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Adventsvigil in der Basilika

Die Pfarr- und Wallfahrtsgemeinde St. Marien setzt an diesem Abend die Tradition der Vigilfeiern fort. Wie im Advent des Vorjahres, der Fastenzeit und vor den großen päpstlichen Segen wird die Basilika an diesem Abend in farbiges Licht gehüllt sein. Die Küster an Sankt Marien werden dazu unzählige Kerzen an den Bänken und im Altarraum vorbereiten. Die Feier selber wird mit einer Mischung aus Musik zum Zuhören und Mitsingen, lyrischen und biblischen Impulsen gestaltet. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen des Familienchores der Basilikamusik unter der Leitung von Chordirektor Romano Giefer. An der Orgel spielt Basilikaorganist Elmar Lehnen. Inhaltlich liegt die Gestaltung in den Händen von Domkapitular Gregor Kauling, Pastoralreferent Dr. Bastian Rütten und Annette Giefer. „Wir freuen uns“, so Pfarrer Kauling, „dass wir mit den unterschiedlichen Angeboten im Advent auf gute und breite Resonanz treffen. Die Vigil bietet einen tollen Rahmen um wirklich einmal für eine kurze Zeit zur Ruhe zu kommen!“ Pastoralreferent Bastian Rütten ergänzt: „An die 40-minütige Feier schließt sich eine freie Zeit der Stille an. Wir nennen das die „Stunde der Barmherzigkeit“. Jeder kann in dieser Zeit das auswählen, was ihm gut tut!“ In der Basilika werden unterschiedliche Stationen gestaltet. In einer Schale kann man Weihrauchkörner auflegen und damit seine Gebete zu Gott steigen lassen. Ein Fürbittbuch liegt aus, Bibelverse können gezogen und betrachtet werden, Bibeln liegen aus, es gibt die Möglichkeit zur Anbetung und zum Gespräch mit einem Seelsorger und das Angebot sich segnen zu lassen. Diese 40 Minuten werden musikalisch gestaltet. Der Abschlusssegen findet um 20.30 Uhr statt.

Gesang, Gewinne, Krippenspiel

Der Advents- und Krippenmarkt in der Wallfahrtsstadt begann mit einem Krippenspiel im Forum Pax Christi. Viele Kinder, so wie Finja (11) und ihre Schwester Lena (6), konnten es kaum erwarten, bis die Vorführung im „Stall“ endlich startete.

„Dass das echte Tiere sind“, fand Finja toll. „Wir streicheln die gerne“, steckte Lena ihre Hand in die flauschigen Schafsfelle. Esel „Herrmann“, extra vom „Irrland“ rübergekommen, nahm den Rummel gelassen. Fast genauso sah es bei Karl Timmermann aus, der sich an diesem Tag zwei weitere Auftritte (bei der Lebenshilfe-Weihnachtsfeier und in Köln) hatte. Zuvor verbreitete er jedoch mit Liedern wie „Krippenmarkt in Kevelaer“ oder „Mein Zauberstern“ im Forum vorweihnachtliche Atmosphäre.

Was wäre eine lebendige Krippe ohne die Geschichte des Jesuskindes in der Krippe, den Weisen aus dem Morgenland, den Engeln oder den Hirten? „Maria“-Darstellerin- Hannah Adamaschek hatte „als kleines Engel“ vor Jahren angefangen. „Ich wollte schon immer Maria sein“, ist diese Rolle für die 15-Jährige nach drei Jahren fast schon Routine. Aber auch alle anderen Messdiener von St. Marien bereicherten in ihren Rollen das lebendige Krippenspiel. „Das ist wie eine kleine Familie“, sagte Sabine Krysmann, die die Messdiener betreut.

