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„Helma hilft“ lud ein zum Tag der offenen Tür

Die Seniorenberatung stellte sich vor

Zu einem Tag der offenen Tür hatte die AWO Seniorenberatung „Helma hilft“ am Wochenende in Kevelaer eingeladen.

Seniorenberatungsbüro in Kevelaer plant einen Tag der offenen Tür

„Helma hilft“ den Senior*innen

Vor rund drei Monaten hat das Seniorenberatungsbüro „Helma hilft“ des AWO Kreisverbands Kleve e.V., seine Arbeit in Kevelaer aufgenommen. In dieser Zeit fanden schon einige Beratungen vor Ort und in Form von Hausbesuchen statt.

Senior*innen finden Hilfe an der Marktstraße

Büro „Helma hilft“ eröffnet

Das Senior*innen-Büro „Helma hilft“ des AWO Kreisverbands Kleve hat in Kevelaer neu eröffnet. An der Marktstraße 40 finden ältere Menschen ab sofort kostenlose Beratung und Hilfe in unterschiedlichen Belangen.

Am 16. Januar starb Wolfgang Funke

Der langjährige Lokalpolitiker und ehemalige Rektor der Kevelaerer Edith-Stein-Hauptschule, Wolfgang Funke, ist am 16. Januar 2019 im Alter von 76 Jahren verstorben.
Der gebürtige Essener hate in jungen Jahren zunächst eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann gemacht, bevor er auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur nachholte, um in Bochum und Essen Pädagogik und Erziehungswissenschaften zu studieren.
1972 heiratete er seine Frau Anita. Drei Jahre später kommt Tochter Sonja zur Welt, noch einmal drei Jahre später folgt Sohn Robin. Für seine Familie war Funke immer da und hat seine Kinder auch nachdem diese längst das Haus verlassen hatten, immer gerne beraten und unterstützt. Als „liebevoll, großherzig und stets optimistisch“ beschrieb ihn seine Familie.
Seine Laufbahn als Pädagoge begann Funke 1973 nach einem kurzen Intermezzo als Fachleiter Wirtschaftslehre in Geldern als Lehrer an der Kevelaerer Theodor-Heuss-Hauptschule. Von 1985 bis 2004 leitete er als Konrektor und schließlich als Rektor die Kevelaerer Edith-Stein-Hauptschule. Seine Schüler beschrieben ihn als Leistung einfordernd, aber stets fair – ein Urteil, das viele Kevelaerer teilten, nicht zuletzt in der Politik.
Denn Funke war für die SPD von 1975 bis 1999 Mitglied im Rat der Stadt Kevelaer und von 1984 bis 1991 Vorsitzender des hiesigen SPD-Ortsvereins. Der Sozialdemokraten lag das Gemeinwohl sehr am Herzen und er wollte stets Dinge vorantreiben und besser machen. Neben Helmut Esters und Winfried Janssen war es vor allem Wolfgang Funke zu verdanken, dass die SPD in Kevelaer bei der Kommunalwahl 1989 erstmals mehr als 30 Prozent der Stimmen erhielt. Als sachkundiger Bürger gehörte Funke bis zuletzt der SPD-Fraktion an und war Mitglied der Spielplatzkommission.
In der Arbeiterwohlfahrt Kevelaer und im Generationenhaus der evangelischen Kirchengemeinde Kevelaer war Funke auch nach seiner Pensionierung als ehrenamtliches Vorstandsmitglied tätig. Außerdem arbeitete er seit Beginn des Ruhestands an einer Schulchronik und widmete sich ausgiebig dem Reisen. Seinen weiteren Hobbys – Langlauf, Segeln, Motorboote, Fahradfahren und Kieser-Training – ist er bis zuletzt gerne nachgegangen und hat sich zu Hause an seinen diversen Haustieren erfreut.
Wolfgang Funke hinterlässt seine Frau, seine beiden Kinder sowie vier Enkel.


Update: Der Nachruf wurde am 22. Januar 2019 um weitere Facetten aus dem Leben von Wolfgang Funke ergänzt.

