktischen Leiterin Martina Boudewins zurzeit die schulinternen Lehrpläne und das Medienkonzept. Im Fokus stehen dabei die methodisch-didaktisch angemessene Einbindung der neuen technischen Möglichkeiten sowie die Vermittlung digitaler Kompetenzen in den unterschiedlichen fachspezifischen Lerngruppen – im alltäglichen Unterricht wie im Rahmen einer möglichen Distanzbeschulung.

Kreisverwaltung führt Digitales Bezahlen ein

Direkt mit dem Smartphone Gebühren und andere Zahlungen an die Kreisverwaltung überweisen? Das ist keine Zukunftsmusik mehr. Denn die Kreisverwaltung hat Bezahl-QR-Codes in viele Gebührenbescheide und Zahlungsaufforderungen integriert. Landrat Wolfgang Spreen sieht darin große Vorteile: „Wer zum Beispiel eine Banking-App nutzt, kann den Code direkt im Feld ‚Überweisungen‘ einlesen und zahlt mit einem Klick die offene Rechnung.“ Alle wichtigen Zahlungsdaten sind im QR-Code hinterlegt. Empfänger, Verwendungszweck, die IBAN und der Betrag müssen nicht mehr von Hand eingegeben werden. Vertippen, Zahlendreher und fehlerhafte Eingaben gibt es somit nicht mehr. Davon profitiert auch die Kreisverwaltung, die über den QR-Code eingehende Zahlungen direkt dem Bearbeitungsvorgang zuordnen kann.

Die Möglichkeit, mit einem QR-Code zu bezahlen, soll in der Kreisverwaltung nach und nach auf immer mehr Zahlungsaufforderungen angeboten werden. „Rund 100.000 Zahlungsfälle im Jahr können inzwischen bereits mit dem QR-Code abgewickelt werden. Das sind bereits mehr als die Hälfte aller Fälle“, so Landrat Wolfgang Spreen.

Online ist nicht nur das Bezahlen möglich. Auch weitere Dienste bietet die Kreisverwaltung bereits digital an. Dazu gehören Terminbuchungen, die Zulassung eines Fahrzeugs online, die Night-Mover-App und einige Online-Anträge (siehe www.kreis-kleve.de). Etwa 170 Dienstleistungen muss die Kreisverwaltung in den nächsten beiden Jahren noch digitalisieren. Geplant sind hier zum Beispiel Antragsassistenten, die am Bildschirm ausgefüllt und elektronisch eingereicht werden können. Identitätsnachweise, Bezahlfunktionen und Hochlademöglichkeiten für Anlagen und Belege sollen integriert werden. „Mit der Anbindung an die elektronische Akte, die ebenfalls gerade eingeführt wird, wird die Kreisverwaltung dem papierlosen Büro im Laufe der nächsten Jahre deutlich näher kommen“, verspricht Spreen.

Traditionsunternehmen im Wandel

Dass die Digitalisierung in den vergangenen Jahren bei immer mehr Unternehmen Einzug erhalten hat, dürfte hinlänglich bekannt sein. Vor allem in Büroangelegenheiten wollen Firmen damit Prozesse erleichtern. Jan van Meegern vom Kevelaerer Betrieb „van Meegern Bedachungen“ hat mit uns darüber gesprochen, warum Digitalisierungsprozesse auch in einem Handwerksunternehmen von Bedeutung sind und wie sich sein Familienbetrieb dadurch in den vergangenen Jahren gewandelt hat.

Seit 1954 gibt es den Dachdeckerbetrieb van Meegern in der Wallfahrtsstadt – gegründet durch Johann van Meegern, bis heute weitergeführt von Willi van Meegern. Mit Jan van Meegern ist vor einigen Jahren die dritte Generation in den Familienbetrieb eingestiegen. Er begann vor drei Jahren, die firmeninternen Prozesse zu digitalisieren – unter anderem die Arbeitszeiterfassung, Kostenerfassung und die allgemeine Analyse der anstehenden Baustellen. Man könne so Arbeitsabläufe erleichtern und transparenter gestalten. Vor allem sei die Arbeit für die Mitarbeiter im Büro bedienerfreundlicher geworden. „Planung und Ablauf zu digitalisieren, ist die Zukunft im Baugewerbe“, ist van Meegern überzeugt.