Die Mönchengladbacher Alex und Susanne Syrmoulou genossen derweil die Vorführung,. „Das ist was anderes als die herkömmlichen Weihnachtsmärkte. Vor allem unsere Tochter liebt die lebendige Krippe.“

Zuvor hatten der Mitorganisator des Marktes, Wilfried Jannsen, gemeinsam mit Bürgermeister Dominik Pichler, Wallfahrtsrektor Gregor Kauling und der evangelische Pfarrerin Karin Dembek den Advents-und Krippenmarkt offiziell eröffnet. „Wir hoffen, dass sich in den kommenden drei Wochen alle Gäste hier wohl fühlen“, formulierte Janssen seinen Wunsch für die vorweihnachtliche Zeit. Pichler drückte die Hoffnung aus, dass das Wetter, auch über Wochenende hinaus noch bleibt, „nämlich kalt und trocken.“

Anschließend schlenderten die Besucher über den Markt im Forum. „Sehr abwechslungsreich, hochwertig und begeisternd“ fand das Duisburger Ehepaar Angela Lenkowski das Angebot und schlug auch gleich zu: „Der Weihnachtsmann aus Holz passt bei uns zum Boden.“

Besucher aus nah und fern genossen den Bummel zur Bühne am Arche-Noah-Brunnen, vorbei an zahlreichen Ständen und dem „Lichterhimmel“, den die Organisatoren über die beleuchteten Buden gespannt hatten.

Vom Männergesangsverein Kevelaer mit adventlicher Musik über die Sängerin Chrissi Maas bis zu „Mr. Soul“ Hans Ingenpass reichte die Palette der Künstler. Mit Spannung wurde die Verlosung der rund 300 Warengutscheine (im Wert von 15.000 Euro) verfolgt. Und die kühlen Temperaturen führten dazu, dass die Gäste sich bei Glühwein, Schmörkes und Co. erwärmten.

Natürlich wurde auch an die jüngsten Besucher gedacht. Die Jungen und Mädchen traf man beim Stockbrotbacken vor dem Forum, auf dem Schaukelpferd oder im Kettcar-Bereich an, das von KSV-Jugendlichen und Horst Büsch (in Kaufmannskluft) betreut wurde.

 

Mitorganisator Wilfried Jannsen (links), Karl Timmermann (2.v.l.) Bürgermeister Dominik Pichler (rechts), Wallfahrtsrektor Gregor Kauling und Pfarrerin Karin Dembek bei der Eröffnung des Advents-und Krippenmarktes.

Großes Advents- und Weihnachtssingen

Zu einem Konzert mit dem Titel “Großes Advents- und Weihnachtssingen” lädt der Kervenheimer Kirchenchor St. Cäcilia am Sonntag, 8. Dezember, um 18 Uhr in die St. Antonius Kirche ein.

Der Kirchenchor und die Konzertbesucher werden abwechselnd musizieren. Der Kirchenchor unter der Leitung von Annegret Pfaff präsentiert eine große Sammlung an Weihnachtsmusiken und gleichzeitig bekommt das Publikum ganz viel Gelegenheit, die beliebtesten Lieder zur Advent und Weihnachtszeit mitzusingen.

Der Kervenheimer Thomas Drechsler begleitet den Chor mit der Trompete und wird einen festlichen Charakter zaubern. Ein weiterer Höhepunkt wird die Lichtgestaltung des Kirchenraums sein, die von Tim Kelm und seinem Team meisterlich ausgeführt wird. Der Eintritt ist frei. Einlass ist um 17.15 Uhr.

 

Ein Hauch von Vorweihnacht

Je näher das große Fest rückt, umso mehr Märkte und kleine Ausstellungen öffnen ihre Tore, um schon ein wenig auf die besinnliche Zeit einzustimmen – so auch die Adventsausstellung auf dem in den Niersauen zwischen Kevelaer und Wetten gelegenen Hof der Familie Valks, die am vergangenen Wochenende zu einem Besuch einlud. „Das machen wir schon seit zehn Jahren“, konnte sich Hofinhaberin Diana Valks-van Adrichem mit ihrem Mann Bernd angesichts des Jubiläums über regen Zuspruch freuen.

