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Es kommt Farbe in die städtischen Blumenbeete

Kevelaer blüht wieder auf

Seit einigen Tagen erstrahlen die Kevelaerer Blumenbeete wieder in bunten Farben und sorgen für Frühlingsstimmung im ganzen Stadtgebiet. Damit die schöne Bepflanzung der Beete den Besucher*innen und Bewohner*innenn lange Freude bereiten, benötigen sie die richtige Pflege.

Kevelaerer Firma spendet Azaleen an Petrusheim

Im Petrusheim in Weeze war zur Weihnachtszeit ganz schön was los: Die Einrichtung erhielt eine Spende in Form von 300 Azaleen der Firma Gesthüsen & van Loon aus Kevelaer. „Die farbenprächtigen Blumen verschönern nun die Zimmer unserer Bewohner*innen und tragen dazu bei, trotz der schwierigen Zeit eine weihnachtliche Atmosphäre zu verbreiten“, erklärte Maaßen, Geschäftsführerin des Petrusheimes.

Freudig wurde auch der Besuch des „Rollenden Weihnachtszauber“-Busses im Petrusheim aufgenommen. Der „Weihnachtsmann“ Markus Henkel verteilte durch die Unterstützung der Bäckerei Reffeling aus Goch an die Bewohner*innen und Mitarbeitenden jede Menge Weckmänner und Spekulatius.

Vom Sommer-Blumen-Look zur herbstlichen Farbenpracht

Auch in diesem Herbst darf sich die Wallfahrtsstadt Kevelaer über die Unterstützung der örtlichen Gartenbaubetriebe bei der Aktion „Kevelaer blüht auf“ freuen. Der sommerliche Blumen-Look in den Beeten wird passend zur Saison durch eine herbstliche Farbenpracht an Pflanzen vom Betriebshof der Wallfahrtsstadt Kevelaer ausgetauscht. Während eines Spaziergangs kann das ein oder andere frisch bepflanzte Blumenbeet bereits jetzt entdeckt werden.

Durch die große Beteiligung darf sich das Büro „Tourismus & Kultur“ über eine bunte Mischung an herbstlicher Bepflanzung freuen. „Wir erhalten regelmäßig positive Rückmeldungen von Touristen und Einwohnern für die bunten und besonders gepflegten Blumenbeete, die während des Aufenthaltes in Kevelaer besonders ins Auge stechen“, teilt Alina Peters, Mitarbeiterin der Abteilung, freudig mit.

Unterstützer in diesem Jahr ist unter anderem der Gartenbaubetrieb Walter Baumann & Söhne GbR, der Calluna Garden Girls zur Verfügung stellt. Auch Gartenbau Boland und der Gartenbaubetrieb Janßen sorgen mit ihren Calluna Beauty Ladies für frische Farben in den Beeten.

Der internationale Blumengroßhandel Eurofleurs steuert neben Erica gracilis auch noch Calluna Beauty Ladies und Erica darleyensis Pyramiden zur Stadtbild-Verschönerung bei. Die Gärtnerei Ludger & Andreas Halmans GbR bringt ebenfalls mit seinen Gaultheria procumbens (Scheinbeeren) rote Farbakzente in die Kevelaerer Beete. Verschiedene Sorten von Seggen (Carex brunnea, Carex oshimensis ‚Evergold‘ und Carex oshimensis ‚Evergreen‘, Carex morowii ‚Ice dance‘, Ficinia truncata ‚Ice Crystal‘) können dank dem Gartenbau Johannes Heekeren bestaunt werden. Auch das japanische Blutgras (Imperata cyclindrica ‚Red baron‘) ist durch seine auffallende rote Blattfärbung ein echter Hingucker.

Die Wappen-Farben

Die Wappen-Farben gelb und blau finden sich auch in den Beeten in Form von Viola cornuta (Hornveilchen), gesponsert vom Gartenbau Thoenissen, wieder. Ob im Frühling oder Herbst, der Gartenbaubetrieb Dirk Angenendt unterstützt die Aktion seit Jahren und stellt in dieser Saison genau wie der Gartenbaubetrieb Gesthüsen & van Loon das Heidekrautgewächs Erica darleyensis zur Bepflanzung der Beete zur Verfügung.

Bei der Auswahl wurde besonders darauf geachtet, bienenfreundliche Pflanzen zu wählen. Bürgermeister Dominik Pichler bedankt sich bei den Gartenbaubetrieben und bei den vielen Vereinen und Ehrenamtlichen, die sich um das Erscheinungsbild der Blumenbeete in der Innenstadt und den Ortschaften kümmern.

