Er wohnt seit 2007 am St.-Klara-Platz, aber seine Verbindung zu Kevelaer und besonders zur Pfarrei St. Marien reicht noch viel weiter zurück. Am 1. Juni feiert der niederländische Pfarrer Jules de Bruin um 10 Uhr beim Hochamt in der Basilika sein 40-jähriges Priesterjubiläum, ein guter Anlass für ein Gespräch.
Wie findet ein niederländischer Pfarrer seinen Wohnsitz in Kevelaer?
Das kam, als meine damalige Wohnung im Bistum Roermond nicht mehr zur Verfügung stand und ich eine Alternative suchte. Der Bischof sagte damals, dass es für meine Tätigkeiten nicht so viel ausmacht, wo ich wohne. Auch in Deutschland hörte man, dass ich auf der Suche war. Daraufhin meldete sich Pastor Zekorn, der mir diese Wohnung anbot und seitdem wohne ich hier.
Den Kontakt zu Kevelaer gab es aber schon viel länger …
Oh ja, bereits als Seminarist kam ich immer wieder nach Kevelaer, ich hatte hier Praktiken und der Kontakt mit Pastor Schulte Staaade war sehr intensiv. Er setzte mich immer wieder ein, wenn es irgendwas mit niederländischem Bezug gab. So war ich auch bei den Vorbereitungen des Papstbesuches sehr involviert. Später war ich unter anderem an der Zusammenstellung des niederländischen Gebet- und Gesangbuches für die Kevelaer-Wallfahrt beteiligt.
Können Sie etwas über Ihren Werdegang sagen?
Ich bin, wie man hier in Kevelaer sagt, rechtsrheinisch geboren, nämlich in Wageningen. Ich habe in Utrecht Psychologie auf Lehramt studiert. Während meines Studiums wurde mir meine Berufung klar und so wechselte ich ins Seminar, Rolduc in Kerkrade. Nach meiner Priesterweihe kam sofort die Frage, ob ich eine weitere Ausbildung zum Religionslehrer absolvieren wollte. Nachdem ich auch diese Ausbildung abgeschlossen hatte, wurde ich Kaplan in Helden und danach Pastor in Kerkrade und anschließend in Sittard. In de…