Dass der so gut ausfiel, lag nicht nur an dem eigenen Sortiment, das die Familie Valks den Besuchern anbieten konnten, sondern vor allem an den Ausstellern, die ihre Kunstfertigkeiten mit auf den Hof gebracht hatten. Stephanie Hiep lockte die Kunden mit ihren Lichter-Flaschen in die rustikal-gemütliche Scheune. „Ich bekomme hier viel positives Feedback, aber der Entschluss zu kaufen, der hakt ein bisschen“, meinte sie.

Die Kervenheimerin Regina Kelm schaute am Schmuckstand von Eva Vloet nach den aktuellsten Trends. „Die hat immer so schöne Sachen – und ich wollte halt mal vorweihnachtlich schnuppern“, gefiel ihr das Hofangebot insgesamt ganz gut. „Etwas filigraner, nix Bottes – und ein bisschen mehr Glitzer darf es sein“, lautete deren Expertise in Sachen Schmuck zu Weihnachten.

Verkauf für einen guten Zweck

Melanie Cox, Martina Schroer und Susanne Willems verkauften in einem Eckraum Waffeln und Kaffee zur Stärkung. Die kleinen Tische und Plüschsofas erzeugten tatsächlich so etwas wie eine Café-Atmosphäre, wo die Gäste Platz nahmen und plauderten. „Der Bernd hat uns hier ‚reingedrückt‘ in dieses zauberhafte Etablissement“, lachte die Vorsitzende des VFR Kevelaer, Elke Tebartz. Der Verkauf diene einem guten Zweck, verriet sie. „Das Geld, das wird alles für unsere Tanzgarden später verwendet.“

Alternativ konnte man sich im Hof einen Eierpunsch besorgen – Sandra Gehrmann und Silke Kösters aus Wetten nutzten die Chance. Ihre Geschenksuche war bereits erfolgreich verlaufen. Mahlwerke und andere Arbeiten aus Holz bot der Straelener Herbert Lenzen an. „Das hatte ich in Würzburg gesehen – man holt sich Anregungen, aber alles hier sind Unikate. Schließlich will man dem Kunden was Einmaliges mitgeben.“

Stricksachen, Mützen und Stofftaschen

Etwas über Weidenkörbe konnte man im offenen Hofverschlag bei dem Kerkener Stefan Reich lernen. Und die Hobbykünstlerin Angelika Hoppe bot selbstgemachte Stricksachen, Mützen und Stofftaschen an. Die 64-Jährige war schon bei der „Landpartie“ im Sommer vor Ort gewesen, genoss aber auch die Gespräche mit den Besuchern und die Atmosphäre dieses Wochenendes. Für die passende Musik sorgten an diesem Wochenende die Mitglieder des  Familienchores unter der Leitung von Romano Giefer, die dem Jubiläum des Marktes am Sonntag mit ihrem Besuch die Krone aufsetzten.

Inmitten des Hofes positionierte sich Giefer mit den Sängern und Sängerinnen. Und dort sorgten sie gut eine Stunde lang mit Liedern wie Leonard Cohens „Hallelujah“, dem Weihnachtsklassiker „Tochter Zion“, „Heimat“ von Johannes Oerding und dem Gospel „Come let it sing“ für vorweihnachtliche Atmosphäre.

Krippenspende für St. Quirinus

Mit ziemlich großen Augen erkunden Helene, Anna, Franka, Theo, Merle und Isabelle die soeben neu angekommene Krippe in ihrem Kindergarten. „Der Hirte hat ein Schaf auf den Schultern“, staunen Anna und Merle, „und da ist ein kleiner Igel“, verkündet Franka, bevor sie auf die eigentlichen Hauptpersonen zu sprechen kommen.