Tipps für den eigenen Herbstzauber

Um den eigenen Garten oder heimischen Balkon in passende Herbststimmung zu versetzen, gibt es im Rahmen der Aktion „Kevelaer blüht auf“ nähere Informationen zur Bepflanzung für Hobbygärtner auf der Internetseite der Wallfahrtsstadt Kevelaer www.kevelaer.de nachzulesen.

Mit der Herbstbepflanzung sollte jetzt begonnen werden, damit die Pflanzen ausreichend Zeit haben, sich heimisch zu fühlen und Wurzeln zu schlagen, bevor die Temperaturen zu tief sinken. Wichtig bei der Herbstbepflanzung ist, Staunässe beispielsweise bei Kübeln und Töpfen zu vermeiden. Dies lässt sich durch ein Loch im Boden des Topfes vermeiden, das mit einer Tonscherbe abgedeckt und dann erst mit Blumenerde aufgefüllt wird, da sonst Bodenfrost in den Topf gelangen könnte. Auf Beeten darf das heruntergefallene Laub ruhig liegen bleiben, es dient als Kälteschutz und ist nach dem Verrotten Dünger für den Boden.

Die Pflanzen sollten möglichst dicht aneinandergesetzt werden, da diese im Herbst und Winter nicht mehr stark wachsen und somit trotzdem ein geschlossenes Bild ergeben. Es reicht aus, die Pflanzen regelmäßig zu gießen und von verwelktem Blüten- und Blattwerk zu befreien. Eine extra Düngung ist bis März des nächsten Jahres nicht notwendig.

Zum Schutz der Pflanzen vor Kälte im Winter sind die Töpfe mit Jute, Vlies und farbigen Bändern schnell und dekorativ verpackt.

Sie will keine Steinwüste mehr

Betritt man das Grundstück von Martina Behlke in Kervenheim, wird man begrüßt von einer mit grauem Kies aufgeschütteten Fläche – garniert mit einigen größeren grauen Steinen und zahlreichem Unkraut, das sich den Weg durch die Steindecke gebahnt hat. Glücklich ist die Kervenheimerin mit dem Garten, den sie vor knapp acht Jahren angelegt hat, nicht mehr. „Der Garten vorher war etwas ‚altbacken‘. Wir wollten etwas Moderneres damals haben, da fing das gerade an mit den Steingärten. Und pflegeleicht sollte das auch sein“, sagt Behlke. Heute gefällt ihr der Garten optisch nicht mehr und als pflegeleicht stellte sich die Steinwüste im Laufe der Jahre auch nicht heraus. Der Vorgarten-Wettbewerb der Stadt Kevelaer kam ihr da gerade gelegen. Der „Runde Tisch für ein insektenfreundliches Kevelaer“ überlegte damals, was man vor Ort gegen das Insektensterben tun könnte. Im Rahmen des Wettbewerbs sollte ein Steingarten in eine pflegeleichte Oase für Insekten verwandelt werden.

Einen Tag vor Einsendeschluss stieß Martina Behlke zum zweiten Mal auf den Artikel zum Wettbewerb. Kurzerhand entschloss sie sich, eine Bewerbung inklusive Fotos des Gartens einzusenden. Kurze Zeit später kam die Nachricht über ihren Gewinn des ersten Preises. In der kommenden Woche wird ihr Vorgarten bereits umgestaltet.

Anfangs noch sei der Steingarten pflegeleicht gewesen, sagt Behlke. Nach ein paar Jahren kamen schließlich die ersten Pflanzen durch die Steindecke. Nach fünf Jahren habe sie der Garten regelmäßig Arbeit gekostet. „Und wenn man sich zwischen Steinen stundenlang auf Knien begibt, ist das nicht so angenehm.“ Vor einigen Jahren dann, als es anhaltenden Starkregen gab, „da hatte ich tagelang Wasser im Vorgarten“, erinnert sich die Kervenheimerin zurück.

Da müssen Profis ans Werk

Was sie heute an der Steinwüste stört? „Es ist wenig Natur, die einen vorne empfängt. Ich möchte lebendigere Farben haben. Das Grau ist einfach nicht lebendig. Und dass vielleicht mal wieder ein Vogel im Garten vorbeifliegt oder sitzen bleibt. Was wollen die in einer Steinwüste?“ Für eine Umgestaltung in Eigenregie fehle ihr die Erfahrung. Sie wisse als Laie gar nicht, welche Pflanzen man dort hinsetzen soll. Dabei halfen ihr nun Profis in Sachen Gartenbau.

