Beiträge

Klang(T)Raum Basilika am 25. November

Harfenklänge zum Start in den Advent

Am Freitag, 25. November, schließt um 20 Uhr in der Basilika die Reihe „Klang(T)Raum Basilika.

Verein veranstaltet exklusives Event in der leeren Basilika-Orgel

Weinprobe im dritten Stock

Dass Elmar Lehnen von lauter Pfeifen umgeben ist, ist für ihn nicht neu. Schließlich ist der Mann Organist. Aber dass die Pfeifen ihm am Spieltisch in der Basilika so nah auf die Pelle rücken, ist auch für ihn ein Novum.

Die Seifert-Orgel in der Basilika ist die größte deutsch-romantische Orgel der Welt. Und momentan eine Baustelle.

Die Königin wird restauriert

Es ist wie eine Operation am offenen Herzen, die gerade in der Kevelaerer Marienbasilika durchgeführt wird: Mitten im Wallfahrtsbetrieb wird die große Orgel, deren Klang nicht aus dem Gottesdienst wegzudenken ist, restauriert und erweitert. Eine Aufgabe, die noch bis in das kommende Jahr dauern wird.

Pfarrgemeinde St. Marien Kevelaer bietet Programm in Beichtkapelle, Basilika und Co.

So wird die Fastenzeit in Kevelaer

Kurz vor Beginn der Fastenzeit legt die Pfarr- und Wallfahrtsgemeinde St. Marien in Kevelaer eine Auswahl an Angeboten für diese besondere Zeit der Vorbereitung auf Ostern vor.

Kevelaerer Basilikaorganist Elmar Lehnen kann auf erfolgreiche Zusammenarbeit mit „consonanz à 4“ blicken

Lieder auf den Leib geschneidert

Also das ist ja mal richtig gut gegangen: des Nachbars Hahn hat ausnahmsweise mal „den Schnabel“ gehalten, der Mann mit dem Laubbläser draußen war wohl in der Mittagspause, dem Dohlen-Chor war’s zu nasskalt…

Traditionelle Reihe der Gemeinde St. Marien in der Karwoche

Abendmeditationen in der Basilika

In der Karwoche lädt St. Marien traditionell zur musikalischen Abendmeditation in die Basilika ein. „An den drei Abenden von Montag bis Mittwoch steht jeweils ein anderer Aspekt im Mittelpunkt“, so Dr. Bastian Rütten, Pastoralreferent in der Wallfahrtsleitung. 

NRW-Ministerpräsident besuchte das Gnadenbild

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat am vergangenen Samstag in Kevelaer das Gnadenbild besucht. Laschet, der an einem Adventskonzert des WDR in der Marienbasilika teilnahm, betete gemeinsam mit Wallfahrtsrektor Gregor Kauling auf dem Kapellenplatz und zündete schließlich die letzte Pilgerkerze des Jahres an. Dazu hatte Kauling das Friedenslicht aus Bethlehem aus der Basilika zum Gnadenbild gebracht, an dem der Ministerpräsident dann die Pilgerkerze entzünden konnte.

Es sei ein „sehr eindrucksvoller Abend“ gewesen, sagte Wallfahrtsrektor Kauling anschließend, das gemeinsame Gebet auf dem Kapellenplatz habe ihn berührt. Vor dem Konzert habe er Laschet und dem ebenfalls angereisten WDR-Intendanten Tom Buhrow noch die Wallfahrt in Kevelaer erläutern können. 

Beeindruckt war der Wallfahrtsrektor auch von dem Konzert, von dem lange nicht feststand, ob es überhaupt würde stattfinden können. „Ich bin froh, dass es gelungen ist, denn es ist wichtig, auf diese Weise ein bisschen Trost und Hoffnung in die Wohnzimmer der Menschen senden zu können“, betonte Kauling.

„Ich fühle mich wie im Paradies“

Musikalisch gestaltet wurde der Abend vom WDR-Funkhausorchester unter Leitung von Oksana Lyniv, gemeinsam mit Tenor Klaus Florian Vogt, der Sopranistin Golda Schultz und der Klarinettistin Sharon Kam. Die aus der Ukraine stammende Dirigentin Oksana Lyniv hatte erzählt, dass viele Menschen in ihrer Heimat das Konzert am Fernseher verfolgen würden. „Ich fühle mich wie im Paradies“, hatte sie schon nach den Proben in Kevelaer auf ihrer Facebook-Seite geschrieben.

Das Adventskonzert der Landesregierung wurde 1991 von Ministerpräsident Johannes Rau ins Leben gerufen, die Marienbasilika in Kevelaer war zum zweiten Mal Veranstaltungsort des Traditionskonzerts. Wiederholungen sind zu hören am ersten Weihnachtstag, 25. Dezember, ab 8 Uhr im WDR-Fernsehen und ab 20.13 Uhr im Hörfunk auf WDR 3.

Der WDR nahm sein Weihnachtskonzert in der Kevelaerer Marienbasilika auf.                      Foto: Land NRW / Marcel Kusch

„Das Schönste, das man sich vorstellen kann“

Die Musik war ihm nicht in die Wiege gelegt worden, als Patryk Lipa im Jahr 1990 in Berlin von polnischen Eltern geboren wurde. Obwohl seine Eltern kein Instrument spielten, interessierte er sich schon im Grundschulalter für die Musik und lernte von der Musiklehrerin der Grundschule die Anfänge des Keyboard-Spiels. Durch die Organistin seiner Heimatpfarrei wurde er schließlich an die Orgel herangeführt.

