Kevelaer-Kervenheim. Statt Mathe, Deutsch und Sachunterricht stand für die Schülerinnen und Schüler der Overberg/St. Norbert Grundschule kürzlich etwas ganz anderes auf dem Stundenplan: Skateboarding. Im Rahmen des Workshops „skate-aid@school“ konnten die Kinder auf dem Schulgelände in Kervenheim unter Anleitung erfahrener Coaches ihre ersten Versuche auf dem Brett wagen und dabei vor allem eines gewinnen: Selbstvertrauen. Das Projekt ist eine Kooperation der Provinzial Versicherung mit skate-aid, einer Initiative der Titus Dittmann Stiftung, und wird jährlich an Schulen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.
Skatepark auf dem Schulhof
Für fünf Tage verwandelte sich das Schulgelände in einen mobilen Skatepark. Täglich trainierten die Kinder 90 Minuten lang, ausgestattet mit Boards, Helmen und Schutzkleidung, die von skate-aid bereitgestellt wurden. Unter pädagogischer Begleitung lernten sie nicht nur das Fahren und erste Tricks, sondern auch, nach Stürzen wieder aufzustehen und sich neue Ziele zu setzen. Genau darin liegt der besondere Wert des Projekts: Skateboarding wird hier zum Werkzeug, um Mut, Ausdauer und Gemeinschaft zu fördern.
Mehr als Sport
„Es freut uns sehr, dass die Schülerinnen und Schüler durch den Workshop und auch darüber hinaus die Möglichkeit haben, sich sportlich zu betätigen“, wird Maik Giersch, Geschäftsführer der skate-aid Support GmbH, in der Projektbeschreibung zitiert. Die Kinder würden nicht nur im Skateboarden besser, sondern auch durch Erfolgserlebnisse in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt, heißt es weiter. Auch die Provinzial betont den pädagogischen Gedanken hinter dem Angebot: Bewegung komme im Alltag oft zu kurz, solche Projekte seien deshalb besonders wertvoll.
Ausstattung für die Zukunft
Damit der Schwung nicht nach dem Workshop endet, erhielt die Overberg/St. Norbert Grundschule zum Abschluss eigene Skateboards und Schutzbekleidung. Übergeben wurde die Ausstattung von Thomas Aben aus der Provinzial-Geschäftsstelle in Winnekendonk, der das Projekt vor Ort möglich gemacht hatte. So können auch künftig Kinder aus Kervenheim und dem Kevelaerer Umland das Skaten ausprobieren und vielleicht einen Sport für sich entdecken, der Selbstvertrauen und Bewegung gleichermaßen stärkt.
Hinter dem Projekt
skate-aid wurde 2009 von Titus Dittmann gegründet und nutzt Skateboarding weltweit als pädagogischen Ansatz. Die Organisation arbeitet nach eigenen Angaben in 18 Ländern auf vier Kontinenten und setzt sich für Integration, Inklusion und den Abbau von Vorurteilen ein. Dass dieses Konzept nun auch in Kervenheim Kinder erreicht, passt gut zu einer Region, in der Schulen, Vereine und lokale Initiativen seit jeher viel auf gemeinsames Miteinander setzen.



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