Welche Veränderungen machen Sinn?

Um die theoretischen und praktischen Abläufe miteinander verbinden zu können, hat das Unternehmen im August diesen Jahres Martin Ophey als technischen Leiter eingestellt. Der Dachdeckermeister aus Kevelaer, der über das technische Fachwissen verfügt, ist deshalb so wertvoll für Jan van Meegern, da er auch das praktische Know-How über den Dachdeckerberuf besitzt, um das Geschehen auf den Baustellen zu betreuen. „Er ist für mich sozusagen die eierlegende Wollmilchsau“, lacht van Meegern, der dankbar ist, den 33-Jährigen als Fachkraft an seiner Seite zu haben. Ophey beurteilt bei seiner Arbeit unter anderem, welche Prozessoptimierungen überhaupt sinnvoll sind. Man müsse sich bei allen Veränderungen die Frage stellen: „Was macht einem den Berufsalltag leichter und was erschwert ihn eher?“

Dass all diese Prozesse und Neuerungen keinen positiven Effekt bringen, wenn die Mitarbeiter nicht mitziehen, da sind sich die beiden einig. Die Mitarbeiter müssen einbezogen werden und hier bietet sich die Chance, der jüngeren Generation mehr Verantwortung zu übertragen. Junge Mitarbeiter können als Bindeglied eingesetzt werden und weitere Aufgaben übernehmen. Wenn Abläufe geändert werden, sei das oftmals für die langjährigen Mitarbeiter eine große Umstellung, sagt van Meegern, der den Familienbetrieb zum Ende diesen Jahres übernehmen wird. Für die Zukunft sieht er die Digitalisierung nicht nur als Chance, den Arbeitsalltag zu erleichtern, sondern auch als Möglichkeit, das Handwerk wieder attraktiver für junge Nachwuchskräfte zu machen.

Und genau das sei ein weiteres Ziel der kommenden Jahre – das junge Team weiter ausbauen und die Qualität erhalten. Van Meegern nimmt in der Regel jedes Jahr einen Auszubildenden auf, bekommt dabei aber zu spüren: „Junge Leute, die ins Handwerk gehen, sind rar.“ Der 33-jährige, baldige Unternehmensleiter hofft nun, durch moderne Strukturen – zu denen auch die Digitalisierung gehört – motivierte, junge Handwerker für den Beruf begeistern zu können und sie auf Dauer im Betrieb zu erhalten.

Stadtverwaltung Kevelaer führt digitalen Rechnungsversand ein

Die Wallfahrtsstadt Kevelaer möchte im Zuge der Digitalisierung neue Wege gehen und bietet ihren Geschäftspartnern die Möglichkeit des elektronischen Rechnungsversandes an.  Neben der Rechnungsstellung per Post gibt es ab sofort zwei neue Arten des Rechnungsversandes an die Verwaltung.

Zum einen gibt es die sogenannten X-Rechnungen. Firmen können ihre Rechnungen in dieses spezielle Format umwandeln und diese der Wallfahrtsstadt Kevelaer über die Leitweg-ID (051540032032-31001-85) zukommen lassen. Hierzu können sich die Rechnungssteller beim zentralen E-Rechnungsportal des Landes NRW registrieren.

Des Weiteren können Firmen ihre Rechnung als pdf-Datei per E-Mail an die Verwaltung schicken. Diese sollte an die zentrale E-Mail-Adresse fibu@kevelaer.de gesendet werden. Auch der Text der E-Mail wird zusammen mit der pdf-Datei verarbeitet. Zu beachten ist hierbei, dass das genannte Postfach ausnahmslos für den Empfang von Rechnungen bestimmt ist. Des Weiteren ist für jede Rechnung eine gesonderte E-Mail zu versenden, damit nicht mehrere Dateien vom System zusammengefasst werden.

Für die Firmen entfallen somit die Portokosten, Papier kann eingespart und auch die Verarbeitung der Rechnungen kann beschleunigt werden.