„Orgel ist einfach ein schönes Instrument und klingt viel besser als Keyboard“, meint Patryk Lipa. „Ich war so begeistert von all den Möglichkeiten der Orgel.“ Mit neun Jahren kaufte er sich eine kleine Heimorgel und brachte sich selber das Pedalspielen bei. Nachdem seine Familie nach Starachowice in Polen gezogen war, lernte er von einer Organistin die Grundlagen des Orgelspiels und kam danach an die Musikschule in Radom, wo er bis zum Abitur Orgelunterricht bekam.

Auslandsjahr in Berlin

Nach dem Abitur studierte er in Warschau Orgel, verbrachte aber schon ein Jahr davon als „Auslandsjahr“ in Berlin. Nach Abschluss seines Studiums in Warschau wechselte er auch nach Berlin, um Kirchenmusik zu studieren. Seit August 2019 ist sein zweites Studium abgeschlossen und seitdem ist Patryk Lipa neben Elmar Lehnen als zweiter Basilikaorganist in der Marienstadt tätig. Allerdings absolviert er nebenbei noch ein drittes Studienfach, nämlich Orgelimprovisation bei Professor Wolfgang Seifen.

Das Improvisieren ist ihm schon ganz in Fleisch und Blut übergegangen. Täglich hat er mit der großen Seifert-Orgel und fünf bis sechs Orgeldiensten die Möglichkeit dazu. Dass Lipa in Kevelaer landen würde, hat er eigentlich nicht geplant. „Eigentlich wollte ich zurück nach Polen, aber ich lernte meine Freundin kennen, die in Köln aktuell Kirchenmusik studiert und entschied mich dann für die freie Stelle in Kevelaer.“

Seinen Arbeitsplatz an dieser Orgel findet er nur toll: „Ich darf machen, was ich gerne mache. Es fühlt sich gar nicht wie Arbeit an, sondern es ist für mich nur Freude. Es ist das Schönste, das man sich vorstellen kann.“

Im letzten Dezember wirkte der vielseitige Tastenspieler auch bei der Aufführung des Weihnachtsoratoriums mit, das er mit der Truhenorgel begleitete. Damals präsentierte sich eine prall gefüllte Basilika. Nun, in Corona-Zeiten, kommt er sich an der großen Orgel mit den 135 Registern in dem nur mager besetzten Kirchenschiff oft „überdimensioniert“ vor, aber er hofft, dass bald alle Möglichkeiten der Orgel wieder voll ausgeschöpft werden können und er – nach Corona – wieder bei vollem Kirchenschiff die Liturgie mitgestalten kann.

Bund fördert Sanierung der Seifert-Orgel in der Marienbasilika

Mit 395.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm IX fördert der Bund die Sanierung der großen Orgel in der Marienbasilika. Die Freigabe der Mittel erfolgte am gestrigen Mittwoch, 6. Mai, durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages. Die Katholische Kirchengemeinde St. Marien und der Orgelbauverein haben es sich zum Ziel gesetzt, die Orgel in ihren Ursprungszustand von 1907 zu versetzen. Im Laufe der Zeit, insbesondere im und nach dem Zweiten Weltkrieg, hatte die Orgel erhebliche Schäden erlitten. Mit der Förderung ist ein Schritt für die Restaurierungs- und Reparaturmaßnahmen gemacht.

„Ich freue mich sehr, dass unsere Bemühungen erfolgreich waren und die Sanierung der Orgel der Marienbasilika durch den Bund gefördert wird. Als Zentrum der Wallfahrt in Kevelaer ist die Marienbasilika für Gläubige aus ganz Europa ein bedeutsamer Ort und ein prägendes Monument des Kreises Kleve“, äußert sich die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve, Barbara Hendricks. Das Denkmalschutz-Sonderprogramm richtet sich an national bedeutsame oder das kulturelle Erbe mitprägende unbewegliche Kulturdenkmäler. Hierfür werden im Bundeshaushalt 30 Millionen Euro bereitgestellt.

Eine Blütenpracht neben der Basilika

Man muss nicht nach Bonn oder Japan reisen, um die Kirschbaumblüte bewundern zu können. Zwei prächtige Spanische Kirschbäume verzaubern mit ihrer üppigen Blütenpracht die östliche Seite der Marienbasilika.

Gestiftet wurden diese von Adele Aengenheyster. Und nicht nur Enkeltochter Birgit Aengenheyster erfreut sich bei jedem Blick und Gang aus der Haustür des rosafarbenen Blütentraumes. Jeder Besucher, der vom Basilikaparkplatz kommt, erlebte in den vergangenen Tagen diesen Anblick und so manche Kamera hielt den Augenblick fest.

Gestiftet wurden die Bäume damals, „da der Vorgängerbaum wegen einer Baumkrankheit gefällt wurde“, berichtet Birgit Aengenheyster. „Ein großer Blumenkübel, der von meinen Eltern Heinz und Marlene Aengenheyster gespendet wurde, steht jetzt im Innenhof des Priesterhauses, weil die Blumen nachts regelmäßig Opfer von alkoholisierten Menschen wurden. Dann kamen die beiden Bäume. Hoffentlich dürfen sie den Umbau Johannes-Stalenus-Platz überleben.“