Spuren, die Frauen in der Stadt hinterlassen haben

Exkursion zu bedeutenden Frauen in Kevelaer

Trotz des regnerischen Wetters hatten sich fast 40 Frauen und Männer vor dem Priesterhaus versammelt.

Um 14.30 Uhr hatten sich am Weltfrauentag trotz des regnerischen Wetters fast 40 Frauen und Männer vor dem Priesterhaus versammelt, um während einer Stadtführung etwas über „Frauen in Kevelaer – vorgestern, gestern, heute“ zu erfahren.

Vier Frauen empfingen die interessierte Gruppe und luden wegen des unbeständigen Wetters in das Petrus-Canisius-Haus ein. Dort versammelten sich jeweils 20 Personen um eine der zwei Gästeführerinnen, Mechtild Jansen und Margret Meurs.

Trotz des fehlenden Spaziergangs in der Stadt vermittelten die Vortragenden anschaulich die spannenden Biografien der Frauen, die die Wallfahrtsstadt maßgeblich prägten und den Frauen zu mehr Rechten und Selbstbestimmung verhalfen. Deutlich wurde, dass an der Stadtentwicklung Kevelaers viele Frauen beteiligt waren, die sich einsetzten und halfen, aus einem kleinen Dorf eine bekannte Wallfahrtsstadt zu machen. Spuren, die diese Frauen hinterließen, wurden kurzweilig und fundiert von Jansen und Meurs dargestellt:

So gründete Elisabeth Ingmanns 1879 das Kevelaerer Volksblatt für „Thron und Altar“, das heutige Kevelaerer Blatt. 1932 gründete Elisabeth Ender den Bücherverein im Petrus-Canisius-Haus. 2018 übernahm Veronika Hebben die Leitung des Niederrheinischen Museums für Volkskunde und Kulturgeschichte. Die Besucher der Veranstaltung berichteten aus eigenen Erfahrungen von Frauen, die sie selbst noch kannten oder kennengelernt und die sich für die Stadt eingesetzt hatten.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kevelaer, Christiane Peulen, organisierte die Führung in Kooperation mit der Abteilung „Tourismus und Kultur“ der Stadt Kevelaer. Auch die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Andrea Hoenselaer (Tourismus Kevelaer) nahm an der Veranstaltung teil. Wenngleich ihr Besuch privater Natur war, engagierte sie sich an diesem Nachmittag ebenfalls.

Im Hotel Goldener Löwe wurde die Gruppe nach informativen eineinhalb Stunden zu einer Kaffeetafel eingeladen. Zum Abschied bekamen die Teilnehmenden eine rote Rose mit auf den Weg.