Anlaufstellen in Geschäften, Gastronomie und städtischen Einrichtungen
SPD will „Safe Points“ für mehr Sicherheit
Die SPD-Fraktion im Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer hat jetzt die Einführung sogenannter „Safe Points“ in der Kevelaerer Innenstadt gefordert und einen entsprechenden Antrag an den Bürgermeister Dr. Dominik Pichler gerichtet.
In den Schreiben der Co-Fraktionsvorsitzenden Karin Heyer heißt es:
„Die SPD-Fraktion im Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer beantragt,
1. dass die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Ordnungsamt, der Polizei sowie örtlichen Geschäften und Einrichtungen ein Konzept zur Einführung sogenannter „Safe Points“ in der Innenstadt erarbeitet,
2. dass geeignete Läden, Gastronomiebetriebe und städtische Gebäude in das Projekt eingebunden werden,
3. dass diese Orte durch ein einheitliches, gut sichtbares Symbol („Safe Point“-Aufkleber o. Ä.) kenntlich gemacht werden,
4. dass die Stadtverwaltung eine Informationskampagne entwickelt, um Bürgerinnen und Bürger – insbesondere Kinder, Jugendliche und Frauen – über die neuen Anlaufstellen zu informieren.
Begründung:
Viele Menschen – insbesondere Kinder, Jugendliche und Frauen – wünschen sich im Alltag Orte, an die sie sich in unsicheren oder unangenehmen Situationen vertrauensvoll wenden können. Um hierfür eine niedrigschwellige und sichtbare Möglichkeit zu schaffen, sollen in der Kevelaerer Innenstadt „Safe Points“ eingerichtet werden.
Diese Anlaufstellen können in Geschäften, Gastronomiebetrieben oder städtischen Einrichtungen geschaffen werden und sind durch ein einheitliches Symbol gut erkennbar. Die Mitarbeitenden der beteiligten Einrichtungen werden im Vorfeld informiert und sensibilisiert, sodass sie im Bedarfsfall Unterstützung leisten und gegebenenfalls Kontakt zu Polizei oder Ordnungsdienst herstellen können.
Mit dem Projekt wird das Sicherheitsgefühl in der Innenstadt gestärkt, die Aufmerksamkeit für das Thema gegenseitige Hilfe geschärft und das Miteinander in Kevelaer gefördert. So wird die Wallfahrtsstadt ihrem Anspruch gerecht, ein familienfreundlicher und sicherer Ort für alle Bürgerinnen und Bürger zu sein.
Finanzierung:
Die Verwaltung prüft, ob Fördermittel (z. B. aus Landes- oder Bundesprogrammen zur Prävention und Sicherheit im öffentlichen Raum) beantragt werden können. Ergänzend könnten auch lokale oder überregionale Sponsoren gewonnen werden, so könnten bspw. auch Banken oder Versicherungen angefragt werden, da es indirekt um Gewaltprävention sowie psychische Gesundheit geht. Auch die NRW-Landesinitiative „Mehr Sicherheit für unsere Städte“ könnte relevant sein.
Ergänzend können beteiligte Einrichtungen eine kleine Eigenbeteiligung leisten (z. B. für Aufkleber oder Informationsmaterial), um das Projekt nachhaltig zu verankern. Auf diese Weise wird die städtische Haushaltsbelastung möglichst gering gehalten und zugleich ein starkes gemeinschaftliches Signal für Sicherheit und Solidarität in Kevelaer gesetzt.“


