In der Regionalliga feierte der Kevelaerer SV in Gievenbeck einen verdienten 3:0-Auswärtssieg und zeigte dabei über weite Strecken eine souveräne Leistung in Abwehr, Annahme und Angriff.
Beide Mannschaften starteten konzentriert in die Partie und lieferten sich im ersten Satz mehrere lange Ballwechsel, die der KSV immer wieder für sich entscheiden konnte. Gegen Satzende erfolgte im Zuspiel der Wechsel und der leicht angeschlagene Marcel Thyssen kam für Ben Köllner. Dieser brachte sofort neuen Schwung ins Spiel. Mit einem direkten Aufschlagass und neuer Spielidee lenkte er das Spiel des KSV entscheidend und sorgte dafür, dass der erste Satz mit 25:21 nach Kevelaer geht.
Der zweite Satz begann vielversprechend. Eine starke Aufschlagserie von, nun wieder im Team, Ben Köllner verschaffte dem KSV früh eine solide Führung. Gievenbeck konnte mit einer äußerst stabilen Abwehrarbeit viele Angriffe entschärfen und zwang Kevelaer mehrfach zu längeren Ballwechseln. Die Partie wurde wieder eng, da sich beide Teams nichts schenkten. Zum Satzende übernahm Mirko Novak Verantwortung im Aufschlag und setzte mit einer wichtigen Serie, genau zum richtigen Zeitpunkt, den entscheidenden Impuls, sodass der KSV Satz zwei mit 25:20 für sich entscheiden konnte.
Auch im dritten Satz begegneten sich beide Teams über lange Strecken auf Augenhöhe. Die Kevelaerer Angriffsspieler zeigten sich jedoch erneut nervenstark. Besonders die Außenangreifer Christian Neuendorf und Robin Thyssen (MVP) verwandelten viele Bälle, die Zuspieler Ben Köllner präzise verteilte. Dadurch setzte sich der KSV immer wieder leicht ab und ließ Gievenbeck nicht mehr entscheidend herankommen. Mit 25:22 ging schließlich auch der dritte Satz an Kevelaer.
Unterstützung erhielt das Team von Trainerin Heike Thyssen von den mitgereisten Fans, welche Heimspielatmosphäre aufkommen ließen. Der Kevelaerer SV holte sich einen recht klaren und absolut verdienten 3:0-Erfolg. Eine starke Leistung in Abwehr, Angriff und Aufschlag, die zeigt, wie gefestigt das Team aktuell spielen kann. Es spielten: M. Thyssen, R. Thyssen, Novak, Engel, Peter, Giesen, Köllner, Reiners, Neuendorf, Nobbers und Trataris.
Die zweite Mannschaft musste in Düsseldorf gegen den Rumelner TV antreten. Das Landesliga-Team startete unkonzentriert in die Partie und lag schnell mit 1:5 hinten. Nach einer ersten Auszeit kämpfte es sich aber wieder heran und eine kleine Aufschlagsserie von Stefan Kannenberg brachte den KSV II mit 14:9 in Front. Diese Führung wurde bis zum Satzende beibehalten. Mit 25:18 ging Satz eins an den KSV II.
Mit dem Satzerfolg im Rücken spielten die Kevelaerer nun unbeschwerter und gingen in Führung. Der RTV steckte aber nicht auf und konnte nochmals zum 17:17 ausgleichen, ehe wiederum Stefan Kannenberg mit seinen Aufschlägen eine 5-Punkte-Führung herstellte. Mit 25:21 war die 2:0 Satzführung perfekt gemacht. In diesem Satz waren es besonders die Angriffe von Janik Jansen und Stefan Kannenberg, welche klare Ausrufezeichen setzten. Gegen die kraftvollen Abschlüsse über Außen und Mitte hatte der RTV keine Antworten parat.
Einen Satz musste der KSV dennoch abgeben – und das vor allem durch eigene Unzulänglichkeiten. Eine Serie von Aufschlagfehlern, Abstimmungsprobleme in der Feldabwehr und unnötige Angriffsfehler brachten Rumeln zurück ins Spiel. Der Gegner, sehr jung, aber kampfstark und immer bemüht, jeden Ball zu verteidigen, nutzte diese Phase konsequent aus und verdiente sich mit 25:21 den Satzgewinn.
Im vierten Satz war die Stimmung auf dem Feld und auf der Bank beim KSV jedoch hervorragend. Anfeuerungsrufe, gegenseitige Unterstützung und klare Ansagen halfen, die Fehlerquote wieder zu senken und das eigene Spiel durchzuziehen. Am Ende steht ein verdienter 3:1 Erfolg aus KSV-Sicht – mit Luft nach oben, aber mit vielen positiven Ansätzen: starke Angriffe, stabile Phasen in der Annahme, eine gute Moral und der klare Wille, als Mannschaft weiter zu reifen. Der KSV II steht damit auf dem zweiten Tabellenplatz und hat weiterhin alles in eigener Hand, den Aufsteig zu realisieren. Es spielten: Janßen, Verhoeven, Ophey, Kannenberg, Eyll, Thönnes, Koop, Herbe, Prast, van Meegen und Bergers.