„Das da ist Maria und die hat schon ein bisschen einen dicken Bauch“, erklärt Isabelle, „sie bekommt nämlich bald ein Baby“, fügt die Fünfjährige hinzu. „Nein, Jesus wird geboren“, ruft Theo ganz aufgeregt, „und der kommt dann da in die Krippe“, fügt er hinzu, verrückt dabei schon mal ein wenig den Ochsen. Denn schließlich ist die heilige Familie auf dem Weg zum Stall und sie braucht zu Weihnachten den Platz an der Krippe.

Dass die neue Krippe so gut ankommt, erfreut Adele und Peter Prascsik natürlich sehr. „Dann wissen wir, dass unsere Entscheidung, dem St. Quirinus Kindergarten eine Krippe zu spenden, eine richtige war“, freut sich das Twistedener Paar, dass es sich seit zehn Jahren zur Aufgabe gemacht hat, einer caritativen Einrichtung eine Krippenspende zu übergeben. „Das ist uns ein wichtiges Anliegen“, erklärt Peter Prascsik.

Und dafür nennt das Paar auch einen triftigen Grund: „Uns geht es gut, wir wollen damit ein wenig Dankbarkeit zurückgeben“, fügt Adele Prascsik hinzu. Kamen bisher Bewohner von Seniorenheimen, Krankenhäusern und Kindergärten in Kleve, Bochum bis Duisburg in den Genuss einer Prascsik-Krippe, durfte sich in diesem Jahr erstmalig eine Einrichtung vor Ort über eine weihnachtliche Gabe freuen.

Bereits im Mai dieses Jahres stellte das Ehepaar, das sich auf Reparaturen von Krippenfiguren, –Ställen, Neuanfertigungen und Figureneinkleidung spezialisiert hat, dem St. Quirinus Kindergarten in Twisteden die Frage, ob hier eine Krippe benötigt werde.

Darüber allerdings brauchte die Kindergartenleitung, Patty Brünken, nicht lange nachdenken. „Schon seit Jahren fehlt uns hier eine komplette Krippe die wir für alle Kinder aufstellen können“, bedauert die Leiterin der Einrichtung. Lediglich die einzelnen Gruppen konnten mit kleineren Krippen ausgestattet werden.

Umso größer war da natürlich die Freude über eine Spende einer großen Krippe für den Kindergarten. „Wir durften sogar unsere eigene Vorstellung mit einbringen und Figuren aussuchen“, freut sich Patty Brünken. Denn schließlich wurde die Krippe in eigener Krippenwerkstatt von Adele und Peter Prascsik in Handarbeit und als Unikat angefertigt. Und das mit viel Liebe zum Detail, die keinem Auge, im Besonderen aber den Kinderaugen, nicht verborgen bleibt.

Krippe wächst im Advent

Nun konnte diese Krippe ihrer Bestimmung dem Kindergarten übergeben werden. „Wir werden die Krippe jetzt im Advent wachsen lassen, sie zusätzlich mit einem selbst gebastelten Stern schmücken und damit die Kinder auf das bevorstehende Weihnachtsfest vorbereiten“, verspricht Patty Brünken, die sich im Namen der Erzieherinnen und allen Kindern bei Adele und Peter Prascsik herzlichst bedankt. „Es war uns ein Vergnügen einer am Ort ansässigen Einrichtung eine Krippe zu spenden“, betonen Adele und Peter Prascsik, die jetzt an allen Adventswocheneden zur Krippenausstellung an der Leegestraße einladen.

Eine Idee, die im Advent ihre ersten Früchte tragen soll

Es ist eine ökumenische Idee, die jetzt im Advent ihre Früchte tragen soll. Das erhoffen sich zumindest David Burau, Pastor an der Freikirchlich Evangelischen Gemeinde und Dr. Christoph Joosten, Vorsitzender des Pfarreirats an der St. Antonius Gemeinde. „Als Nachbarn war es uns schon seit längerer Zeit ein Anliegen ein gemeinsames ökumenisches Projekt zu machen“, erklärt Christoph Joosten.

