Seit 35 Jahren gibt‘s die Gemeindecaritas

Kirche und Caritas gemeinsam für und mit den Menschen

Hand in Hand im Ehrenamt: Kirche und Caritas. Foto: Caritasverband Geldern-Kevelaer

Vor 35 Jahren wurde der Fachdienst Gemeindecaritas beim Caritasverband Geldern-Kevelaer eingerichtet, um die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Caritas zu fördern und lebendig zu gestalten. Er bildet damit das Bindeglied zwischen Kirche und Caritas sowie zwischen Ehren- und Hauptamt.

Grund genug, auf das Erreichte zurück zu blicken. Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in den Pfarrgemeinden wuchs über die vielen Jahre ein tragfähiges sozialen Netz für Menschen in den verschiedensten, sich ständig verändernden Problemlagen, die in Form von Beratung, Pflege und Betreuung engagiert und qualifiziert unterstützt werden.

„Die Caritas und ihre Dienste sind dabei weit mehr als nur eine Organisationsstruktur“, erklärt Ernst Heien, Ansprechpartner der Gemeindecaritas in Geldern. „Caritas, lateinisch für Nächstenliebe, ist eine Lebenseinstellung, die durch, mit und für dieMenschen lebt. Durch Menschen, die sich engagieren.“ Mit Menschen, die Not sehen und handeln und für alle Menschen, die Hilfe benötigen.

Gudrun Blumenkemper, Ansprechpartnerin für die Gemeindecaritas in Kevelaer fügt an: „Mit den gut 1.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den neun Pfarreien im Dekanat Geldern und Goch wurden im Laufe der Jahre viele innovative Projekte gemeinsam initiiert.“

Als eines der ersten Projekte wurde im Jahr 1988 in Weeze die Nähstube eingerichtet, im Jahr 1996 der Kinder- und Jugendtreff St. Barbara in Geldern, der heute noch beliebte Anlaufstelle ist.

Im Jahr 1997 wurde das Freiwilligen-Zentrum eröffnet, um den Wandel im Ehrenamt Rechnung zu tragen. Weiterer wichtiger Meilenstein war der Einbezug von zuvor qualifizierten Ehrenamtlichen in die allgemeine Sozialberatung im Jahr 2005. Im Jahr 2011 startete der Besuchsdienst in Geldern. Es werden Menschen in ihrem Zuhause, im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung besucht, um der Einsamkeit entgegenzuwirken. 2014 wurde gemeinsam mit einer Gruppe von Aktiven der Pfarrgemeinde die Initiative „Hand in Hand“ in Straelen ins Leben gerufen, die nachbarschaftliche Hilfe anbietet. „Ob kleinere Fahrdienste oder handwerkliche Hilfen, gelegentliche Einkäufe oder Sortierung von Unterlagen: Hier hilft man sich Hand in Hand“, erläutert Adele Hoff, Ansprechpartnerin für die Gemeindecaritas in Straelen.

Hinzu kommt das Projekt „Offenes Ohr“ für die Sorgen und Nöte der Menschen in Herongen (seit 2013) und Wankum (seit 2018). Doch beim offenen Ohr bleibt es nicht. Es werden Lösungen gesucht und bei der Umsetzung geholfen. Jüngstes Projekt war die Neugestaltung des Cari-Kleidertreffs in Kevelaer, der seit letzten Herbst wieder seine Pforten geöffnet hat.

Weiterer Bestandteil der Arbeit ist der kontinuierliche Austausch des Fachdienstes Gemeindecaritas mit den über 20 Caritasgruppen in den Pfarreien – auch durch gemeinsame Konferenzen, Fortbildungen und Exkursionen.