Eine dynamische Tradition

Kevelaer. Seit 50 Jahren leistet die Arbeiterwohlfahrt („AWO“) in Kevelaer professionelle Arbeit für die Menschen. In ihren Leitlinien heißt es: „Vor dem geschichtlichen Hintergrund als Teil der Arbeiterbewegung, bestimmen die Werte des freiheitlich-demokratischen Sozialismus, Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit ihr Handeln für eine sozial gerechte Gesellschaft.“
Mit einem Festakt feierte der erste Ortsverein des Sozialverbandes im Kreis Kleve deshalb mit zahlreichen Gästen im Konzert- und Bühnenhaus dieses Jubiläum. Marianne Janssen als 1. Vorsitzende, Wolfgang Funke als ihr Stellvertreter und Vorstandsmitglied Jörg Vopersal konnten unter anderen Bürgermeister Dr. Dominik Pichler, die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitte Middeldorf, Bettina Trenckmann, die Vorsitzende des Kreisvorstandes der „AWO“, und die Geschäftsführerin Marion Kurth, Vertreter des Stadtrates, benachbarter Ortsvereine und anderer Sozialverbände sowie zahlreiche Mitglieder begrüßen. Unter Ihnen ganz besonders Alfred Hermens, das einzige noch lebende Gründungsmitglied von 1967, der im weiteren Verlauf der Jubiläumsfeier entsprechend geehrt wurde.
In seinem Grußwort erinnerte Dr. Pichler an Marie Juchacz, die im Dezember 1919 eine gute Idee hatte, als sie als einen Hauptausschuss in der SPD die „AWO“ gründete. „Seit vor 50 Jahren der Ortsverband Kevelaer gegründet wurde, haben Sie viel geleistet. Es gibt also eine Tradition, die aber immer noch dynamisch ist. Für die nächsten 50 Jahre wünsche ich Ihnen weiterhin Erfolg.“
„Ehrenamtliches, gesellschaftliches Engagement und professionelle Dienstleistungen charakterisieren uns als Sozialverband“, führte Bettina Trenckmann in einem Vortrag über die Arbeit der „AWO“ aus. Sie beschrieb das weitgefächerte Angebot in den Bereichen Arbeit und Soziales, Kinder und Jugend, Familie und Integrationshilfe im Kreis Kleve. Angefangen bei der Erwerbslosenberatung, der Flüchtlingsberatungsstelle, dem Frauenhaus, Schwangerschaftsberatung und Hilfe zur Erziehung, der Trägerschaft zahlreicher Kindertagesstätten, Offener Ganztagsschulen, Jugendarbeit und des Familienbildungswerkes bis hin zu Reiseangeboten deckt die „AWO“ das ganze Spektrum im Hilfebereich ab. Ihr war es wichtig, darauf hinzuweisen, dass es gerade in diesen unsicheren Zeiten wichtig sei, sich auf Werte zu besinnen, und dass Gemeinsinn, wie ihn die „AWO“ biete, das Wichtigste in unserer Gesellschaft sei.
Für den mit viel Beifall versehenen musikalischen Rahmen sorgten Anna Hüsmann, Nathalie und Liam Megill und Klara Schmachtenberg von den Jungen Streichern Kevelaer mit Musikstücken von Bach, Dvorak und Schostakowitsch. Eine Tanzdarbietung der Showgirls des VFR Blau-Gold-Kevelaer (wie immer beeindruckend) beendete den offiziellen Teil der Jubiläumsfeier. Bei einem Imbiss im Foyer gab es noch einen regen Gedankenaustausch.
Unterstützung für die „kleinen Leute“
Alfred Hermens, Gründungsmitglied des „AWO“ Ortsvereins Kevelaer, war gelernter Bergmann, arbeitete 22 Jahre in einer Bandwirkerei in Kapellen und 20 Jahre in der chemischen Industrie in Krefeld. „Es waren 1967 schwere Zeiten und die `kleinen Leute´ brauchten Unterstützung. Die „AWO“, die Gewerkschaften und die SPD waren damals die drei Säulen, die das soziale Netz der Arbeiter trugen. Deshalb bin ich von Anfang an in Kevelaer dabei gewesen.“