Schnelltests in Kevelaer ab sofort möglich
Nach den jüngsten Bund-Länder-Beratungen hat seit Montag jede/r Bürger*in den Anspruch, sich einmal in der Woche kostenlos in Form eines Schnelltests auf das Coronavirus testen zu lassen.
Nach den jüngsten Bund-Länder-Beratungen hat seit Montag jede/r Bürger*in den Anspruch, sich einmal in der Woche kostenlos in Form eines Schnelltests auf das Coronavirus testen zu lassen.
Am heutigen Mittwoch, 10. März 2021, liegen dem Kreisgesundheitsamt um 0.00 Uhr insgesamt 7.186 labordiagnostisch bestätigte Corona-Infektionen seit Beginn der Corona-Pandemie vor. Von den 7.186 Indexfällen sind 628 in der Wallfahrtsstadt Kevelaer (7-Tage-Inzidenz heute: 113,8).
Bereits vor zwei Wochen hatte die Kreis Klever Amtsärztin Dr. Martina Scherbaum ihre Vorahnung formuliert, dass die 7-Tage-Inzidenz im Kreisgebiet bald den Wert von 100 übersteigen wird. Nun hat das Landeszentrum Gesundheit NRW am gestrigen 8. März 2021 erstmals seit längerer Zeit für den Kreis Kleve einen Wert von 108,2 angezeigt, am heutigen 9. März beträgt dieser Wert 104,7. „Haupttreiber“ des höheren Infektionsgeschehens sei die gestiegene Zahl an Coronafällen mit Mutationen, teilt der Kreis Kleve mit.
Das diffuse Infektionsgeschehen betreffe zu einem Großteil Menschen zwischen 20 und 60. Ein größeres identifiziertes Infektionsgeschehen gebe es derzeit lediglich in Kranenburg. „Aktuell plant der Kreis Kleve keine Verschärfung der Schutzmaßnahmen“, betont Landrätin Silke Gorißen mit Blick auf die soeben erlaubten Lockerungen. „Wir wollen damit verhindern, dass die Menschen anderenfalls in die umliegenden Kreise fahren, um dort einzukaufen oder in geöffnete Einrichtungen zu fahren. Dies würde das Infektionsgeschehen noch weiter verbreiten.“
Mithilfe jedes Einzelnen erforderlich
Aufgrund von durchgeführten Typisierungen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass die Anzahl der an Corona-Mutationen erkrankten Personen bei über 50 Prozent liegt. „Wir stellen seit einigen Wochen fest, dass zahlreiche Menschen im Umfeld einer positiv getesteten Person ebenfalls infiziert sind. Aus einer infizierten Person werden so schnell zehn Erkrankte. Das treibt die Zahlen nach oben“, erklärt Dr. Martina Scherbaum. Die Nachverfolgung von Infektionsketten sei in den vergangenen Wochen auch aufgrund der ansteckenderen Mutationen deutlich schwieriger geworden. Nach den Gesprächen mit den erkrankten Personen könne nur bei etwa 50 Prozent der Menschen nachvollzogen werden, wo sie sich angesteckt haben.
Gut 30 Prozent der Ansteckungen erfolgten demnach bei privaten Kontakten und am Arbeitsplatz, 10 Prozent stünden in einem Zusammenhang mit größeren Ausbrüchen und 5 bis 10 Prozent der Ansteckungen erfolgten im eigenen Haushalt. Das Gesundheitsamt verfolgt auch das hohe Infektionsgeschehen im benachbarten niederländischen Grenzgebiet mit Sorge, da es sich auf das Infektionsgeschehen im Kreis Kleve auswirke. „Das Coronavirus kennt keine Grenze“, so die Amtsärztin.