Und so reifte der Gedanke in Kevelaer und den umliegenden Ortschaften, einen erstmalig täglich stattfindenden lebendigen Adventskalender zu veranstalten. Menschen aus umliegenden Pfarreien, Gemeinden und Ortschaften, mit vielleicht unterschiedlichen Vorstellungen vom Advent, sollen sich hierbei begegnen und ins Gespräch kommen. „Dabei soll das Öffnen von Türchen in das reale Leben übertragen werden“, erhofft sich das Männerteam, das sich kurz nach den Sommerferien mit adventlichen Gedanken beschäftigte.

Tür und Tor geöffnet

Denn schließlich galt es 23 Gastgeber für adventliche Botschaften zu finden. „Vom 1. Bis 23. Dezember, pünktlich um 18 Uhr, werden die Gastgeber eine Türe, ein Fenster ihrer Wohnung, ein Garagentor oder Hauseinfahrt, oder eine Gartenpforte öffnen“, berichtet Joosten. Was sich dann dahinter verbirgt, bleibt eine Überraschung und dem Gastgeber überlassen.

Im Vordergrund sollte eine etwa 10-minütige Adventsbotschaft stehen. Dabei darf der Gastgeber seine persönliche Beziehung zum Advent und das bevorstehende Weihnachtsfest weitergeben. Die Gestaltung kann sehr individuell sein, sollte aber eine christliche und adventliche Botschaft beinhalten. „Das kann persönlich gestaltet sein, etwas zum Staunen, wie zum Beispiel ein gestaltetes Fenster sein, eine Krippenlandschaft oder adventliches Symbol sein.

Es darf aber auch etwas zum Zuhören sein oder vielleicht zum Mitmachen, oder einfach nur die Stille sein“, erklärt der Freikirchlich evangelische Pastor. Wichtig sei eine gemeinschaftliche Begegnung, so der Wunsch von Burau und Joosten, denen es ein Anliegen ist die Begegnung zwischen Menschen über die verschiedenen Grenzen hinweg zu fördern.

Unter dem Motto: „Einander begegnen und füreinander da sein“, dürfen sich alle Bewohner aus Kevelaer, Twisteden, Kervenheim, Wetten und Winnekendonk angesprochen und eingeladen fühlen, um die adventliche Hoffnung und Freude beim lebendigen Adventskalender zu teilen. Je nach Wunsch besteht nach der Adventsbotschaft die Möglichkeit zu einem kurzen Verweilen und Gesprächen bei Keksen und warmen Getränken. „Es soll allerdings nicht zu einem Event werden oder gar in einem Wettbewerb enden“, betonen die beiden Herren, die sich schon jetzt auf viele unterschiedlichste Begegnungen freuen.

Fragen und weitere Infos geben: Dr. Christoph Joosten: c.joosten@gmx.de Telefon: 9305798 oder Pastor David Burau: pastor@efg-kevelaer.de Telefon 4089983.

Schöne Gemeinschaft

Nahe dem Altar stand auf einem kleinen Tisch ein Kranz mit drei Kerzen, die zum Adventssonntag brannten. Dort hatten sich ein Dutzend Erwachsene platziert, um miteinander das eine oder andere Weihnachtslied anzustimmen.

„Wir singen jetzt Lied Nr. 18“, kündigte Christiane Langenbrinck das nächste Lied an und sorgte mit ihrer Akustikgitarre für das klangliche Fundament, auf dem die Anwesenden dann ihre Stimme laut im Kirchenschiff erschallen lassen konnten. „Die Strophen 1, 2 und 6“, gab das Presbyteriumsmitglied dann die Vorgabe für „Lobet Ihr Christen, alle gleich“.
Danach machten sie mit „Es ist ein Ros entsprungen“ weiter – ein Lied, das bei Franz Fasen gleich persönliche Erinnerungen auslöste. „Mein Lehrer, der wollte immer, dass wir das singen, weil seine Frau Rosa hieß“, erzählte der 81-Jährige später, wie die Kinder das damals auf den Arm genommen und „Es ist ein Ross entsprungen“ gesungen hatten.
„Das Singen ist einmal im Frühjahr und einmal zum Advent“, erläuterte Mechthild van Gemmeren-Bremer. „Erst gibt es zwei, drei Lieder mit den Kindern unten, dann basteln die, danach ist Kaffeezeit und wir kommen dann alle zusammen, um zu sehen, was die Kinder gebastelt haben.“

