Beiträge

Schuldnerberatung des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer hat die Probleme der Betroffenen im Blick

Pandemie verschärft Probleme Verschuldeter

Oftmals sind es Schuldnerberatungen, die als letzter Anker Lösungen für die finanziellen Nöte überschuldeter Menschen bieten können. Doch gerade die Corona-Pandemie stellt Betroffene häufig vor Schwierigkeiten. 

Der Gründer des Deutschen Caritasverbandes starb vor 100 Jahren

Wer war eigentlich Lorenz Werthmann?

Lorenz Werthmann gründete 1897 den Deutschen Caritasverbands. Für den promovierten Theologen und Priester war die organisierte Caritas die Sozialbewegung der Kirche mit gesellschaftlicher Sprengkraft.

Fachstelle für Suchtvorbeugung entwickelt Actionbound

Eine App gegen die Langeweile im Kreis Kleve

Die Fachstelle für Suchtvorbeugung im Kreis Kleve hat einen sogenannten Actionbound entwickelt. Dabei handelt es sich um eine kostenlose App – nicht nur für Familien.

Online-Seminare in den Internationalen Wochen gegen Rassismus mit guter Resonanz

Caritasverbände diskutieren über Rassismus

Die Caritasverbände im Kreis Kleve hatten zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus Online-Veranstaltungen angeboten. Es entstanden spannende Diskussionen über Stammtischparolen, Rassismus im Alltag und Generationenunterschiede der Einwanderer*innenfamilien.

Heribert Hölz hilft weiter in Bosnien – auch wenn er derzeit dort nicht hinreisen kann

Humanitäre Hilfe treibt ihn an

Sich für Menschen in entfernten Ländern zu engagieren, wird durch die Corona-Pandemie deutlich erschwert. Heribert Hölz findet dennoch Wege, sich weiterhin für die Bosnienhilfe einzusetzen – auch aus der Ferne.

Flüchtlingen zu helfen, ist in Corona-Zeiten nicht leicht: Job-und Wohnungslosigkeit sind ernsthafte Probleme

Corona schränkt Flüchtlingshilfe ein

Seit November 2014 gibt es den „Runden Tisch Flüchtlinge“ (RTF) in Kevelaer. Seinerzeit trafen sich etwa 80 interessierte Kevelaerer Bürger*innen, um Informationen zur Situation asylsuchender Menschen in ihrer Stadt zu bekommen und Ideen zur Zusammenarbeit zu entwickeln. In den Jahren habe sich einiges getan, sagt Ulrich Hünerbein-Ahlers. „Man muss konstatieren, dass die Flüchtlinge angekommen sind. Und das ist ganz positiv.“

Mitarbeitende und Bewohner*innen des Winnekendonker Seniorenheims können sich über kreative Werke freuen

Kunst im Katharinen-Haus

Unter der Anleitung der Künstlerin Nina Stiber erschaffen zehn Freizeitkünstlerinnen seit Jahren lebendige Werke, die regelmäßig in Ausstellungen zu sehen sind. Schon einmal haben die „Pinselschwinger“ im Katharinen-Haus in Winnekendonk eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen. Nun sind sechs der Künstlerinnen mit neuen Werken in das Seniorenhaus des Caritasverbandes Geldern-Kevelear zurückgekehrt – ganz unter dem Motto: „Kunst ist das, was gefällt.“ 

Ob tierisch, floral, engelhaft oder spritzig: Durch die vielfältige Motivwahl und die unterschiedlichen Ausdrucksweisen ist eine außergewöhnliche Ausstellung gelungen, die gerade in der entbehrungsreichen Corona-Zeit den Bewohner*innen und Mitarbeitenden des Seniorenhauses viel Freude bereitet. Dies war auch das erklärte Ziel der Künstlerinnen. Bis Ende Mai sind Werke zu sehen von Marlene van Dop, Angie Weihofen, Karola Hacks, Birgit Paesch, Marion Frenzen und Karina Vermöhlen. Auch wenn die Ausstellung nicht öffentlich ist, können die Bilder vom Fenster aus betrachtet und auf Wunsch erworben werden. Interessenten können sich an den sozialen Dienst des Katharinen-Hauses wenden.

Videokonferenzen und Clouds

Es sind nicht nur finanzielle Herausforderungen vor denen Vereine in diesen Tagen stehen. Noch stärker sehen sie sich häufig mit der Frage konfrontiert: Wie kann Vereinsarbeit trotz Corona erfolgreich weitergeführt werden, wenn Zusammenkünfte nicht möglich sind?

