Eine Pandemie kann auch positive Folgen haben: Die Frage, ob Ampeltaster eine Infektionsquelle für Corona sein könnten (was übrigens nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte), hat die Nachfrage nach berührungslosen Schaltern erhöht und die technische Weiterentwicklung beflügelt.
In Großstädten mag der zusätzliche Aufwand oft überflüssig sein, im ländlichen Raum wie in Kevelaer, wo der Anteil der Anforderungsampeln für Fußgänger und Radfahrer – und der Anteil letzterer – hoch ist, sieht das schon anders aus. Die Kevelaerer Grünen stellten den Antrag, die Ampeln im Stadtgebiet mit solchen modernen Tastern auszurüsten.
Die Diskussion im Betriebsausschuss zeigt anhand des Protokolls ein differenziertes Bild: Zunächst herrschte Verwirrung über die tatsächlichen Kosten. Die Verwaltung hatte diese mit 111.400 Euro beziffert, darin aber die Kosten für die Umrüstung der Ampeln des Landesbetriebs Straßenbau mit eingerechnet. Ulrich Hünerbein-Ahlers von den Grünen korrigierte: Man wolle nicht, dass die Stadt die Kosten für die Ampeln des Landesbetriebes trage. Lediglich sollte versucht werden, den Landesbetrieb von der Installation der neuen Technik zu überzeugen. So berechnet, bliebe eine städtische Investitionssumme von 35.000 Euro, welche die Grünen befürworten, „insbe…