Kaum gingen sie in Richtung Pause, kam ihr die sechsjährige Enkelin Lotte schon entgegen. „Wir haben mit Ausstecher gebacken, so Sterne und mit Streusel“, erzählte die junge Dame.

Vor sechs Jahren hatte Lan­genbrinck die Idee mit dem Singen mal aufgebracht. „Und Gabi Frings meinte, lass uns da was zusammen machen.“ Erstmals sangen die Erwachsenen in der Kirche. „Wir dachten, das wäre schön wegen der Adventslieder, dem Klang und dem Adventskranz hier.“

Unten im Generationenhaus spielte die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Gabriele Frings, dann mit den Kindern Musik, ließ die sieben Kids die Triangel, das Mini-Xylofon oder die Rassel benutzen. „Gleich machen sie noch „Kulleraugen“ in die Plätzchen, damit die fertig sind“, lachte sie und genoss den Umgang mit den Kindern.

Und in geselliger Runde genossen die Anwesenden eine gute Tasse Kaffee, frisch gebackenen Kuchen, Weihnachtsplätzchen, Spekulatius, später nochmal eine Runde Gesang – und einfach die schöne Zeit zu Advent.

Adventssingen am Kapellenplatz

Es ist die große Kraft des gemeinschaftlichen Singens, die sie eint: Die evangelische Pfarrerin Karin Dembek, der theologische Referent Dr. Bastian Rütten, Chordirektor Romano Giefer und Dirigent Tom Löwen­thal organisieren für die Kirchengemeinde St. Marien wieder ein großes „Adventssingen“ auf dem Kapellenplatz. Nach den positiven Erfahrungen beim Auftakt im vergangenen Jahr stand für sie schnell fest: „Dieses Jahr machen wir den Kreis noch größer.“ Hinter jedem der beiden Chorleiter stünden „eine Menge an singbegeisterten Menschen“, freut sich Rütten über die Teilnahme von Giefer und Löwenthal.

Eine Kombination aus Tradition und Zeitgeist

Wenn die alle kommen – die beiden rechnen mit 200 bis 300 Chormitgliedern aus Basilika- und Familienchor, den Kinderchören, dem Theaterchor, dem Chor der evangelischen Gemeinde und dem KMGV – würde das schon ein stattliches Bild abgeben. Aber das ist nur so etwas wie der „Background-Chor“ des Offenen Adventssingens. Denn man wolle ausdrücklich „als Kirche vor die Tür gehen“, sagt Rütten, „und die Menschen einladen, mitzusingen.“ Deshalb gibt es die Texte am Kapellenplatz für alle Interessierten bei Ehrenamtlern, die auch die Einteilung der offiziell angemeldeten Gruppen vornehmen werden. Und wer einfach nur zuschauen möchte, sei natürlich auch herzlich willkommen, sagt Rütten. „Es soll ein buntes, klangvolles und eindrückliches Erlebnis werden“, hofft Romano Giefer, der mit Löwenthal zusammen die Mischung der Lieder „aus Traditionellem und Zeitgemäßem“ ausgewählt hat.

Musikalisch begleitet wird das Ganze von Musikern an Tasteninstrumenten, aber auch von Bläsern der Basilikamusik. „Jubel und besinnliche Momente wechseln einander ab“, skizziert Romano Giefer das etwa 40-minütige Programm. Der Charakter des Offenen Adventssingens sei in diesem Jahr „etwas anders als letztes Jahr“, sagt Tom Löwenthal, gleichwohl ein „meditativer Auftakt für Weihnachten“, bei dem das gemeinsame Singen ein großes Gefühl erzeugen werde.