Wertvolle Antworten gibt der Online-Seminarabend des FreiwilligenZentrums Gelderland. Thema des zweistündigen Workshops ist „Online Zusammenarbeit: Projekte organisieren, erarbeiten und Wissen austauschen.“

Es werden Tricks und Werkzeuge (Tools) für eine ortsunabhängige Zusammenarbeit sowie für die Durchführung von Videokonferenzen und Online Seminaren vorgestellt. „Die Seminarteilnehmer erhalten einen Eindruck über die Vielfalt digitaler Anwendungen, mit denen die Vereinsmitglieder zukünftig zeitsparend und interaktiv gemeinsam an Projekten arbeiten können, z.B. über die Einrichtung einer Cloud oder Videokonferenzen“, erläutert Regina Matzke, Koordinatorin des Freiwilligen-Zentrums Geldernland. Es werden auch Sicherheits- und Datenschutzaspekte thematisiert, die der Verein bei der Auswahl geeigneter Tools im Auge haben sollte.

Der Workshop ist Teil des Projekts Digitale Nachbarschaft (DiNa) und wird vom Freiwilligen-Zentrum Gelderland des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer in Kooperation mit „Deutschland Sicher im Netz“ veranstaltet. Ziel ist die Förderung von digitaler Kompetenz im Ehrenamt und der Vereinsstruktur. Nach der erfolgreichen Standorteröffnung Ende letzten Jahres ist dies der zweite Online-Seminarabend für digitale Themen für Vereine und Initiativen im Gelderland.

Anmeldung bis 4. März

Das Freiwilligen-Zentrum ist eines von 50 Standorten bundesweit und bietet den Vereinen die Möglichkeit sich über digitale Themen auszutauschen, die für ein erfolgreiches Vereinsleben unerlässlich sind. „Natürlich würden wir gerne alle teilnehmenden Vereine persönlich begrüßen, doch wir werden wohl bis auf weiteres den digitalen Austausch pflegen müssen. Aber das passt ja irgendwie auch zum Projekt“, blickt Matzke mit einem Augenzwinkern in die nähere Zukunft.

Die Online-Veranstaltung findet am Dienstag, 16. März, von 17 bis 19 Uhr statt. Der Login ist bereits ab 16.45 Uhr möglich. Interessierte Vereine und Initiativen werden
gebeten sich verbindlich per E-Mail bei Regina Matzke (regina.matzke@caritas-geldern.de) bis 4. März zu melden. Nach Anmeldung erhalten die Teilnehmer eine
Teilnahmebestätigung und einen Teilnahme-Link ebenfalls per E-Mail zugeschickt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Neue Gesichter der Gemeindecaritas

Anne-Kathrin Lehmann und Jutta Seven heißen die beiden Nachfolgerinnen von Norbert Gerding. Die beiden Frauen möchten den Verband, die Pastoral und das Ehrenamt stärker als zuvor zusammenführen. Ihr Ziel ist ein starkes Netzwerk und vielleicht irgendwann auch eine Youngcaritas.

Es sind zwei Frauen. Anne-Kathrin Lehmann und Jutta Seven. 37 und 49 Jahre alt. Ganz unterschiedliche Typen. Vom Wesen und von der Ausbildung her. Die eine hat Erziehungswissenschaften studiert, fühlt sich der katholischen Kirche und dem christlichen Glauben sehr verbunden. Die andere ist Sozialpädagogin und „een beetje nederlands“, ihr Herz, das schlägt vor allem fürs Ehrenamt. Gemeinsam sind sie die beiden neuen Gesichter der Gemeindecaritas.

Gemeinsam sind sie die perfekte Nachfolge für Norbert Gerding, der diese Arbeit 35 Jahre lang mit Leib und Seele für den Caritasverband Kleve erfüllte. „Mein Dank gilt Norbert Gerding und meine Freude Anne-Kathrin Lehmann und Jutta Seven“, sagt auch Vorstand Rainer Borsch.

