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BIs zum 19. September sind die Werke Dieter von Levetzows in Kevelaer zu sehen

Neue Ausstellung: „Spaß im Raum“

Am kommenden Sonntag, 8. August 2021, findet um 11 Uhr nach langer Zeit wieder eine Ausstellungseröffnung im Niederrheinischen Museum in Kevelaer statt.

Deutsche Aquarellgesellschaft zeigte Jahresausstellung im Kevelaerer Museum

Publikumspreis verliehen

Auch wenn die Jahresausstellung der Deutschen Aquarellgesellschaft, der German Watercolour Society, Ende vergangenen Jahres nur etwa zwei Wochen im Niederrheinischen Museum in Kevelaer gezeigt werden konnte, so haben sich doch trotzdem zahlreiche Besucher*innen von den über 90 unterschiedlichen Aquarellen von ebenso vielen Künstler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz begeistern lassen.

Sonderausstellung „Das will ich sehen!“ zeigt Filmplakate aus 8. Jahrzehnten

Im Museum werden die Besucher verführt

„Zeitlich hätte es nicht besser passen können!“ so die Museumsleiterin Veronika Hebben. Am Dienstag, 18. Mai 2021, dürfe das Kevelaerer Museum bei einem bleibenden Inzidenzwert im Kreis Kleve von unter 100 seine Türen wieder öffnen. Mit diesem Tag werde dann auch die Ausstellung „Das will ich sehen! Filmplakate aus 8 Jahrzehnten“ für die Besucher eröffnet.

Bis zum 2. Mai ist die Sonderausstellung des Künstlers Paul Jansen-Sprenger im Niederrheinischen Museum zu sehen

Eine besondere „Anderwelt“

Wenn Indra Peters durch die Museumsausstellung im ersten Stock schlendert, spürt man ihre persönliche Begeisterung für das Werk von Paul Jansen-Sprenger. „Je öfter ich hier bin, desto mehr entdecke ich neu hier“, sagt die Kunsthistorikerin.

Im KUK-Schaufenster gibt's derzeit zwei Ausstellungen zu sehen

Die Kunst direkt neben der Basilika

Ein mit Moos bewachsener Totenkopf, ein verlassenes Zimmer mit goldenen Möbeln, ein zugewachsenes Herrenhaus, irgendwo in der Nähe von Rees: Der Fotograf Daniel Nitsche hat ein Auge für besondere Motive an sogenannten „Lost Places“ – an verlassenen Orten. Schon seit vielen Jahren widmet er sich der versteckten Schönheit des Verfalls.

Die syrische Künstlerin Zozan Hamo verarbeitete ihre Flucht in Bildern, die in einer Online-Ausstellung gezeigt werden

Der Weg zur Hoffnung führt manchmal über Wetten

Schon im vergangenen Jahr wollte Zozan Hamo ihre Bilder im Wettener „World House“ unter dem Titel „Der Weg zur Hoffnung“ zeigen. Doch die Corona-Pandemie machte ihr einen Strich durch die Rechnung.

Das Niederrheinische Museum startet mit der Ansichtskartenausstellung „Stadtt Plan"

Durch die Welt der Ansichtskarten

Wenn Veronika Hebben an  die vergangenen Tage mit „Click & Meet“ denkt, dann fällt ihr persönliches Fazit gemischt aus. „Die Terminvergabe klappt sehr gut, die Leute machen den Termin und kommen“, sagt die engagierte Museumsleiterin, deren Einrichtung durch die Corona-Pandemie mit den begleitenden Problemen zu kämpfen hat. 

Kunstbegeisterte erwartet eine Sonderausstellung

Wiedereröffnung des Museums mit „Anderwelt“

Zur Wiederöffnung nach dem Shutdown hält das Niederrheinische Museum in Kevelaer eine neue Sonderausstellung für seine Besucher*innen bereit. Die monografische Schau „Anderwelt“ zeigt Glasmalereien und Zeichnungen des Künstlers Paul Jansen-Sprenger, die die Betrachter*innen dazu ermuntern sollen, in einen Dialog mit ihnen zu treten und das Dargestellte näher zu ergründen.

Ein echter Kraftspender

Gedichte, Bilder, besondere Kunstwerke – der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt, als der Verein „wirKsam e.V.“ die Kinder und Jugendlichen der Region im Januar dazu animierte, eigenständige Kunstwerke zu gestalten und für eine Ausstellung im vereinseigenen KuK-Atelier zuzusenden. Was die Motivation für die Aktion gewesen sei? „Einmal, weil ich selbst Mutter bin und erlebe, was Kinder in dieser Zeit zuhause alles Schönes gestalten“,  sagt Anne van Rennings, einer der Köpfe von „wirKsam“. Und sie nehme auch wahr, „wie viele Kinder es aktuell schwer haben, diese Leidenschaft mit anderen zu teilen, weil Kinder das auch brauchen, dass das gesehen wird.“

Entsprechend habe man die Arbeiten „hier ins Schaufenster gestellt, damit die Kinder mit ihren Geschichten gesehen werden. Und wir sind sicher, dass das ihnen ganz viel Kraft gibt – diese Art der Selbstentwicklung und das mit anderen Menschen teilen zu können in Zeiten von Corona“, meint van Rennings. 

