Viele Menschen laufen täglich achtlos auf dem Weg zum Ohren- und Augenarzt vorbei an diesem interessanten Kunstwerk, weil sie nicht wissen, welcher Schatz dort angebracht ist.
Im Eingangsbereich des Alten Rathauses über dem Aufzug ist es zu sehen. Der Förderverein „DenkMal-Grabmal e.V.“ hat nun eine Hinweistafel anbringen lassen, damit die Bedeutung des Kleinods wieder „sichtbar“ wird.
Der Kevelaerer Historiker Dr. Peter Lingens hat das Relief im Geldrischen Heimatkalender 2018 beschrieben:
„Das Kunstwerk besteht aus fünf Platten. Es ist ein Werk des Kevelaerer Künstlers Will Horsten (1920-1979), ursprünglich gefertigt als Bauzier für den Anbau, der 1957 an das Alte Rathaus angefügt wurde. Aus dem Gedicht von Theodor Bergmann „Wor hör ek t´hüß“ sind einzelne Begriffe bildlich dargestellt:
Links oben „Maisüt“ und „Keckfoars“,
links unten „Eike“ und „Hand“,
mittig der „Bur“, rechts oben „Loewrek“,
„Haas“ und „de Klappros in et Koarn“,
rechts unten „Wieg“ und „Dojeklock“,
oben und unten gerahmt von „de Nirs“.
Dass das Relief für den Rathauseingang geschaffen wurde, zeigt die Bedeutung des Gedichtes für die Stadt Kevelaer.“
Der Förderverein DenkMal-Grabmal e.V. Kevelaer und die Stiftung Volksbank an der Niers wollen mit diesem Hinweis die Arbeit des Künstlers ehren.
Text: Ernst Koppers
Quelle: Peter Lingens, Geldrischer Heimatkalender 2018.



