Beiträge

DFB-Nationalmannschaft spendet Laptops an Seniorenheime

Für eine große Überraschung sorgte die Fußballnationalmannschaft kürzlich in den Seniorenhäusern des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer: Insgesamt zwölf Laptops werden den neun Pflegeeinrichtungen zwischen Uedem und Straelen zur Verfügung gestellt. Unter dem Motto „Räumlich getrennt – trotzdem verbunden“ spendet die DFB-Elf insgesamt 1.000 Laptops an Altenheime und andere pflegerische Einrichtungen, um auch in Coronazeiten ihren Teamgeist unter Beweis zu stellen. „Wir sind glücklich, dass wir weitere Geräte für unsere Heimbewohner erhalten“, ist Sabine Vohwinkel, Leiterin des Katharinen-Haus der Caritas in Winnekendonk, dankbar. „Auch wenn Besuche für unsere Bewohnerinnen und Bewohner wieder möglich sind und die Seniorenhäuser der Caritas bereits mit Tablets eine zusätzliche Kontaktmöglichkeit zu ihren Angehörigen haben, stellt jedes weitere Gerät eine Erleichterung dar“, erläutert Vohwinkel.

Weiter entfernt Wohnende können mittels Videotelefonaten mit ihren Familienmitgliedern in den Seniorenhäusern in Kontakt bleiben, umgekehrt Großeltern weiterhin ihre Enkel sehen. Eine Möglichkeit, von der auch Heimbewohnerin Wilma Schilling gerne Gebrauch macht. „Einfach toll, dass ich mich regelmäßig mit meiner Tochter über den Bildschirm unterhalten kann“, sagt Schilling und ergänzt: „So bin ich trotz Corona immer auf dem neuesten Stand, was in unserer Familie vor sich geht.“

„Der Beitrag unserer Nationalelf, dass sich Menschen in Pflegeeinrichtungen nicht isoliert fühlen, sondern die sozialen Kontakte zumindest auf digitalem Weg bestehen bleiben, trifft den richtigen Nerv“, zieht Vohwinkel ein vorläufiges Fazit für das Seniorenhaus. Sie versichert, dass in Zukunft die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner den deutschen Fußballern um Jogi Löw bei den nächsten Länderspielen ein gutes Stück fester die Daumen drücken werden. Vohwinkel mit einem Augenzwinkern: „Das ist Ehrensache!“

Die Schwestern im Klarissenkloster bekamen sportlichen Besuch

Das war ein aufregender, ganz außergewöhnlicher Abend für „unsere Klarissen“. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Damen hatte sich zu einem Besuch im Klarissenkloster angekündigt. „Wir waren bass erstaunt, als wir den Bus und noch drei weitere Fahrzeuge sahen, die vor unserer Tür hielten,“ erzählt Schwester Bernadette. Mit einem Schmunzeln fügt sie hinzu, dass sie schon überlegt hätten, die rote Karte zu ziehen wegen der halbstündigen Verspätung.

Mit so einem großen Aufgebot hatte man nicht gerechnet und es wurde gemütlich eng im Gemeinschaftssaal. Und dass so viel fotografiert wird, war für die Schwestern alles andere als alltäglich. An diesem Abend trafen zwei Damen-Mannschaften aufeinander, die sich sofort bestens verstanden und schnell ihre besondere Gemeinsamkeit entdeckten – den guten Teamgeist. Denn ohne den geht es nicht – nicht im Spiel, und nicht im Zusammenleben.

Manch einer fragt sich, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass die komplette Damennationalelf mit ihrer Trainerin Martina Voss-Tecklenburg und Betreuern nach Kevelaer kommt und den Klarissen-Schwestern einen Besuch abstattet.

Ein Wunsch an die Schwestern

Sr. Bernadette erzählt, dass sie und ihre Mitschwestern sich schon seit langem für Fußball, insbesondere die Damenmannschaft interessieren. Sie fiebern mit bei den Spielen, so auch im letzten Jahr bei der WM. Der Kontakt kam zustande über die Familie Gashi, die das Restaurant gegenüber dem Klarissenkloster führt und eine sehr gute nachbarschaftliche Beziehung zu den Schwestern unterhält. So bat die Familie Gashi, die schon seit langer Zeit mit der Nationaltrainerin bekannt ist, im letzten Jahr die Schwestern, vor einem wichtigen Spiel der WM an die Fußballerinnen zu denken und zu beten. Dieser Wunsch wurde in einem Foto festgehalten und der Mannschaft zugesandt. „Dann ging´s daneben,“ merkt Sr. Bernadette an. Die Schwestern versicherten zum Trost per Mail, dass sie weiter an sie denken würden. Den Spielerinnen war es wichtig, mal zu kommen und „danke“ zu sagen.

„Die Atmosphäre beim Zusammentreffen sei sehr gut gewesen, voller Freude und Interesse auf beiden Seiten. Die Spielerinnen zeigten großes Interesse an unserem Leben,“ erzählt Schwester Bernadette weiter, „einige seien erstaunt gewesen, dass es so etwas in der heutigen Zeit noch gibt.“ Aber auch die Schwestern gingen ganz unbefangen auf die Fußballerinnen zu, und so entwickelten sich viele bereichernde und persönliche Gespräche. Sr. Gabriela wurde gefragt, warum sie ins Kloster eingetreten ist und Sr. Magdalena interessierte besonders der gute Teamgeist. Sr. Elisabeth, die auch begeisterter Gladbach-Fan ist, ließ sich die Struktur des Damenfußballs erklären, und Sr. Teresa freute sich sehr, mit Birgit Prinz zusammenzutreffen. Das Miteinander zeichnete sich aus durch Herzlichkeit und Wärme, so als würde man sich schon lange kennen.

Beim Spiel fiebern die Schwestern mit

Die Mannschaft beschloss dann den Abend in guter Stimmung in der Trattoria La Piazza und feierte ihren Teamgeist. Auch am folgenden Morgen waren noch bei beiden Mannschaften die Begegnungen des vorangegangenen Abends Gesprächsthema, und sie werden sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben. Natürlich wird auch am Samstag beim Spiel gegen England im Kloster mitgefiebert, man habe schon überlegt, wie man den Abend gestaltet und wann das Abendbrot eingenommen werden kann.

Ein Moment hat die Schwestern besonders bewegt. Der Moment, als eine der Spielerinnen beim Abschied sagte: „Ich bin tief beeindruckt von dieser Begegnung, und ich glaube, dass in Zukunft der Glaube, die Religion und die Kirche für unsere Gesellschaft neue Werte vermitteln kann!“

Eine Fotogalerie zum Treffen finden Sie hier.