In Kevelaer und den Ortschaften ist die Lage in vielen Mannschaften angespannt

Sportvereine beklagen Trainermangel

Die jungen Sportlerinnen und Sportler des KSV bräuchten mehr Unterstützung von den Älteren. Foto: VP

Dass man sein Kind quasi am Tage der Geburt zum Schwimmkurs anmelden sollte, damit dann fünf Jahre später ein Platz sicher ist, ist schon länger kein Geheimnis mehr. Die Plätze sind beinahe so heiß begehrt wie kostenlose Kita-Plätze in Großstädten. Egal an welcher Stelle man es probiert, die Wartelisten sind häufig randvoll. Aber wie sieht es eigentlich bei den anderen Sportarten aus? Im Moment an manchen Stellen nicht viel besser, muss man feststellen, wenn man versucht, sein Kind im Verein unterzubringen. Auch in Kevelaer ist die Lage angespannt.

Beim Kevelaerer Sportverein (KSV) gibt es bei einigen Sportarten, etwa beim Turnen oder der Leichtathletik, inzwischen auch Wartelisten, beim Fußball gibt es aktuell einen Aufnahmestopp bei der F-Jungend. Aber woran liegt das?

Bekanntermaßen hatten die Corona-Maßnahmen auch Auswirkungen auf den Sport. Der Spielbetrieb und das Training mussten pausieren oder fanden nur unter mehr oder weniger zumutbaren Umständen statt. Wollen jetzt also mehr Kinder zum Sport als vor der Pandemie? „Nein“, stellt Ralf Hermens, Geschäftsführer des KSV, fest. Die Anzahl der Kinder sei die gleiche. Also, woran liegt es?, fragen wir beim Gespräch nach. Kurz und knapp: Trainer- und Übungsleitermangel.

Das Ehrenamt fehlt

Die Gruppen, Mannschaften und Teams der unteren Jahrgänge werden hauptsächlich von älteren Juniorionnen, Junioren sowie Seniorinnen und Senioren aus dem Verein und von Eltern betreut. Und g…