Da die Corona-Mutationen deutlich ansteckender seien, hätten es die Bürger*innen ein Stück weit selbst in der Hand, das Infektionsgeschehen im Kreisgebiet zu beeinflussen. Landrätin Silke Gorißen erklärt dazu: „Auch wenn nun erste Lockerungen erlaubt sind, muss sich jeder fragen, ob dieses Treffen im Familien- und Freundeskreis oder jene Einkaufsfahrt wirklich erforderlich sind. Hier ist die Mithilfe jedes Einzelnen erforderlich, um das Infektionsgeschehen zurückzudrängen.“
Seit nunmehr einem Monat wird im Impfzentrum des Kreises Kleve in Kalkar geimpft – zunächst ausschließlich die Gruppe der Über-80-Jährigen mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff, danach zusätzlich parallel die impfwilligen Personen aus den priorisierten Berufsgruppen mit dem Impfstoff von AstraZeneca. Bis zum vergangenen Samstag, 6. März 2021, waren die Abläufe reibungslos.
Am heutigen Dienstag, 9. März 2021, liegen dem Kreisgesundheitsamt heute um 0.00 Uhr insgesamt 7.151 labordiagnostisch bestätigte Corona-Infektionen seit Beginn der Corona-Pandemie vor. Von den 7.151 Indexfällen sind 301 in Bedburg-Hau, 834 in Emmerich am Rhein, 964 in Geldern, 715 in Goch, 231 in Issum, 239 in Kalkar, 213 in Kerken, 627 in der Wallfahrtsstadt Kevelaer, 1082 in Kleve, 272 in Kranenburg, 512 in Rees, 104 in Rheurdt, 393 in Straelen, 110 in Uedem, 160 in Wachtendonk und 323 in Weeze.
Zu den in den vergangenen Tagen mehrfach angemerkten Unstimmigkeiten bei der 7-Tage-Inzidenz heißt es in einer Mitteilung des Kreises: „71 Indexfälle befinden sich noch in Bearbeitung und können daher noch nicht den einzelnen Kommunen zugeordnet werden. Bei diesen Fällen liegen aufgrund der jeweiligen Labormeldungen vielfach noch keine Anschriften der betroffenen Personen vor. Durch die neu aufgenommene Darstellung der in Bearbeitung befindlichen Indexfälle gleicht sich die Gesamtzahl der vom Gesundheitsamt genannten Fälle den heute um 0.00 Uhr vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) ermittelten Fallzahlen an. Auf diese Weise können die vom LZG täglich dargestellten Inzidenzwerte künftig besser nachvollzogen werden. Die in den letzten Tagen beobachtete Abweichung von der 7-Tagesinzidenz gleicht sich im Übrigen wieder aus, da schließlich alle Fälle verarbeitet werden und sich somit später in der kommunenscharfen Übersicht wiederfinden.”
Von den insgesamt 7.151 bestätigten Corona-Fällen gelten 6.540 als genesen; 137 Personen sind verstorben. Im Kreisgebiet befinden sich aktuell 30 Personen im Krankenhaus.
7-Tage-Inzidenz
Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Die für heute um 0.00 Uhr vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) ermittelte 7-Tage-Inzidenz im Kreis Kleve liegt bei 104,7. Gestern lag dieser Wert bei 108,2. Aktuell befinden sich insgesamt 1.499 Personen in häuslicher Quarantäne.
Am heutigen Montag, 8. März 2021, liegen dem Kreisgesundheitsamt zur Mittagszeit insgesamt 6.993 labordiagnostisch bestätigte Corona-Infektionen seit Beginn der Corona-Pandemie vor. Das sind 13 mehr als am Vortag. Von den 6.993 Indexfällen sind 300 in Bedburg-Hau, 828 in Emmerich am Rhein, 961 in Geldern, 711 in Goch, 228 in Issum, 236 in Kalkar, 212 in Kerken, 611 in der Wallfahrtsstadt Kevelaer, 1072 in Kleve, 246 in Kranenburg, 511 in Rees, 104 in Rheurdt, 389 in Straelen, 108 in Uedem, 155 in Wachtendonk und 321 in Weeze.