In der Bezirksliga stand die dritte Herrenmannschaft gegen den SV Budberg auf verlorenem Posten.
Budberg übernahm direkt die Spielkontrolle und konnte sich Punkt für Punkt absetzen. Auch die Auszeiten von Spielertrainer Tom Borrenbergs konnten keinen Umschwung herbeiführen. Satz Eins ging mit 25:18 an Budberg. Das KSV Team startete aber besser in den zweiten Satz und konnte sich zu Beginn einen kleinen Vorsprung erkämpfen.
Mitte des Satzes fand der SV Budberg aber zur konzentrierten Leistung zurück und ging in Führung. Insbesondere einer Aufschlagserie Budbergs mit sieben Punkten, konnte der KSV III nichts mehr entgegensetzen. Der SV holte sich auch Satz Zwei mit 25:21. Im dritten Satz machte Budberg nicht mehr als nötig, konnte sich aber immer einen leichten Vorsprung erspielen und diesen auch bis zum Satzende zum 25:23 halten. In diesem Spiel waren Mainik, Lemken, Lapschies, Prast, Goese, Jahn, Holl, Lensing, Borrenbergs und Saers aktiv.
Besser lief es für den KSV III im Kreispokal. Hier musste man schon am Freitag gegen den SV Bedburg-Hau II antreten. Gegen die jugendlichen Spieler aus Bedburg-Hau gab es ein 3:0. Körperlich und athletisch lagen die Vorteile eindeutig bei den Kevelaerern, welche diesen Vorteil anfangs auch zu nutzen wussten. Eine komfortable 20:9 Führung ermutigte Trainer Alessandro Nobbers zu Spielerwechseln. Die Eigenfehler nahmen jetzt zu, der Satzgewinn mit 25:20 war aber ungefährdet. Im zweiten Satz musste die Mannschaft aus Kevelaer aber um jeden Ball kämpfen und es wechselten sich sehr gute Spielzüge mit eklatanten Fehlern ab. Bedburg-Hau konnte mit technisch sauberem Spiel dagegenhalten, lief aber immer einem KSV-Vorsprung hinterher. Kevelaer nahm diesen Vorsprung mit 25:21 zum Satzgewinn. Mit leicht veränderter Aufstellung waren die Vorzeichen im dritten Satz umgekehrt. Bedburg-Hau war bis kurz vor Satzende immer in Front. Mit Teamgeist und dem Willen zu gewinnen, drehte der KSV III aber noch das Spiel und holte sich auch Satz Drei mit 25:23. Damit steht die erste Kevelaerer Mannschaft im Kreispokalfinale und hofft dort auf ein Spiel gegen den KSV II. Im Kreispokal spielten Buß, Holl, Mainik, Lemken, Goese, Jahn, Prast und Borrenbergs.
In der Bezirksklasse bleiben die KSV-Damen weiterhin ungeschlagen. Gegen den VC Eintracht Geldern III hatten die Kevelaererinnen zu Beginn Probleme, in den ersten Satz zu kommen. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit waren sie aber im Spiel. Eine Aufschlagserie von Mariam Kurtskhalidze brachte den KSV von 7:7 auf 15:7. Zusätzlich konnte sie anschließend noch mit einem gelegten Ball glänzen. Auch im Block stand der KSV gut, insbesondere Hannah Prüßing-Ordoñez lieferte schöne Punkte für die Kevelaerer Mannschaft. Der erste Satz ging mit einem 25:16 an den KSV.
In den zweiten Satz starteten die Kevelaererinnen mit einer etwas anderen Aufstellung. Dem Spielfluss tat das aber keinen Abbruch. Eine kleine Aufschlagserie von Felina Backes, sowie ein Ass von Vanessa Mosig zeigten den Geldernerinnen schnell die Grenzen auf. Auch durch schöne Angriffe punkteten die Kevelaererinnen. SatzzZwei ging so mit 25:15 an die Kevelaererinnen. Auch im dritten Satz waren es wieder starke Aufschläge, diesmal durch Jaqueline Keurhorst, welche den KSV schnell in Führung gehen ließ. Geldern kämpfte tapfer weiter und so war das Spiel auch für die Zuschauer interessant. Mitte des Satzes nutzte Trainer Alessandro Nobbers die deutliche Führung zu einigen Wechseln. Die dadurch entstandene Unruhe konnte Kevelaer aber schnell ablegen und ging weiter seinen Weg. In dieser Phase konnte die eingewechselte Mara Selders mit guten Aufschlägen einige Punkte beitragen. Den Schlusspunkt konnte Mila Ermers mit einem unerwarteten Angriff setzen. Mit 25:15 und damit mit 3:0 gewannen die KSV-Damen den Satz und das Spiel. Damit festigen die Damen ihren ersten Tabellenplatz. Es spielten: van Husen, Backes, Platen – Moreno, Mosig, Boßer, Kurtskhalidze, Selders, Ermers, Prüßing-Ordoñez, A.Slobitchuk, N.Slobitchuk, Keurhorst und Vennhoff.



