Politik unterstützt Gestaltungsvorschlag für neuen Edeka-Markt

Klar strukturierte Flächen aus ebenso traditionellem wie modernem Klinker und hochwertigem Putz prägen das Bild der Fassade. Durchbrochen werden sie von dunklen, rechteckigen Elementen, die den Baukörper „leichter“ erscheinen lassen sollen. Den Eingangsbereich dominieren zwei großflächige Glasfronten, die von der Egmontstraße und vom Antwerpener Platz aus einen Blick in den Markt gewähren werden. – So soll er von außen aussehen, der neue Lebensmittelmarkt, den Edeka Brüggemeier auf dem Antwerpener Platz errichten möchte.
Nachdem die Politik das grundsätzliche Vorhaben mehrheitlich unterstützt, den ersten Gestaltungsentwurf aber einhellig abgelehnt hatte, hat die Unternehmerfamilie aus Winnekendonk dem Ausschuss für Stadtentwicklung nun drei weitere Gestaltungskonzepte vorgelegt. Der Ausschuss sprach sich daraufhin in der vergangenen Woche mit großer Mehrheit für die letzte der vier vorgestellten Varianten aus. „Eine Wahl, in der wir uns und unsere Vorstellungen von einem modernen Markt wiederfinden. Jetzt können wir unsere Planungen intensivieren“, freute sich Denis Brüggemeier über grünes Licht aus Reihen der Politik, die damit dem Wunschkonzept Brüggemeiers den Vorzug gegeben hatte.
Kritik kam zwar von Heinz-Josef van Aaken (KBV), der im Entwurf noch immer einen „Funktionsbau“ sah, der lediglich aufgehübscht worden sei. Dann seine Fraktion aber eine zeitnahe Umsetzung des Projekts wolle, stimme sie dem Wunsch der Familie Brüggemeier zu. Konsequenter lehnte die FDP den Entwurf ab, weil das bauliche Konzept – wie schon bei den Kaufland-Planungen – viel zu weit von dem entfernt sei, was die Politik ursprünglich für den Antwerpener Platz geplant habe, erklärte Wilhelm Gerats. Zudem hätte die FDP sich „einen Architektenwettbewerb wie in Straelen“ gewünscht. Lob kam hingegen von Paul Schaffers (CDU): „Ich bin sehr froh, dass wir einen Kevelaerer Unternehmer haben, der bereit ist, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um die Fassade anzupassen.“
Die VDH Projektmanagement GmbH, die für die Konzeptvorschläge verantwortlich zeichnet, hatte sich bei der Fassade insbesondere an der Gestaltungssatzung für die Kevelaerer Innenstadt orientiert sowie an den Wünschen, die die Politik beim „Runden Tisch“ zum Antwerpener Platz geäußert hatte, als dort noch ein Kaufland-Markt geplant war. Wesentliche Aspekte waren dabei eine kleinteilige Wirkung und dass sich das Gebäude gut in die umliegende Bebauung einfügt. Erfüllt hatten diese Vorgaben alle drei neuen Varianten; die gewählte Variante vier schafft aber den Spagat zwischen Anpassung an den alten Gebäudebestand und einer modernen Anmutung am besten.
Man wolle nun mit der Konzeption zügig voranschreiten, um möglichst zeitnah mit dem Bau des rund 2.000 Quadratmeter großen Gebäudes beginnen zu können, erläuterte Brüggemeier. „Ein genaues Datum lässt sich zu diesem frühen Zeitpunkt aber noch nicht nennen. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass wir den Markt gerne noch im Jahr 2018 eröffnen würden.“
Bis dahin gebe es noch viel zu vorzubereiten. Die Außengestaltung sei nur der Anfang gewesen. Darüber, wie es einmal im Inneren des Marktes aussehen soll, haben sich die Planer noch keine Gedanken. Brüggemeier: „Wenn wir in diesem Punkt zu einem Ergebnis gekommen sind, werden natürlich auch darüber informieren.“ Was aber jetzt schon feststeht, ist, dass am neuen Standort ein Sortiment präsentiert werden soll, das es in Kevelaer so bisher noch nicht gibt, zum Beispiel eine Bedientheke, an der frischer, frisch geräucherter und frisch zubereiteter Fisch (auch Sushi) angeboten wird. „Wir wollen nicht einfach nur den zweiten Brüggemeier-Markt für Kevelaer bauen, sondern einen anderen“, sagt Denis Brüggemeier.