Früher Ansturm auf die Camps
Die ersten Bilder des diesjährigen PAROOKAVILLE-Starts zeigen vor allem eines: Bewegung auf allen Wegen. Bereits am Donnerstagabend reisten die ersten Camper aus der Schweiz an und übernachteten vor dem noch verschlossenen Eingang, am Mittwochmorgen standen schon 5.000 Camper vor den Toren, weshalb die Organisatoren das Campgelände vorzeitig öffneten. Für den Mittwoch wurde mit bis zu 10.000 Campern gerechnet, insgesamt sind es in diesem Jahr 50.000 Gäste auf den Campsites.
Für Weeze und die Region bedeutet das erneut Tage voller Verkehr, Logistik und Festivalstimmung. Die City of PAROOKAVILLE öffnet offiziell am Freitag um 14 Uhr für die erwarteten 225.000 Besucherinnen und Besucher; das Festival läuft vom 17. bis 19. Juli 2026 am Airport Weeze.
Zahlen, die beeindrucken
Das Festival ist auch 2026 wieder ein Bauwerk der Superlative. Die City of PAROOKAVILLE umfasst 166.000 Quadratmeter, der Camping District 785.000 Quadratmeter, der Caravan District 170.000 Quadratmeter und der Glamping District 105.000 Quadratmeter. Hinzu kommen 3.500 Quadratmeter verlegte Holzböden und Wege, 1.032 Tonnen Stahlplatten als Unterlage für Bühnen und Bauwerke sowie 1.600 beteiligte Techniker, Handwerker und Helfer.
Auch bei Licht, Ton und Technik wird nicht gespart: 22 Kilometer Lichterketten, 44.000 LED-Leuchtmittel, 26 Mobilfunkmasten, 500 Sattelschlepper Material für den Bühnenbau, rund 8.000 programmierte Scheinwerfer und Laser sowie 800 Drohnen für die Ceremonies unterstreichen den Anspruch, am Niederrhein eine komplette Festivalstadt zu errichten.
Mainstage als Geheimnis
Wie in jedem Jahr bleibt die Mainstage das optische Highlight des Festivals. Mit 190 Metern Länge und 32 Metern Höhe ist sie das mächtigste Bauwerk der City of Dreams, doch was genau die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr erwartet, bleibt bis Freitag um 14 Uhr streng geheim.
Bill Parooka, der imaginäre Festivalgründer und Bürgermeister von PAROOKAVILLE, soll sich thematisch etwas „unter Wasser“ gewünscht haben. Damit wächst die Spannung noch einmal, denn wie diese Bühne am Ende tatsächlich aussieht, dürfen die Fans erst zur Eröffnung erleben. Sicher ist nur: Vor der Bühne dürfte es bei sommerlichen Temperaturen wieder feuchtfröhlich werden.
Dicks setzt auf Gelassenheit
Bei der Pressebegehung machte Bernd Dicks deutlich, dass trotz laufender Arbeiten alles im Zeitplan liege. Noch seien rund 48 Stunden bis zur Eröffnung, und bis dahin werde das Gelände fertig sein. Diese Mischung aus Baustellenbetrieb und Festivalvorfreude gehört in PAROOKAVILLE seit Jahren dazu und macht den besonderen Reiz des Events aus.
An seiner Seite war Philip Christmann von Radar Media, die seit Jahren die Pressearbeit und Kommunikation für PAROOKAVILLE begleiten. Gemeinsam führten sie Medienvertreter über das Areal und gaben Einblicke in ein Festival, das längst weit über den Niederrhein hinausstrahlt.
Bier, Trauung und Pipeline
Auch die Kulinarik und die Symbolik des Festivals bleiben spektakulär. In der Warsteiner Parooka Church wird erneut eine offizielle Trauung stattfinden, außerdem erklärte Dicks, dass die oft erwähnten Bierpipelines tatsächlich Realität seien. Unterirdisch seien mehrere hundert Meter Pipeline für das Bier verlegt; Warsteiner schenke in diesem Jahr 135.000 Liter Bier über 100 Zapfhähne aus.
Die Zahlen dahinter wirken beinahe absurd, sind aber typisch PAROOKAVILLE: Das Festival arbeitet mit wiederverwendeten Materialien, setzt auf Recycling und baut selbst aus alten Bauelementen neue Attraktionen. So wurde etwa der diesjährige 20 mal 25 Meter große Pool mit einer Verkleidung aus dem früheren Penny-Markt ausgestattet.
Wirtschaft für die Region
PAROOKAVILLE ist nicht nur Musikfestival, sondern auch ein enormer Wirtschaftsfaktor. Dicks bezifferte den Gesamtumsatz von PAROOKAVILLE und dem vier Wochen später stattfindenden San Hejmo auf rund 50 Millionen Euro. San Hejmo sei im vergangenen Jahr erstmals leicht positiv gewesen, was die wirtschaftliche Bedeutung des Festivalsystems am Flughafen Weeze zusätzlich unterstreicht.
Für Weeze, Kevelaer und die umliegenden Orte bleibt das Ereignis damit weit mehr als ein sommerliches Großevent. Es zieht internationales Publikum an, beschäftigt tausende Menschen und bringt Bewegung in Handel, Gastronomie, Unterkünfte und Verkehr.
Schnelle Fakten
- Festival: PAROOKAVILLE 2026.
- Ort: Airport Weeze.
- Festivaltage: 17. bis 19. Juli 2026.
- Offizielle Öffnung der City: Freitag, 14 Uhr.
- Erwartete Besucher in der City: 225.000.
- Camper auf den Campsites: 50.000.
- Mainstage: 190 Meter lang, 32 Meter hoch.
PAROOKAVILLE zeigt auch 2026 wieder, warum das Festival am Niederrhein als Ereignis der Superlative gilt: riesig, detailverliebt, emotional und für die Region wirtschaftlich wie kulturell von besonderer Bedeutung.


Tom Hieckmann
Gerhard Seybert