Eine großartige Einstimmung haben sich die Organisatoren auch überlegt: Es werde zu Beginn einen „Klangteppich“ aus Musik der Tasteninstrumente und der spielbaren Glocken der Basilika geben, verspricht Rütten. Für Momente zur „Entschleunigung“ sorgen kurze Texte, die Pfarrerin Karin Dembeck auswählt.

Beginn ist am 19. Dezember um 19.30 Uhr auf den Stufen der Basilika und auf dem Kapellenplatz. Bei wirklich schlechtem Wetter könne man ob dieser ausgewählten Zeit in die Basilika ausweichen. Wer sich als Chor oder Gruppe anmelden wolle, habe bis kurz vorher noch die Gelegenheit dazu, verspricht Rütten, es lägen digitale Chorsätze für die „Profis“ vor (Kontakt am besten per E-Mail: r.giefer@basilikamusik-kevelaer.de). Aber auch alle anderen Interessierten können sich die Texte des Offenen Adventssingens herunterladen, etwa auf der Internetseite des Advents- und Krippenmarktes (www.kevelaerer-krippenmarkt.de).

Apropos: Der Kevelaerer Krippenmarkt ist an diesem Tag zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet. Und nach dem Offenen Adventssingen wird dort das Bühnenprogramm wieder aufgenommen. Womöglich ist es keine schlechte Idee, an diesem Abend Kirchliches und Weltliches, Besinnliches und Unterhaltsames miteinander zu kombinieren.

Kaffee, Knabenchor und ein Kanon

Viel Musik, Besinnliches und ein gemeinsames Kaffeetrinken erwarteten rund 110 Pfarrangehörige über 75 Jahren beim Adventsnachmittag der Pfarrcaritas St. Marien. Vorab feierten sie zusammen in der Beichtkapelle mit Pastor Gregor Kauling die Hl. Messe.

Die Vorsitzende der Pfarrcaritas Sylvia Rommen-Ahlbrecht begrüßte „die vielen vertrauten und neuen Gesichter“. Sie konstatierte, dass jetzt schon ein Jahr vergangen sei, als Kauling nicht nur neuer Pastor und Rektor der Wallfahrt, sondern auch Domkapitular und Dechant wurde.

Für den Seniorenbeirat der Stadt begrüßte sie Liesel Borman und Käthe Haas und nannte auch Dorothea Schlösser, die aktiv im Sprachkreis für Flüchtlinge mitgearbeitet hatte.
Rommen-Ahlbrecht wies zudem darauf hin, dass man nicht früh genug anfangen könne, neue Mitglieder für die Pfarrcaritas zu werben. Sie fragte zur allgemeinen Erheiterung den Bürgermeister, ob er nicht seine kürzlich geborene Tochter Elisabeth schon einmal anmelden wolle.

Behutsam mit der Zeit umgehen

Dr. Dominik Pichler antwortete in seinem Grußwort, dass man nicht behutsam genug mit der Zeit umgehen könne. Verbunden mit besten Wünschen für eine friedliche Weihnachtszeit äußerte er: „In der Zeit, in der eine Geburt bevorsteht, damit kenne ich mich aus, sollte man sich darauf besinnen, bewusst zu leben und die Zeit genießen, die einem geschenkt wird.“

Kauling sagte, wie gut es sei in Kevelaer, den Wallfahrtsstätten und bei Maria zu sein. Er zitierte Papst Franziskus, der bei einer Zusammenkunft mit Wallfahrtsleitungen in der vorigen Woche gesagt hätte: „Die Heiligtümer der Wallfahrtsstätten sind das Immunsystem der Kirche und der Menschen. Sie sind die Säulen des Lebens, bei denen wir uns öffnen, uns berühren lassen, empfangen und zurückgeben können.“

