Schreiben Sie eine Karte, um sich zu bedanken!

Wer den Menschen in seiner Umgebung eine Freude machen oder einfach mal Danke sagen möchte, kann genau das jetzt mit lieben und anerkennenden Worten auf einer Postkarte tun. Eine Aktion dazu hat die Initiative „youngcaritas Gelderland“ jetzt ins Leben gerufen und selber Karten produziert. An den Kassen vieler Bau- und Supermärkte im Südkreis Kleve können diese kostenlos mitgenommen und dann wieder verschickt werden.

Adressaten für die Postkarten, auf deren Vorderseite die drei einfachen Wörter „Post für Dich!“ und ein großes Herz prangen, können verschiedene Gruppen von Menschen sein. „Die Bewohnerinnen und Bewohner unserer neun Seniorenhäuser und zwei Wohngemeinschaften sind nun schon seit Mitte März mit einem Besuchsverbot belegt und haben ihre Angehörigen seitdem nicht mehr gesehen und in den Arm nehmen können“, erklärt Esther Siebers, die für den Caritasverband Geldern-Kevelaer die youngcaritas-Initiative leitet. Ähnliches erleben auch die Patienten des ambulanten Pflegedienstes. Im Regelfall gehören sie zur Corona-Risikogruppe und sollen daher ihre Wohnungen möglichst wenig verlassen. Raum für Begegnungen und gesellschaftliche Teilhabe bleibt da wenig.

Schnell entstanden daher im Caritasverband verschiedene Ideen, wie diesen Menschen trotzdem Nähe und Mitgefühl entgegengebracht werden kann. Darunter ist neben Regenbögen in Fenstern, Wimpelketten und Video-Telefonie nun auch die Aktion „Schreib doch mal ne Karte“. „Natürlich gibt es noch viel mehr Menschen, denen ein paar aufmunternde Zeilen in dieser Zeit gut tun würden, beispielsweise weil sie im Krankenhaus liegen oder sich in ihrer Existenz akut bedroht fühlen“, fügt Siebers hinzu.

Dank an Müllabfuhr, Briefträger oder Polizisten

Wichtig ist für youngcaritas auch, sich für die Arbeit eines anderen zu bedanken. Auch dazu dienen die Postkarten, die ab sofort in zahlreichen Super- und Baumärkten im ganzen Gelderland ausliegen und kostenlos mitgenommen werden können. Pflegekräfte und Mitarbeitende des Gesundheits- und Sozialwesens freuen sich über ein wertschätzendes „Dankeschön“ genauso, wie Polizisten oder die Müllabfuhr. „Bringen Sie zu Ihrem nächsten Einkauf einfach eine Postkarte mit ein paar netten Worten mit und überreichen Sie sie dem Supermarktmitarbeiter oder heften Sie sie dem Postboten an den Briefkasten zuhause“, schlägt Esther Siebers als weitere Möglichkeit vor.

Wer an keinem der Supermärkte vorbeikommt, kann natürlich auch einfach eine Karte von zuhause benutzen oder einen Brief schreiben. Es ist die Geste, die zählt, um auch ohne die persönliche Begegnung den Kontakt zum Mitmenschen zu erhalten. Alle Infos zur Aktion, eine Liste mit Adressen von Pflegeeinrichtungen und eine Liste aller teilnehmenden Märkte finden Sie unter www.caritas-geldern.de/youngcaritas.