660.000 Euro für Digitalisierung an Kevelaerer Schulen

Der erste Förderbescheid aus dem Digitalpakt ist im Rathaus eingegangen. 595.512 Euro stellt das Land für den Aufbau und die Verbesserung der digitalen Vernetzung in den Kevelaerer Schulgebäuden zur Verfügung. Weitere 66.168 Euro schießt die Wallfahrtsstadt Kevelaer als Eigenanteil hinzu, um das schulische WLAN flächendeckend auszubauen und digitale Schultafeln zu beschaffen. Insgesamt fließen damit 661.680 Euro zusätzlich in die Digitalisierung der Schulen.

Weitere Investitionen sind geplant: Nachdem die Bewilligung des Antrags für die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen jetzt vorliegt, wird auch der Antrag für mobile Endgeräte zeitnah auf den Weg gebracht. Jede der sieben Kevelaerer Schulen kann bis zu 25.000 € für schulgebundene mobile Endgeräte aus dem Digitalpakt erhalten, die auch in voller Höhe beantragt werden sollen. Für diese Förderanträge müssen die Schulen ihre Medienkonzepte vorlegen.

Da die Beschaffung von mobilen Endgeräten über den Digitalpakt gedeckelt ist, haben Bund und Land bereits ein Sofortaus-stattungsprogramm in Ergänzung zum Digitalpakt angekündigt, welches ausschließlich der Beschaffung mobiler Endgeräte dienen soll. Die konkreten Förderrichtlinien sollen in Kürze bekannt gemacht werden.

Gleiche Möglichkeiten für alle Kinder

Der Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer hat sich bereits in seiner Sitzung am 25. Juni 2020 dafür ausgesprochen, diese Mittel schnell und zeitnah abzurufen, um den digitalen Unterricht an den Schulen weiter ausbauen zu können und insbesondere durch die Zurverfügungstellung von Leihgeräten auch Kindern und Jugendlichen aus sozial schwächeren Familien eine geregelte Teilnahme am digitalen Unterricht ermöglichen zu können.

Bürgermeister Dr. Dominik Pichler freut sich über die bewilligten Mittel. „Als Vater schulpflichtiger Kinder habe ich während der coronabedingten Schulschließungen selbst erlebt, wie wichtig Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Medien sind“, so der Bürgermeister. „Die bereitgestellten Fördermittel für den Ausbau der digitalen Infrastruktur können nun mit dazu dienen, die bewährten Lehrformen sinnvoll durch digitale Angebote zu ergänzen und möglichst alle Schülerinnen und Schüler an der neuen Unterrichtsform partizipieren zu lassen.“

IT-Mitarbeiter

Die Wallfahrtsstadt Kevelaer engagiert sich bereits seit mehreren Jahren beim Aufbau und Ausbau digitaler Strukturen in den Schulen. Schon 2014 wurde ein Mitarbeiter im Bereich Informationstechnik eingestellt, der sich ausschließlich um die Digitalisierung in den Schulen kümmert und hier zunächst ein homogenes Betreuungsumfeld geschaffen hat.

Aktuell sind bereits zwei städtische IT-Mitarbeiter mit der Weiterentwicklung und Betreuung der technischen Infrastruktur in den Schulen betreut. Des Weiteren wird durch die Mitarbeitenden des Gebäudemanagements das gesamte technische Netzwerk im Schulzentrum in den unterschiedlichen Bauabschnitten bereits seit mehreren Jahren erneuert.