Behlke bekam vorab einen Plan für die Umgestaltung und konnte sich im Internet die Pflanzen anschauen, die die Gartenprofis vorgesehen hatten. Zwischen einigen Pflanzen konnte sie selbst wählen. Im Voraus hatte man sich auf Farben geeinigt: Blau und Weiß sollten den Schwerpunkt im neuen, insektenfreundlichen Vorgarten bilden. Ergänzt mit einigen lila-blühenden Pflanzen und einem Zierapfel mit roten Früchten, bekommt die Kervenheimerin nun Farbe in ihren Vorgarten. „Es werden Stauden zu kleinen Gruppen gesetzt. Dazwischen sollen Bodendecker die Lücken ausfüllen, sodass die Unkräuter nicht mehr Fuß fassen können“, erklärt Behlke. Damit sie und die Insekten sich nicht nur für wenige Monate im Jahr an den farbigen Blüten erfreuen können, wurden Pflanzen ausgewählt, „die nacheinander blühen, nicht alle zeitgleich“.

Das Ergebnis und weitere Details zur Umgestaltung gibt‘s in der kommenden Woche.

Blühender Kindergarten in Twisteden

Im St. Quirinus-Kindergarten Twisteden blühen die ersten Wildblumen. Auch dieser Kindergarten erhielt im Frühjahr ein Glas der Niederrheinischen Wildblumenmischung (das KB berichtete).
Und auch hier kümmerten sich Kinder wie Erzieherinnen um die Einsaat und eine liebevolle Weiterpflege der gestalteten Blumenbeete. „Ein blühendes Ergebnis lässt jetzt die Kinder nicht schlecht staunen“, verkündet Patty Brünken, Leiterin der Einrichtung in Twisteden, die die tolle Aktion zur Erhaltung der Artenvielfalt lobt und diese auch weiterhin mit den Kindern fortführen möchte.

Wenn die Blumen blühen, kommen die Bienen und essen Nektar

Am Dienstag, 23. April 2019, wurde der Inhalt des kleinen Glases mit der Niederrheinischen Wildblumenmischung im Kevelaerer St. Antonius-Kindergarten ausgesät. (Das KB berichtete schon mehrfach über die Aussaat der Wildblumenmischung in Kevelaerer Kindergärten). Und zwar von einem eigens gegründeten Gartenklub. Denn wenn schon fünf Kindergartenkinder zu Wildblumensamexperten auserkoren werden, dann darf dieser auch einen eigenen Namen tragen: „Gartenklub St. Antonius-Kindergarten Kevelaer.“ Klingt gut, ist gut.

Eine genaue Einweisung erhielten Sebastian, Deyvit, Kaja, Gioia und Lina von ihrer Erzieherin, Nadine Jansen. Sie erforschte mit den Kindern erst einmal, was es denn mit den Wildblumensamen auf sich hat. Denn einfach so auf dem Fußboden der Gruppenräume streuen oder hinter dem Schrank verstecken, das geht gar nicht.

„Die gehören nach draußen in die Erde“, wussten die Kinder ziemlich genau zu berichten. Schließlich brauchen alle Pflanzen Luft, Wasser und Sonne. „Und dann wachsen daraus tolle Blumen“, berichteten die fünf Gartenbeauftragten, die schon in der vergangenen Woche Erdbeerpflanzen ins Hoch-Beet setzten.

Saatgut für den Klub. Foto: HvL

Für die Wildblumensamen wurden große Kübel im Innenhof platziert. Für alle sichtbar. Auch das ist wichtig. Denn schließlich sollen alle sehen können, wie die Blumen wachsen. Respektvoll nahmen die Kinder die Samenkörner in ihre Hände und verteilten Bienenfreund, Ringelblume, Schafgarbe, Goldlack, Margerite, Bartnelke, Natternkopf, Schleifenblume, Bechermalve, Roten Lein, Staudenlein, Zwerglupinie, Basilikum, Klatschmohn und Mittagsblume auf die mit Erde gefüllten Kübel.

Damit die Samenkörner nicht gleich vom Wind weggepustet wurden, drückten zehn kleine Hände sie fest an. „Jetzt brauchen sie noch Wasser“, stellte der Gartenklub fest. Kein Problem. Bereitstehende Gießkannen spendeten das kostbare Nass. „Und wenn die Blumen erst mal blühen“, stellten die Kinder fest, „dann kommen auch die Bienen und essen den Nektar“, führten sie weiter aus. „Und dann fliegen sie bestimmt zum Bienenhotel“, vermutete Deyvit. Das „Hotel zur wilden Biene“ im St. Antonius-Kindergarten hat nämlich noch einige Zimmer frei.