Basilikaorganist Elmar Lehnen übte danach mit den Senioren den Kanon „Mache Dich auf und werde licht“ ein. Und kurz darauf erschall im großen Saal des Priesterhauses, der festlich geschmückt war, vierstimmig der gerade erst neu „gegründete“ Chor. Zusammen mit seiner Frau Biggi und seinem Sohn Johannes (zehn Jahre) begleitete Lehnen die Lieder instrumental. Außerdem spielten die Lehnens zur Freude der Besucher einige weitere Musikstücke. Und Martha Winkels überraschte alle mit einem Gedicht „Senter Kloos“.

Zum Schluss stimmte dann noch der Knabenchor unter der Leitung vom Gründer und Basilikakantor Sebastian Piel und der Begleitung am Flügel durch Elmar Lehnen Weihnachtslieder an. Von „Macht hoch die Tür“, über „God rest you merry, gentlemen“ und „Ich steh an Deiner Krippe hier“ bis zu „In dulci jubilo“ boten die Jungen einen Bogen aus weihnachtlichen Gesängen. Der Chor erhielt aus dem testamentarisch festgelegten Betrag, den die Caritas von Maria Polders erhalten hatte, eine Unterstützung. Der Spenderin war es wichtig, den Gedanken der Caritas zu unterstützen: „Helfen, Fördern, Freude bereiten.

Alle Gäste erhielten einen Abreißkalender, der sie mit guten Wünschen durch das neue Jahr begleiten soll.

Adventsmarkt im Café am Schafstall

Am kommenden 2. Adventswochenende öffnet das Café am Schafstall in Twisteden erneut seine Pforten zum Adventsmarkt. Hier kann dann am Samstag, 8. Dezember, in der Zeit von 14 bis 19 Uhr, und am Sonntag, von 11 bis 18 Uhr, in urgemütlicher Atmosphäre gestöbert und gestaunt werden.

Ein eigener Weihnachtszug, dieser fährt jeweils zur vollen Stunde ab dem Twistedener Dorfplatz, bringt die Besucher bis zum Adventsmarkt nahe der holländischen Grenze. Hier erwartet der Nikolaus große und kleine Gäste. Darüber hinaus dürfen sich die Besucher auf alte und neue Handwerkskunst wie Schwibbögen von Frank Walterfang, Kunstvolles aus Holz, Beton und Kaffeekapseln von Sonja Pooth und Irmgard Eltfeld, Ideen aus Konservendosen von Gabi Griese-Horster, Holzspielzeug von David van Vorst und kreative Bastelideen von Nanni Arets freuen.

Geschenkideen

Darüber hinaus gibt es jede Menge Geschenkideen die Weihnachtsherzen höher schlagen lassen. Natürlich können die Adventsmarktbesucher am Café‘ Schafstall alles Wissenswertes über Schafe erfahren, dem Schäfer Christian van Ditzhuyzen bei der Pedi- und Maniküre über die Schulter schauen. Lammfellprodukte wie Pantoffeln, Handschuhe und Lammfelle können während des Adventsmarktes erworben werden.
Am Sonntag zeigt dann Käthe Haas am Spinnrad wie Wolle gesponnen wird. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt: Selbstgemachte Kuchen, Waffeln, Kaffee und Glühwein, dazu deftiges vom Grill und Hausgemachtes Grünkohl mit Mettwürstchen sorgen für kulinarische Leckerbissen.

Kindergarten macht Musik

Ebenfalls am Sonntag unterhalten die Kinder des St. Quirinus-Kindergartens Twisteden mit musikalischen Darbietungen. Ihnen kommt auch, wie schon im vergangene Jahr, der Erlös aus der Hauseigenen Adventsverlosung zugute. Wer also dem zuweilen hektischen Treiben der Stadt entfliehen möchte, ist am zweiten Adventswochenende auf dem In-und Outdoor Adventsmarkt am Schafstall in Twisteden bestens aufgehoben.