An der Digitalisierung führt kein Weg vorbei

Neu aufgestellt, neuer Name, neue Satzung. Aus dem „Verkehrsverein für Kevelaer und Umgebung“ wurde kürzlich der „Wirtschafts- und Verkehrsverein“ (WuVV). Der neu aufgestellte WuVV hatte sich jüngst (KB 28. März 2019) eine neue Satzung gegeben, um den Anforderungen der Mitglieder gerechter zu werden und um mehr Einfluss auf die Gestaltung und Weiterentwicklung des Standortes Kevelaer und der Ortschaften nehmen zu können.
So war es auch ein Anliegen, mehr für die Förderung der Mitgliedsunternehmer zu tun.
Aus diesem Grund hatte der WuVV Maik Weihs von der MCA Unternehmensberatung eingeladen, um das alle Unternehmen betreffende Thema „Digitalisierung“ aus der Praxis zu beleuchten.
Maik Weihs ist seit vielen Jahren in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit der Aufgabe beschäftigt, den Inhabern und Managern zu helfen, entweder einen Lösungsansatz für eine Digitalisierungsstrategie zu finden oder bei der Einführung/Finalisierung eines bereits vorhandenen Projektansatzes mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Digitalisierung kann die gesamte Kunden-Interaktion, jeden Unternehmensprozess, jeden Mitarbeiter und jedes Geschäftsmodell betreffen.
Rudolf Beerden begrüßte im Namen des Vorstands die circa 20 Teilnehmer und äußerte sich verwundert über das scheinbar geringe Interesse der Kevelaerer Unternehmerschaft an diesem Thema. Etwas ironisch fügte er hinzu, dass die Kevelaerer scheinbar die Aufgaben schon gelöst hätten oder in Kevelaer keine Digitalisierung stattfinden würde oder müsse.

Hans-Josef Bruns (l.) und Maik Weihs.


Weihs erläuterte in seinem eineinhalbstündigen Vortrag – anhand von durchgeführten Projekten – die Komplexität und die Herausforderungen, die auf ein Unternehmen und dessen Mitarbeiter zukommen, wenn diese die Digitalisierung in Angriff nehmen. „Ohne Einführung einer flexiblen und zukunftsorientierten Softwarelösung ist keine Digitalisierung möglich“, führte Weihs aus.
Am Beispiel einer umfänglichen Standard-ERP-Lösung stellte er die verschiedenen Möglichkeiten dar. Diese Softwarelösungen kommen bei sehr vielen Unternehmen in Handel, Handwerk, Industrie und bei Dienstleistungen in unterschiedlichsten Ausprägungen zum Einsatz. Während seines Vortrags entstand ein reger Austausch mit dem Publikum, bei dem Fragen geklärt und nützliche Hinweise vermittelt wurden.
Der Begriff „Digitalisierung“ bezeichnet im Allgemeinen die Veränderung von Prozessen, Objekten und Ereignissen, die durch eine zunehmende Nutzung von digitalen Geräten erfolgt. Dies bedeutet im engeren Sinne die Erstellung digitaler Repräsentationen von physischen Objekten, Ereignissen oder auch von analogen Medien.
Digitalisierung in Unternehmen bedeutet die Vernetzung aller Daten und Informationen, Vernetzung von Geräten sowie von Prozessen, Services und Diensten im und außerhalb des Unternehmens (zum Beispiel mit Lieferanten, Kunden oder Dritten). Ohne diese Kopplung wird mittelfristig kein Unternehmen weiter effizient existieren können.
Zukunftsorientierte Zeitung
Zum Ende des Vortrags sprach Weihs an, welche Möglichkeiten es gebe, ein solches Projekt mit Hilfe öffentlicher Fördermittel auf den Weg zu bringen. Er führte aus, wie man durch eine intelligente und sorgfältige Planung bis zu 65.000 Euro aus Fördertöpfen problemlos erhalten kann. Als Unternehmer bekomme man bei der Beantragung von darauf spezialisierten Beratern, so wie er es mit der MCA Unternehmensberatung macht, die entsprechende Hilfestellung.
Als Herausgeber/Verleger des Kevelaerer Blattes erläuterte Rudolf Beerden, dass er für das KB auf diesem Wege innerhalb von circa sechs Wochen und mit wenigen E-Mails, Telefonaten und geringem Schriftverkehr eine Vollzeitstelle über zwei Jahre mit maximal 45.000 Euro gefördert bekommt (aus der Initiative Ministerium für Wirtschaft NRW). Für das KB ist das eine wichtige Hilfestellung, um sich intensiv damit auseinanderzusetzen, wie man in einer kleinen, lokalen Wochenzeitung die Digitalisierung nutzen kann, damit die Zeitung zukunftsfähig bleibt.
Sowohl der Wirtschafts- und Verkehrsverein als auch der Wirtschaftsförderer der Wallfahrtsstadt Kevelaer, Hans-Josef Bruns, stehen den interessierten Kevelaerer Unternehmern für weitere Auskünfte zur Verfügung.