Kunstvolle Aufschrift am KuK-Atelier.

Im Vorfeld hatte man mit Plakaten, Aufrufen in diversen Medien und unter Nutzung des eigenen Kontakt-Netzwerks Menschen und Familien angesprochen, ob dort für die Kinder ein Interesse an einer Teilnahme besteht. „Wir haben das breit gestreut, so dass von Pfalzdorf über Nieukerk, Straelen und Issum bis Kevelaer der gesamte Niederrhein vertreten ist“, so van Rennings. „Und die Resonanz darauf, die war einfach enorm“, pflichtet ihr Raphaele Feldbrügge, ebenfalls aktiv bei „wirKsam e.V.“, bei. Anscheinend habe man damit einen Nerv getroffen. 

Man habe sich bewusst dazu entschieden, das Projekt nicht nur auf die ganz Kleinen oder Jugendliche zu beschränken. „Die Palette reicht von 6 bis 15 Jahren“, so Feldbrügge. „Es sollte bewusst eine Vielfalt da sein.“  Und man habe dafür bewusst keine Preise oder etwas in der Art ausgelobt. „Das Alter gibt keine Aussage über Qualität – und jedes Werk hat seinen eigenen Ausdruck“, sagt van Rennings. 

Vielfältige Ausdrucksformen

So unterschiedlich das Alter, so vielfältige Ausdrucksformen kamen am Ende zusammen – vom Katzen-Comic und dem Text „Empty thoughts“ über die optimistischen Zeilen der zwölfjährigen Frida Vloet in ihrem Text „Wunderkerze des Lebens“. Oder es kam eine Installation einer Achtjährigen, die ihre ersten Ballettschuhe verewigt hat. Ein junger Kevelaerer malte einen Greifvogel.    

Großes Interesse bei Kindern und Eltern.

„Egal, was wir in der Hand hielten – jedesmal sagten wir: Wow, was ist das denn Großartiges“, beschreibt van Rennings das große Staunen beim Anblick der Beiträge. Wir glauben einfach, dass es den Kindern Kraft gibt, das zu sehen und dass sie sich in diesen Zeiten mit Kunst auseinandergesetzt haben.“ Das war an den Reaktionen der Kinder auch ablesbar, die mit ihren Eltern vor dem Fenster standen und „ihr Kunstwerk“ betrachteten. „Dass der Greifvogel zum Beispiel hier steht, machte den Jungen sehr stolz.“ Und man sehe es „an den Leuten, die an dem Fenster stehenbleiben und beeindruckt sind“, dass es allen Menschen irgendwie etwas gebe. 

So erging es an dem Tag jedenfalls auch der Bonnerin Ruth Kirchesch, die mit den Kindern ihren Vater in der alten Heimat besuchte und am Fenster verweilte. „Super“, war der Tenor der Familie.

Auch heftige Themen wurden künstlerisch verarbeitet: So zeichnete eine 15-Jährige aus Nieukerk das Eingangstor in Auschwitz, versah es mit einem Kurztext. Und auch das Thema Corona war in einigen Arbeiten wiederzufinden. So hatte Veronika Brückner, deren Tochter in der Region mit der Geige unterwegs ist und die an der Gesamtschule Geldern unterrichtet, ihre Schüler*innen auf das Projekt aufmerksam gemacht. „Eine Schülerin hat ein schnelleres E-Auto gemalt und den Vergleich zu Corona gezogen, dass wir quasi sind wie ein E-Auto, dem man den Akku geklaut hat“, deutete van Rennings auf das Werk im Fenster. 

Werke sind noch bis Mitte März zu sehen

Die Künstler*innen ließen ihrer Kreativität freien Lauf.

Mittlerweile stehen nicht nur im KuK-Atelier Kinder-Kunstwerke. Auch in der „Pizzeria Calabria“ kann man einige davon bewundern. „Und wenn noch Kinder mit Werken kommen, haben wir weitere ‚Schaufenster‘ in petto“, verspricht Raphaele Feldbrügge. Bis Mitte März will man die Werke zeigen. Danach hat der Verein einen Aussteller im Blick, der seine Werke im Juni im Atelier zeigen will. Dazwischen soll es Sammelausstellungen geben. „Das hier war eine in sich geschlossene Sache – aber wenn ein Kind oder eine Gruppe Interesse haben, Kunstwerke zu zeigen, sind wir da das Jahr über für offen“, signalisiert Anne van Rennings, dass da durchaus noch was geht. 