„Jetzt müssen wir nur noch gießen“

Die Kinder der Sonnengruppe des Sternschnuppen-Kindergartens an der Twistedener Straße wären dann soweit. Ausgestattet mit Eimer, Harke, Schaufel und Gießkanne marschieren die Wildblumenaussaatbeauftragten im Gänsemarsch nach draußen. Im Gepäck: Das kleine Glas mit der niederrheinischen Wildblumenmischung.

Dieses wurde ihnen vor einigen Wochen auf Privatinitiative von Horst van Lier und als Spende vom Gartencenter Breuer zu treuen Händen übergeben (das KB berichtete). „Und heute wollen wir die Samenkörner aussäen“, verkünden Phil, Marten, Karelia, Lea, Samantha, Lia, Hannah, Yola, Soraya, Oskar, Leo und Lielle, die ganz vorsichtig erst mal jedes Saatkorn begutachten und fast andächtig in die Erde geben.

Einige Väter bearbeiteten bereits im Vorfeld das dafür vorgesehene Beet. Dabei trugen sie Grasnarben ab und lockerten anschließend den Boden. „Wir haben bewusst den Standort am Eingang vom Kindergarten gewählt“, erklärt Petra Burkert-Hendricks, Leiterin des von der Lebenshilfe Gelderland geführten Familienzentrums Sternschnuppe. Denn so werde das Ergebnis nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern sichtbar. „Zudem wertet ein blühendes Beet unsere Einrichtung auf“, so die Leiterin.

Großzügig

„Ihr dürft den Samen ruhig großzügig auf das ganze Beet verteilen“, fordert Erzieherin Bianca Schinke die kleinen Gärtner auf. Immer mehr Sämlinge landen auf dem Boden, werden mit einer Harke etwas untergeharkt und festgetreten.

„Schaut mal ein Regenwurm…“, ruft Hannah. Sofort versammelt sich die Gärtnertruppe um das kriechende Tier. Staunend wird seine Kriechspur verfolgt. „Wir müssen noch gießen“, fordern die angehenden Blumenexperten, die sichtlich stolz auf ihr Werk sind. „Jetzt brauchen wir nur noch warten bis die Blumen sprießen“, verkünden die Kids, „dann kommen auch die Bienen und Hummeln und suchen sich im Bienenhotel ein Zuhause“, fügen sie wissend hinzu. Die haben die Papas nämlich auch schon gebaut und aufgehängt. Auch wir sind gespannt, wie sich die Wildblumenwiese entwickelt und halten Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf dem Laufenden.

Alle sind gespannt

Konzentrierte Arbeit in der Kita Wiesenzauber. Foto: HvL

Auch in der Kindertageseinrichtung „Wiesenzauber“ waren die kleinen Gärtner schon fleißig. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen lockte es die Kinder samt der Wildblumenmischung nach draußen. In eingefassten Beeten vor den jeweiligen Gruppenräumen wurden dann die Samenkörner ins Erdreich gebracht, gegossen und schön warm zugedeckt. Jetzt kann es auch hier wachsen und gedeihen. Geschehen wird das natürlich unter den wachsamen Augen der kleinen Blumenbeauftragten.

Tatkräftige Mithilfe im St.-Quirinus-Kindergarten Twisteden. Foto: privat

Und auch im St. Quirinus-Kindergarten Twisteden wurde im Rahmen einer Garten-Aktion, unter tatkräftiger Mithilfe engagierter Eltern, die Niederrheinische Wildblumenmischung ausgesät. „Zuerst haben die Kinder fleißig mitgeholfen das ausgewählte Beet zu grubbern, von Wurzeln und alten Pflanzenresten zu befreien, um dann den Weg zu ebnen für die Wildblumenmischung“, berichtet Patty Brünken, Leiterin des Twistedener Kindergartens. Alle freuen sich auf eine bunte Blumenpracht, die hoffentlich vielen Insekten und Bienen als Nahrungsquelle dienen wird.

Bunte Beete für den St. Urbanus Kindergarten

Mit Schaufel, Pinsel und Matschhose gewappnet, verschönerten die Kinder des St. Urbanus Kindergarten in Winnekendonk am Mittwoch, 10. April, den Eingang der Einrichtung. Ein paar fleißige Mütter waren ebenfalls im Einsatz – nur ohne Matschhose.

