Parookaville öffnet seine Stadttore für 50.000 Bürger

Drei Tage und zwei Nächte Freiheit und Ekstase mit über 150 DJs

Fantastischer Ausblick vom Penny-Tower: Tausende glückliche Festivalbesucher erfüllen bereits am Donnerstag das Campinggelände mit Wahnsinn, Liebe und purer Glückseligkeit (Foto: Parookaville / Simon Meteling)

Parokaville – die Stadt, in der Wahnsinn, Liebe und pure Glückseligkeit regieren – öffnet am heutigen Freitag zum zweiten Male ihre Pforten. Nach der preisgekrönten Premiere in 2015 wurde die Anzahl der „Visa“ in diesem Jahr auf insgesamt 50.000 verdoppelt – doch auch die sind seit Monaten ausverkauft. Für die glücklichen „Bürger“ beginnt nun das lang ersehnte Wochenende des Jahres, mit den Weltstars Afrojack und Tiësto am Freitag, Axwell Λ Ingrosso und Steve Aoki am Samstag sowie 150 weiteren DJs in einer Phantasie-Stadt, die ihresgleichen sucht.

Das Spektakel im niederrheinischen Weeze ist deutlich mehr als ein reines Musikfestival. Die Besucher tauchen ein in die fiktive Welt des Stadtvaters Bill Parooka, seines Zeichens verrückt-genialer Tüftler und Erfinder. Nach „seinen Plänen“ erschaffen die Organisatoren eine komplette Stadt, perfekt gemünzt auf Spaß und Abenteuer. Nichts ist von der Stange, jedes Element – von der 80 Meter breiten Mainstage bis zu 400 handbemalten Holzwegweisern – wurde eigens für Parookaville erschaffen.

„In den letzten Monaten habe ich schon zahllose Skizzen und Pläne unserer Mainstage gesehen, für deren Design wir die Macher der Tomorrowland-Bühnen gewinnen konnte. Aber als ich Mittwochnacht beim ersten Einleuchten der Laser live davor stand, hatte ich am ganzen Körper Gänsehaut. Genau diese Momente wollen wir für unsere Bürger kreieren und sind bester Dinge, dass es uns sehr gut gelingen wird“, schwärmt Bernd Dicks, einer der drei Veranstalter.

Verkehrskonzept greift – Erste Anreisewelle ohne größere Zwischenfälle

Bei strahlendem Sonnenschein öffnete bereits am gestrigen Donnerstag um 10 Uhr die Parookaville-Campsite – der offizielle Campingplatz für insgesamt 25.000 Festivalbesucher. Ein großer Teil reiste bis zum Nachmittag bereits an, um volle drei Tage Festivalfeeling mitzuerleben. Das umfängliche Verkehrskonzept von Veranstalter und Polizei, unterstützt von intensiver Online-Kommunikation, ging auf. Der Verkehr auf den Umfahrungen lief flüssig, die Zufahrt für Reisende zum Airport Weeze blieb unbeeinträchtigt.

„Wir sind glücklich und zufrieden, einen Großteil der Camping-Anreise bereits gemeistert zu haben. Dafür ein großes Lob an die Disziplin unserer Besucher und Verkehrsteams“, freut sich Dicks. „Für Freitag und Samstag erwarten wir am Nachmittag und Abend erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den Hauptrouten durch anreisende (Tages-) Besucher. Für Anwohner und Flughafennutzer stehen
weiterhin die beschilderten Ausweichrouten zur Verfügung.“

Läutende Glocken, surrende Nadeln, klappernde Scheren – Überraschungen an jeder Ecke

Einmal in Parookaville angekommen, entschwindet der Alltag sofort aus den Köpfen der Bürger. Einer Stadt entsprechend durchschreiten sie „City Gates“, um das Areal zu betreten. Erster Anlaufpunkt ist die „Town Hall“ – ein umgebauter Bunker mit imposanter, 15 Meter hoher Kuppel – zur Passausgabe, die stählende Statue von Bill Parooka weist mit lodernder Fackel den Weg.

In der hölzernen „Warsteiner Parooka Church“, vom Weezer Schreiner in 430 Stunden gebaut, läuten für jeden heiratswilligen Bürger die Hochzeitsglocken, der Trauschein ist gültig für ein perfektes Wochenende in Parookaville. Erstmalig auf einem deutschen Festival findet hier am Samstag eine standesamtliche Trauung statt, samt DJ Tujamo als Trauzeugen, Hochzeitsgesellschaft und weißer Einhorn-Kutsche.

Das „Post Office“ hält offizielle Briefmarken, Poststempel und eigens designte Grußkarten bereit, im „Jail“ surren die Nadeln der Tätowiermaschinen. Acht „inhaftierte“ Tätowierer verzieren hier auf Wunsch die Haut der Einwohner, um ihr knappes Knast-Salär aufzubessern. Gegenüber vom 700 Quadratmeter großen Pool versorgt der „Penny Kiosk“ das Partyfolk mit Wasserpistolen und Luftmatratzen, eine ganze Ladenstraße aus abgerockten, umgestalteten Seecontainern beherbergt vom Blumenladen bis zur Fashion-Boutique acht liebevoll gestaltete Shops. Durch den mystisch dekorierten Stadtwald gelangen die „Citizens“ zur „Deichmann Beauty Farm“, wo sich über 70 Frisöre und Stylisten um Haar-, Bart- und Hautpflege kümmern.

Nach einem Jahr intensiver Planung haben in den vergangenen drei Wochen etwa 500 Elektriker, Bühnenbauer, Techniker, Schreiner, Klempner und Helfer – vornehmlich von Unternehmen aus der Region – diese unvergleichliche Kulisse entstehen lassen. Die Bürger sind begeistert und entdecken auf ihren Streifzügen von Bühne zu Bühne an jeder Ecke neue, liebevolle Details.

Noch bis Sonntagmorgen, 4 Uhr läuft das Programm, nach einem Frühstück mit frischem Kaffee und heißen Brötchen aus dem mit 1.800 Quadratmetern größten Penny-Store Deutschlands auf dem Campinggelände geht es dann auf die Rückreise – nach Hause und nicht zuletzt auch zurück in die Realität.