Anne-Kathrin Lehmann ist neu im Verband. Die 37-Jährige war zuvor Leiterin des katholischen Jugendreferats/BDKJ Dekanatsstelle Göppingen-Geislingen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Zusammen mit ihrem Mann und den drei kleinen Kindern lebt sie nun in Emmerich am Rhein, engagiert sich dort ehrenamtlich in der Seelsorgeeinheit St. Christopherus / St. Johannes der Täufer. „Caritas“, sagt Anne-Kathrin Lehmann, „ist Kirche. Nächstenliebe. Das möchte ich mehr in den Fokus rücken. Das ist unsere große Chance.“
Jutta Seven (49) kommt aus Norddeutschland. Nach einer Berufsausbildung in Düsseldorf zog sie wieder aufs Land. Der Niederrhein bot ihr die Möglichkeit, Dorfleben und ein Studium in den Niederlanden zu kombinieren. Mit Mann und vier Kindern wohnt sie mittlerweile in Pfalzdorf. Dort ist sie auch politisch aktiv.

Viele Jahre hat sie in den Niederlanden gearbeitet, seit 2017 ist sie für den Caritasverband Kleve tätig, zuletzt in der Sozialberatung und Ehrenamtskoordination in Emmerich. „Meine Motivation ist der Respekt vor den Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Das ist mir unheimlich wichtig. Diese Menschen haben Anerkennung und Wertschätzung verdient“, sagt Jutta Seven.

Verband, Pastoral und Ehrenamt zusammenführen, genau das machen Anne-Kathrin Lehmann und Jutta Seven seit Anfang des Jahres. „Wir sind das Bindeglied, suchen die Schnittmengen und füllen diese aus“, erklärt Anne-Kathrin Lehmann. Wie genau, das erarbeiten die beiden in einem neuen Konzept. „Wir sind mit einer Bestandsaufnahme gestartet und arbeiten nun an unserer Vision. Ziel ist ein starkes Netzwerk“, ergänzt Jutta Seven. Dazu kommt die Ehrenamtskoordination.

Visionen und Ziele sind das eine, Bekanntmachen das andere. So haben Anne-Kathrin Lehmann und Jutta Seven als erstes ihr neues Büro an der Hoffmannallee 70 bezogen. Es folgen die Kontakte zu den Kirchengemeinden und den Tafeln im Nordkreis Kleve. „Wir sind schon ganz gespannt, aus den Gesprächen können sich so viele Möglichkeiten ergeben“, freut sich Anne-Kathrin Lehmann. Jutta Seven nennt gleich ein paar Ideen.

So möchte sie die CaritasJahreskampagne #dasmachenwirgemeinsam auf jeden Fall thematisieren. Und sie möchte Ehrenamtliche vorstellen. „Sieben von zehn Anrufern melden sich wegen des Freiwilligenzentrums. Das ist ein großes Thema, denn hier öffnet sich Kirche.“

Youngcaritas

Apropos Öffnen: Auch die „Youngcaritas“ – die Plattform für soziales Engagement, für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit – ist für die Gemeindecaritas ein Thema.

Hohe Impfbereitschaft im Josef-Haus

Nahezu alle Bewohner*innen und weit über drei Viertel der Mitarbeitenden des Josef-Hauses in Wetten haben die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Damit bildeten sie den Start der Impfungen in Kevelaer. Insgesamt 41 von 43 Bewohner*innen und 51 von 61 Mitarbeitenden ließen sich den kleinen, aber wichtigen Pikser geben. Obwohl eine solch umfassende Aktion Neuland für das Seniorenhaus des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer ist, ermöglichte die gut abgestimmte Organisation einen zügigen und reibungslosen Ablauf.

Bereits vor Bekanntgabe des Impftermins seien die nötigen Formalien und organisatorische Dinge erledigt worden, erklärt Hausleitung Ursula Steegmann. Über die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) habe man am 6. Januar Bescheid bekommen, dass am 9. Januar die Impfungen in der Einrichtung erfolgen werden. Das Prozedere sei bereits im Dezember klar gewesen, die Dokumente waren vorbereitet und auch die Impfbereitschaft unter den Bewohner*innen und Mitarbeitenden wurde direkt nach Weihnachten abgefragt. Am 2. Januar gab es außerdem die nötigen Absprachen mit dem leitenden Impfarzt des Kreises Kleve sowie mit dem Twistedener Ärztepaar Ursula und Christoph Starke, die die Impfungen im Josef-Haus durchführten. Durch sie sei von Beginn an eine enge Betreuung gewährleistet worden, betont die Hausleitung. Ursula Starke sei am 4. Januar unter anderem für einen zusätzlichen Besuch in der Einrichtung gewesen, um den Bewohner*innen und Mitarbeitenden offene Fragen zu beantworten.