Eine Baustelle bestand aus einem Blumenbeet und mehreren Blumenkübeln, die den Eingang des Kindergartens schmücken sollen. Nachdem hier der Winter seine Spuren hinterlassen hatte, war der Frühjahrsputz dringend nötig. Nachdem Eltern und Kinder Schaufel und Hake angesetzt haben, strahlen einen nun bunt leuchtende Blümchen an.

Links neben dem Gebäude wurde eine Rasenfläche umgegraben und für die Aussaat von Wildblumen vorbereitet. Der Kindergarten hat ein Glas der Niederrhein-Mischung gestellt bekommen und will nun mit der eigenen kleinen Wildblumen-Wiese der Natur etwas Gutes tun. Wofür das alles gut ist und was es mit den Wildblumen eigentlich auf sich hat, darüber sei mit den Kindern vorab in den Gruppen gesprochen worden, erzählt Daniel Stenmans, Leiter des St. Urbanus Kindergartens. So können die Kleinen nun mit großem Wissen und noch größerer Neugier beobachten, wie ihre selbst gestaltete Wildblumen-Wiese bunt wird und hoffentlich viele Bienen anlockt.

Bunte Holzpfähle runden die Blumenwiese ab. Foto: eg

Noch bunter wird die Wiese durch farbenfrohe kleine Holzpfähle, die den Rahmen der Wiese bilden und die die Kinder selbst bepinselt haben.

All dies wurde unter Aufsicht und mit tatkräftiger Unterstützung einiger Mütter realisiert. „Wir dürfen uns wirklich glücklich schätzen, Eltern zu haben, die so viel helfen“, zeigt sich Daniel Stenmans dankbar.

Am 18. Mai 2019 kann beim Tag der offenen Tür im St. Urbanus Kindergarten, Pastoratsweg 4 in Winnekendonk, beobachtet werden, wie sich die Wildblumen-Wiese entwickelt. An diesem Tag sind Groß und Klein herzlich eingeladen, bei Kaffee, Kuchen und Grillfleisch zu verweilen und die Renovierungsarbeiten der letzten Monate zu betrachten.

Die Sache mit den Bienen und den Blumen

Die Steine des Anstoßes liegen auch in Kevelaer und den Ortschaften in einigen Vorgärten herum: Mit Stein-Split belegte Flächen sind in den vergangenen Jahren immer mehr in Mode gekommen. Sterile Rasenflächen und Hecken aus Lebensbaum oder Kirschlorbeer tun ein übriges. Wer einen solchen Garten sein Eigen nennt, sagt endgültig ade zur Idee blühender Landschaften. Denn sowas lockt keine Biene mehr aus der Wabe. Und auch andere Insekten oder Vögel drehen in Scharen und maßlos enttäuscht ab. Das ärgert längst nicht nur Bienen, auch Vertreter des gemeinen Volkes und erst recht Experten warnen vor dem Rückgang der Artenvielfalt in Flora und Fauna. In Kevelaer hat eine besondere Allianz jetzt beschlossen, mit einem lokalen Angebot auf diese Problematik zu antworten.

Wer Johannes Baaken im Achterhoek besucht, findet eigentlich immer eine blühende Landschaft vor. Der Leiter des städtischen Betriebshofs ist so etwas wie der „Daniel Düsentrieb“ der Saatgut-Mischungen: Seit Jahren experimentiert er in seiner Freizeit vor der eigenen Haustür mit den unterschiedlichsten Zusammenstellungen. Jetzt sollen auch andere von seinem Forscherdrang profitieren: Gemeinsam mit der städtischen Klimaschutz-Managerin Dr. Nina Jordan, Großhändler Cox und dem lokalen Gartencenter-Chef Heino Breuer hat Baaken das Projekt „Niederrhein-Mischung“ ins Leben gerufen. Unter dem Motto „für unsere regionale Artenvielfalt“ wird im Gartencenter Breuer ab sofort eine Blumenwiese „im Glas“ angeboten. Zum selber aussäen, auf ehemaligen Rasenflächen, ehemaligen Pflaster- oder Schotterflächen, im Vorgarten oder hinterm Haus.

