In der Wallfahrtsstadt wurde die OB-Wahl in Mülheim an der Ruhr aufmerksam verfolgt: Amtsinhaber Marc Buchholz war früher lange Dezernent in Kevelaer gewesen.
Am Abend der Stichwahl, dem 28. September, lag die SPD-Kandidatin Nadia Khalaf mit 67 Stimmen vorne. In einem Wahlbezirk hatte es jedoch eine Zählpanne gegeben, die Stimmen waren falsch zugeordnet worden. Nach der Korrektur des Wahlbezirks lag dann Buchholz wieder vorne.
Daraufhin hatte die SPD eine Neuauszählung aller 153 Wahlbezirke gefordert. Der Wahlleiter und die CDU hatten jedoch rechtliche Bedenken.
David Lüngen, der Stadtdirektor und Wahlleiter, hatte deshalb die Bezirksregierung Düsseldorf als Kommunalaufsicht um Einschätzung gebeten, um Klarheit zu schaffen. Düsseldorf hielt sich rechtlich jedoch nicht für zuständig, weil der Wahlausschuss ein unabhängiges Organ der Stadt sei. Parallel bereitete man in Mülheim an der Ruhr eine Neuauszählung vor.
Der Wahlausschuss hatte gegen die Stimmen der CDU dann beschlossen, alle Stimmen der Stichwahl in Mülheim an der Ruhr neu auszählen zu lassen.
Das Ergebnis der erneuten Auszählung war eindeutig: Marc Buchholz kam auf 24.891 Stimmen und wu…