Nicht nur darüber ist die Hausleitung erleichtert: „Ich freue mich für die Senioren in unserer Einrichtung. Denn der Impfschutz nimmt den Bewohnerinnen und Bewohnern die vielfach zu spürende Sorge vor einer Infektion.“ Für die Einrichtung bedeute die Impfung – vor allem auch die hohe Impfbereitschaft – eine gewisse Sicherheit. Auch die Senior*innen sehen den Impfstart positiv und nahmen den kleinen Pikser gerne in Kauf. Die Teilnahme an der Impfung war für sie daher selbstverständlich – auch weil man in einer Gemeinschaft lebt. Dies belegt auch die hohe Impfbeteiligung von über 95 Prozent. Lediglich zwei Bewohner*innen konnten aufgrund ihres Gesundheitszustandes noch nicht an der Impfung teilnehmen. 

Wohnflügel für Wohnflügel wurde dann am Samstag in die im Obergeschoss eingerichtete Impfstation geleitet, wo bereits das Impfteam bereitstand. Die eigentliche Impfung dauerte nur wenige Augenblicke. Nach der Impfung wurden alle Teilnehmer*innen in einem Beobachtungsraum überwacht. Zum Abschluss bekam jeder, egal ob Mitarbeiter*in oder Bewohner*in, noch eine Rose überreicht – als kleines, aber wichtiges Dankeschön für die Teilnahme an der Corona-Schutzimpfung. 

Bisher seien bei keinen Bewohner*innen Nebenwirkungen der Impfung beobachtet worden, teilte Steegmann am Dienstag, 12. Januar, mit. „Sie werden ganz engmaschig beobachtet“, versichert die Hausleitung. 

Schutz für sich selbst, die Familie und andere

Im Vergleich zu anderen Einrichtungen war die Impfbereitschaft mit 84 Prozent auch in der Mitarbeiterschaft der Caritas erfreulich hoch. „Mit der Impfung möchte ich die Gemeinschaft, meine Familie und auch mich schützen“, bringt Pflegefachkraft Stephanie Hartmann ihre Motivation auf den Punkt. 

„Wir sind damit sehr zufrieden“, betont Christian Hälker seitens des Caritasverbandes. Das sei „ein sehr guter Wert.“ Von den zehn nicht geimpften Mitarbeitenden hätten teilweise gesundheitliche Aspekte gegen eine Impfung gesprochen, teilt Steegmann dazu mit. Eine erneute Möglichkeit der Impfung im Josef-Haus gebe es nicht, erklärt Hälker. Die Mitarbeitenden, die sich vielleicht doch noch für eine Impfung entscheiden, müssen sich in den Ablauf der Impfzentren einreihen. Steegmann hat dazu eine klare Meinung: „Wir sind alles erwachsene Menschen, wir haben keine Impfpflicht. Ich akzeptiere es, wenn Mitarbeiter sagen, dass sie sich nicht impfen lassen.“ Sie verurteile niemanden dafür. „Das steht mir auch nicht zu. Ein Nein ist ein Nein und ein Ja ein Ja.“ Außerdem habe die Aussage überwogen, dass man sich „im Moment noch nicht“ impfen lassen wolle – vielleicht aber später.

In zweieinhalb Wochen, am 30. Januar, erfolgt die Impfung der zweiten Dosis im Josef-Haus. Das baldige Abschließen der Impfungen bedeutet allerdings nicht, dass Vorsorgemaßnahmen wie das Tragen einer Maske oder die Corona-Tests zurückgefahren oder eingestellt werden, sagt Caritas-Sprecher Christian Hälker. „Die Verordnungen bestehen ja logischerweise weiter. Und die Übertragungswege trotz Impfungen sind ja auch weiterhin unklar.“

Kampagne „Impfen? Ja, klar!“ ging an den Start

Um noch einmal verstärkt für die Impfung – vor allem unter den Mitarbeitenden – zu werben, hat der Caritasverband Geldern-Kevelaer nun die Kampagne „Impfen? Ja, klar!“ Ins Leben gerufen. In deren Rahmen sprechen sich Arbeitskräfte für die Corona-Schutzimpfung aus, unter Angabe ihrer ganz persönlichen Beweggründe. 

Alexander Florié-Albrecht & Elena Gavriil