Von den insgesamt 6.993 bestätigten Corona-Fällen gelten 6.509 als genesen; 137 Personen sind verstorben. Im Kreisgebiet befinden sich aktuell 33 Personen im Krankenhaus.
7-Tage-Inzidenz
Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Die für heute um 0.00 Uhr vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) ermittelte 7-Tage-Inzidenz im Kreis Kleve liegt bei 108,2. Gestern lag dieser Wert bei 91,2. Aktuell befinden sich insgesamt 1.294 Personen in häuslicher Quarantäne.
Corona-Schutzimpfung
Seit dem 8. Februar 2021 laufen im Impfzentrum des Kreises Kleve die Corona-Schutzimpfungen. Mittlerweile erfolgen dort sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen. In der Gruppe der Über-80-Jährigen gab es dort bislang 6.906 Impfungen. Bei den priorisierten Berufsgruppen waren es insgesamt 5.485 Impfungen. Die mobilen Teams impfen seit Ende Dezember in den Altenpflegeeinrichtungen. Dort gab es bislang insgesamt 13.286 Erst- und Zweitimpfungen. In Wohngemeinschaften erfolgten 114 Impfungen. Auch in den Kliniken im Kreisgebiet gab es bereits Erst- und Zweitimpfungen – insgesamt 3.980 Impfdosen. Somit wurden bis zum 7. März im Kreis Kleve insgesamt 29.771 Impfdosen verimpft (bis zum 28. Februar: 22.326).
Sorge und Hoffnung liegen bei der Kevelaerer Stadtverwaltung aktuell nah beieinander. Hoffnung setzen die Verantwortlichen vor allem in das Voranschreiten der Impfungen und in die neue Teststrategie in Form von Schnell- und Selbsttests. Sorge hingegen besteht hinsichtlich der kreisweiten Entwicklung der Pandemie.
Die vom Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW gemeldete 7-Tage-Inzidenz von 108,2 (Stand Montag, 8. März) sei unter anderem auf die Ausbreitung der britischen Corona-Mutation (B.1.1.7.) zurückzuführen, erklärt Ordnungsamtschef Ludger Holla. „Der Kreis geht davon aus, dass 50 bis 80 Prozent der Fälle die Mutation aufweisen.” Kevelaer liegt mit seiner Inzidenz von 58,6 aktuell unter dem kreisweiten Schnitt. Im Laufe des heutigen Vormittags seien allerdings bereits sieben neue Fälle für Kevelaer gemeldet worden, die noch nicht in den heutigen Inzidenzwert einfließen. Hotspots gebe es nach wie vor keine, berichtet Holla. Derzeit ist jeweils eine Gruppe im Kindergarten St. Quirinus Twisteden und eine Gruppe des Kevelaerer St. Antonius Kindergartens aufgrund je eines Indexfalls in Quarantäne.
Wer wird testen?
So sinnvoll die neue Teststrategie auch sein mag, von jetzt auf gleich scheint das System nicht überall zu funktionieren. Seit dem heutigen 8. März hat demnach jede/r Bürger*in den Anspruch, sich einmal pro Woche kostenlos in Form eines Schnelltests auf das Coronavirus testen zu lassen. Eine Allgemeinverfügung mit weiteren Details hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales am 7. März 2021 erlassen. Für Kevelaer kann die Stadtverwaltung aktuell noch keine verfügbaren Teststellen nennen. Man werde bezüglich der Organisation mit dem Kreis zusammenarbeiten, erklärt Holla. Das Thema sei im jüngsten Krisenstab besprochen worden. „Wir bemühen uns, dass es zügig läuft“, kündigt Pichler an.