Die Hoffnung ist natürlich, dass das Atelier in absehbarer Zeit wieder für Kulturveranstaltungen, kleine Konzerte oder Ähnliches offen stehen wird. „Wir versuchen solange, das KuK über die Zeit zu bringen.“

Kleine Künstler*innen allein zu Haus?

Im Februar sind kunstbegeisterte Schüler*innen jeden Alters eingeladen, ihre Werke im KUK-Atelier in Kevelaer auszustellen. „Ganz viel Kreativität und künstlerische Schaffenskraft steckt in jedem von uns, ganz besonders auch in Kindern und Jugendlichen“, da ist sich Raphaele Feldbrügge sicher. 

Die Fotografin spricht aus Erfahrung, sie hat bereits viel und oft kreativ mit Kindern gearbeitet. Ein Beispiel ist die phantasievolle Fabrik „Kubin“ aus allerlei Pappe, Kleister und Farbe, die ihre Enkelkinder im letzten Sommer schufen. 

Auch die Künstlerin Tatjana van Went kann das nur bestätigen: „Für Kinder und junge Menschen ist es sehr wertvoll, künstlerisch tätig zu sein, der eigenen Phantasie freien Lauf zu lassen. Es hilft ihnen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und sich frei zu entfalten. Ich finde es immer wieder großartig zu sehen, was dabei entsteht!“ 

Gedanken, Ideen, Ängste, Hoffnungen, Sehnsüchte und Erwartungen

Die Idee, die hinter dem Projekt steht, klingt so: „Gerade in diesen Tagen, in denen wir viel Zeit alleine zu Hause verbringen, bietet es sich an, die eigenen Gedanken, Ideen, Ängste, Hoffnungen, Sehnsüchte und Erwartungen auf künstlerische Weise zu verarbeiten und darzustellen. Das geht auch mit einfachsten Mitteln zu Hause: Bleistift und Papier, Wasserfarben, Buntstifte, Wachsstifte, Klopapierrollen, Kleister… Der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ein Gedicht, ein Gemälde, ein Comic, eine Skulptur, eine Zeichnung, eine Fotografie, ein kurzer Text – es gibt so viele Formen, sich künstlerisch auszudrücken.“ 

„Wir sind schon jetzt gespannt, was uns erwartet, und lassen uns überraschen, welche Themen die jungen Menschen in ihren Werken aufgreifen und verarbeiten,“ freut sich die „wirKsam“-Vorsitzende Anne van Rennings auf die Kunstwerke. Die Aktiven von „wirKsam e.V.“ sind sich ganz sicher, dass besonders innerhalb des vergangenen Jahres viele junge Menschen künstlerisch tätig waren und so schon ganz erstaunliche Werke entstanden sind, die es wert sind gezeigt und gesehen zu werden. Vielleicht ist diese Einladung aber auch der Anstoß, die eigenen Ideen endlich in die Tat umzusetzen. „Gestaltend tätig zu sein, ist eine wunderbare Möglichkeit sich auszudrücken und die eigenen Gedanken zu verarbeiten. Es ist wertvoll, wenn junge Menschen das für sich entdecken,“ wünschen sich die „wirKsam“-Aktiven.

Wie kann ich mitmachen?

Und so einfach ist es dabei zu sein: Eigenes Kunstwerk fertigstellen, Teilnahme-Formular auf www.wirksam-ev.de ausdrucken und ausfüllen, zu den im Internet angegebenen Zeiten das Kunstwerk und das Formular im KUK-Atelier abgeben – an der Tür, mit Maske und Abstand.

Raphaele Feldbrügge und Anne van Rennings stellen dann aus allen eingereichten Werken eine Ausstellung zusammen, die wunderbar durch die großen Schaufenster angesehen werden kann und voraussichtlich bis Ende Februar zu sehen sein wird. Anschließend können die jungen Künstler*innen ihr Werke wieder abholen.

Die Aktiven von „wirKsam e.V.“ hoffen, das KUK-Atelier im Jahr 2021 erhalten zu können, auch wenn aktuell dort keine Workshops, Konzerte und Kleinkunstabende stattfinden können. Für den Erhalt des KUK-Ateliers, zur Unterstützung der Landpartie am Niederrhein und für seine freie Kulturarbeit in Kevelaer freut sich der Verein über weitere Fördermitglieder und natürlich auch über einmalige Spenden. Der Jahresbericht 2020 ist auf der Homepage abrufbar. Alle Infos zum Ausstellungsprojekt, zum Verein und seinen Aktivitäten gibt es unter: www.wirksam-ev.de.