Sport ist für sie ein guter Ausgleich

400 Meter Schwimmen, Stoßen mit einer vier Kilo schweren Kugel, 50 Meter Laufen und Hochsprung – in diesen vier Disziplinen hatte sich Hans-Dieter Röhrs sein 17. Sportabzeichen gesichert. „Ich habe früher Handball und Fußball gespielt, Leichtathletik, Zehnkampf und Reitsport betrieben“, erzählt der 75-Jährige, was ihm am Sportabzeichen reizt. „Ich bin halt ein sportbegeisterter Mann. Ich bin kein Sesselsitzer. Ich muss mich bewegen. Sport hat mich immer ausgeglichen.“

Seine ersten Abzeichen hatte er an seinem früheren Wohnort Düsseldorf gemacht. Seit 2014 lebt er in Geldern. „Ich finde es gut, dass es hier so eine tolle Truppe gibt“, erklärt Röhrs, warum er im Hülspark für die Urkunde trainiert und lobt gleichzeitig die Anlage.

Die Kevelaerer Familie Jasinski (Karin, Thomas, Marc und Marie) begann vor neun Jahren, gemeinsam das Sportabzeichen abzulegen. „Wir waren von Anfang an hier mit dabei“, erzählt die 43-jährige Karin , die sich mit Volleyball, Gymnastik und Tennis fit gehalten hat. „Wir haben etwas gesucht, was wir gemeinsam machen können, weil sonst jeder nur seinen Sport macht.“

Ihr 17-jähriger Sohn Marc und die vier Jahre jüngere Marie spielen beide noch Tennis und sind in der Leichtathletik aktiv. „Bei den 800 Metern, da hat er mich schon gezogen – das tut schon gut“, erzählt Marie. Der Familienvater spielte bis vor zwei Jahren noch in Winnekendonk Tischtennis. Für den Maschinenbauingenieur ist es ein „Ausgleich zum Beruf und eine Abwechslung. Man hat was für sich getan.“ Das Sportabzeichen sei „vielfältig von der Herausforderung her – mehr als nur Tischtennis und Joggen.“

So wie Röhrs und die Jasinskis engagierten sich im vergangenen Jahr noch weitere 55 Hobbyaktive, um vom Frühjahr bis zu den Herbstferien regelmäßig zum Trainig zu gehen und sich in den verschiedenen Disziplinen zu beweisen. Insgesamt ware es 32 Erwachsene und 28 Kinder, von denen das Gros aus der Kinder-Leichtathletikgruppe des KSV kamen.

Im Vorjahr hatten noch 72 Personen daran teilgenomen. Leiterin Andrea Foitzik führte das auf das schlechte Wetter während der diversern Termine und die Tatsache zurück, dass sie selbt oft auf Fortbildungen war.

Deshalb wäre der Freitag als obligatorischer Trainingstag oft ausgefallen. Das soll 2018 wieder kontinuierlicher stattfinden, fand Foitzik gerade die vielen Gold- und Silberauszeichnungen bei den Erwachsenen „erstaunlich“. Für Kinder und Jugendliche sei das mit Gold immer schwerer, weil die Bewegung in den Gymnasien oftmals keinen so hohen Stellenwert hätte. „Da ist wichtig, dass wir als Vorbild vorangehen“, sagt Foitzik.