Möglich sei das Angebot der Schnelltests durch Arztpraxen, Apotheken oder andere medizinische Einrichtungen. Eine weitere Option sei nach Auskunft von Holla, ein System als Kommune selbst zu organisieren. Auch hier müsse allerdings medizinisch geschultes Personal hinzugezogen werden. Denkbar wäre eine Umsetzung z.B. in der Öffentlichen Begegnungsstätte in Kevelaer, sagt Holla. Man werde nun vorerst unter anderem Kontakt mit den Apotheken aufnehmen und die Möglichkeiten prüfen.
Ähnlich unsicher scheint die Testsituation an den Schulen, die in ihrer Einrichtung kostenlose Tests für die Anwesenden ermöglichen sollen. Hierzu liege noch keine genauere Information des Schulministeriums vor, kritisiert der Leiter des Ordnungsamtes. Die Kommunikation sei in dieser Hinsicht „völlig unbefriedigend“. Es sei derzeit nicht einmal geklärt, ob der Schulträger für die Beschaffung der Tests zuständig ist oder ob die Verantwortung dafür an anderer Stelle liegt.
Sobald die vermehrten Testungen dann durchgeführt werden, rechnet Pichler mit einem klaren Trend: „Wir müssen mit einem Anstieg der Infektionszahlen rechnen.“ Denn durch Schnell- und Selbsttests würden vermutlich auch sonst unentdeckte Infektionen erkannt werden, sagt Pichler. Das wiederum bringe den positiven Effekt mit sich, dass das Dunkelfeld stark eingegrenzt werden könne. Er erhoffe sich von den „Schnelltests ein Mehr an Sicherheit.“
Eine App soll helfen
Zur Sicherheit beitragen könnte künftig auch die Verwendung der „luca“-App, einer Anwendung, die die Kontaktnachverfolgung im direkten Austausch mit den Gesundheitsämtern unterstützen soll. Vor allem für diverse Veranstalter*innen und Gastronom*innen könnte die App eine Möglichkeit bieten, Kontaktinformationen ihrer Gäste einfach zu erfassen, diese zu speichern und falls nötig, die Daten an das zuständige Gesundheitsamt weiterzuleiten. Pichler sieht in der Anwendung einen Nutzen unter anderem für Kultur- und Sportveranstaltungen. Grundsätzlich sei in Sachen Datenschutz natürlich Vorsicht angesagt. Wenn die App aber nachweislich unbedenklich ist, könne das System seinen Teil zur Kontaktnachverfolgung beitragen – vor allem, wenn das öffentliche Leben wieder mehr Fahrt aufnimmt.
Am heutigen Sonntag, 7. März 2021, liegen dem Kreisgesundheitsamt zur Mittagszeit insgesamt 6.980 labordiagnostisch bestätigte Corona-Infektionen seit Beginn der Corona-Pandemie vor. Das sind 80 mehr als am vergangenen Freitag. Von den 6.980 Indexfällen sind 298 in Bedburg-Hau, 827 in Emmerich am Rhein, 960 in Geldern, 711 in Goch, 228 in Issum, 235 in Kalkar, 212 in Kerken, 610 in der Wallfahrtsstadt Kevelaer, 1068 in Kleve, 245 in Kranenburg, 511 in Rees, 104 in Rheurdt, 388 in Straelen, 108 in Uedem, 155 in Wachtendonk und 320 in Weeze.
Von den insgesamt 6.980 bestätigten Corona-Fällen gelten 6.468 als genesen; 136 Personen sind verstorben. Im Kreisgebiet befinden sich aktuell 37 Personen im Krankenhaus.
7-Tage-Inzidenz
Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Die für heute um 0.00 Uhr vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) ermittelte 7-Tage-Inzidenz im Kreis Kleve liegt bei 91,2. Gestern lag dieser Wert bei 95,7. Aktuell befinden sich insgesamt 1.402 Personen in häuslicher Quarantäne.
Am heutigen Freitag, 5. März 2021, liegen dem Kreisgesundheitsamt zur Mittagszeit insgesamt 6.900 labordiagnostisch bestätigte Corona-Infektionen seit Beginn der Corona-Pandemie vor.