Schon bei der Verpackung fängt‘s an: Nicht Ein-Weg, sondern ein Weck-Glas steht für 9,95 Euro im Regal. Auf die Idee ist Baakens Frau Petra gekommen. Kann man wiederverwenden, wenn man die Mischung entnommen hat, die Baaken mit Unterstützung seines verstorbenen Vaters Franz Baaken und seines Sohnes Raphael entwickelt hat und die von Mitarbeitern des Hauses Freudenberg ins Glas hineingefüllt wurde. Selbst das Bild der bunten Blumenwiese auf dem Aufkleber wurde von der Grafikdesignerin Elke Pechhold erstellt, die in Kevelaer geboren wurde. Wer jetzt denkt, es gehe nicht lokaler, der täuscht sich: Pro Glas soll ein Euro des Verkaufspreises an einen sozialen Zweck in Kevelaer gehen, auch das war Johannes Baaken wichtig. An welchen, wollen die Initiatoren und Bürgermeister Dr. Dominik Pichler von der Höhe der Summe abhängig machen. In einer ersten Auflage sind 1000 Gläser bereitgestellt worden.

Im Gegensatz zu Mischungen vom Discounter, die laut Baaken „im Prinzip auch in Ordnung sind, jedenfalls immer noch besser als Schottergärten“, ist die „Niederrhein-Mischung“ speziell auf die regionalen Verhältnisse abgestimmt. Will heißen: Die Mischung kommt ohne Düngung mit den mageren Böden und der Witterung klar – extreme Wetterverhältnisse einmal ausgenommen. Und sie ist so zusammengesetzt, dass die Blumen nacheinander blühen und das mehrere Jahre hintereinander. Die Mischung für den Privatgarten kann an einem möglichst sonnigen bis halbschattigen Standort auf einen gepflügten oder umgegrabenen und danach geharkten Boden ausgebracht und dann gewalzt werden, ähnlich wie bei der Raseneinsaat. Mehr Arbeit hat man damit nicht, im Gegenteil: Harken oder Rasenmähen entfällt. Das sei übrigens auch eine gute Idee für öffentliche Grünanlagen, finden die Beteiligten und wollen auf fünf kleiner Flächen in der Stadt mit gutem Beispiel vorangehen und etwas für die Artenvielfalt tun.

„Das Glas mit der niederrheinischen Blumenwiese ist ein schönes Geschenk für alle möglichen Gelegenheiten“, sagt Johannes Baaken. Nachfrage habe es schon vorher gegeben, etwa als der Betriebshof Flächen mit der ersten Mischung für „Blühstreifen am Wegesrand“ bestückte. Und die Mischung eigne sich ja nicht nur für Privatgärten, ergänzt Dr. Nina Jordan. Auch auf Firmengelände könne die niederrheinische Blumenwiese für einen echten Hingucker-Effekt und für einen nachhaltigen Umgang mit einem StückNatur sorgen. Daher sind alle beteiligten guter Dinge, dass die Kevelaerer jetzt die Gelegenheit nutzen, sich auch ein Stück echter Natur vor die Tür zu holen.

Das Saatgut kann von April bis Juni ausgebracht werden. Die Wuchshöhe beträgt ca. 80 Zentimeter. Der Inhalt eines Glases (100g) reicht für zehn Quadratmeter Fläche. Das Saatgut setzt sich aus folgenden Pflanzen zusammen: Bienenfreund, Ringelblume, Schafgarbe, Goldlack, Margerite, Bartnelke, Natternkopf, Schleifenblume, Bechermalve, Roter Lein, Staudenlein, Zwerglupine, Basilikum, Klatschmohn, Mittagsblume.

Landgard begrüßte neue Auszubildende

32 junge Menschen aus ganz Deutschland begrüßte Landgard-Vorstandsvorsitzender Armin Rehberg Anfang August in Straelen-Herongen zum Start ins Berufsleben bei der Erzeugergenossenschaft Landgard. Mit ihnen absolvieren nun deutschlandweit über 90 Berufseinsteiger ihre Ausbildung bei Landgard und den Tochtergesellschaften, davon 40 alleine in der Unternehmenszentrale in Straelen-Herongen. „Statt uns über den Arbeitskräftemangel zu beklagen, setzen wir noch stärker auf die Ausbildung engagierter Fach- und Führungskräfte von morgen“, erläutert Rehberg die Ausbildungsoffensive der Erzeugergenossenschaft.
Auf die neuen Mitarbeiter warten in den kommenden zwei bis drei Jahren herausfordernde Aufgaben und Lerninhalte als angehenden Kaufleute im Groß- und Außenhandel, Fachkräfte für Lagerlogistik, Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung, Berufskraftfahrer sowie Fachlageristen bei Landgard und den Tochtergesellschaften in ganz Deutschland.