
Volles Haus beim Neujahrsempfang Foto: AF
Kein freier Platz fand sich am 1. Advent beim Neuajhrsempfang der Evangelischen Kirche Kevelaer, der traditionell das neue Kirchenjahr einläutet im Gemeindesaal. Das steht im Jahr 2026 unter dem Motto „Siehe, ich mache alles neu.“
Im Rahmen einer kleinen Andacht sorgte die Schola des evangelischen Kirchenchores unter der Leitung von Annja Rossmann, die kurzfristig für den erkrankten Tom Löwenthal eingesprungen war, für die musikalische Begleitung.

Die Schola des evangelischen Kirchenchores unter der Leitung von Annja Rossmann Foto: AF
Im Zentrum der Andacht und der kurzen Begrüßungsreden standen nachdenkliche und besinnliche Texte zum neuen Kirchenjahr und zur aktuellen (Advents-)Zeit.
„Es geht um die Veränderung der Haltung, dem Nächsten zuzuhören, ihm zu begegnen, zu Wort kommen zu lassen. Das ist in unserer Zeit das Wichtigste. Nächstenliebe ist so unendlich wichtig“, fasste Pfarrerin Karin Dembek ihre Gedanken dazu zusammen.
Ein beeindruckendes Grußwort mit einem Text zum Thema „Hoffnung“ brachte Bruder Wolfgang Meyer von St. Marien zu Gehör. Auf das Kirchenmotto bezog sich Ortsvorsteher Peter Hohl, der davon abstrahierend den Gedanken der Gemeinschaft mit für Kevelaer charakteristischen Sätzen wie „Dor hör ek t´hüß“, „Ein feste Burg ist unser Gott“ und „Maria breite deinen Mantel aus“ verknüpfte.

Die Schola des evangelischen Kirchenchores unter der Leitung von Annja Rossmann Foto: AF
Zum Zusammenhalt in Kevelaer und darüber hinaus rief der Kevelaerer Bürgermeister Dr. Dominik Pichler angesichts des herannahenden (Kirchen-) Jahres auf: „Wir wollen, dass es in Kevelaer und Deutschland vernünftig weitergeht. Wenn wir zusammenhalten, ist das besser als die Summe aller Teile.“
Nach Andacht, Rede, Imbiss und Getränken durften dann alle ehrenamtlich und beruflich tätigen Mitarbeitenden der Kirchengemeinde als Dankeschön für ihren Einsatz in der evangelische Kirche den Auftritt der Sängerin und Kabarettistin Monika Hintsches mit ihrer beliebten Kunstfigur Trude Backes genießen.
Die unterhielt das Publikum mit netten Plaudereien zum Thema Kirche („Der Priester ist Zelebrator, wird zum Mediator, zum Gladiator. Ihr habt es nicht leicht, nur Katholiken um euch rum!“), sprach über „Emanzipistinnen“ und das familiäre Weihnachten als „manchmal persönliches Vietnam“.
In dem dreiviertelstündigen Programm flocht sie ihre Figuren ein, wie etwa ihren pensionierten Mann Willi („Der hat sich einen Ring durch die Nase gegen das Schnarchen gezogen, jetzt rasselt er nachts.“). Sie hatte sogar Humorvoll-Politisches zu bieten („Viele sagen, die Ausländer kriegen zwei Pässe, ich nur einen. Sollen Sie sich doch´n Bypass nehmen.“) und sang zur Gitarre Lieder zum Thema „Wütend werden“.


