Starke Teilnehmerzahl beim Beer-Pong-Turnier im Knoase-Treff

Auch wenn behauptet wird, dass „Beer Pong“ etwa 1950 im Dartmouth College, einer Privathochschule in den Vereinigten Staaten, zufällig beim Tischtennisspielen entstanden ist, könnte man glauben, dass es ein Brauereibesitzer entwickelt hat, um den Umsatz seines Bieres zu steigern. Beer Pong, worin es nicht nur eine offizielle Liga in Deutschland gibt, sondern auch Europa- und auch Weltmeisterschaften stattfinden, ist ein Trink- und Geschicklichkeitsspiel, bei welchem Ping-Pong-Bälle in halb mit Bier gefüllte Becher geworfen werden müssen, um den Gegner zu veranlassen, den Becher dann leerzutrinken.

In den „Knoase Treff“ in Wetten passte kaum ein weiterer Gast. 64 Personen drängten sich um acht Bierzelttische (es gibt auch Profi-Spieltische mit speziell aufgedruckter Spielfläche), die mit Kreppstreifen zu Spielflächen umgestaltet worden waren. „The Pongsons“, der Wettener Beer-Pong-Club, hatte zu seinem 3. Beer-Pong-Turnier eingeladen und vor allem junge Erwachsene ab 18 Jahren waren gekommen, um am „fairsten Spiel der Welt“, wie es der Veranstalter bezeichnete, teilzunehmen. „Entweder man gewinnt, oder man ist am Ende voll“, erklärt schmunzelnd einer der Pongsons, „und dann braucht man eben ein Taxi um nach Hause zu kommen.“ Zusätzlich zu den Taxikosten betrug die Teilnahmegebühr 20 Euro, wofür es fünf Wertmarken für jeweils drei Flaschen Bier pro Team gab (also 15 Flaschen).

Beer Pong wird im 1-gegen-1- oder 2-gegen-2-Modus gespielt. Hier waren es 32 Teams mit jeweils zwei Personen. Zu einem Team gehörte Wettens „Oberknoase“ Beate Clasen, die es sich nicht hatte nehmen lassen am Turnier teilzunehmen. Die gegnerischen Teams werfen jeweils auf eine Dreiecksformation von Bechern auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfeldes. Zur „Reinigung“ der Bälle gibt es auf jeder Spielfeldseite einen Becher mit Wasser. Es gibt keine offiziellen Regeln oder ein weltweit gültiges Regelwerk. Vielmehr variieren die Bestimmungen zu bestimmten Teilaspekten des Spiels deutlich. Beispielsweise stehen die Becher immer in Dreiecksform, die Anzahl der Becher kann jedoch variieren, beträgt im Knoase Treff aber zehn Becher. Dies hängt auch von der gewünschten Spieldauer ab.

Der Grundgedanke des Spiels bleibt davon jedoch unberührt. Demnach muss die gegnerische Mannschaft jeden Becher, der getroffen wurde, austrinken. Falls in Zweier-Teams gespielt wird, werfen immer erst beide Spieler eines Teams, bevor der Ballbesitz wechselt. Beim Wettener Turnier muss beim Wurf der Ellenbogen hinter der Tischplatte bleiben und man darf versuchen durch Pusten Bälle, die nicht ruhig auf dem Bier aufliegen, wieder aus dem Becher zu befördern. Die Mannschaft, die zuerst alle Becher des Gegners treffen konnte, ist der Sieger.

Gewinner des Turniers wurden Dirk Peters und Maxi Meinecke. Sie sicherten sich, ebenso wie die zwei weiteren Platzierten, Getränkegutscheine.