Schul-Präsenzunterricht ist ab Montag aufgehoben

Es war gegen halb zwölf Uhr, als NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und sein Stellvertreter Joachim Stamp in Düsseldorf vor die Presse traten, um angesichts der steigenden Fall- und Todeszahlen in Sachen Corona für einen „harten Lockdown so schnell wie möglich“ zu plädieren – und verbindlich die NRW-Verordnung verkündeten, dass der Präsenzunterricht an Schulen ausgesetzt sei.

Die Schulen in Kevelaer traf das wie alle Einrichtungen kurzfristig. „Wir sind dabei, das auszuarbeitetn“, sagte die stellvertretende Schulleiterin des Kardinal-von Galen-Gymnasiums, Christina Diehr, als das KB sie um 14.30 Uhr in der Schule erreichte, angesichts der neuen Situation. „Wir halten uns an die Vorgaben, die uns das Ministerium gegeben hat.“ Dementsprechend wird man den Unterricht in den Klassen 5 bis 7 zu den regulären Stunden anbieten. Ab der achten Klasse wird es keinerlei Präsenzunterricht geben. Nur die Klausuren in der Q2 sollen nach Diers Worten stattfinden. „Diejenigen, die nicht zu uns kommen, erhalten Material über das Lernmanagement und    können damit arbeiten. Und der Kollege wird bei denen, die „auf Distanz“ sind, elektronisch die Aufgaben einholen.“ Nähere Details werde man dann auf der Homepage nachlesen können.

„Die Schulmail ist gerade rausgekommen, um 13:32 Uhr gekommen. Wir sind dabei, zu überlegen, wie wir es umsetzen“, beschrieb der Leiter der Kevelaerer Gesamtschule, Christoph Feldmann, die Situation auf Anfrage. „Vorgesehen ist, die Schüler der fünften bis siebten Klassen im Präsenzunterricht zu beschulen, die Jahrgangsstufen acht bis dreizehn in der Distanzbeschulung.“ Für die fünften bis siebten Klassen sei es so, „dass die Eltern die Kinder vom Präsenzuntericht befreien können. Dann gehen die aber auch in Distanzschulung. Das ist die Vorgabe des Ministeriums.“ Jetzt gehe es noch um die Frage, wie man mit den Kurs- und Klassenarbeiten ungehe. „Die Schüler*innen können zu den Prüfungen kommen“, laute da seine Aussage.

Die vor kurzen eingetroffenen Tablets werden sicher eine gute Unterstützung sein, sagt Feldmann. „Die helfen uns, das jetzt zu realisieren und das Angebot zu machen.“ Der Zeitpunkt der Ankündigung sei „überraschend“ gewesen, so dass man bestimmt nicht alle Schüler*innen noch damit erreicht habe. „Wir sind noch durch die Klassen gegangen und haben gebeten, Materialien mit nach Hause zunehmen.“ Die Regelung gilt jetzt bis Jahresende. „Und die Schulferien sind um zwei weitere schulfreie Tage – also den 7.und 8. Januar 2021 – verlängert – worden. Also geht es dann erst am 10. Januar weiter.“
Persönlich könne er den Schritt nachvollziehen. „Wir haben ja weiter steigende Zahlen oder Plateauzahlen, wie man es immer nennen will, nachvollziehen kann ich das – die Kurzfristigkeit nicht.“